Rechts- Und Linksextremismus Teilen Sich Den Rand ūüĒę ūüí£ Der Gleichen Medaille

Alles, was dieser G 20 -Gipfel geboten hat, war so scheiße, dass sich nun qua­si (fast) alle am Kampf gegen den Link­sex­trem­is­mus fes­thal­ten, anstatt sich mit ein­er anderen, drän­gen­deren Frage zu beschäfti­gen.

Weil der Link¬≠sex¬≠trem¬≠is¬≠mus im Gegen¬≠satz zum Rech¬≠tex¬≠trem¬≠is¬≠mus immer so √ľbel herun¬≠terge¬≠spielt wor¬≠den sein soll, ist jet¬≠zt das genaue Gegen¬≠teil ange¬≠sagt!

Angesichts dieses ersten fol­gen­den Videos und ander­er Beobach­tun­gen kön­nte man sich, wenn man es denn wollte, fra­gen, welche Leute in Ham­burg tat­säch­lich ran­daliert haben und ob Link­sex­trem­is­ten ver­ant­wortlich gewe­sen sind.

‚ÄúAus schwarz mach bunt‚ÄĚ

G20: ‚ÄěAus schwarz mach bunt‚Äú nen¬≠nt die Polizei dieses Vorge¬≠hen. Handy-Auf¬≠nah¬≠men zeigen, wie sich Chaoten umziehen, um sp√§ter nicht erkan¬≠nt zu wer¬≠den.

Post­ed by ZDF heute on Mon­tag, 10. Juli 2017


Jens Berg¬≠ers √úber¬≠legun¬≠gen m√∂gen viele als linkes Ablenkungs¬≠man¬≠√∂ver abtun, aber sind die Gr√ľnde f√ľr das Chaos so klar, wie wir es zurzeit erz√§hlt bekom¬≠men? Dass mehr als 80.000 Men¬≠schen friedlich protestiert haben, wird in der mit dem Feind¬≠bild ‚ÄúLinkex¬≠trem¬≠is¬≠mus‚ÄĚ besch√§fti¬≠gen √Ėffentlichkeit kaum wahrgenom¬≠men.

Vor allem Griechen, Ital¬≠iener und Fran¬≠zosen sollen hier¬≠bei zu den R√§dels¬≠f√ľhrern geh√∂rt haben. Unter¬≠st√ľtzt wurde dieser harte Kern von ein¬≠er zahlen¬≠m√§√üig gr√∂√üeren, sehr het¬≠ero¬≠ge¬≠nen Gruppe oft sehr junger Ran¬≠dalier¬≠er ‚Äď meist ver¬≠mummt und oft in teuren Marken¬≠klam¬≠ot¬≠ten, darunter den meis¬≠ten Schilderun¬≠gen zufolge sehr viele junge Frauen. Die inter¬≠es¬≠sante Frage ist: Kann man diese bei¬≠den Grup¬≠pierun¬≠gen tat¬≠s√§ch¬≠lich der poli¬≠tis¬≠chen Linken zurech¬≠nen?Quelle: ‚ÄěLink¬≠er Hass‚Äú? Wie die Ham¬≠burg¬≠er Krawalle scham¬≠los instru¬≠men¬≠tal¬≠isiert wer¬≠den | Nach¬≠Denk¬≠Seit¬≠en ‚Äď Die kri¬≠tis¬≠che Web¬≠site | LINK

G20 Song

Weil der G20-Irrsinn mit Musik viel bess­er zu ertra­gen ist.

Post­ed by Extra 3 on Don­ner­stag, 6. Juli 2017


Der¬≠weil find¬≠et Heiko Maas (Bun¬≠desjus¬≠tizmin¬≠is¬≠ter, SPD), ‚ÄúRock gegen Links‚ÄĚ w√§re eine passende Antwort. Das k√∂n¬≠nte ein Witz sein. Aber er meint es ernst. Dass seine poli¬≠tis¬≠chen Geg¬≠n¬≠er meinen, das w√§re zwar gut, k√§me aber lei¬≠der viel zu sp√§t, ist ein eben¬≠so schlechter Witz!

Von der linken Seite hallt es trotzig zur√ľck. Jens Berg¬≠er stellt in den ‚ÄúNach¬≠denk¬≠seit¬≠en‚ÄĚ fest, dass die Ham¬≠burg¬≠er Krawalle scham¬≠los instru¬≠men¬≠tal¬≠isiert w√ľr¬≠den.

Infografik: Gipfel mit hohem Konfliktpotential | Statista Mehr Sta­tis­tiken find­en Sie bei Sta­tista

Reflexe funktionieren

Wenn man Jens Spahn so zuh√∂rt, k√∂n¬≠nte man meinen, Berg¬≠er h√§tte recht. Die Bild-Zeitung het¬≠zt √ľber¬≠raschungs¬≠frei nach dem bew√§hrten Muster ewig funk¬≠tion¬≠ieren¬≠der Rechts-Links-Klis¬≠chees: ‚ÄúHam¬≠burg¬≠er G20-Gipfel ‚ÄĒ Wer ken¬≠nt diese Ver¬≠brech¬≠er? ‚ÄĒ News Inland ‚ÄĒ Bild.de | Quelle ‚ÄĚ

Und manche Knallchar¬≠gen  (warum ist der eigentlich immer noch im Amt?) vertei¬≠di¬≠gen selb¬≠stver¬≠st√§ndlich und vol¬≠lkom¬≠men ein¬≠seit¬≠ig die Polizeige¬≠walt, die sich eben nicht auss¬≠chlie√ülich gegen gewalt¬≠t√§tige Demon¬≠stran¬≠ten gerichtet hat. Wieder andere sich m√∂gen aus ‚ÄúZust√§ndigkeits¬≠gr√ľn¬≠den‚ÄĚ mal wieder gar nicht √§u√üern. Das mag daran liegen, dass der Falsche gefragt hat. Aber reagieren echte Profis wirk¬≠lich so?

Polizeige­walt? Bun­desregierung weiß von nix

Gewalt gab es beim G20-Gipfel viel ‚ÄĒ auch von Polizeibeamten. Bei all den Liebes¬≠bekun¬≠dun¬≠gen der Bun¬≠desregierung f√ľr die Polizei woll¬≠ten wir heute wis¬≠sen, wie die Kan¬≠z¬≠lerin auf die Gewalt von Polizis¬≠ten gegen√ľber friedlichen Demon¬≠stran¬≠ten und Attack¬≠en auf Jour¬≠nal¬≠is¬≠ten reagiert. Seib¬≠ert weicht der Frage aus, antwortet nicht. Auch das Bun¬≠desin¬≠nen¬≠min¬≠is¬≠teri¬≠um wei√ü spon¬≠tan von nix und zeigt lieber mit dem Fin¬≠ger auf die ‚ÄúVer¬≠ant¬≠wortlichen‚ÄĚ in Ham¬≠burg‚Ķ #Shame¬≠Shar¬≠ing is caring!Ausschnitt aus der BPK vom 10. Juli 2017 ‚ÄĒ Kom¬≠plett hier: https://www.youtube.com/watch?v=abqk_ACK9WUBitte unter¬≠st√ľtzt unsere Arbeit finanziell:Tilo Jun¬≠gIBAN: DE36700222000072410386BIC: FDDO¬≠DEM¬≠MXXXVer¬≠wen¬≠dungszweck: Jung & Naiv¬≠Pay¬≠Pal ‚Ėļ http://www.paypal.me/JungNaivFanshop ‚Ėļ http://fanshop-jungundnaiv.de/(Wer min¬≠destens ‚ā¨20 gibt, wird im darauf¬≠fol¬≠gen¬≠den Monat in jed¬≠er Folge als Pro¬≠duzent gelis¬≠tet)

Post­ed by Jung & Naiv on Mon­tag, 10. Juli 2017

Ein Konzept m√ľsse her, damit linke Gewalt gar nicht erst entste¬≠ht. Das fordert der Vor¬≠sitzende der Deutschen Polizeigew¬≠erkschaft, Wendt, als Kon¬≠se¬≠quenz aus den Krawallen am Rande des G20-Gipfels in Ham¬≠burg.

Post­ed by tagess­chau on Mon­tag, 10. Juli 2017


Immer¬≠hin r√§umt Jens Spahn (CDU) ein, dass der Kampf gegen Rechts nicht nach¬≠lassen darf, son¬≠dern weit¬≠er und vielle¬≠icht noch inten¬≠siv¬≠er gef√ľhrt wer¬≠den muss, als bish¬≠er geschehen. Er m√∂chte allerd¬≠ings gle¬≠ichzeit¬≠ig, dass auch der Link¬≠sex¬≠trem¬≠is¬≠mus in Deutsch¬≠land endlich kri¬≠tis¬≠ch¬≠er gese¬≠hen wird. Ange¬≠blich sei dies in Teilen der Gesellschaft bish¬≠er nicht der Fall gewe¬≠sen. Komisch, dass ich dies¬≠bez√ľglich eine ganz andere Wahrnehmung habe. Die Umgekehrte, um genau zu sein.

Link¬≠sex¬≠trem¬≠is¬≠mus wird in Deutsch¬≠land seit Jahren ver¬≠harm¬≠lost. Es muss aufh√∂ren, dass wir teil¬≠weise mit √∂ffentlichen Geldern linksradikale Ver¬≠b√§nde p√§p¬≠peln. Wir soll¬≠ten die soge¬≠nan¬≠nte Demokratieerk¬≠l√§rung wieder ein¬≠f√ľhren, bei der alle Ini¬≠tia¬≠tiv¬≠en, die finanzielle Unter¬≠st√ľtzung des Bun¬≠des f√ľr ihre Pro¬≠jek¬≠te gegen Recht¬≠sex¬≠trem¬≠is¬≠mus, gegen Link¬≠sex¬≠trem¬≠is¬≠mus oder gegen Islamis¬≠mus beantra¬≠gen, sich und ihre Part¬≠ner auf unsere frei¬≠heitlich demokratis¬≠che Grun¬≠dord¬≠nung verpflicht¬≠en. Wenn Neon¬≠azis Ham¬≠burg in Schutt und Asche gelegt h√§t¬≠ten, w√§re die Emp√∂rung zu Recht gro√ü. Aber Links¬≠faschis¬≠ten mit ihrem Hass und ihrer Gewalt brauchen die gle¬≠iche klare Antwort.

Post­ed by Jens Spahn on Mon­tag, 10. Juli 2017


Ich finde, Spahns Aus¬≠sage, die er mit der √Ąu√üerung unter¬≠mauerte, dass Manuela Schwe¬≠sig (SPD) irgend¬≠wann mal den Link¬≠sex¬≠trem¬≠is¬≠mus als ‚Äúaufge¬≠bauscht¬≠es Prob¬≠lem‚ÄĚ tit¬≠uliert habe, ein wenig l√§cher¬≠lich. Hat Spahn tat¬≠s√§ch¬≠lich nichts Aktuelleres zu bieten, als diese √ľber drei Jahre alte Bemerkung Schwe¬≠sigs?

Was sagen denn andere SPD-Poli¬≠tik¬≠er dazu? Gar nichts, Herr Spahn? Oh. Schwe¬≠sig und Maas bleiben halt die passenden Feind¬≠bilder f√ľr Kon¬≠ser¬≠v¬≠a¬≠tive und Rechte.

Er hat in seinem Wochen¬≠video von heute das The¬≠ma etwas pr√§zisiert und ver¬≠sch√§rft vor¬≠ge¬≠tra¬≠gen.

So sehr ich seine (gute) Pr√§senz in den sozialen Net¬≠zw¬≠erken per¬≠s√∂n¬≠lich begr√ľ√üe, es ist schon etwas zu offen¬≠sichtlich, dass er im Wahlkampf gegen Kol¬≠le¬≠gen bzw. Ex-Kol¬≠le¬≠gen punk¬≠ten will. Angesichts eines Kon¬≠flik¬≠tes f√ľr den die SPD nicht ver¬≠ant¬≠wortlich zu machen ist. Deshalb ist das ein¬≠fach schlechter Stil, lieber Jens Spahn. Aber die anderen in der Union machen das eben¬≠falls nicht bess¬≠er. Immer¬≠hin hat Peter Alt¬≠maier die CDU-Forderung aus dem Ham¬≠burg¬≠er Sen¬≠at zur√ľck¬≠gewiesen, Olaf Scholz m√ľsse auf¬≠grund dieses Ver¬≠sagens zur√ľck¬≠treten.

 

Als aufge¬≠bauscht¬≠es Prob¬≠lem w√ľrde Schwe¬≠sig ihre Aus¬≠sage von 2014 aktuell gewiss nicht mehr beze¬≠ich¬≠nen. Nur ‚ÄĒ damals ging es um den immer st√§rk¬≠er aufk¬≠om¬≠menden Recht¬≠sex¬≠trem¬≠is¬≠mus und um M√∂glichkeit¬≠en, diesem etwas wirk¬≠sames ent¬≠ge¬≠gen¬≠zuset¬≠zen. Das heute als Argu¬≠ment gegen Schwe¬≠sig oder die ganze SPD zu nutzen ist etwas Wahlkampfm√§√üiges. Eben¬≠so wie die Erw√§h¬≠nung, dass Manuela Schwe¬≠sig, den ‚ÄúExtrem¬≠is¬≠ten¬≠er¬≠lass‚ÄĚ Kristi¬≠na Schr√∂ders gecan¬≠celt habe:

Denn ins¬≠beson¬≠dere in der Union d√ľrfte sich die Begeis¬≠terung dar√ľber, dass Schwe¬≠sig das Pro¬≠gramm gegen Link¬≠sex¬≠trem¬≠is¬≠mus ersat¬≠z¬≠los stre¬≠icht, in Gren¬≠zen hal¬≠ten. Dieses war 2010 von Kristi¬≠na Schr√∂der ein¬≠gerichtet wor¬≠den. Das Urteil von Manuela Schwe¬≠sig dar√ľber fiel am Mon¬≠tag ver¬≠nich¬≠t¬≠end aus. Das Pro¬≠gramm habe sich als v√∂l¬≠lig ‚Äěwirkungs¬≠los‚Äú erwiesen.Quelle: Manuela Schwe¬≠sig: ‚ÄěLink¬≠sex¬≠trem¬≠is¬≠mus ist ein aufge¬≠bauscht¬≠es Prob¬≠lem‚Äú ‚ÄĒ WELT | LINK

Spahn sagt in seinem Wochen¬≠video, dass er f√ľr eine sofor¬≠tige Schlie√üung der Rigaer Stra√üe sei. Er ver¬≠ste¬≠he nicht, dass die Ver¬≠ant¬≠wortlichen (auch unter CDU-Regierung) das nicht l√§ngst gemacht h√§t¬≠ten. Ich ver¬≠mute mal, dass Ver¬≠ant¬≠wortlichkeit f√ľr das Ganze das her¬≠vorstechende Merk¬≠mal f√ľr die aus¬≠bleiben¬≠den Entschei¬≠dun¬≠gen gewe¬≠sen sein k√∂n¬≠nten.

Dass mit den Marken¬≠klam¬≠ot¬≠ten, die viele Teil¬≠nehmer getra¬≠gen haben sollen, war ja √ľbri¬≠gens auch Jens Berg¬≠er und anderen Jour¬≠nal¬≠is¬≠ten aufge¬≠fall¬≠en.

Mich st√∂rt an der nun einge¬≠set¬≠zten Debat¬≠te, dass ein Punkt bish¬≠er √ľber¬≠haupt nicht ange¬≠sprochen wurde. Die Gewal¬≠texzesse von Ham¬≠burg haben IMHO doch gezeigt gezeigt, dass die Polar¬≠isierung in der Gesellschaft immer st√§rk¬≠er wird. Eine seit Jahren ziem¬≠lich kon¬≠stante Anzahl von Men¬≠schen in Deutsch¬≠land hat eine recht¬≠sex¬≠treme Gesin¬≠nung.

Nach ein¬≠er Studie von 2014 besitzen 5,4 % der Deutschen ein geschlossenes recht¬≠sex¬≠tremes Welt¬≠bild. 20,4 % von uns sind aus¬≠l√§n¬≠der¬≠feindlich. Zur Abw¬≠er¬≠tung von Fl√ľchtlin¬≠gen tendieren 49 bis 80% der deutschen Bev√∂lkerung.

Infografik: Politisch motivierte Gewalt nimmt zu | Statista Mehr Sta­tis­tiken find­en Sie bei Sta­tista

Eben¬≠so inter¬≠es¬≠sant wie ver¬≠st√∂rend sind die Diskus¬≠sio¬≠nen √ľber der¬≠ar¬≠tige Auswer¬≠tun¬≠gen, die in Blogs immer wieder zu leb¬≠haften Diskus¬≠sio¬≠nen und Mei¬≠n¬≠ungsver¬≠schieden¬≠heit¬≠en gef√ľhrt haben. Grund¬≠s√§t¬≠zlich ist es f√ľr die Bew¬≠er¬≠tung der Dat¬≠en auch dabei wichtig, die Sichtweise der Autoren und Kom¬≠men¬≠ta¬≠toren zu erken¬≠nen. Mit anderen Worten: Man ste¬≠ht in vie¬≠len F√§llen nach dem Studi¬≠um solch¬≠er Beitr√§ge ‚Äúmit kurzem Hemd¬≠chen‚ÄĚ da. √úber dem Erken¬≠nt¬≠nis¬≠gewinn liegt bei solchen The¬≠men fast immer ein Schleier.

Im Sep­tem­ber let­zten Jahres schrieb ich an die Press­es­telle des Min­is­ter­präsi­den­ten von Bran­den­burg, eine Kopie ging an die SPD-Zen­trale. Eine Antwort zur Sache habe ich nicht bekom­men.

Wortlaut meines Briefes

Guten Tag,

seit gestern kur¬≠siert in den Medi¬≠en und ander¬≠swo fol¬≠gende ¬ęInfor¬≠ma¬≠tion¬Ľ:

In Bezug auf die Sta¬≠tis¬≠tik erk¬≠l√§rte Woid¬≠ke, in Bran¬≠den¬≠burg habe es hin¬≠sichtlich der Erhe¬≠bung recht¬≠sex¬≠tremer Straftat¬≠en √Ąnderun¬≠gen gegeben.

¬ęBei der Polizei wird jed¬≠er √úber¬≠griff, bei dem nicht erwiesen ist, dass er keine recht¬≠sex¬≠treme Moti¬≠va¬≠tion hat, in die Sta¬≠tis¬≠tik hineingez√§hlt.¬Ľ

Der in Anf√ľhrungsze¬≠ichen geset¬≠zte Satz von Her¬≠rn Woid¬≠ke wird sei¬≠ther von zahlre¬≠ichen rechts-nationalen Web¬≠sites und Blogs zitiert. In welch¬≠er Art und Weise muss ich sich¬≠er nicht aus¬≠f√ľhren.

Ich w√ľrde gern wis¬≠sen, ob diese Aus¬≠sage, die ich als inter¬≠essiert¬≠er B√ľrg¬≠er √ľbri¬≠gens inhaltlich wie for¬≠mal sehr beden¬≠klich finde, tat¬≠s√§ch¬≠lich zutr¬≠e¬≠f¬≠fend ist und wie es dazu kommt, dass solche ¬ęInfor¬≠ma¬≠tio¬≠nen¬Ľ √∂ffentlich gemacht wer¬≠den! Die Recht¬≠en freuen sich. In den entsprechen¬≠den Foren sind solche ¬ęMel¬≠dun¬≠gen¬Ľ sehr vorausse¬≠hbar gewe¬≠sen.

1.) Hab ich das jet­zt richtig ver­standen? Alle ungek­lärten oder unein­deuti­gen Fälle wer­den da als recht­sex­trem gezählt? Also beispiel­sweise auch Straftat­en von Link­sex­tremen? Bitte was soll man dieser Regierung noch glauben?

2.) Bei ein¬≠er solchen Z√§hlweise wer¬≠den recht¬≠sex¬≠treme √úber¬≠griffe nat√ľr¬≠lich stark ansteigen. Diese k√ľn¬≠stlich hochgeschriebene Sta¬≠tis¬≠tik wird dann als Begr√ľn¬≠dung f√ľr weit¬≠ere Repres¬≠sio¬≠nen, Het¬≠ze und Unter¬≠st√ľtzung von anti-deutschen Ini¬≠tia¬≠tiv¬≠en ver¬≠wen¬≠det.

3.) Die Art und Weise, Straftat¬≠en in der Sta¬≠tis¬≠tik als bes¬≠timmte F√§lle zu erfassen, die die SPD gef√ľhrte Lan¬≠desregierung in Brand¬≠burg prak¬≠tizieren l√§sst, kann zwar eine gewisse Orig¬≠i¬≠nal¬≠it√§t f√ľr sich reklamieren, stellt aber den¬≠noch Daten¬≠f√§lschung dar. Warum wird leicht deut¬≠lich, wenn man zun√§chst ein¬≠mal abstrahiert und sagt: Straftat¬≠en, die nicht ein¬≠deutig als nicht recht¬≠sex¬≠trem ein¬≠ge¬≠ord¬≠net wer¬≠den k√∂n¬≠nen, wer¬≠den ab sofort als recht¬≠sex¬≠trem gez√§hlt. Abstrahieren wir noch etwas: Wenn eine Straftat nicht nicht recht¬≠sex¬≠trem ist, dann ist sie recht¬≠sex¬≠trem. Machen wir daraus eine logis¬≠che Regel: Wenn X nicht nicht-Y ist, dann ist X Y. Das ist die gen¬≠er¬≠al¬≠isierte Form eines Fehlschlusses, der in der Logik als Fehlschluss der Bejahung des Kon¬≠se¬≠quens bekan¬≠nt ist. In Bran¬≠den¬≠burg ist er die Grund¬≠lage der Erfas¬≠sung sta¬≠tis¬≠tis¬≠ch¬≠er Dat¬≠en. Kein Wun¬≠der, dass manche von ein¬≠er fl√§chen¬≠deck¬≠enden Verbl√∂¬≠dung in Deutsch¬≠land reden und schreiben. Um deut¬≠lich zu machen, wo der Fehlschluss liegt, hier ein paar Anwen¬≠dun¬≠gen der logis¬≠chen Regel: Ab sofort wer¬≠den bei Wahlen in Bran¬≠den¬≠burg alle Stim¬≠mzettel, auf denen nicht ein¬≠deutig nicht die SPD gew√§hlt wurde, als Stimme f√ľr die SPD gez√§hlt, also alle ung√ľlti¬≠gen Stim¬≠mzettel und alle Stim¬≠mzettel, auf denen ein¬≠er der bei¬≠den Kreise f√ľr Erst- oder Zweit¬≠stimme leer geblieben ist.

4.) So l√§uft es in Braaaannnden¬≠bu¬≠u¬≠u¬≠urg.‚Ķ.‚Ķ‚Ķ +++ WAHNSINN‚ÄČ‚ÄĒ‚ÄČWAHNSINN‚ÄČ‚ÄĒ‚ÄČWAHNSINN‚ÄČ‚ÄĒ‚ÄČWAHNSINN Bran¬≠den¬≠burgs Min¬≠is¬≠ter¬≠pr√§si¬≠dent Diet¬≠mar Woid¬≠ke (SPD) gibt zu, die Polizei habe die Sta¬≠tis¬≠tik¬≠f√ľhrung ein wenig ge√§n¬≠dert: ‚ÄěBei der Polizei wird jed¬≠er √úber¬≠griff, bei dem nicht erwiesen ist, dass er keine recht¬≠sex¬≠treme Moti¬≠va¬≠tion hat, in die Sta¬≠tis¬≠tik hineingez√§hlt.‚Äú Der Unschuldsver¬≠dacht wird umgekehrt: Geschieht ein Ver¬≠brechen, war es erst¬≠mal ein ‚ÄěRechter‚Äú ‚Äď solange, bis das Gegen¬≠teil bewiesen ist. Und dann sein Faz¬≠it: Bei soviel ¬ęrecht¬≠en¬Ľ √úber¬≠grif¬≠f¬≠en m√ľsse man die Repres¬≠sio¬≠nen ver¬≠sch√§r¬≠fen. +++

5.) Vor allem jedoch wird mit dieser vors√§t¬≠zlichen F√§lschung von Sta¬≠tis¬≠tiken der Wun¬≠sch nach Strafver¬≠sch√§r¬≠fun¬≠gen und mehr poli¬≠tis¬≠ch¬≠er Repres¬≠sion unter¬≠mauert ‚Äď nat√ľr¬≠lich zum Wohle ein¬≠er ¬ętol¬≠er¬≠an¬≠ten¬Ľ und ¬ęwehrhaften¬Ľ Demokratie. Wenn es n√§m¬≠lich offen¬≠bar nicht gen√ľ¬≠gend ¬ęrecht¬≠sex¬≠treme Straftat¬≠en¬Ľ gibt, rech¬≠net man sie sich k√ľn¬≠stlich hoch, damit man dann einen Grund daf√ľr hat, noch st√§rk¬≠er gegen jene Men¬≠schen vorzuge¬≠hen die mit der herrschen¬≠den Poli¬≠tik nicht ein¬≠er Mei¬≠n¬≠ung sind?

6.) Was ist denn mit der ganzen Gewalt in Deutsch¬≠land, die von Aus¬≠l√§n¬≠dern oder nicht inte¬≠gri¬≠erten Deutschen (Migra¬≠tionsh¬≠in¬≠ter¬≠grund) oder ‚ÄěFl√ľchtlingen/Asylbewerbern‚Äú gegen Deutsche aus¬≠ge√ľbt wird, nur weil sie Deutsche sind, eine andere Reli¬≠gion haben, eine andere Kul¬≠tur oder ein¬≠fach mal auch ihre Mei¬≠n¬≠ung vertreten? Das wird nie wirk¬≠lich betra¬≠chtet oder gar ernst genom¬≠men. Denn schon allein diese Rich¬≠tung zu erw√§h¬≠nen, w√§re f√ľr einige schon gle¬≠ich wieder frem¬≠den¬≠feindlich. So zieht es sich durch die Rei¬≠hen und die Gewalt von links wird in der heuti¬≠gen Zeit immer mehr und mehr unter den Tep¬≠pich gekehrt, ‚ÄěAls guter Ton gegen rechts‚Äú.

7.) Warum ist die ange¬≠bliche Frem¬≠den¬≠feindlichkeit im Osten so hoch? Auch darauf wei√ü Woid¬≠ke eine Antwort, und die hat es in sich: Man f√ľhre n√§m¬≠lich die Sta¬≠tis¬≠tik ein wenig ‚Äěanders‚Äú als zuvor: ‚ÄěBei der Polizei wird jed¬≠er √úber¬≠griff, bei dem nicht erwiesen ist, dass er keine recht¬≠sex¬≠treme Moti¬≠va¬≠tion hat, in die Sta¬≠tis¬≠tik hineingez√§hlt.‚Äú Der Unschuldsver¬≠dacht wird umgekehrt: Geschieht ein Ver¬≠brechen, war es erst¬≠mal ein ‚ÄěRechter‚Äú ‚Äď solange, bis das Gegen¬≠teil bewiesen ist. Kein Wun¬≠der, dass bei solch¬≠er ‚ÄěSta¬≠tis¬≠tik‚Äú die Zahl ‚Äěrechter‚Äú Ver¬≠brechen st√§ndig steigt. (Jed¬≠er Antifant k√∂n¬≠nte also lospr√ľgeln, solange er nicht erwis¬≠cht ist, war es ein ‚Äěrechter‚Äú √úber¬≠griff.) Und diese hochgetriebene Sta¬≠tis¬≠tik ist dann der Vor¬≠wand, in Ost¬≠deutsch¬≠land einen Polizeis¬≠taat zu erricht¬≠en.

Das ist ein Auszug aus recht¬≠en Blogs/Websites, die sich diese Aus¬≠sage des Min¬≠is¬≠ter¬≠pr√§si¬≠den¬≠ten Woid¬≠ke zur Brust genom¬≠men haben. K√∂n¬≠nten Sie diese Aus¬≠sage Ihres Min¬≠is¬≠ter¬≠pr√§si¬≠den¬≠ten inhaltlich etwas pr√§zis¬≠er for¬≠mulieren und damit den paar noch verbliebe¬≠nen gut¬≠gl√§u¬≠bi¬≠gen B√ľrg¬≠ern Gele¬≠gen¬≠heit geben, zu ver¬≠ste¬≠hen, was wirk¬≠lich vor sich geht?

Vie¬≠len Dank.

Mit fre¬≠undlichen Gr√ľ√üen

Horst Schulte

Dass es f√ľr den Link¬≠sex¬≠trem¬≠is¬≠mus keine belast¬≠baren Zahlen zu diesen Ph√§nomen zu geben scheint, spricht daf√ľr, dass die ‚ÄúJam¬≠merei‚ÄĚ √ľber einen ‚Äúbis¬≠lang ver¬≠harm¬≠losen Link¬≠sex¬≠trem¬≠is¬≠mus‚ÄĚ berechtigt w√§re.

Es gibt sich¬≠er auch unter Link¬≠sex¬≠tremen Aus¬≠l√§n¬≠der¬≠feindlichkeit und die Ablehnung von Fl√ľchtlin¬≠gen. Ich glaube aber, dass jene Punk¬≠te der Studie so etwas wie die Kernkom¬≠pe¬≠tenz der Recht¬≠sex¬≠tremen darstellt. Die Schw¬≠er¬≠punk¬≠te des Link¬≠sex¬≠trem¬≠is¬≠mus liegen woan¬≠ders. Und ver¬≠mut¬≠lich ist das auch der Grund daf√ľr, weshalb die beklagten Unter¬≠schiede √ľber¬≠haupt beste¬≠hen. Ein Kampf gegen den Kap¬≠i¬≠tal¬≠is¬≠mus oder das Estab¬≠lish¬≠ment l√§sst sich bess¬≠er verkaufen als schiere Men¬≠schen¬≠feindlichkeit.

Empirische Unter¬≠suchun¬≠gen zur Akzep¬≠tanz von Link¬≠sex¬≠trem¬≠is¬≠mus in der Bev√∂lkerung sind rar und umstrit¬≠ten. Eine Studie (1984) des Insti¬≠tuts f√ľr Demoskopie Allens¬≠bach ergab, dass 12,4 Prozent der 18- bis 24-j√§hri¬≠gen Link¬≠sex¬≠trem¬≠is¬≠ten seien.
Weit­ere Erhe­bun­gen erfol­gten durch die Kon­rad-Ade­nauer-Stiftung (2009 und 2012). Auf­grund von man­gel­haften und fehlen­den Erken­nt­nis­sen wurde 2014 durch Beschluss der Innen­min­is­terkon­ferenz (IMK) eine wis­senschaftliche Studie in Auf­trag gegeben.
Klaus Schroed¬≠er und Moni¬≠ka Deutz-Schroed¬≠er von der FU Berlin ver√∂f¬≠fentlicht¬≠en 2015 die empirische Studie Gegen Staat und Kap¬≠i¬≠tal ‚Äď f√ľr die Rev¬≠o¬≠lu¬≠tion! Von eini¬≠gen Wis¬≠senschaftlern wird jedoch bezweifelt, ob sie wie behauptet link¬≠sex¬≠treme Ein¬≠stel¬≠lun¬≠gen misst. Quelle: Link¬≠sex¬≠trem¬≠is¬≠mus ‚Äď Wikipedia | LINK

Dass bei¬≠de Grup¬≠pen r√ľck¬≠sicht¬≠s¬≠los Gewalt gegen Men¬≠schen und Sachen ein¬≠set¬≠zen, um ihren Zie¬≠len n√§her zu kom¬≠men, markiert den Punkt f√ľr die iden¬≠tis¬≠che Bew¬≠er¬≠tung bei¬≠der extrem¬≠istis¬≠ch¬≠er Lager.

Wir lassen es gese¬≠hen, dass die Gesellschaft von ihren poli¬≠tisch extremen Au√üen¬≠po¬≠si¬≠tio¬≠nen ange¬≠grif¬≠f¬≠en wird. Die stark zugenommene Polar¬≠isierung in west¬≠lich gepr√§gten Gesellschaften ist daf√ľr ein Indiz, das wir vielle¬≠icht √ľberse¬≠hen haben. Dass Wahlen (nor¬≠maler¬≠weise) in der Mitte gewon¬≠nen wer¬≠den, mag eine zutr¬≠e¬≠f¬≠fende Analyse sein. Die Musik spielt an den R√§n¬≠dern. Wenn wir wollen, dass auch in Zukun¬≠ft Wahlen in der Mitte gewon¬≠nen wer¬≠den, m√ľssen wir die R√§n¬≠der here¬≠in¬≠holen. Aber nicht so, dass es drin¬≠nen zu eng wird. Also bitte nicht schon wieder eine neue ‚ÄúGro√üe Koali¬≠tion‚ÄĚ. Das st√§rkt die R√§n¬≠der. Gut, dass wir das wenig¬≠stens alle genau wis¬≠sen.

TIPP:  Mir doch egal, wer denen die Rente bezahlt

Horst Schulte

2004 bin ich (63) unter die Blogger gegangen. Ich schreibe √ľber alle m√∂glichen Themen. Politik, Medien und Gesellschaft dominieren dabei.

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