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Das Internet muss man einfach mögen

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Für mich war das wie­der mal eine grau­en­haf­te Woche in Soci­al Media. Ich mer­ke, wie es mich immer mehr anstrengt, gegen die Hater anzu­re­den. Wie ich selbst immer aggres­si­ver wer­de, weil mich die­se geball­te Aggres­si­vi­tät der Hater offen­sicht­li­ch ansteckt. Wie ich immer öfter über­le­ge, ein­fach den Ste­cker zu zie­hen und die­ses Inter­net, das ich seit mehr als 20 Jah­ren so sehr lie­be, zu ver­las­sen …Quel­le: Soci­al Media — was ist mit uns Men­schen kaputt? | Chris­ta Goede | LINK

Das könn­te auch von mir sein. Aber die­se Anwand­lun­gen sind bei mir schon fast in die Jah­re gekom­men. Wahr­schein­li­ch bin ich inter­net­süch­tig, zu dumm, um kon­se­quent zu sein oder so. Jeden­falls emp­fin­de ich es exakt so wie Chris­ta geschrie­ben hat.

Bit­te lest ihren Text ganz. Sie hat eini­ge kon­struk­ti­ve Ansät­ze parat.

Muslime sollen sich gegen Terror positionieren! Wehe, wenn sie es dann tuen.
Vie­le von uns haben schon den Vor­wurf an die Mus­li­me gehört, sie enga­gier­ten sich zu wenig… 
Adventskranz
Die schö­nen, bewe­gen­den Geschich­ten mei­nes Jah­res  schrie­ben ein sehr jun­ger und ein sehr alter Men­sch. Unser… 

Horst Schulte

Schön, dass du meinen Blog besuchst.

Ich blogge schon seit 2004.

Am liebsten schreibe ich über gesellschaftliche und politische Fragen. Aber ab und an gibt es hier auch etwas zum Thema Bloggen, Wordpress und ein paar Fotos.

Dieser Beitrag hat 6 Kommentare
  1. Nä, Hor­st. Zu dumm bist Du ganz sicher nicht. Sich die Opti­on offen zu hal­ten, immer mal wie­der die Klap­pe auf­zu­rei­ßen gegen­über den Het­zern ist für mich auch eine Art «Kon­se­quenz». Und ein­mal den Mund auf­ma­chen ist defi­ni­tiv bes­ser, als den Hatern das Feld ohne Wider­spruch zu über­las­sen.

    HG Hans

  2. Wie­so will sie den Ste­cker zie­hen und «die­sem Inter­net» den Rücken keh­ren, wenn sie sich doch ledig­li­ch nicht mehr in den soge­nann­ten «Soci­al Media» her­um­trei­ben bräuch­te. Die sind für mich eher von nicht vor­han­de­ner Bedeu­tung, nur ein ziem­li­ch klei­ner Teil des Inter­nets und weit über­schätzt.

    Aber wenn sich alle Auf­merk­sam­keit stän­dig unre­flek­tiert um die­se zwei­fel­haf­ten Kom­mu­ni­ka­ti­ons­sümp­fe dreht, die am Ende doch nichts wei­ter sind als Geschäfts­mo­del­le zum Abschöp­fen und werb­li­chen Ver­wer­ten von per­sön­li­chen Nut­zer­da­ten, dann kann ich auch nur mit den Schul­tern zucken. Dann wer­den sich eben wei­ter­hin — und zukünf­tig noch ver­stärkt — die Dumm­schwät­zer und Schrei­häl­se die­ser Welt dort um Auf­merk­sam­keit bal­gen.

  3. Lei­der ist «Soci­al Media» die mei­nungs­bil­den­de Kraft. Und zwar welt­weit. Wer sich also ganz aus­klinkt, nimmt nicht nur nicht mehr Teil an der «Dis­kus­si­on» (sofern man das Desas­ter als sol­che bezeich­nen möch­te), noch hält er sich auf dem Lau­fen­den.

    Dei­ne Bewer­tung tei­le ich an sich schon. Du weißt, dass ich vor­über­ge­hend aus­ge­stie­gen bin. Es gibt außer­dem noch eine ande­re Sei­te. Das sind nicht weni­ge Leu­te, mit denen man sich sehr wohl ange­nehm und doch kon­tro­vers über vie­les «unter­hal­ten» kann. Das gilt ins­be­son­de­re für Face­book. Bei Twit­ter sind die Mög­lich­kei­ten des Dia­logs ohne­hin ein­ge­schränkt. Goo­gle+ nut­ze ich fast gar nicht mehr. 

    Mein «Freund» Hen­ryk M. Bro­der hat in einer Ver­an­stal­tung in einem liber­tä­ren Stu­den­ten­kreis zuletzt sinn­ge­mäß gesagt, dass er den Grund für die star­ke Pola­ri­sie­rung unse­rer Öffent­lich­keit dar­in sehe, dass jeder alles schrei­be, was ihm gera­de ein­fie­le. In die­ser Hin­sicht sei er eli­tär.

    Eigent­li­ch war das Inter­net doch genauso gedacht. Par­ti­zi­pa­ti­on war ein Stich­wort. Aber ist es so ein­fach? Es geht doch nicht mehr um unter­schied­li­che Mei­nun­gen, son­dern dar­um, wie die­se aus­ge­drückt wer­den. Zum Teil sind die Kom­men­ta­re so unter­ir­di­sch und so men­schen­ver­ach­tend, dass ich es schon selt­sam fin­de, dass gera­de die, die sol­che Din­ge schrei­ben oder die Reak­tio­nen för­dern (wie auch Ach­gut und Tichy es tun), sich dar­über empö­ren, wenn angeb­li­ch die Mei­nungs­frei­heit (Netz gegen Nazis, Kaha­ne-Stif­tung etc.) infra­ge gestellt wird.

    1. Ich hal­te Face­book (oder «Soci­al Media» all­ge­mein) nicht für die mei­nungs­bil­den­de Kraft, es ist viel­mehr ein undif­fe­ren­zier­ter Markt­platz für Äuße­run­gen aller Art. Eini­ge äußern dort auch ihre Mei­nung, sie dürf­ten mas­siv in der Min­der­heit sein. Man soll­te Mei­nung nicht mit unqua­li­fi­zier­tem Geschwätz ver­wech­seln, und das meis­te, was der­zeit zu den gro­tesk auf­ge­bla­se­nen The­men des Tages abge­son­dert wird, ist nichts wei­ter als das. Auch das, was aus den Blogs/Mündern der Bro­ders, Tichys u.a. kommt, sind kei­ne Mei­nun­gen, son­dern arm­se­li­ges … … ach­was, was rede ich über die­se Leu­te? Deren gehalt­ar­mes Gequa­ke geht mich im Grun­de doch gar nichts an. (Quak quak… Pss­st: mit denen strei­tet man sich nicht, da steht man doch drü­ber… 🙂

      Du sagst:
      «Eigent­li­ch war das Inter­net doch genauso gedacht. Par­ti­zi­pa­ti­on war ein Stich­wort.»

      War es tat­säch­li­ch, aber da war immer ein qua­li­ta­ti­ver Anspruch an Kom­mu­ni­ka­ti­on und inhalt­li­chem Aus­tau­sch invol­viert. Davon ist nicht viel übrig. Kom­merz und damit ein­her­ge­hen­de intel­lek­tu­el­le und ethi­sche Ver­wahr­lo­sung dürf­te der Grund für den beob­acht­ba­ren Nie­der­gang sein. Vie­les ist ein­fach wert­los gewor­den, auch die ganz ursprüng­li­che Idee hin­ter Face­book war in Win­des­ei­le völ­lig kor­rum­piert.

      Ich ver­brin­ge wirk­li­ch viel Zeit im Netz, beschäf­ti­ge mich mit vie­len The­men­ge­bie­ten, die mich z.T. schon lan­ge, z.T. erst ganz fri­sch inter­es­sie­ren. Es ist ein schier uner­schöpf­li­cher Kos­mos an gehalt­vol­len Infor­ma­tio­nen und Kom­mu­ni­ka­ti­on, und das immer noch weit­ge­hend frei von Kom­merz. Das zählt für mich. Der gan­ze Rest, der mich nicht wei­ter­bringt, son­dern nur wun­dert oder auf­regt und mich gele­gent­li­ch zu Äuße­run­gen wie die­ser hier ani­miert, ist mir ziem­li­ch gleich­gül­tig.

      Dass ich mich da aus­klin­ke, ja aus­klin­ken kann, wobei mir die mög­li­chen Fol­gen des­sen egal sein kön­nen, emp­fin­de ich als klei­nen Luxus, den ich mir ger­ne leis­te. Als gewis­sen Grad von für mich erstre­bens­wer­ter Frei­heit, die mir ermög­licht, mich um die Din­ge zu küm­mern, die für mich vor­ran­gig wich­tig sind.

  4. Hi Boris,

    «die» mei­nungs­bil­den­de Kraft viel­leicht ja nicht. Aber ich las, dass unglaub­li­ch vie­le Leu­te sich ihre «Infor­ma­tio­nen» bei­spiels­wei­se nur noch via Face­book holen. Bedenk­li­ch ist das ja schon — aus den von dir auf­ge­führ­ten Grün­den.

    Ich fin­de die Tex­te bei Bro­der und Tichy so übel nicht. Inhalt­li­ch schon. Aber hand­werk­li­ch sind sie schon von beson­de­rer Klas­se. Ich mag das zwar nicht sagen. Aber du weißt bestimmt, was ich mei­ne.

    Ob es tat­säch­li­ch am Kom­merz liegt, der die­sen schö­nen Plan einer neu­en Basis für Demo­kra­tie zer­stört hat? Kor­rum­piert sehe ich Face­book bzw. alle Soci­al Media Kanä­le. Lei­der wird einem sowas schnell als Über­heb­lich­keit aus­ge­legt. Aber wer die­se Quel­len für sei­ne Infor­ma­ti­ons­be­dürf­nis­se nutzt ist schon arm dran. Ich lese vor allem dort, weil dort die Anknüp­fungs­punk­te für Wider­stand lie­gen. Nicht sehr erfolg­ver­spre­chend aber immer­hin geht dort die Post ab. Nicht mehr in den Blogs. 

    Dei­ne Prio­ri­tä­ten­set­zung bewun­de­re ich schon. 🙂 Ich habe mei­ne Absti­nenz nie durch­ge­hal­ten.

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