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Blockieren geht über diskutieren

Medien 1

Ob von Stor­ch ihre Behaup­tung (sie­he unten) wohl bewei­sen kann, dass Maas hin­ter der Sper­rung der von ihr offen­bar geschätz­ten Tichy — Auto­rin Ana­bel Schun­ke steck­te? Ich glau­be, der Mann dürf­te Wich­ti­ge­res zu tun haben. Unter­halb des “Spit­zen­per­so­nals” der AfD wird er kaum selbst Hand anle­gen. 🙂

Was ich dafür ziem­li­ch gen­au weiß, ist, dass Frau Schun­ke mich heu­te bei Face­book blo­ckiert hat. Jeden­falls, wenn sie für ihr FB-Pro­fil kei­nen Admin enga­giert hat. Und davon gehe ich nicht aus.

Ich neh­me an, ihr und auf Bie­gen und Bre­chen kon­form gehen­den Mitstreiter/innen gin­gen mei­ne gut­men­sch­li­chen Beden­ken gegen die dor­ti­ge Ein­sei­tig­keit gegen Migran­ten auf den Zei­ger.

Ich pro­bie­re an vie­len Stel­len mei­ne Ansich­ten zur Flücht­lings­kri­se zu äußern. Es fällt mir nicht leicht, sach­li­ch zu blei­ben. Es ist furcht­bar schwie­rig, zu die­sen Rea­lis­ten» durch­zu­drin­gen. Leu­te mit abwei­chen­der Mei­nung wer­den schnell als Rea­li­täts­ver­wei­ge­rer oder links-grün-ver­siff­te Gut­men­schen dif­fa­miert. Min­des­tens aber als jemand, der von der Mate­rie kei­ne Ahnung habe, weil er die fal­schen Sen­der schaut und die fal­schen Zei­tun­gen liest. Ein merk­wür­di­ges Bewusst­sein eige­ner Über­le­gen­heit, obwohl zum Teil Quel­len genannt wer­den, die mich dar­an zwei­feln las­sen, dass die betref­fen­de Per­son es über­haupt ern­st meint.

Viel­leicht ist es so, dass wir nach einer Zeit der Muni­tio­nie­rung jetzt die Frucht der Saat eines auf­ge­stau­ten Has­ses ern­ten, den man­che mit ihren nega­ti­ven Gefüh­len gegen Mus­li­me aus­spu­cken. Ich glau­be, die Pola­ri­sie­rung unse­rer Gesell­schaft hat ihren Höhe­punkt noch nicht erreicht.


Inter­es­sant ist jeden­falls zu sehen, wie Ana­bel Schun­ke es per­sön­li­ch mit der Mei­nungs­frei­heit ande­rer hält. Von Leu­ten wie mir, die sie hofie­ren, wie es ihre mei­nes Erach­tens vie­len Fans in mit­un­ter schon pein­li­cher Manier tun. Ob ihre Popu­la­ri­tät ähn­li­ch groß wäre, wenn sie weni­ger gut anse­hen wür­de? Wenn das sexis­ti­sch war, bit­te ich um Ent­schul­di­gung.

Am liebs­ten bleibt man unter sich und sei­nes­glei­chen. Ob bei Tichys Ein­bli­ck, auf Schun­kes Pro­fil und auf ande­ren, trotz des chan­cen­rei­chen Ange­bo­tes für inter­es­san­te Dis­kus­sio­nen, wirkt die selbst gewähl­te Fil­ter­bla­se — sogar ohne Blo­ckier­funk­ti­on.

Man unter­bin­det oder unter­bricht den Dis­kurs mit Anders­den­ken­den gern mal, um sich dann über die angeb­li­che Beschnei­dung der Mei­nungs­frei­heit durch wen auch immer zu bekla­gen. Das funk­tio­niert ganz erstaun­li­ch gut.

So glaubt man nach und nach eine Deu­tungs­ho­heit zu erlan­gen. Wohl auch des­halb, weil man meint, Punkt für Punk­te neue Muni­ti­on gegen das poli­ti­sche Esta­blish­ment zu lie­fern. So ein­fach das klingt, so wirk­sam scheint die­se Masche in die­sen Zei­ten zu sein.

Im Inter­net funk­tio­niert die Erzeu­gung und Ver­meh­rung rech­ter Päd­ago­gik auch des­halb, weil es die Funk­ti­on des «Blo­ckie­rens» gibt. So kann man sich Anders­den­ken­de vom Hals hal­ten. Dis­ku­tie­ren kann ja auch echt anstren­gend sein. Schö­ner ist es, wenn man liest: «Gen­au», «vol­le Zustim­mung» und ab und zu nur ein paar Links ein­streut, die die eige­ne Mei­nung stüt­zen und ver­stär­ken.

Man­che, Rech­te wie Lin­ke mögen es nicht, wenn in ihrem glatt­ge­bü­gel­ten Pro­fil (Face­book) was ande­res zum Aus­druck gebracht wird, als ihre Pro­pa­gan­da.

Die rich­ti­gen Für­spre­cher hat­te Schun­ke, wie ich am Bei­spiel des Kom­men­tars von Frau von Stor­ch erst jetzt sah, schon seit ihrer ers­ten Sper­re an ihrer Sei­te. Da heißt es: Gemein­sam kämp­fen, gemein­sam sie­gen.


Wür­de man von Stor­ch mit der Ansa­ge kom­men, sie habe die­sen Zusam­men­hang frei erfun­den, wür­de sie wahl­wei­se ant­wor­ten, sie sei von der Maus abge­rutscht bzw. die ernst­haf­te­re Ver­si­on könn­te lau­ten, dass es ohne Maas” Enga­ge­ment gene­rell kei­ne Sper­ren geben wür­de.

Ich nut­ze die Blo­ckier­funk­ti­on übri­gens auch — bei Twit­ter vor allem. Viel­leicht soll­te ich nicht so laut dage­gen pro­tes­tie­ren, denn schließ­li­ch hat Ana­bel Schun­ke nichts ande­res gemacht?!

Der Unter­schied besteht aber dar­in, dass ich nicht so laut Zeder und Mor­dio geschrie­en habe, als Maas und Schwe­sig die «Hate-Spee­ch-Kam­pa­gne» initi­iert haben. Im Übri­gen habe ich mich inzwi­schen aus Über­zeu­gung hier­von dis­tan­ziert. Trotz­dem wer­de ich rech­te Hater wei­ter blo­ckie­ren. Und wenn Schun­ke sich bes­ser fühlt, dass sie und ihre Fans mich los sind… Ich kann gön­nen.

Ich gebe die Hoff­nung nicht auf, dass rechts­kon­ser­va­ti­ve “Mei­nungs­ma­cher” wie die Auto­ren von Tichy (trotz der bevor­ste­hen­den Andro­hung der Auf­rüs­tung ihres Instru­men­ta­ri­ums durch ein Print­for­mat), ihr Pul­ver bald ver­schos­sen haben.

Wes­halb soll­te Face­book so viel in ein «gutes» oder ech­tes poli­cing inves­tie­ren? Das schlägt jeden­falls…
Die­se Woche habe ich zwar wie­der viel gele­sen. Über­wie­gend aller­dings das Fal­sche. Des­halb ist die… 

Horst Schulte

Mein Bloggerleben reicht bis ins Jahr 2004 zurück. Da habe ich dieses schöne Hobby für mich entdeckt. Ich bin 63 Jahre alt und lebe in einem kleinen Ort, nicht weit von Köln entfernt. Meine Hauptthemen hier im Blog sind Gesellschaft, Politik und Medien.

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