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Tausche zu enges Hemd gegen weite Hose

Tauschbörsen für nicht ganz gelungene Geschenke hätte es früher geben sollen. Aber das Internet gibts halt noch nicht so lange. Kriegt man heute ein Geschenk, das einem nicht gefällt, kann man dieses mit ein bisschen Glück schnell wieder loswerden. Umtauschen ging auch früher. Aber wer mal zwischen Weihnachten und Neujahr in die Stadt, z.B. nach Köln, gefahren ist, der weiß, wie das ausgehen konnte.

In unserer Familie haben wir das mit den Geschenken nach Jahrzehnten inzwischen anderes geregelt. Wir schenken uns nur noch «Kleinigkeiten». Gut, die fallen manchmal vielleicht so aus, dass man sie mit diesem Begriff nicht mehr so ganz richtig beschreibt. Aber die gute Absicht zählt. Der Stress hat jedenfalls (ich hoffe für alle in unserer Familie) spürbar nachgelassen. Manchmal bin ich da nicht so ganz sicher 🙂

Verstopfte Straßen gibt es zwischen den Feiertagen immer noch. Was dafür spricht, dass die Tauschbörsen für Weihnachtsgeschenke nicht von allen genutzt werden – so sinnvoll sie auch sein mögen. Und Ebay gibt es schließlich auch noch. Dort kann man die ein oder andere Sache auch gewinnbringend verticken. Ich finde Umtauschaktionen immer ein bisschen unangenehm. Früher habe ich auch Sachen behalten, die mir nicht gefallen haben. Von meinem Patenonkel gab es an Weihnachten immer einen blauen Trainingsanzug. Den konnte ich zwar manchmal gebrauchen aber so viel Sport war auch damals nicht, dass ich jedes Jahr so‘n neues Teil gebraucht hätte. Ich fand damals, dass es sich nicht «geschickt» hätte, ein Geschenk nicht zu behalten. Aber die Zeiten ändern sich. Heute nimmt man auf die Gefühle anderer, selbst wenn es sich um Familienangehörige handelt, weniger Rücksicht. 

Viele zieht es doch in die Einkaufszentren der großen Städte. Da kann man sich inspirieren lassen und die Euros, die man zum Fest geschenkt bekam, gleich wieder los werden.

Ich erinnere mich mit Grausen an einen Tag, an dem meine Frau und ich nach Köln gefahren sind. Wir standen 2 bis 3 Stunden auf den Ringen und haben entnervt und unverrichteter Dinge die Stadt wieder verlassen. Parkplätze gab es nämlich natürlich auch keine. Den Fehler wiederholt man tunlichst kein zweites Mal. 

Weil es bei uns also keine Geschenke mehr zum Umtauschen gibt, haben wir in den letzten Jahren das alles sehr entspannt gehandelt.

Horst Schulte

Mein Bloggerleben reicht bis ins Jahr 2004 zurück. Da habe ich dieses schöne Hobby für mich entdeckt. Ich bin 62 Jahre alt und lebe in einem kleinen Ort, nicht weit von Köln entfernt. Meine Hauptthemen hier im Blog sind Gesellschaft, Politik und Medien.

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