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An meinen Blog komme nur ich und …

Schreiben 1

Das wäre ja mal was. Was könn­te mich in mei­ner Eigen­schaft als lei­den­schaft­li­cher Blog­ger wohl dazu ver­an­las­sen, Inhal­te von frem­den, von mir aus auch befreun­de­ten Auto­ren erstel­len zu las­sen? Allein die­se Fra­ge hat für mich schon etwas Pro­vo­zie­ren­des.

Wer mit dem eige­nen Blog nicht recht aus dem Quark kommt (so wie ich zum Bei­spiel), könn­te auf die Idee kom­men, Tex­te von ande­ren schrei­ben zu las­sen. Natür­li­ch gibt es genug Leu­te, die bes­ser schrei­ben kön­nen. Es könn­te viel­leicht der Sta­tis­tik und den Besu­cher­zah­len nichts scha­den. Für mich ist das ein No-Go. Es ist mit mei­nem Selbst­ver­ständ­nis als Blog­ger nicht zu ver­ein­ba­ren. Ich will das selbst ver­zap­fen, was hier steht und mich nicht auf den Lor­bee­ren ande­rer aus­ru­hen. Auch nicht aus­nahms­wei­se, etwa ich mal krank oder in Urlaub bin, wür­de ich jemand ande­ren bit­ten, ein­zu­sprin­gen.

Dar­um dreht sich der dies­wö­chi­ge Web­mas­ter­fri­day. Kann man für den eige­nen Blog Ghost­wri­ter beauf­tra­gen? Kann man natür­li­ch aber dann wür­de man das, was einen Blog eigent­li­ch aus­ma­chen soll­te, auf­ge­ben. Eigen­stän­dig­keit und die erkenn­bar per­sön­li­che Note gin­ge flö­ten. Also mir fal­len gar kei­ne Grün­de ein, frem­de Tex­ter zu beschäf­ti­gen. Ich weiß, dass es Leu­te gibt, die damit ihren Lebens­un­ter­halt bestrei­ten. Für gro­ße, kom­mer­zi­el­le Blogs mag das ja auch inter­es­sant sein. Für klei­ne, wie mei­nen hier, wür­de ich es nie in Betracht zie­hen.

Hier gab es vor eini­gen Jah­ren (damals noch unter Quer­blog) einen kurz­zei­ti­gen Ver­su­ch einer Koope­ra­ti­on mit einem ande­ren Schrei­ber. Das gefiel mir dann aber nicht. So stopp­te ich den Ver­suchs­bal­lon und mus­s­te mir hier des­halb eini­ge böse Kri­ti­ken gefal­len las­sen. Auch dar­aus habe ich mei­ne Leh­ren gezo­gen.

Wenn ich mor­gen erst­mals in die­sem Jahr wie­der mei­nen 150km lan­gen Weg zur Arbeit antre­te,…
Zeit­wei­se ver­tei­le ich Links wie jeck. Ich kann so groß­zü­gig sein. Nicht nur, dass ich… 

Horst Schulte

Mein Bloggerleben reicht bis ins Jahr 2004 zurück. Da habe ich dieses schöne Hobby für mich entdeckt. Ich bin 63 Jahre alt und lebe in einem kleinen Ort, nicht weit von Köln entfernt. Meine Hauptthemen hier im Blog sind Gesellschaft, Politik und Medien.

Dieser Beitrag hat 10 Kommentare
  1. Hal­lo Hor­st,
    wenn du dei­nen Blog ein­ge­rich­tet hast, um der Welt DEINE Mei­nung mit­zu­tei­len, wäre es sicher merk­wür­dig, wenn plötz­li­ch ein ande­rer Autor schreibt. Bei mir auf der ABS-Lese-Ecke hat Sina Mül­ler als Gast­au­to­rin Buch­vor­stel­lun­gen geschrie­ben. Aber ich koope­rie­re auch ander­wei­tig mit ihr — sie ist für mich also kei­ne Unbe­kann­te. Bei unbe­kann­ten Auto­ren hät­te ich auch ein Pro­blem. Ich bin in Bezug auf die Qua­li­tät der Bei­trä­ge emp­find­li­ch :-). Bezahl­te Blog­ar­ti­kel — die ich auch schon geschrie­ben habe — wer­den nor­ma­ler­wei­se auf Fir­men­blogs ver­öf­fent­licht. Auf pri­va­ten Blogs schreibt man in der Regel kos­ten­los als Gast­au­tor. Aber dann muss es eben pas­sen.
    Vie­le Grü­ße
    Ann-Bet­ti­na

    1. @Ann-Bet­ti­na: Hier schrei­be ich natür­li­ch wirk­li­ch «mei­ne» Mei­nung. Was auch son­st? Wenn man ein Pro­jekt gleich so anlegt, dass meh­re­re Auto­ren ihre Bei­trä­ge leis­ten, ist das natür­li­ch etwas völ­lig ande­res. Einer Gast­au­to­ren­schaft ste­he ich grund­sätz­li­ch auch posi­tiv gegen­über, wenn­gleich das hier für mich nicht mehr infra­ge käme.

    1. @blog­Zi­cke: Die Kenn­zeich­nung muss sein. Etwas unter dem eige­nen Namen zu ver­öf­fent­li­chen wäre auf jeden Fall ganz aus­ge­schlos­sen. Man­che Leu­te haben ja sogar auf­grund feh­len­der oder fal­scher Zitatan­ga­ben Pro­ble­me bekom­men. Das wäre beim Blog­gen aus mei­ner Sicht auch nicht so viel anders.

  2. Ich bie­te Gast­au­to­ren zu bestimm­ten The­men die Gele­gen­heit Arti­kel bei mir zu ver­öf­fent­li­chen. Dann ist aber auch ersicht­li­ch, dass der Arti­kel nicht auf mei­nem Mist gewach­sen ist.
    Für mei­nen Blog fin­de ich das pas­send, da es den Inhalt berei­chert.
    (bezahl­te) Ghost­wri­ter machen in einem pri­va­ten Blog kei­nen Sinn, da gebe ich dir Recht. Sinn wür­de es nur machen, wenn man finan­zi­el­le Inter­es­sen ver­folgt und unfä­hig ist anstän­di­ge Tex­te zu ver­fas­sen.

    Und wenn man krank ist oder kei­ne Lust hat liegt der Blog halt mal brach.

    1. @Mar­tin: Die Kenn­zeich­nung von Gast­ar­ti­keln ist natür­li­ch unab­ding­bar. Da die meis­ten von uns wohl ihren Blog als Pri­vat­ver­gnü­gen ver­ste­hen, wird sich die Fra­ge nach pro­fes­sio­nel­len Tex­tern kaum stel­len. Wenn ich mal kei­ne Lust habe oder krank bin, las­se ich den Blog, wie du es sagst, ein­fach mal eine Wei­le brach lie­gen. Das ist ja gera­de das Schö­ne am Blog­gen. Wie oft gibt es das, dass Leu­te wirk­li­ch nur pha­sen­wei­se blog­gen und das sogar erfolg­reich (jeden­falls soweit ich es sagen kann). Die Regel vom täg­li­chen Pos­ting ist eben nichts, wor­an wir uns hal­ten müs­sen. Und das fin­de ich schön.

  3. Hi Hor­st und ande­re,
    ich sehe es ähn­li­ch wie du, jedoch las­se ich Gast­ar­ti­kel auf mei­nem Blog zu, dem Haupt­blog zumin­dest. Auf mei­nen neu­en Blogs soll­te es in Zukunft auch mög­li­ch sein. Mir ist dabei sehr wich­tig, dass die Gast­ar­ti­kel zu den Blog­the­men pas­sen und das Gan­ze dann The­men­re­le­vanz hat. Völ­lig the­men­frem­de The­men sind nicht erwünscht. Was Tex­te kau­fen anbe­trifft, so prak­ti­zie­re ich es nicht und ich bemü­he mich stets, den Con­tent selbst zu erstel­len und zu publi­zie­ren.

    1. @Alex L: Selbst ist der Mann oder die Frau. Wenn man blog­gen möche, dann soll man das tun aber doch nicht ande­re für sich schrei­ben las­sen. Aber… natür­li­ch neh­me ich die Gast­ar­ti­kel davon aus. Das ist etwas ganz ande­res. Aller­dings müs­sen sie unbe­dingt auch als sol­che gekenn­zeich­net wer­den. Da gibt es kei­ne Kom­pro­mis­se. 🙂

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