Fl√ľchtlinge: Falsche Signale ūüŹī‚Äć‚ė†ÔłŹ Und Effektive Abschreckung

Merkel hat die mond√§ne Urlaub¬≠s¬≠garder¬≠obe abgestreift. Wieder in Berlin find¬≠et sie: ‚ÄúDie EU verkraftet dop¬≠pelt so viele Fl√ľchtlinge‚ÄĚ. Ihre Fans rasen vor Begeis¬≠terung.

Dabei hat¬≠te sie w√§hrend ihres Urlaubs (wegen des Out¬≠fits‚Ěó?) erhe¬≠blich an Zus¬≠tim¬≠mung einge¬≠b√ľ√üt. Sch√§u¬≠ble ist jet¬≠zt der beliebteste deutsche Poli¬≠tik¬≠er. Oha. Und Gabriel liegt auf dem 3. Platz. Es gibt ein¬≠fach Dinge, die muss ich nicht wis¬≠sen und ver¬≠ste¬≠hen schon gar nicht! Warum ist Mar¬≠tin Schulz jet¬≠zt Kan¬≠zlerkan¬≠di¬≠dat? Waren es nicht Gabriels schlechte Sym¬≠pa¬≠thiew¬≠erte, die mit denen des aktuellen Kan¬≠di¬≠dat¬≠en nicht zu ver¬≠gle¬≠ichen waren? Ich muss das falsch ver¬≠standen haben.

‚ÄúAm Geld soll diese Arbeit nicht scheit¬≠ern‚ÄĚ, sagte Merkel heute und stellte ihren Besuch¬≠ern vom UNHCR und IOM einen Scheck √ľber 50 Mio. Euro in Aus¬≠sicht. In diesem Bericht der Regierung wird erw√§h¬≠nt, dass Deutsch¬≠land ein¬≠er der gr√∂√üten Geldge¬≠ber f√ľr UNHCR und IOM sind. Das UNHCR erhielt 2016 von Deutsch¬≠land 360 Mio. Euro. Ins¬≠ge¬≠samt zahlten wir in 2016 1,3 Mil¬≠liar¬≠den Euro f√ľr human¬≠it√§re Hil¬≠f¬≠s¬≠ma√ü¬≠nah¬≠men. Bish¬≠er hat die Regierung 77 Mil¬≠lio¬≠nen Dol¬≠lar an das UNHCR gezahlt. Die USA haben 777 Mio. Dol¬≠lor berappt. Danke Don¬≠ald! Japan und Schwe¬≠den liegen mit je 101 Mio. Dol¬≠lar vor Deutsch¬≠land. Ob die Zur√ľck¬≠hal¬≠tung Deutsch¬≠lands, das mit den zus√§t¬≠zlichen 50 Mio. ‚ā¨ von heute ein wenig bess¬≠er daste¬≠ht, mit der hal¬≠ben Mil¬≠lion syrisch¬≠er Fl√ľchtlinge in Zusam¬≠men¬≠hang ste¬≠ht, von denen deutsche Medi¬≠en ange¬≠blich nichts bericht¬≠en?

Mehr als 600.000 syrische Fl√ľchtlinge sind laut UN zwis¬≠chen Jan¬≠u¬≠ar und Juli in ihre Heima¬≠torte in dem B√ľrg¬≠erkriegs¬≠land zur√ľck¬≠gekehrt. Mehr als 80 Prozent der Men¬≠schen seien inner¬≠halb Syriens auf der Flucht gewe¬≠sen, teilte die Inter¬≠na¬≠tionale Organ¬≠i¬≠sa¬≠tion f√ľr Migra¬≠tion am Fre¬≠itag in Genf mit. Die restlichen Men¬≠schen seien aus den Nach¬≠bar¬≠l√§n¬≠dern T√ľrkei, Libanon, Jor¬≠danien und Irak nach Syrien heimgekehrt. Sie waren vor der Gewalt in Syrien in die Anrain¬≠er¬≠staat¬≠en geflo¬≠hen.Quelle: Syrien: Mehr als 600.000 Syr¬≠er in ihre Heimat zur√ľck¬≠gekehrt ‚ÄĒ WELT | LINK

Wie Sie erken¬≠nen, berichtet die BBC bere¬≠its am 30.6.2017 √ľber diesen Vor¬≠gang, die deutsche ‚ÄúWelt‚ÄĚ hat es heute, am 11.8., auch schon aufge¬≠grif¬≠f¬≠en. Auch der √∂sterr. Kuri¬≠er bringt auch erst heute diese Nachricht.

Warum erwäh­nt die Regierung von dieser guten Nachricht eigentlich nichts? Die IOM wird Merkel beim heuti­gen Tre­f­fen doch sich­er auch etwas dazu gesagt haben!?

Oder brauchen wir Geld f√ľr Erdo¬≠gan, um den Deal wenig¬≠stens teil¬≠weise zu erf√ľllen? Das mit den Visa hat ja bekan¬≠ntlich nicht funk¬≠tion¬≠iert. Haben wir die 3 Mil¬≠liar¬≠den Euro an Erdo¬≠gans Regierung eigentlich schon bezahlt oder sind wir dabei, das Geld immer noch zusam¬≠men¬≠zukratzen. Man h√∂rt dazu Unter¬≠schiedlich¬≠es.

Erk¬≠l√§ren diese Details vielle¬≠icht Merkels ‚Äúfro¬≠he Botschaft‚ÄĚ, dass Europa dop¬≠pelt so viele Fl√ľchtlinge, wie bish¬≠er zuge¬≠sagt, aufnehmen wird? Was sind 40k Fl√ľchtlinge im Ver¬≠gle¬≠ich zu √ľber 800k. Da k√∂n¬≠nte man schon √ľber¬≠m√ľtig wer¬≠den. Merkel sagt, Deutsch¬≠land sei bere¬≠it, seinen Teil zu leis¬≠ten. Deutsch¬≠land? Wie kann sie da nur so sich¬≠er sein? Ich kenne viele‚Ķ

Die recht¬≠spop¬≠ulis¬≠tis¬≠che Zeitung ‚ÄúJunge Frei¬≠heit‚ÄĚ hat im Juli einen ‚Äúinves¬≠tiga¬≠tiv¬≠en‚ÄĚ Beitrag ver√∂f¬≠fentlicht, der zeigen sollte, wie die schwarzen Hor¬≠den Europa mith¬≠il¬≠fe unser¬≠er im Regierungsamt befind¬≠lichen kon¬≠spir¬≠a¬≠tiv¬≠en Poli¬≠tik¬≠er √ľber¬≠ren¬≠nen wer¬≠den. Solche ‚ÄúNachricht¬≠en‚ÄĚ speisen noch immer die Vorstel¬≠lun¬≠gen unser¬≠er Ver¬≠schw√∂rungs¬≠the¬≠o¬≠retik¬≠er, dass jede Nacht Flugzeuge voll¬≠gepackt mit schwarzafrikanis¬≠chen Fl√ľchtlin¬≠gen aus Sizilien/Italien in Deutsch¬≠land lan¬≠den und auf Kosten der All¬≠ge¬≠mein¬≠heit ver¬≠sorgt wer¬≠den.

***

Fokus meldet heute, dass aktuell √ľber Spanien eventuell mehr Leute gefl√ľchtet sind als nach Griechen¬≠land. Das wider¬≠spricht der vielfach aufgestell¬≠ten Behaup¬≠tung, dass die spanis¬≠chen Gren¬≠zen im Gegen¬≠satz zu den ital¬≠ienis¬≠chen sich¬≠er seien. Schaut man sich die wehrhaften Abwehran¬≠la¬≠gen in Ceu¬≠ta und ander¬≠swo an, k√∂n¬≠nte man diesen Ein¬≠druck gewin¬≠nen. Aber wie wir inzwis¬≠chen wis¬≠sen, lassen sich die Men¬≠schen auch von solchen Sicherungsan¬≠la¬≠gen nicht wirk¬≠lich von ihren Zie¬≠len abbrin¬≠gen. Dass dieser Angriff auf schw¬≠er befes¬≠tigte Gren¬≠zan¬≠la¬≠gen nicht zum ersten Mal passiert ist, ist bekan¬≠nt.

Anhand dieser Sit¬≠u¬≠a¬≠tion soll¬≠ten unsere Poli¬≠tik¬≠er ihre frag¬≠w√ľrdi¬≠gen Ansicht¬≠en und L√∂sungsvorstel¬≠lun¬≠gen gr√ľndlich √ľber¬≠pr√ľfen. H√∂ch¬≠st¬≠gren¬≠zen und Gren¬≠zan¬≠la¬≠gen wer¬≠den im Zweifel nicht aus¬≠re¬≠ichen, um diese verzweifel¬≠ten Men¬≠schen aufzuhal¬≠ten. Im Zweifel wird der von der AfD angedachte Schie√übe¬≠fehl als Ulti¬≠ma Ratio in Betra¬≠cht gezo¬≠gen wer¬≠den m√ľssen. Vielle¬≠icht schaf¬≠fen wir es, dass Schlep¬≠per uns die Arbeit abnehmen, wenn wir nur gen√ľ¬≠gend ‚ÄúDruck‚ÄĚ auf¬≠bauen. Vor Jemen hat das schlie√ülich ansatzweise schon geklappt.

Sie find¬≠en das zynisch? Klar, ist es das. Aber was ist es anderes, wenn Merkel und ihre Mit¬≠stre¬≠it¬≠er, inkl. der Kol¬≠lab¬≠o¬≠ra¬≠teure von der SPD, die Ansicht vertreten, man d√ľrfte durch zuviel Hil¬≠fe im Mit¬≠telmeer keine falschen Sig¬≠nale set¬≠zen? Andere sagen, wir m√ľssten die Leis¬≠tun¬≠gen unser¬≠er Sozial¬≠sys¬≠teme f√ľr Fl√ľchtlinge herun¬≠ter¬≠set¬≠zen, damit diese keine unge¬≠woll¬≠ten Anreize set¬≠zen, zu uns ins gelobte Land zu kom¬≠men. Ern¬≠sthaft?

Da wer¬≠den Men¬≠schen als Schlep¬≠per beze¬≠ich¬≠net, weil sie aktiv und dankenswert¬≠er¬≠weise anderen Men¬≠schen helfen, am Leben zu bleiben. Wenn rechte Zeitun¬≠gen wie die ‚ÄúJF‚ÄĚ diese Men¬≠schen krim¬≠i¬≠nal¬≠isieren, in dem sie ihnen ‚ÄĒ ohne Beweise daf√ľr zu erbrin¬≠gen ‚ÄĒ krim¬≠inelle Machen¬≠schaften nach¬≠sagt, ist das mehr als sch√§big.

***

Da wir in Deutsch¬≠land mit den Fl√ľchtlin¬≠gen ja so √ľber¬≠aus gut umge¬≠hen und -neben¬≠bei gesagt- ja auch alle so nett sind zu ihnen, ist doch zu erwarten, dass auch die hier leben¬≠den Fl√ľchtlinge unser Land wieder ver¬≠lassen wer¬≠den, jeden¬≠falls, sobald sich die Ver¬≠h√§lt¬≠nisse in Syrien nur halb¬≠wegs gebessert haben. Daf√ľr sprechen die oben erw√§h¬≠n¬≠ten Zahlen der IOM. Diejeni¬≠gen, die glauben, dass die Fl√ľchtlinge lieber ohne ihre Heimat, Fam¬≠i¬≠lie und Fre¬≠unde ihr Leben in der Dias¬≠po¬≠ra auf unsere Kosten fris¬≠ten, k√∂n¬≠nen das von mir aus weit¬≠er glauben. Die Zahlen sagen etwas anderes. Und f√ľr die Wirtschafts¬≠fl√ľchtlinge, um diesen Schei√übe¬≠griff auch mal zu benutzen, gilt ohne¬≠hin, dass sie keine Chance auf den Verbleib in unserem Land haben. Wenn blo√ü diese Regierung mal biss¬≠chen Tem¬≠po beim Zuwan¬≠derungs¬≠ge¬≠setz machen w√ľrde, w√§re manch¬≠es leichter.

K√∂n¬≠nte man nicht ein paar TV-Spots drehen? Es soll¬≠ten darin ‚ÄĒ nat√ľr¬≠lich 1:1 in die jew¬≠eilige Lan¬≠dessprache √ľber¬≠set¬≠zte Tweets, Sta¬≠tus¬≠meldun¬≠gen bei FB und ein paar Gespr√§che an Stammtis¬≠chen und AfD Wahlkampf¬≠st√§n¬≠den aufze¬≠ich¬≠nen und diese Film¬≠chen dann in den Heimatl√§n¬≠dern als Wer¬≠bung f√ľr unser Land abspie¬≠len. Das w√§ren dann garantiert die richti¬≠gen Sig¬≠nale. Wer dann noch kommt, der hat sich unsere Sozialleis¬≠tun¬≠gen redlich ver¬≠di¬≠ent.

TIPP:  Schunke feilt an ihrem "Narrativ"

Horst Schulte

2004 bin ich (63) unter die Blogger gegangen. Ich schreibe √ľber alle m√∂glichen Themen. Politik, Medien und Gesellschaft dominieren dabei.

Dieser Beitrag hat 4 Kommentare
  1. Diese verblendete, gr√∂√üen¬≠wahnsin¬≠nige Frau hat 2 ‚ÄúKleinigkeit¬≠en‚ÄĚ au√üer acht gelassen:
    ‚ÄĒ Sie kann nicht f√ľr die EU sprechen; D und seine selb¬≠s¬≠ther¬≠rliche F√ľhrerin sind inner¬≠halb der EU l√§ngst isoliert
    ‚ÄĒ Deutsch¬≠land hat seinen Teil bere¬≠its geleis¬≠tet.
    H√§tte es vorher eine sin¬≠nvolle Poli¬≠tik mit gesicherten Gren¬≠zen gegeben, h√§t¬≠ten wir nur Fl√ľchtlinge nach dem Asylge¬≠setz ein¬≠ge¬≠lassen anstatt wahl¬≠los alle, g√§be es heute Spiel¬≠raum.

    1. @Corin¬≠na Friedrich: Da muss ich Ihnen zus¬≠tim¬≠men. Nicht unbe¬≠d¬≠ingt, was die ‚ÄúBew¬≠er¬≠tung‚ÄĚ der Per¬≠son anlangt. Aber sie kann defin¬≠i¬≠tiv nicht f√ľr die EU sprechen, weil Deutsch¬≠land, wie Sie richtig sagen, in der EU ger¬≠ade in dieser Frage isoliert ist. Spiel¬≠raum g√§be es ver¬≠mut¬≠lich. Und wir h√§t¬≠ten jede Menge schlimme Bilder gese¬≠hen und Tote an den EU-Gren¬≠zen. Aber das woll¬≠ten Sie sich¬≠er so auch nicht. Es w√§re nur unver¬≠mei¬≠dlich gewe¬≠sen. Zumin¬≠d¬≠est in der Zeit, in der Merkel ihre Entschei¬≠dun¬≠gen traf.

  2. Schäu­ble ist jet­zt der beliebteste deutsche Poli­tik­er. Oha. Und Gabriel liegt auf dem 3. Platz. Es gibt ein­fach Dinge, die muss ich nicht wis­sen und ver­ste­hen schon gar nicht! Warum ist Mar­tin Schulz jet­zt Kan­zlerkan­di­dat? Waren es nicht Gabriels schlechte Sym­pa­thiew­erte, die mit denen des aktuellen Kan­di­dat­en nicht zu ver­gle­ichen waren? Ich muss das falsch ver­standen haben.

    Wahrschein¬≠lich hast du das sog¬≠ar. Wahrschein¬≠lich nimmst du an, dass es bei dieser Umfrage-Frage darum geht, den/die beliebteste Politiker/in zu ermit¬≠teln. Dem ist aber nicht so. Tat¬≠s√§ch¬≠lich wird eine nur schein¬≠bare Beliebtheit¬≠srei¬≠hen¬≠folge ermit¬≠telt, die lediglich einen momen¬≠ta¬≠nen Aufmerk¬≠samkeits¬≠fokus darstellt, aus dem zur√ľck¬≠geschlossen wer¬≠den kann, wer im ger¬≠ade aktuellen Moment (ich ver¬≠mute, das erstreckt sich besten¬≠falls √ľber ein paar wenige Stun¬≠den) pos¬≠i¬≠tiv oder neg¬≠a¬≠tiv medi¬≠al pr√§sent ist. Wech¬≠selt der Fokus, wech¬≠selt das Ergeb¬≠nis. Das Ergeb¬≠nis wech¬≠selt jedoch jew¬≠eils etwas z√§her, weil bes¬≠timmte per¬≠so¬≠n¬≠en¬≠be¬≠zo¬≠gene Beliebtheits-Pr√§feren¬≠zen eine ‚ÄĒ darun¬≠ter¬≠liegende ‚ÄĒ Rolle spie¬≠len.

    Auf diesen w√∂chentlichen Umfrage-Unsinn, der nur sinnleeren Schaum schl√§gt, gebe ich seit langem gar nichts mehr, aber ich will dabei nicht in die all¬≠ge¬≠meine (her¬≠dengetriebene) Main¬≠streamme¬≠di¬≠en-Schelte ein¬≠stim¬≠men, denn die ist immer noch d√ľm¬≠mer als das, was sie beschimpft.

    1. @Boris: Wie diese Dat¬≠en zu bew¬≠erten sind, ste¬≠ht ja immer dabei. Insofern bin ich nicht so √ľber¬≠rascht. Aber ver√∂f¬≠fentlicht wer¬≠den sie schlie√ülich und das war mir die Erw√§h¬≠nung in dem Zusam¬≠men¬≠hang wert. √úbri¬≠gens hat¬≠te das ZDF gestern Abend Merkel schon wieder ganz vorn ste¬≠hen. Alle wollen Mut¬≠ti. Sehr merk¬≠w√ľrdi¬≠ges Volk, diese Deutschen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.