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Hat Facebook eigentlich 'ne Kostenstelle für Überwachung?

Weshalb sollte Facebook so viel in ein "gutes" oder echtes policing investieren? Das schlägt jedenfalls via Facebook der ausgewiesene Internet-Kenner Michael Seemann vor. Er ist der Meinung, Facebook mache alles falsch, was das anginge.

Wir haben verstanden, dass jedes Unternehmen die Verantwortung für sein Produkt übernehmen muss? Was das heißen kann sehen wir am Beispiel VW, vielleicht bald auch an Bosch?! Rückstellungen über Hunderte von Millionen Euro sind dort bereits erfolgt.

Beide Verfehlungen wurden von den Amis vehement verfolgt, die EU und Deutschland gehen mit dem Betrug des VW-Konzerns eher gelassen um. Dabei könnte es angesichts der Entwicklungen passieren, dass das Unternehmen am Ende, wenn es dann überhaupt noch da sein sollte, ein ganz anderes ist.

Facebook und die anderen Verantwortungslosen

Gehört die "Überwachung" der Nutzer überhaupt zu den Aufgaben der Dienstanbieter? Ich zweifle.

Ich vermag mir nicht vorzustellen, was es bei der Kommunikationsdichte in den sozialen Medien kosten würde, um die (Überwachungs-) Qualität herzustellen, die Michael Seemann einfordert?

Ich glaube, die Kosten dafür wären so hoch, dass man sie den Unternehmen trotz ihrer (für mich eher imaginären) Börsenwerte nicht aufbürden kann.

Schon die Gesetzeslage in allen Ländern ist so unterschiedlich, dass allein die juristische Prüfung der Voraussetzungen für diese Form der Überwachung/Zensur geklärt werden müssten. Was das allein wohl kostet? In jedem Land sollten nach Seemanns Vorstellung Muttersprachler in ausreichender Anzahl vorhanden sein, um sekündlichen nötigen Checkups nicht "unausgebildeten Vollpfosten und grobschlächtigen Algorithmen" überlassen zu müssen.

Diese können unter den gegebenen Voraussetzungen halt nicht anders, als taffe aufstrebende Jungjournalistinnen wie Anabel Schunke  mal eben für einige Tage zu sperren. Gut, beim zweiten Mal soll es ja ein Versehen gewesen sein, für das Facebook sich bei Schunke entschuldigt haben soll. Aber das geht gar nicht, dass Leute, die das freie Wort hochhalten, wie sie es zu tun vorgeben, einfach mal so gesperrt werden. Aber wenn Vollpfosten am Werk sind, wie Seemann sie nennt (die Betroffenen ohnehin), ist sowas halt schnell passiert.

Übrigens hat Anabel Schunke mich scheinbar bei Facebook geblockt. Ich bin ihrer rechten Fan-Gemeinde wohl auf den Zeiger gegangen. Aber ich mag mich irren und die Arme wurde erneut von Facebook gesperrt.

Diesmal falle also ich armer Tropf der Zensur zum Opfer, nur diesmal halt unter anderen Vorzeichen. Über sowas kann ich mich schlapplachen. Ausgerechnet die, die für die Meinungsfreiheit am radikalsten und lautesten eintreten, sperren Leute, deren Meinung ihnen nicht passt.

Hier in Deutschland klappt das nicht und woanders wird es auch nicht einfacher sein. Also lassen wir es und übernehmen selbst Verantwortung. Wie wäre es damit?


[fb-post href="https://www.facebook.com/mspr0/posts/10154450077438255 "]

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Die Kri­mi­se­rie gucke ich ohne­hin nur, wenn Mat­thi­as Brandt den Hanns von Meuf­fels gibt. Das waren oft rich­tig gute Kri­mis, zum Teil war ich regel­recht begeis­tert. Und Domi­nik Graf schät­ze ich (eigent­lich) auch — jeden­falls was sei­ne «Früh­wer­ke» anlangt. Aber das ges­tern Abend war ja wohl gar nichts !

Dabei hat­te die­ser Kri­mi so gute Kri­ti­ken bekom­men. Das hät­te mich wohl miss­trau­isch machen sol­len. 

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