Menü

Webmasterfriday: Sollen wir auch brandaktuelle und kontroverse Themen im Blog behandeln?

Blog­ger behan­deln auch popu­läre The­men. Natür­lich möchte ich hin­zu­fü­gen. Die Online-Abtei­lun­gen der Zei­tun­gen haben das längst pro­fes­sio­na­li­siert. Einige Medien las­sen dabei aller­dings mei­ner Mei­nung nach einen gewis­sen Sinn für Anstand ver­mis­sen. Sie neh­men Trends und Stim­mun­gen ins­be­son­dere in den «sozia­len» Netz­wer­ken auf und wis­sen diese immer erfolg­rei­cher ein­zu­set­zen, um mehr Lese­rIn­nen anzu­zie­hen.

Meine ande­ren Bei­träge zum Web­mas­ter­fri­day.

Soeben hat Spie­gel Online, die Num­mer zwei der deut­schen Online-Nach­rich­ten-Ange­bote, die bei Bild Online zustän­dige Exper­tin für die «Social» Net­works Car­line Mohr, enga­giert.

Medien, die sich in die­ser Hin­sicht oft spür­bar nega­tiv her­vor­tun, kennt ver­mut­lich jeder. Die­ser Arti­kel (Stoff für Frem­den­feinde: die erfolg­rei­che Social-Media-Stra­te­gie von „Focus Online“ | Quelle) von Ste­fan Nig­ge­meier ist mir in die­ser Hin­sicht eine Hilfe gewe­sen, die Stra­te­gien gro­ßer Medien end­lich zu ver­ste­hen.

Mein Bei­trag zum dies­wö­chi­gen Web­mas­ter­fri­day. Titel: Stim­mun­gen nut­zen und popu­läre The­men bear­bei­ten? | Web­mas­ter Fri­day Blog | Quelle

Sol­che Stra­te­gien die­nen also nicht der Mei­nungs­bil­dung, sie funk­tio­nie­ren viel­mehr oft als Kata­ly­sa­tor. Im schlech­tes­ten Fall wer­den Stim­mun­gen und Ent­wick­lun­gen erst aus­ge­löst und zumin­dest beför­dert.

Blog­ger soll­ten im Sinne des­sen, was Hen­ning Uhle kürz­lich aus­ge­führt hat, die gege­be­nen Spiel­räume, die uns die Unab­hän­gig­keit auch in wirt­schaft­li­cher Hin­sicht las­sen, genutzt wer­den.

Bei mir im Blog gibt es immer Mei­nung. Das war nie anders, und das wird sich wohl auch nicht mehr ändern. Und oben drü­ber steht mein Name. Ich würde mir doch selbst nur scha­den, wenn ich der Welt ein Thea­ter vor­spie­len würde.Quelle: Web­mas­ter Fri­day – Par­al­lel­wel­ten › Hen­ning Uhle | LINK 

Mir ist es schon pas­siert, dass mein Blog durch Arti­kel, die einen hoch­ak­tu­el­len Bezug zu einem Thema hat­ten, über kurze Zeit gehypt wurde. Im Fall des Rück­tritts von Ex-Bun­des­prä­si­dent Horst Köh­ler wurde mein Blog (damals Quer­blog) sogar im «Heute Jour­nal» gezeigt. Es gab noch wenige andere sol­cher Bei­spiele. Aller­dings ver­lau­fen sich mei­ner Erfah­rung nach sol­che Spit­zen sehr schnell.

Für erhöhte Zugriffs­zah­len sor­gen zeit­wei­lig Abmah­nun­gen. Es gibt Bei­spiele von Blogs, die von die­ser miss­li­chen Lage, die ich kei­nem Blog­ger wün­sche, nach­hal­tig pro­fi­tiert haben. Aber häu­fig ist das nicht gerade.

Mei­ner­seits habe ich popu­läre The­men schon immer auf­ge­nom­men und mit mei­ner nicht sel­ten unpo­pu­lä­ren Mei­nung ver­bloggt. Allein über das Flücht­lings­thema habe ich in den letz­ten Mona­ten zig Arti­kel ver­fasst. Die Reso­nanz ging gegen Null. Ich glaube, ich habe die Leute damit ein­fach nur genervt. Zu viel Mei­nung ist aus mei­ner Sicht also nicht unbe­dingt ein Erfolgs­re­zept.

Aller­dings wird es Blogs auch nicht scha­den, wenn man das eine oder andere Thema, das einen per­sön­lich stark beschäf­tigt, dort zu behan­deln und zu kom­men­tie­ren.

Horst Schulte

Mein Bloggerleben reicht bis ins Jahr 2004 zurück. Da habe ich dieses schöne Hobby für mich entdeckt. Ich bin 62 Jahre alt und lebe in einem kleinen Ort, nicht weit von Köln entfernt. Meine Hauptthemen hier im Blog sind Gesellschaft, Politik und Medien.

Sag deine Meinung und diskutiere mit

4 Kommentare auf "Webmasterfriday: Sollen wir auch brandaktuelle und kontroverse Themen im Blog behandeln?"

Benachrichtige mich zu:
avatar

Sortiert nach:   neuste | älteste | beste Bewertung
Oliver
Gast
Oliver
4. März 2016 12:43

Ich habe keine Ahnung, was das hier für ein Blog ist – bin über http://​www​.ste​fan​-nig​ge​meier​.de/​b​l​og/ hier gelan­det, weil ich über den Titel so ver­blüfft war. Natür­lich soll man auch brand­ak­tu­elle und kon­tro­verse The­men behan­deln, was denn sonst? Soll man mit­tel­al­ter­li­che Dis­kus­sio­nen über Fein­hei­ten der scho­las­ti­schen Onto­lo­gie wei­ter­spin­nen? Und “kon­tro­vers” ist kein unan­stän­di­ges Wort, son­dern heißt nur, daß über eine Frage keine Einig­keit besteht und inten­siv dar­über dis­ku­tiert wird, und das dürfte in nicht-tota­li­tä­ren und säku­la­ren Gesell­schaf­ten für die meis­ten poli­ti­sch halb­wegs rele­van­ten The­men­be­rei­che wohl der Nor­mal­fall sein. Also, immer her mit den Kon­tro­ver­sen, die haben wir ange­sichts des ungu­ten Wech­sel­spiels von Kon­sens­geil­heit und Radi­ka­li­sie­rung hier­zu­lande gerade nöti­ger als je.

Hans
Gast
4. März 2016 14:28

Hallo Horst,
gegen popu­läre The­men spricht mal gar nichts. Ich schätze das, wenn ein Blog­ger auch mal unbe­queme The­men ver­ar­bei­tet. Ich hab das auch bei dir geschätzt. Hatte aber auch nicht den Ein­druck, dass du aus­schließ­lich ein “Stim­mungs” Thema auf­greifst, um Stim­mung zu machen und Auf­merk­sam­keit für den Arti­kel zu bekom­men.
Komm gut ins Wochen­ende.
HG Hans

wpDiscuz