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Ein­tau­send Jugend­li­che haben am Frei­tag­abend wäh­rend des Volks­fes­tes in Schorn­dorf ran­da­liert. In einer Mel­dung von N24 hieß es zunächst, der Groß­teil des Mobs habe laut Poli­zei aus deut­schen Jugend­li­chen bestan­den. Ein Teil der Ran­da­lie­rer sei­en Migran­ten gewe­sen.

Etwas spä­ter brach­te N24 die­se Mel­dung, die direkt unter einem wei­te­ren Video zum Her­gang in Schorn­dorf plat­ziert war:

Im Video selbst ist jetzt die Rede davon, dass es sich nach Poli­zei­be­rich­ten vor­wie­gend um Migran­ten gehan­delt habe. Das bestä­tigt der Poli­zei­be­richt von ges­tern Nach­mit­tag nicht so rich­tig. Aber was soll die Spitz­fin­dig­keit. Das ist jetzt The­ma. Flan­kie­ren­de Mel­dun­gen von sexu­el­len Über­grif­fen pas­sen ins Bild. Der Punk ist los.

Von meh­re­ren sexu­el­len Beläs­ti­gun­gen wird berich­tet. In einem Fall wur­de eine 17jäh­ri­ge durch 3 Afgha­nen und einen Ira­ker «beläs­tigt». Die Män­ner wur­den fest­ge­nom­men.

Was den­ken sich die Ver­ant­wort­li­chen, wenn sie sol­che Sät­ze aus­spre­chen?

Vie­le der mög­li­chen Täter hät­ten offen­bar einen Migra­ti­ons­hin­ter­grund, „aber sicher­lich nicht alle“, sagt der Behör­den­lei­ter.Quel­le: Baden-Würt­tem­berg: Ran­da­le bei Volks­fest in Schorn­dorf | LINK

Im Spie­gel wird heu­te berich­tet:

Knapp die Hälf­te davon habe einen Migra­ti­ons­hin­ter­grund gehabt. Wie ein Spre­cher sag­te, sei­en aus der Grup­pe her­aus Fla­schen gegen ande­re Fest­teil­neh­mer und gegen die Fas­sa­de des Schlos­ses gewor­fen wor­den. Wie groß die Grup­pe der Gewalt­tä­ter war, konn­te der Spre­cher nicht sagen.Quel­le: Schorn­dorf: Sexu­el­le Über­grif­fe und Kra­wal­le bei Volks­fest in Baden-Würt­tem­berg — SPIEGEL ONLINE | LINK

In der Süd­deut­schen Zei­tung wird dies heu­te eben­falls berich­tet.

Ab Min. 16:40 Uhr Bericht zu Schorn­dorf.

Hier ein Aus­schnitt aus dem Poli­zei­be­richt von ges­tern Nach­mit­tag:

Im Schloss­park ver­sam­mel­ten sich in der Nacht zum Sonn­tag, zwi­schen 20:00 Uhr und 03:00 Uhr unge­fähr bis zu 1.000 Jugend­li­che und Jun­ge Erwach­se­ne. Bei einem gro­ßen Teil han­del­te es sich wohl um Per­so­nen mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund. Hier­bei kam es zu zahl­rei­chen Fla­schen­wür­fe gegen ande­re Fest­teil­neh­mer, Ein­satz­kräf­ten und die Fas­sa­de vom Schorn­dor­fer Schloss. Als ein Tat­ver­däch­ti­ger einer gefähr­li­chen Kör­per­ver­let­zung fest­ge­nom­men wur­de, wider­setz­te sich die­ser der Fest­nah­me.Quel­le: POL-AA: Rems-Murr-Kreis: Sexu­el­le Beläs­ti­gun­gen, Wider­stand und Fla­schen­wür­fe gegen Poli­zei­be­am­te, sowie Sach­be­schä­di­gun­gen an Ein­satz­fahr­zeu­ge der Poli­zei. | Pres­se­mit­tei­lung Poli­zei­prä­si­di­um Aalen | LINK

Her­vor­he­bung durch mich.


UPDATE vom 19.07.2017: Neue Pres­se­mit­tei­lung unter:…

Posted by Poli­zei Aalen on Sonn­tag, 16. Juli 2017

Es sieht für vie­le so aus, als hät­te unser Land die Fol­gen sei­ner auch von mir für rich­tig gehal­te­nen Flücht­lings­po­li­tik end­gül­tig nicht mehr im Griff.

In einem Kli­ma von Wut und Vor­ein­ge­nom­men­heit ist es sinn­los gewor­den, dar­über über­haupt noch mit Anders­den­ken­den dis­ku­tie­ren zu wol­len. Es ist offen­sicht­lich und nach­zu­voll­zie­hen, wenn die Blü­ten­träu­me der Rech­ten mit Ham­burg im Rücken wie­der auf­kei­men. Was jetzt noch fehlt ist ein wei­te­rer Ter­ror­an­schlag von Mus­li­men.

Ich fin­de, es ist nicht der Poli­zei anzu­las­ten, was in Schorn­dorf pas­siert ist. Die­se Vor­wür­fe sind näm­lich nun — nach Ham­burg — noch popu­lä­rer als sonst schon.

Sozio­lo­gen, Sozi­al­ar­bei­ter oder Jugend­rich­ter mögen die Aggres­si­vi­tät und Geil­heit der einen wie der ande­ren Grup­pe viel­leicht erklä­ren kön­nen. Aber wer ver­steht nicht, dass das vie­le nicht mehr hören kön­nen? Der Staat zeigt seit Köln, dass er sol­chen Lagen nicht gewach­sen ist. Die Täter blei­ben zu oft uner­kannt und wenn sie doch erkannt wer­den, wer­den sie von laschen Rich­tern vom Haken gelas­sen. Und dafür gibt mehr als ein paar Bei­spie­le.

Die Kom­men­tar­spal­ten unter den Arti­keln zu Schorn­dorf zei­gen, dass die­je­ni­gen, die sich bis­her für die dif­fe­ren­zier­te Sicht auf die Lage ein­ge­setzt haben, mut­los gewor­den sind. Die Deu­tungs­ho­heit haben längst die Ver­ein­fa­cher, die unzäh­li­gen Hater, die das Inter­net mit ihren eigen­ar­tig ein­fa­chen Wahr­hei­ten flu­ten! Es sind die, die von jeher nichts anders den­ken konn­ten, als die Anwe­sen­heit all der Frem­den in ihrem Land, ihrer Umge­bung als Bedro­hung zu emp­fin­den. Dass unse­re Regie­rung von ihren Wün­schen so gar nichts wis­sen will, macht sie erst rich­tig rasend.

Ich glau­be, das Bamf hat in die­sem Jahr bis­her über 100 k neue Asyl­an­trä­ge zur Bear­bei­tung bekom­men. Man stel­le sich vor, was das für Deutsch­land bedeu­tet. Schon wie­der über 100 k neue Hun­ger­lei­der im Land, die nichts Gutes mit der Leit­kul­tur und dem deut­schen Volk im Schil­de füh­ren. Schon allein des­halb, weil die meis­ten von ihnen Mus­li­me sind, nicht wahr?

Gera­de auch unter dem Ein­druck der G20 Ran­da­le in Ham­burg und vor dem Hin­ter­grund vie­ler ande­rer, ähn­lich gela­ger­ter Fäl­le, ist Schorn­dorf viel­leicht der Trop­fen, der das Fass zum Über­lau­fen bringt. Das hängt auch davon ab, wie unse­re Main­stream-Medi­en über die­se Fall berich­ten wer­den.

Bis­her ist es damit nicht weit her.

Der Bericht aus dem Mit­tags­ma­ga­zin wirkt jeden­falls für die­se Leu­te nicht glaub­wür­dig, weil er ihre Erwar­tungs­hal­tung so über­haupt nicht erfüllt. Da müs­sen halt ande­re Medi­en ran. Die, die sich was trau­en. Die gabs zum Glück ja auch bis­her schon. Ich den­ke da an all die­se rech­ten Blogs mit ihrer gna­den­lo­sen Het­ze gegen alles, was anders ist als deutsch.

Die­ser Jour­na­list hat die Berich­te der Poli­zei von ges­tern offen­bar nicht gele­sen. Sonst könn­te er die­se Aus­sa­ge nicht tref­fen!

Posted by Horst Schul­te on Mon­tag, 17. Juli 2017

Kra­wal­le und sexu­el­le Über­grif­fe auf Volks­fest

Kra­wal­le und sexu­el­le Über­grif­fe auf einem Volks­fest beschäf­ti­gen Poli­zei und Poli­tik in Schorn­dorf bei Stutt­gart. Was ist am Wochen­en­de pas­siert und wer war betei­ligt?

Posted by ZDF heu­te on Mon­tag, 17. Juli 2017

In einer Klein­stadt bei Stutt­gart soll es am Wochen­en­de Aus­schrei­tun­gen und sexu­el­le Übegrif­fe gege­ben haben.

Posted by tages­schau on Mon­tag, 17. Juli 2017

Es ist eigen­ar­tig, dass die Poli­zei­mel­dung von ges­tern Nach­mit­tag anders klingt als heu­te.

Posted by Horst Schul­te on Mon­tag, 17. Juli 2017

Update: Pres­se­kon­fe­renz

Hof­fent­lich ver­ste­hen alle die Aus­füh­run­gen.

Live: Pres­se­kon­fe­renz zu den Kra­wal­len auf der SchoWo

Posted by Zei­tungs­ver­lag Waib­lin­gen on Mon­tag, 17. Juli 2017

In der Stadt im Rems-Murr-Kreis leben 40 000 Men­schen. Die Gemein­de hat etwa 700 Flücht­lin­ge auf­ge­nom­men. Bei den Aus­schrei­tun­gen im Park hät­ten sich zum Teil zuvor im Clinch lie­gen­de Grup­pen gegen die Poli­zei soli­da­ri­siert, sag­te Eisele. Es habe kei­nen über­durch­schnitt­li­chen Anteil von Migran­ten in der Men­schen­men­ge gege­ben. Zeu­gen­aus­sa­gen, wonach klei­ne Grup­pen mit Mes­sern und Schreck­schuss­pis­to­len in der Nacht zum Sonn­tag durch die Stadt gezo­gen sei­en, gehe die Poli­zei noch nach.Quel­le: Nach Ran­da­le: Mehr Poli­zei auf Schorn­dor­fer Stadt­fest | Süd­west Pres­se Online | LINK

Es war wie immer: Vie­le, vie­le Abitu­ri­en­ten und Real­schü­ler haben bei uns im Schloss­park gefei­ert. Und dann kam es nach Mit­ter­nacht zur Aus­ein­an­der­set­zung zwi­schen zwei Grup­pen.“ Erst spä­ter sei­en auch meh­re­re Men­schen mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund oder Asyl­be­wer­ber hin­zu­ge­kom­men – das sei aber nicht der Groß­teil gewe­sen.Quel­le: Schorn­dorf bei Stutt­gart: Kra­wal­le und sexu­el­le Über­grif­fe auf Volks­fest — Stutt­gart — Bild.de | LINK

Gewalt in Schorn­dorf

Ein Stadt­fest in Schorn­dorf sorgt jetzt in ganz Deutsch­land für Schlag­zei­len, sexu­el­le Beläs­ti­gung, Ran­da­le. Fla­schen­wür­fe auf Poli­zis­ten. Erin­ne­run­gen an Sil­ves­ter in Köln wer­den wach. Wel­che Maß­nah­men sind nötig?

Posted by ZDF Mor­gen­ma­ga­zin on Mon­tag, 17. Juli 2017

«Kein zwei­tes Köln und kein zwei­tes Ham­burg»

Nach der Ran­da­le bei einem Volks­fest in Schorn­dorf bei Stutt­gart hat der Bür­ger­meis­ter Berich­ten wider­spro­chen, in sei­ner Gemein­de habe eine Art Aus­nah­me­zu­stand geherrscht. Die Vor­fäl­le sei­en «kein zwei­tes Köln und kein zwei­tes Ham­burg».

Posted by ZDF heu­te on Diens­tag, 18. Juli 2017

Als ob das irgend­ei­nen von den Hatern inter­es­sie­ren wür­de:

Was am Sams­tag­abend alles in Schorn­dorf pas­siert ist, wis­sen wir immer noch nicht genau. Aber wir wis­sen, was nicht pas­siert ist: Es gab kei­nen «Ein­wan­der­er­mob», der ein Volks­fest sprengt und tau­send­fach Frau­en beläs­tigt. Und es gab auch kei­ne rie­si­gen «Kra­wal­le» im Schloss­park, bei denen 1.000 Men­schen die Poli­zei angrif­fen.Quel­le: Die Wahr­heit über den «Ein­wan­der­er­mob» von Schorn­dorf — VICE | LINK

Lie­ber Boris Palmer,da haben Sie wohl – mal wie­der – etwas vor­schnell aus der Hüf­te geschos­sen. „Völ­lig unbe­kann­te…

Posted by Moni­tor on Diens­tag, 18. Juli 2017

Denzunzieren
Ich bin davon aus­ge­gan­gen, dass die mili­tan­te, sozia­lis­ti­sche kur­di­sche Arbei­ter­par­tei Kur­di­stans, PKK, als ter­ro­ris­ti­sche Ver­ei­ni­gung in… 
sea-of-fog-373782_1920
Klingt ein­fach, was der öster­rei­chi­sche Außen­mi­nis­ter, Sebas­ti­an Kurz, über sein neu­es Schlie­ßungs­pro­jekt im ver­link­ten Video… 

Dan­ke fürs Tei­len

Horst Schulte

Ich bin Horst Schulte und blogge seit 2004. Am liebsten schreibe ich über gesellschaftliche und politische Fragen. Aber ab und an gibt es hier auch etwas zum Thema Bloggen, Wordpress und ein paar Fotos.

Meine ersten Gehversuche als Blogger machte ich mit den Blogs finger.zeig.net, später mit querblog.de und noch etwas später mit netzexil.de

Dieser Beitrag hat 14 Kommentare
  1. Ich glau­be mitt­ler­wei­le, das geht alles vor die Hun­de und das funk­tio­niert nicht.
    Dafür spre­chen eige­ne Beob­ach­tun­gen, Aus­sa­gen von Nach­barn und Bekann­ten (die teil­wei­se sogar sehr enga­giert waren, was die Flücht­lin­ge betrifft).

    Die Flücht­lin­ge hier in mei­ner unmit­tel­ba­ren Umge­bung haben mitt­ler­wei­le fest­ge­stellt, daß man mit Dro­gen­dea­le­rei ein gutes Zubrot bekommt.

    Ich fürch­te mitt­ler­wei­le auch, daß die­je­ni­gen Flücht­lin­ge, die gut aus­ge­bil­det sind, hier nicht blei­ben wer­den. Der Abschaum (also die Leu­te, die nicht mal in ihrem eige­nen Land will­kom­men sind) wird hin­ge­gen hier blei­ben.

    Das gan­ze war — so wie es gelau­fen ist — eine Schei­ß­idee.

    Ein guter Teil wird davon auch selbst ver­schul­det sein: der Staat hat hier wohl auch eini­ge Ehren­amt­li­che im Stich gelas­sen. Vie­les ist durch­aus auch durch völ­lig unfle­xi­ble Behör­den, Ämtern u.ä. begrün­det (wie gesagt: ich sit­ze da an ein oder zwei Quel­len).
    Ande­res liegt aber sehr wahr­schein­lich auch an einer völ­lig ande­ren Men­ta­li­tät.

    Das läßt sich nicht mehr kor­ri­gie­ren.

    Wenn ich mir die drit­te oder vier­te Gene­ra­ti­on der Gast­ar­bei­ter von anno dun­nemals angu­cke, dann sehe ich für die Zukunft rich­tig schwarz.…

  2. @Broken Spi­rits
    Wel­cher nor­mal und rea­lis­tisch den­ken­de Mensch wür­de anneh­men, dass ein Land wie Deutsch­land die Auf­nah­me von Mil­lio­nen Ein­wan­de­rern aus kul­tur­frem­den Län­dern unbe­scha­det über­ste­hen könn­te? Das ist abwe­gig.
    Zur Erläu­te­rung:
    «Mil­lio­nen» set­zen sich zusam­men aus den schlecht Aus­ge­bil­de­ten, schwer zu Inte­grie­ren­den, die wir seit Jahr­zehn­ten «sam­meln» + z. B. die völ­lig unrea­lis­ti­sche Ober­gren­ze eines Herrn See­ho­fer genom­men, die ab heu­te neben Arbeits­zu­wan­de­rung und Fami­li­en­nach­zug von einer wei­te­ren Mil­li­on alle 5 Jah­re aus­geht.
    Mit «Ein­wan­de­rung» ist das gemeint, was Deutsch­land seit lan­gem betreibt, näm­lich unter dem Ober­be­griff «Flücht­ling» alles (poli­ti­sche Asy­lan­ten, Wirt­schafts­mi­gran­ten, Kriegs­flücht­lin­ge) zusam­men zu fas­sen und JEDEN ins Land zu las­sen, zudem seit 2015 vor­wie­gend jun­ge Män­ner, unge­ach­tet einer sich ver­schär­fen­den Sicher­heits­la­ge und ver­mut­lich nur, um nicht gegen den aus­drück­li­chen Wunsch der Wirt­schaft inner­eu­ro­päi­sche Gren­zen sichern zu müs­sen.
    Kein Land der Welt wür­de dies auf Dau­er ver­kraf­ten und des­halb ist es auch welt­weit ein­ma­lig.
    Solan­ge Frau Mer­kel oder Sozialisten/​Linke regie­ren, ist neben lee­ren Wor­ten kei­ner­lei Ände­rung die­ser ver­hee­ren­den Poli­tik in Sicht.

    Nicht mehr kor­ri­gier­bar, schrei­ben Sie. Es wäre kor­ri­gier­bar, aber nur mit unpo­pu­lä­ren, kon­se­quen­ten, har­ten Maß­nah­men unter lau­tem Auf­schrei der NGO’s, Kir­chen, an fal­scher Stel­le Gut­men­schen, aller, die top an den «Flücht­lin­gen» ver­die­nen etc. Wel­cher Poli­ti­ker wird das auf sich neh­men? Je län­ger wir war­ten, des­to här­ter ein Kurs­wech­sel. Am Ende steht der Ein­satz des Mili­tärs, weil die Poli­zei allein selbst­ver­ständ­lich die Unru­hen nicht mehr bewäl­ti­gen kann sowie der Zusam­men­bruch unse­res Sozi­al­sys­tems.

  3. @Broken Spi­rits
    Nach­trag:
    Die Gast­ar­bei­ter von anno dun­nemals waren zu einem gro­ßen Teil auch Polen, Jugo­sla­wen, Ita­lie­ner, Grie­chen, Spa­ni­er. Außer eini­gen weni­gen Schar­müt­zeln, die in den 60ern und 70ern den Regio­nal­teil der Zei­tun­gen füll­ten, kei­ne Pro­ble­me. Dar­an sehen wir, wie wich­tig es ist, genau hin­zu­schau­en, WEM und WIEVIELEN der jewei­li­gen Volks­grup­pe wir erlau­ben, hier mit uns zu leben und von uns unter­hal­ten zu wer­den.

  4. @Horst Schul­te
    Kei­ne Ahnung, wie­vie­le deut­sche Schü­ler in Schorn­dorf betei­ligt waren, ich war ja nicht dabei. Ist auch uner­heb­lich. Als nachts Grup­pen von bis zu 50 Per­so­nen mit Mes­sern und Schreck­schuß­pis­to­len bewaff­net durch die Stra­ßen zogen, laut Augen­zeu­gen­be­rich­ten kei­ne.
    Es war der Alko­hol-Kon­sum, lese ich. Ach so. Es gab also in die­sem Jahr erst­ma­lig Alko­hol.
    Ver­gan­ge­nes Wochen­en­de war nicht nur Schorn­dorf, auch Gewalt­ta­ten durch Afgha­nen und ande­re Immi­gran­ten in Reut­lin­gen, Böb­lin­gen, Bad Kreuz­nach…

    Die Deut­schen wer­den sich immer mehr aus dem öffent­li­chen Raum zurück­zie­hen, die Stra­ßen und Plät­ze (zunächst ab abends) wer­den wem gehö­ren?
    Sie haben z. T. schon resi­gniert, weil ihnen gesagt wird, sie sei­en alt und hät­ten gegen die «Flücht­lin­ge» ohne­hin kei­ne Chan­ce, außer­dem dürf­ten sie hier in Deutsch­land machen, was sie wol­len. Bei Dro­hung mit Poli­zei kommt: Die Poli­zei kön­ne gar nichts machen, denn Bun­des­kanz­le­rin Mer­kel habe sie ein­ge­la­den.
    http://www.allgemeine-zeitung.de/lokales/bad-kreuznach/stadt-bad-kreuznach/schlaegereien-von-afghanischen-gruppen-in-bad-kreuznach-integrationsbeirat-mahnt-zum-handeln_18036123.htm

    Dies ist nur die Stu­fe 1. Men­schen tes­ten ihre Gren­zen aus. In extre­mis­ti­schen Krei­sen ist durch­aus auf­merk­sam ver­merkt wor­den, was man schon seit län­ge­rem ver­mu­te­te: Dass beim G20-Gip­fel alles auf­ge­bo­ten wur­de, was die Poli­zei zur Ver­fü­gung hat. Und dass dies für den Schutz der Bevöl­ke­rung nicht aus­reich­te. Man muß sich Gewalt-Ereig­nis­se nur zeit­gleich an meh­re­ren Orten im Land vor­stel­len.

    Sie wer­den wie­der sagen: Wie kann man nur so pes­si­mis­tisch, frem­den­feind­lich sein, das Land so schlecht machen und den Rech­ten in die Hän­de spie­len?

    Stu­fe 2: Was machen Men­schen, die Lan­ge­wei­le und Frust wegen Chan­cen­lo­sig­keit haben, denen sich auf den Stra­ßen nie­mand mehr ent­ge­gen stellt (sie­he oben)? Kann man in schrift­lich nie­der­ge­leg­ten, sala­fis­ti­schen Auf­ru­fen nach­le­sen: «Treibt sie (die Deut­schen) mit Feu­er aus ihren Häu­sern und…»
    Den Rest erspa­re ich uns hier.
    Eigent­lich zu krass und in der Vor­stel­lungs­welt derer, die hier in unse­rem schö­nen, ordent­li­chen, fried­li­chen, seit Jahr­zehn­ten kriegs­frei­en Land leben, nicht ent­hal­ten, oder? Vor allem in der Vor­stel­lungs­welt derer, die allen Erns­tes glau­ben, wenn man anders Sozia­li­sier­te nur mit genug Sozi­al­ar­bei­tern und Kur­sen bear­bei­tet, wer­den sie irgend­wann so den­ken wie wir. Viel Erfolg!

  5. @Broken Spi­rits: Die Sum­me der Vor­komm­nis­se, der Ter­ror und die Unfä­hig­keit des Staa­tes damit umzu­ge­hen und eine Ant­wort zu fin­den, las­sen bei vie­len Deut­schen (und Migran­ten!) Wut und Abwehr ent­ste­hen.

    Die Regie­rung und man­che Medi­en tun so, als gäbe es die Pro­ble­me nicht. Die ande­re Sei­te ist aber, dass wir mei­nes Erach­tens kom­plett damit auf­ge­hört haben, zu dif­fe­ren­zie­ren. Bei jeder Ver­ge­wal­ti­gung, jedem sexu­el­len Über­griff, jeder Ran­da­le, wird sofort der Migrant als Täter ver­mu­tet und gleich­zei­tig wer­den die­se schlim­men Din­ge allen Migran­ten im Land zuge­rech­net. Drun­ter tun wir es nicht mehr!

    Ich bemü­he mich, nicht Täter und Opfer zu ver­wech­seln oder mich beson­ders gut­mensch­lich naiv zu äußern. Aber ich ver­su­che, bei die­sem Spiel nicht mit­zu­ma­chen. Nach Schorn­dorf hat -ver­mut­lich unter dem Ein­druck der G20 Ran­da­le- die Hys­te­rie in den sozia­len Medi­en einen neu­en Höhe­punkt erreicht. Vie­le beneh­men sich wie Beklopp­te und es scheint, als wür­de der kleins­te Fun­ke rei­chen, um das Land zur Explo­si­on zu brin­gen.

    Ich bin nicht so pes­si­mis­tisch. Die Auf­ga­be, die durch die Migra­ti­on ent­stan­den ist, ist auf­grund vie­ler Fak­to­ren schwer zu lösen. Vie­le Punk­te, die du geschil­dert hast, sind berech­tigt und ich sehe das alles auch mit Sor­ge. Aber die ange­bo­te­nen Alter­na­ti­ven hal­te ich nicht den rich­ti­gen Lösungs­an­satz.

    Es war ja nicht die «Schei­ß­idee» von Mer­kel oder Deutsch­land, uns um die­ses welt­weit bekann­te Phä­no­men der Mas­sen­mi­gra­ti­on zu küm­mern. Deutsch­land hät­te, wie die Rech­ten for­dern, eben­falls alles dafür tun kön­nen, dass die Men­schen unse­re Gren­zen nicht pas­sie­ren kön­nen. Ande­re machen es so. Dass wir es ande­res gemacht haben, heißt nicht, dass ich glück­lich dar­über wäre. Trotz­dem fin­de ich Mer­kels Ent­schei­dung (die ja längst durch eine Viel­zahl von Geset­zen ins glat­te Gegen­teil ihrer gelob­ten Flücht­lings­po­li­tik ver­kehrt wor­den ist) von damals rich­tig. Ja, immer noch!

    Jetzt liegt es an unse­ren Behör­den (vor allem an Poli­zei und Jus­tiz) aber auch unse­rer Zivil­ge­sell­schaft, ob wir den gewal­ti­gen Anfor­de­run­gen gewach­sen sind. Das ist anstren­gend und teu­er und viel­leicht erle­ben wir auch genau das Fias­ko, das so vie­le an den vir­tu­el­len Hori­zont zeich­nen.

    Es gibt zu vie­le, die es am liebs­ten sähen, wenn alles auf Null zurück­ge­stellt wer­den könn­te. Dabei wür­den sie gleich­zei­tig die Mil­lio­nen von Migran­ten, die in der x. Gene­ra­ti­on in Deutsch­land leben und die sich ihrer Mei­nung nach «falsch» ent­wi­ckelt hät­ten, auch gleich aus­wei­sen. Ist ja auch blöd, wenn Tür­ken, die dazu noch Mus­li­me sind, sich offen gegen eine Gesell­schaft stel­len. Aller­dings ist die­se Gesell­schaft eine, die sie nie wirk­lich ange­nom­men hat. Das ist übri­gens haupt­säch­lich der Grund dafür, wes­halb Erdo­gan hier so klar punk­ten konn­te. Aber davon will der gemei­ne Deutsch­land über­haupt nichts wis­sen.

  6. @Corinna Fried­rich: Ich neh­me es Ihnen nicht übel, dass sie besorgt sind. Das sind vie­le. Sie unter­stel­len in ihrem Stu­fen­plan Din­ge, die ich nicht kom­men­tie­re. Es ist ja auch ganz unnö­tig, weil Sie ohne­hin längst wis­sen, was ich den­ke.

  7. Die ande­re Sei­te ist aber, dass wir mei­nes Erach­tens kom­plett damit auf­ge­hört haben, zu dif­fe­ren­zie­ren.

    Da gehe ich sogar mit. Dies liegt m.E. aber auch am «Main­stream» — heu­te gilt ja jeder als neu­er Rech­ter, der irgend­was kri­ti­siert. Ich hat­te da mal eine inter­es­san­te und bemer­kens­wer­te Dis­kus­si­on mit einer Bekann­ten, die sich über die zuneh­men­de «sexu­el­le Beläs­ti­gung» durch Aus­län­der in einem Nah­erho­lungs­ge­biet auf­ge­regt hat­te. Bei sowas wer­de ich immer hell­hö­rig — denn «sexu­el­le Beläs­ti­gung» kann heut­zu­ta­ge (auch gera­de und ganz beson­ders nach dem #auf­schrei) alles mög­li­che sein. 

    Mei­ne Nach­fra­ge wur­de beant­wor­tet, daß Flücht­lin­ge (das stimmt sogar) mei­ne Bekann­te ange­spro­chen hät­ten — dies in halb­wegs schlech­ten Eng­lisch und der Satz lau­te­te «Need some­thing?». Die­se Fra­ge ken­ne ich — mir (männ­lich) wur­de die­se Fra­ge von exakt den glei­chen Typen am glei­chen Ort auch schon gestellt — mir woll­ten die Typen eben Dro­gen ver­kau­fen.
    Auf­se­hen (vor allem durch eine sexu­el­le Beläs­ti­gung) kön­nen die­se «Geschäfts­män­ner» nun über­haupt nicht brau­chen.
    So zynisch es viel­leicht klin­gen mag: nir­gend­wo ist eine Frau siche­rer vor sexu­el­len Beläs­ti­gun­gen, als in die­sem Nah­erho­lungs­ge­biet. Denn sowas wäre defi­ni­tiv geschäfts­schä­di­gend (was natür­lich nicht hei­ßen soll, daß ich die­se Dea­le­rei in irgend­ei­ner Form gut­hei­ße — im Gegen­teil!).

    Ich sehe hier eigent­lich eher, daß nichts mehr unter «sexu­el­len Über­grif­fen» geht — egal von wem. 

    Die ande­re Sei­te macht da halt pas­send dazu wie­der Flücht­lin­ge für ver­ant­wort­lich.

    Bei­des trifft es wohl nur zu einem klei­nen Teil. Die Inte­gra­ti­ons­un­wil­li­gen sind der lachen­de Drit­te.
    Eigent­lich müs­sen wir «nur» drei Extre­me wie­der los­wer­den, um dif­fe­ren­zie­ren zu kön­nen: die gan­zen Rän­der von den Lin­ken (hier ins­be­son­de­re (#Auf­schrei–
    Netz-)Feministen, den Rechts­ex­tre­men und den Inte­gra­ti­ons­un­wil­li­gen. Die neh­men sich alle drei näm­lich genau nix…

    Die gan­ze Dis­kus­si­on ist in der Tat gera­de zu hys­te­risch gewor­den.

    Ich per­sön­lich bin nach wie vor der Mei­nung, daß Deutsch­land ohne grö­ße­re Pro­ble­me Hilfs­be­dürf­ti­ge auf­neh­men kann und auch tun soll­te. Der Feh­ler ist eben nur, daß wir _je­den_ auf­ge­nom­men haben. Und es kann auch kei­ner sagen, daß wir nicht vor­ge­warnt gewe­sen waren: ich erin­ne­re mich noch an einen Zei­tungs­ar­ti­kel, in dem die ers­ten Syrer, die hier anka­men, vor den nach­fol­gen­den «aso­zia­len Hor­den» (sinn­ge­mäß, die genaue Wort­wahl habe ich lei­der nicht im Kopf) gewarnt haben. 

    Ab die­ser War­nung lief sehr wahr­schein­lich eini­ges falsch.

  8. @Corinna:

    Wel­cher nor­mal und rea­lis­tisch den­ken­de Mensch wür­de anneh­men, dass ein Land wie Deutsch­land die Auf­nah­me von Mil­lio­nen Ein­wan­de­rern aus kul­tur­frem­den Län­dern unbe­scha­det über­ste­hen könn­te? Das ist abwe­gig.

    Tem­po­rär kön­nen wir es. Deutsch­land ist ein rei­ches Land (in Sum­me, ein­zel­ne Per­so­nen mögen es zuge­ge­be­ner­ma­ßen anders emp­fin­den).

    Ich sehe lang­sam eben nur, daß dies nicht tem­po­rär blei­ben wird. Jeden­falls nicht bei den Rich­ti­gen (=Inte­gra­ti­ons­wil­li­ge, die sich der­zeit als Gast betrach­ten und sich auch dem­entspre­chend ver­hal­ten).
    Die­se nut­zen hier sogar tat­säch­lich die Mög­lich­kei­ten, die sich ihnen gera­de bie­ten. Das fängt bei Sprach­kur­sen an, geht bis hin zu Aus­bil­dun­gen o.ä.
    Das gibt es auch, auch wenn es die Min­der­heit ist.
    Ich weiß von einem Flücht­ling, der gera­de Mau­rer oder sowas lernt (genaue Berufs­be­zeich­nung ist wohl was mit Tro­cken­bau). Der lernt hier, damit er in Syri­en die Hei­mat wie­der auf­bau­en kann. Das wäre jemand, wo ich sagen wür­de, der kann auch hier­blei­ben. Will er aber nicht.

    Wie­der ande­re fan­gen irgend­wo einen Job an, wäh­rend am glei­chen Tag der Hatz-IV-Bescheid ein­geht. Das war dann der ers­te und letz­te Arbeits­tag. Die­se Leu­te wer­den wohl blei­ben.

    Wie­der ande­re sehen nicht ein, daß sie trotz ihres in Syri­en aka­de­mi­schen Abschlu­ßes hier in Deutsch­land einen Hilfs­ar­bei­ter­job anneh­men sol­len. Dies nur auf­grund der Sprach­bar­rie­re. Das Eng­lisch ist zwar per­fekt, deutsch ist jedoch nicht mal B1-Niveau. Die kas­sie­ren auch lie­ber Hartz-IV, anstatt an ihrer Situa­ti­on etwas zu ändern. Der Hin­weis, am Anfang doch mal eher klei­ne Bröt­chen zu backen, ist dann schon fast belei­di­gend. Die­se Erfah­rung machen bei­spiels­wei­se kur­di­sche (!) Nach­barn von mir sehr häu­fig: Für Hilfs­ar­bei­ten in einem Haus­meis­ter­ser­vice (vul­go: Klo­put­zen) wird ein Aka­de­mi­ker­ge­halt gefor­dert. Ich kann ja nach­voll­zie­hen, daß es für einen Archi­tek­ten schwer ist, nun haupt­be­ruf­lich die Stra­ße zu keh­ren… aber gar nix tun (trotz Job­an­ge­bot, das zwar situa­ti­ons­be­dingt nicht berau­schend ist, aber immer­hin ein Anfang wäre — nicht zuletzt, um die Spra­che zu ler­nen) abzu­leh­nen, und sich über die «Scheiß-Kar­tof­feln») auf­zu­re­gen? Da gin­gen sogar mei­ne kur­di­schen Nach­barn ganz gepflegt durch die Decke… 🙂

    Es wäre kor­ri­gier­bar, aber nur mit unpo­pu­lä­ren, kon­se­quen­ten, har­ten Maß­nah­men unter lau­tem Auf­schrei der NGO’s, Kir­chen, an fal­scher Stel­le Gut­men­schen, aller, die top an den «Flücht­lin­gen» ver­die­nen etc. Wel­cher Poli­ti­ker wird das auf sich neh­men?

    Die Ent­schei­dung, Flücht­lin­ge auf­zu­neh­men, war sicher kei­ne leich­te Ent­schei­dung. Sie hät­te auch ähn­lich getrof­fen wer­den kön­nen — nur eben durch­dach­ter. Es hät­te ein ganz kla­res Auf­nah­me­kri­te­ri­um geschaf­fen wer­den müs­sen. Es hät­te von Anfang an geklärt wer­den müs­sen, wie die Flücht­lin­ge unbü­ro­kra­tisch beschäf­tigt wer­den kön­nen. Von einer Bekann­ten, die in der Flücht­lings­hil­fe (eine Bür­ger­initia­ti­ve) tätig ist, habe ich immer wie­der gehört, wie der Staat auf sol­che Ehren­amt­li­chen baut. Daß wenig bis kei­ne Unter­stü­zung (von gerin­gen finan­zi­el­len Geld­sprit­zen mal abge­se­hen) erfolgt. Tat­säch­lich wur­den wohl Woh­nungs­ein­rich­tung, Fahr­kar­ten wegen Behör­den­gän­gen aus Pri­vat­ver­mö­gen bezahlt und vie­le Bol­zen mehr.
    Aus­bil­dun­gen muß­ten ver­scho­ben wer­den (trotz bestan­de­ner B2-Sprach­prü­fung) weil das Arbeits­amt oder ande­re Behör­den nicht in die Pöt­te kamen. 

    Sich ein­fach hin­stel­len, wie es Frau Mer­kel getan hat, und zu behaup­ten «Wir schaf­fen das!» ohne hand­fes­tes Kon­zept — DAS war der Feh­ler.

  9. @Broken

    heu­te gilt ja jeder als neu­er Rech­ter, der irgend­was kri­ti­siert.

    … wie jeder, der die «ande­re Rich­tung» ver­tritt ein «Anti­fist» ist oder min­des­tens ein Lin­ker.

    Es ist wahr, das Schub­la­den­den­ken über­wiegt in zu vie­len Dis­kus­sio­nen. Ich mach das auch so 🙁 . Aber ich ler­ne (hof­fent­lich) dazu.

    Sexu­el­le Über­grif­fe durch Migran­ten haben (sta­tis­tisch nach­weis­bar) zuge­nom­men. Sol­che Nach­rich­ten machen den Leu­ten Angst. Kein Staat kann das durch Prä­senz von mehr Poli­zei ver­hin­dern.

    Inso­fern ver­ste­he ich die Reak­tio­nen.

    In den Dis­kus­sio­nen die­nen die­se Din­ge der Bestä­ti­gung dafür, dass die Rech­ten rich­tig lagen und wir doo­fen Gut­men­schen durch unse­re Beschwich­ti­gun­gen das Pro­blem geschaf­fen und ver­schlim­mert haben? So ein­fach!

    Sol­len alle jun­gen Män­ner aus­ge­wie­sen wer­den, damit es end­lich auf­hört und wie­der alles ist wie frü­her ™? Es bleibt uns gar nichts ande­res übrig, als den Tätern durch nach­voll­zieh­ba­re Stra­fen + anschlie­ßen­de Aus­wei­sung klar­zu­ma­chen, was in die­ser Gesell­schaft geht und was nicht. 

    Vor allem muss dafür gesorgt wer­den, dass die­se Maß­nah­men bekannt wer­den. Jeder muss wis­sen, wor­an er in Deutsch­land ist. In der Rea­li­tät beginnt alles, wie ich oben schon schrieb, bei der Straf­ver­fol­gung der Vergehen/​Verbrechen. Die Poli­zei fasst die­se Täter meis­tens nicht und wenn doch, dann wird vom Gericht viel zu mil­de geur­teilt. Da wün­sche ich mir eine kla­re Law-and-Order-Stra­te­gie, weil unse­re Geset­zes­tex­te gesell­schaft­li­che Nor­men nicht ver­mit­teln wer­den. The­ma Leit­kul­tur!

    Unse­re Behör­den schaf­fen es nicht, Tau­sen­de von ille­ga­len Migran­ten abzu­schie­ben. Das Signal, das hier­durch gesetzt wur­de, wirkt m.E. kras­ser als die Akti­vi­tä­ten irgend­wel­cher Schleu­ser über die stän­dig berich­tet wird. Dass der deut­sche Sozi­al­staat wei­te­re Anrei­ze set­ze, nach Deutsch­land zu kom­men, wird nie­mand bestrei­ten kön­nen. Klingt fies, ist aber wahr.

    Jeder Asyl­be­wer­ber oder Migrant, der mit dem Gesetz in Kon­flikt gerät, muss abge­ur­teilt, ein­ge­sperrt und aus­ge­wie­sen wer­den. Die­se Leu­te haben das Gast­recht ver­wirkt. Der Rechts­staat lässt das nicht zu, wenn der Täter in sei­nem Land an Leib und Leben gefähr­det wäre, wür­den wir ihn abschie­ben. Mei­ne Mei­nung dazu ist, dass er auch unter die­sen Vor­aus­set­zun­gen die Ver­ant­wor­tung für sei­ne Taten tra­gen muss. Ich hal­te es für fahr­läs­sig, dass unser Staat die­se Din­ge ange­sichts der ver­än­der­ten Vor­aus­set­zun­gen nicht grund­sätz­lich gere­gelt hat. Wer sein Gast­recht ver­wirkt, fliegt. Klingt nach CSU und AfD. Das unter­schrei­be ich trotz­dem!

    Der Staat muss sei­ner Ver­ant­wor­tung nach­kom­men. Wenn er es schafft, die­ses signal zu set­zen, brauch­ten wir uns kei­ne oder jeden­falls viel weni­ger Sor­gen zu machen.

  10. Der Staat muss sei­ner Ver­ant­wor­tung nach­kom­men.

    Das will der Staat aber nicht. War es nicht Herr de Mai­ziè­re, der nach Ber­lin lapi­dar fest­ge­stellt hat, daß wir uns an den Ter­ror gewöh­nen sol­len?
    Eine ziem­lich gute Ant­wort kam (aus­ge­rech­net) aus den Rei­hen der AfD (von Herrn Gau­land glau­be ich)… Aber den darf man ja nicht zitie­ren 😉

    Irgend­wann in der deut­schen Geschich­te wur­de die Selbst­jus­tiz ver­bo­ten und die Gewal­ten­tei­lung ein­ge­führt. Das war ein rich­ti­ger und wich­ti­ger Schritt (so Zustän­de wie in Ame­ri­ka möch­te ich eigent­lich nicht).
    Und nun kün­digt ein «Ver­trags­part­ner» den Ver­trag auf. 

    Daß Du die Leit­kul­tur erwähnst, fin­de ich inter­es­sant. Ich habe nicht allen Punk­ten zuge­stimmt, aber im Gro­ßen und Gan­zen fand ich das in Ord­nung. Im Inter­net wur­de das von den ein­schlä­gi­gen Gestal­ten (haupt­säch­lich SJW) wohl nicht ganz so wohl­wol­lend auf­ge­nom­men.…

  11. @Broken Spi­rits
    So man­che gute Ant­wort kommt aus den Rei­hen der AfD, nur wo erfährt man davon? Übri­gens war es Alex­an­der Gau­land, der schon 1979 per­sön­lich eini­ge hun­dert soge­nann­te Boat­peop­le aus Viet­nam, aus­ge­sucht nach Inte­gra­ti­ons­fä­hig­keit, nach Frank­furt hol­te. Auch das kaum bekannt.

  12. @Horst Schul­te
    Stimmt, weiß ich 😉
    Zuge­ge­ben klin­gen mei­ne Wor­te im ers­ten Moment auch ziem­lich extrem. Mei­ne Devi­se ist halt, lie­ber mehr Vor­sicht wal­ten las­sen als zu wenig.
    Man kann nicht behaup­ten, dass die isla­mis­ti­schen Extre­mis­ten nicht ehr­lich sind. Sie machen aus ihren Absich­ten und Plä­nen kei­nen Hehl. Es gibt Par­al­le­len in der Geschich­te; hät­ten die Men­schen gele­sen und ernst genom­men, hät­ten sie hin­ter­her nicht sagen müs­sen: Das wollten/​wußten wir nicht!
    Auch eine Min­der­heit (mit Unter­stüt­zung einer schwei­gen­den, teils sym­pa­thi­sie­ren­den Mehr­heit) kann ein Land desta­bi­li­sie­ren. Nur hin­schau­en.

  13. @Horst Schul­te
    «Wer sein Gast­recht ver­wirkt, fliegt.»
    Wohin? Klingt erst ein­mal toll (popu­lis­tisch), aber wie rea­lis­tisch ist es?
    Die Staa­ten sind froh, die­se Leu­te los zu sein. Die Iden­ti­tä­ten zwei­fels­frei zu klä­ren, ist äußerst auf­wän­dig. Der Ansatz ist falsch. Ange­sichts die­ser den Poli­ti­kern zuvor durch­aus bekann­ten Tat­sa­chen habe ich nur eine Fra­ge, auf deren Beant­wor­tung ich seit Jah­ren war­te: War­um laßt ihr (nach wie vor) Men­schen über unse­re Gren­zen kom­men, die ihr anschlie­ßend (angeb­lich) wie­der los wer­den wollt und nicht — oder nur unter größt­mög­li­chem finan­zi­el­len Auf­wand — könnt ???

  14. @Corinna:
    Die AfD hat nun aber auch nicht gera­de wenig Mist geschwätzt. Bei so man­chen Din­gen fra­ge ich mich schon, ob Macht nicht kor­rum­piert oder ob das Sati­re ist.

    Bei so man­chen Mist, der aus den Rei­hen der AfD kommt, muß ich dann schon fest­stel­len, daß ich gera­de ziem­lich krea­tiv ver­gack­ei­ert wer­de.
    Das hat die AfD zumin­dest den lin­ken Par­tei­en ein­deu­tig vor­aus, die den Wäh­ler ganz offen­sicht­lich nur noch für blöd hal­ten.

    Der Pos­til­lon und die PARTEI sind in die­ser Hin­sicht aller­dings noch wesent­lich bes­ser 😉

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