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Einmal in die Lage anderer Menschen versetzen

Fluechtlinge

Wie vie­le Leu­te mögen den WDR Bei­trag aus der Rei­he «Die Sto­ry» — Jung, männ­li­ch, marok­ka­ni­sch — gese­hen haben und was mögen die wohl gedacht haben?

Ohne Empa­thie und bela­den mit Vor­ur­tei­len dürf­te das schwie­rig gewe­sen sein. So viel ist sicher.

Die Angrif­fe auf Frau­en in der Köl­ner Sil­ves­ter­nacht haben für vie­le Men­schen marok­ka­ni­scher Abstam­mung viel durch­ein­an­der gebracht. Es wäre gut, wenn sich vie­le von uns ande­ren Mit­bür­ge­rIn­nen in die Lage der Men­schen hin­ein­ver­set­zen könn­ten, denen wir seit Anfang des Jah­res mit all­zu leich­ter Hand frag­wür­di­ge Eti­ket­ten auf­ge­drückt haben.

Ich sage nicht, dass wir Ver­ständ­nis für Die­be und Sexu­al­straf­tä­ter zei­gen sol­len. Vie­le sagen, wir sol­len nicht ver­all­ge­mei­nern. Trotz­dem wird es getan. Immer und immer wie­der.

Dar­an betei­li­gen sich gro­ße Medi­en eben­so wie die sich zum puren Hor­ror ent­wi­ckeln­den aso­zia­len Netz­wer­ke es tun.

Wenn größ­te deut­sche Bou­le­vard­zei­tung dazu die pas­sen­de Begleit­mu­sik spielt und dem Affen Zucker gibt, wird es nicht ein­fa­cher, einen Über­bli­ck zu behal­ten und der Dimen­si­on des Gan­zen wenigs­tens noch halb­wegs gerecht zu wer­den.

Der Film ver­mit­telt mal eine Idee davon, wie sich Men­schen füh­len, die seit Jahr­zehn­ten — oft als deut­sche Staats­bür­ger —  mit uns zusam­men­le­ben, wenn sie nicht nur mit den schril­len Tönen der Bericht­erstat­tung kon­fron­tiert sind, son­dern wenn sie Ableh­nung und Miss­trau­en nach vie­len ande­ren Jah­ren in ihrem Lebens­um­feld auch per­sön­li­ch erfah­ren.

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«Bild Online» schreibt vom «Abschie­be-Skan­dal» und klagt (übri­gens mit eini­ger Ver­spä­tung zu ande­ren gro­ßen Medi­en) auf die für die­ses Hetz­blatt übli­che Art und Wei­se an:

Bild-Artikel von heute

Bild-Arti­kel von heu­te

Dabei ist das längst ein The­ma inner­halb der deut­schen Regie­rung. Und berich­tet wird dar­über, seit — nach Köln — die Ange­le­gen­heit viru­lent wur­de. Dass unse­re Regie­rung bis­her die­sen Schritt nicht gegan­gen ist, ehrt sie in mei­nen Augen. Schließ­li­ch ist Ent­wick­lungs­hil­fe nicht dazu vor­ge­se­hen, unlieb­sa­me Län­der­re­gie­run­gen zu maß­re­geln, son­dern es geht doch dar­um, der Bevöl­ke­rung zu hel­fen. Was könn­te im Sin­ne der Bekämp­fung von Flucht­ur­sa­chen also kon­tra­pro­duk­ti­ver sein, als den Geld­hahn abzu­dre­hen? Außer­dem ist längst nicht aus­ge­macht, dass die Regie­run­gen der drei Län­der auf sol­che Dro­hun­gen wie gewünscht reagie­ren.

Der Ent­wick­lungs­mi­nis­ter Gerd Mül­ler übte Kri­tik an Gabri­els Vor­schlag. «Ent­wick­lungs­gel­der zu kür­zen hal­te ich für nicht ziel­füh­rend, das führt nur zu mehr Flücht­lin­gen», sag­te Mül­ler. Man sol­le bei den Flucht­ur­sa­chen anset­zen. «Wer Berufs­bil­dungs­pro­jek­te in Tune­si­en, Äthio­pi­en oder Ägyp­ten stoppt, schafft nicht Per­spek­ti­ven, son­dern Hoff­nungs­lo­sig­keit», sag­te der CSU-Poli­ti­ker. Er wol­le dafür sor­gen, «dass sich Men­schen nicht auf den Weg zu uns machen müs­sen».Quel­le: Ent­wick­lungs­hil­fe kür­zen? | Start­sei­te | SWR Inter­na­tio­nal | SWR.de | LINK

Einschaltquote

Ein­schalt­quo­te

Im Video (s. unten) erklärt Ange­la Mer­kel, wel­che Haus­halts­mit­tel in den nächs­ten Jah­ren zur Bekämp­fung…
Hier mal eini­ge Ansich­ten von Stor­chen­fans zum The­ma «Ver­hin­de­rung von Flucht­grün­den» mit finan­zi­el­len Mit­teln (also…

Horst Schulte

Mein Bloggerleben reicht bis ins Jahr 2004 zurück. Da habe ich dieses schöne Hobby für mich entdeckt. Ich bin 63 Jahre alt und lebe in einem kleinen Ort, nicht weit von Köln entfernt. Meine Hauptthemen hier im Blog sind Gesellschaft, Politik und Medien.

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