Bei den Vorbereitungen der morgen hier beginnenden Malerarbeiten fiel uns eine Kiste mit vordigitalen Fotos in die Hände.

Meistens freu ich mich ja, wenn ich alte Fotos in die Finger bekomme. Diesmal wars anders.

So viele Familienangehörige, Freunde und gute Bekannte haben wir über die Jahre auf Zelluloid gebannt, festhalten konnten wir sie trotzdem nicht. Sie sind gegangen.

Als ob das nicht schlimm genug wäre. Die wenigen Fotos, die ich Ihnen hier zeige, sind ungefähr vierzig Jahre alt. Wir alle hatten uns in diesem Jahr (es könnte so 1978/1979 gewesen sein) für diese wunderbar bunten Clownkostüme entschieden.

Es kam vor, dass wir uns zu dieser Zeit mehrmals in einer Woche gesehen haben. Gute Freunde machen so was. Heute sehen wir uns höchstens zufällig, beim Einkaufen oder beim Spaziergang.

Es macht mich etwas traurig, wenn ich jetzt, angesichts der Fotos, darüber nachdenke. Selbst für diesen Gedanken hat es einen Anlass gebraucht. Damals war das vollkommen anders.

Wir haben sicher alle unseren Anteil daran, dass wir unseren engen freundschaftlichen Kontakt verloren zu haben.

Meine Mutter hat immer zu mir gesagt, ich solle meine Freundschaften hegen und pflegen. Wie so manches auch, was meine Mutter mir an Weisheiten mit auf den Weg gab, hab ich diese Mahnung in den Wind geschlagen.