Ich Will Das Sagen, Was Ich Will!
  • Wie weit geht die Mei­n­ungs­frei­heit?
  • Was kann und soll präven­tiv getan wer­den, damit die Mei­n­ungs­frei­heit fortbeste­ht wie wir sie schätzen?
  • Kann oder muss man Has­skom­mentare aushal­ten?
  • Sollte der Ange­sproch­ene den Ver­fass­er eines Has­skom­men­tars bei Face­book, Twit­ter & Co. melden?

Wir alle wer­den im Inter­net ständig mit Kom­mentaren kon­fron­tiert, die wir als unangemessen, vielle­icht als über­zo­gen und aggres­siv empfind­en. Vor allem gilt das für die, die sich wenig­sten ein biss­chen für Poli­tik und Gesellschaft inter­essieren. 

Das Inter­net bietet sich förm­lich an, selb­st höchst unter­schiedliche Mei­n­un­gen zu ver­schieden­sten The­men auszu­tauschen. Selb­st wenn man merkt, dass einem die Beherrschung langsam aber sich­er ver­loren geht, im Inter­net ist das nicht tragisch. Der Diskus­sion­spart­ner sieht nicht, dass man die Farbe wech­selt, ver­legen oder wütend ist.

Die eigene Mei­n­ung — möglichst viel davon — reicht aus, um andere zu verärg­ern und auf die Palme zu brin­gen. Manche, wir nen­nen sie Trolle, betra­cht­en das als Spiel. Heftige Reak­tio­nen spornen sie zu weit­eren Höch­stleis­tun­gen an. Es gibt diese Trolle, deren Namen wir zum Teil sog­ar ken­nen und trotz­dem ver­strick­en sich viele immer wieder in ziem­lich unerquick­liche Diskus­sio­nen mit ihnen.

Das geschieht vor allem, wenn es sich um Poli­tik han­delt. Das The­ma wird schließlich bewusst bei Fam­i­lien- und Fre­un­de­str­e­f­fen nicht grund­los aus­ges­part. Ich habe es mir schon mit manchen Bekan­nten und Fre­un­den (tem­porär) ver­dor­ben, weil ich mich aus Grün­den nicht daran gehal­ten habe. Ich bin 62 und habe den Mech­a­nis­mus immer noch nicht verin­ner­licht. Aber zum Glück habe ich meine Frau, die mich ein­bremst — außer­halb des Inter­nets.

In früheren Jahren sorgten, gemein­hin als Neti­quette bekan­nte Regeln dafür, dass der Mei­n­ungsaus­tausch, wenn nicht in ein­er sach­lichen, so doch mod­er­at­en Ton­lage geführt wurde. Das klappte nicht immer, aber viele hiel­ten sich an diese Regeln. Früher™ war manch­es eben doch bess­er.

Diese “Fes­seln” haben wir abgestreift. Sehr zum Lei­d­we­sen viel­er, vielle­icht sog­ar sehr viel­er Inter­net­nutzer. Längst haben sich staatliche Stellen auch in die Debat­ten darüber eingeschal­tet. Bun­desjus­tizmin­is­ter Heiko Maas (SPD) und Bun­des­fam­i­lien­min­is­terin Schwe­sig (SPD) sind bei diesem The­ma fed­er­führend.  Das wird bei­den sehr übel genom­men. Ob sie deshalb bei Face­book so wenig Likes haben, wie Ste­fano­lix es ver­mutet, weiß ich nicht. Bei Twit­ter machen sie jeden­falls eine bessere Fig­ur. Und im Ver­gle­ich mit anderen Kabi­nettskol­le­gen liegen sie, was die Reich­weite anlangt, so schlecht nun auch nicht.

 

Sich­er sind die Poli­tik­er des eige­nen Lagers und einige Agit­prop-Jour­nal­is­ten davon hel­lauf begeis­tert. Aber wer vergibt bitte für Frau Schwe­sig oder Her­rn Maas aus pri­vater Überzeu­gung auf Twit­ter ein Herzchen?Quelle: Wie eine gemein­same Aktion gegen Has­srede ausse­hen müsste | ste­fano­lix | LINK

 

Wie kom­men Poli­tik­er nur auf die Idee, andere bevor­munden zu wollen? Geht es über­haupt darum? Oder sehen sich besagte Poli­tik­er in der Verpflich­tung, ihre Mit­bürg­erIn­nen zu beschützen? Glauben sie wom­öglich, es sei ihre Mis­sion, dem Wahlvolk das Han­deln oder sog­ar das Denken beib­rin­gen zu sollen? Es gibt viele Kom­mentare im Netz, die genau das unter­stellen und dementsprechend fies kom­men­tieren. Der rechte Blog “Tichys Ein­blick” ist keine Aus­nahme. Heute hat sich der Chef noch ein­mal per­sön­lich dazu zu Wort gemeldet. Ekel­haft!

Ekel­haft finde ich Tichys boshaften Artikel deshalb, weil sein Inhalt ein­mal mehr so unver­hohlen beifall­heis­chend an das geneigte nation­al-kon­ser­v­a­tive Pub­likum herange­tra­gen wird. Tichy hält Maas vor, die Hate-Speech-Kam­pagne nur deshalb “aus­ge­lagert” zu haben, weil ihm bewusst sei, dass sie gegen das Grundge­setz ver­stößt. Wie wider­lich!

Ein­er­seits kann man sehr wohl der Mei­n­ung sein, es sei die orig­inäre Auf­gabe eines Bun­desjus­tizmin­is­ters, sich darum zu küm­mern, dass auch im Inter­net kein — wie es immer so schön heißt — rechts­freier Raum entste­ht. Ander­er­seits liegt die Krux ein­deutig in der fortschre­i­t­en­den Zus­pitzung der so genan­nten Polar­isierung in Deutsch­land.

Manche sehen nach den Ter­ro­ran­schlä­gen oder/und Amok­läufen die Stim­mung umschla­gen. Ich finde, dass dies längst passiert ist! Die Autoren des Blogs “Tichys Ein­blick” haben in meinen Augen nach Kräften hierzu beige­tra­gen. Gle­ichzeit­ig wird nach wie vor behauptet, es herrsche ein links-grü­nen Mei­n­ungskartell und man dürfe seine Mei­n­ung zu diesem The­ma nicht sagen. Was passiert denn seit Monat­en in unseren sozialen Medi­en?

Heiko Maas repräsen­tiert im Engage­ment gegen “Hate Speech” eine von mehr als nur zwei poli­tis­chen Posi­tio­nen. Vergessen wir die Nuan­cen und schauen uns die gegeneinan­der ste­hen­den Lager an. Bei den Diskus­sio­nen über die Mei­n­ungs­frei­heit ver­laufen die Frontlin­ien ganz anders als beispiel­sweise bei den The­men, die sich um die Flüchtlinge drehen.

Beim The­ma Mei­n­ungs­frei­heit ste­hen lib­er­al-, kon­ser­v­a­tiv- und links­denk­ende Men­schen auf ein­er Seite. Die Diskus­sion hat zum Teil ein besseres Niveau als die über die Flüchtlingskrise. Trotz­dem wird hart gestrit­ten. Und die The­men wer­den oft ver­mis­cht. Tichys ist dafür ein Beispiel. Die Anhänger der flüchtlings­fre­undlichen Merkel-Poli­tik wer­den mith­il­fe rechter Ver­balschlägertrup­ps in eine Ecke gedrängt. Dort ste­hen — längst angezählt — die Gut­men­schen, die, die immer noch nicht ver­standen haben, dass die Auf­nahme dieser vie­len Flüchtlinge den Ruin des Lan­des bedeuten wer­den. Schaut auf Face­book, Twit­ter, Google+ oder Youtube. Ich habe nicht gezählt. Aber gefühlt haben die recht­en Ver­balschlägertrup­ps die Luftho­heit in den Kom­men­tarspal­ten schon längst errun­gen. Ver­mut­lich auch deshalb, weil sich die vernün­fti­gen Leute mit ihrer Mei­n­ung zurück­hal­ten. Sie mögen sich so nicht auseinan­der­set­zen, und ich kann es ihnen nicht ver­denken.

Ich denke nicht, dass ich hier Beispiele für diese Unsäglichkeit­en zeigen muss. Das haben schon andere vor mir getan. Ohne, dass sich irgend­was zum Besseren verän­dert hätte. Über einen Hang zur Ein­sicht ver­fü­gen die wenig­sten. Ich kann mich davon auch nicht freis­prechen.

Wer, wenn nicht der Bun­desjus­tizmin­is­ter — egal von welchem Geschlecht oder welch­er Partei sie/er ger­ade ist — sollte sich darum küm­mern,  den Schutz der Bürg­erin­nen und Bürg­er auch inner­halb eines Raumes zu gewährleis­ten, der bis­lang als vielle­icht let­zte “Bas­tion der Frei­heit” und zwar aus­drück­lich auch der Äußerun­gen schlimm­sten und men­schen­ver­acht­en­sten Kalibers emp­fun­den wurde?

In der Poli­tik ist Neu­tral­ität ziem­lich sel­ten.  Wenn Poli­tik­er gefragt wer­den, weshalb sie in die Poli­tik gegan­gen wären, kommt oft die Antwort: “Weil ich gestal­ten möchte”. Wenn ein Min­is­ter das ver­sucht, erhält er — jeden­falls in diesen Zeit­en — die Quit­tung. Ob es poli­tis­che Insti­tu­tio­nen sind oder Men­schen, die mit poli­tis­chen Ämtern aus­ges­tat­tet sind, wir sind dage­gen! Das ist Trend.

Wem hätte man dieses The­ma anver­trauen kön­nen? Die Polizei hat zu wenig Ressourcen, um diesen Straftat­en im virtuellen Raum nachge­hen zu kön­nen. Zudem ist die Ausstat­tung dafür nicht gut genug — per­son­ell wie tech­nisch. Hätte man das The­ma zur Chef­sache machen kön­nen? Wäre das der Sache angemessen­er? Der Bun­de­spräsi­dent hat­te sich vor ein paar Jahren zu den Gefahren des Inter­nets geäußert. Das hat ihn zum Beginn sein­er Amt­szeit viele Sym­pa­thien gekostet. Sag bloß nichts gegen diese heilige Kuh, das Inter­net. Sind die Fehlen­twick­lun­gen auch noch so offenkundig. Und wenn dann noch die Recht­en auf den Plan treten. Die weit­er darauf beste­hen, nach Kräften kla­gen und het­zten, het­zten und kla­gen, dann haste als link­er Poli­tik­er so etwas von ver­loren. So sieht es im Deutsch­land dieser Tage wirk­lich aus. Diesen Leuten wird kein­er den Mund ver­bi­eten.

Es sei denn… es melden sich endlich all die vie­len Leute zu Wort, die die Entwick­lung ähn­lich kri­tisch betra­cht­en wie ich. Geset­ze müssen auch im Inter­net einge­hal­ten wer­den. Wer gegen diese ver­stößt soll bestraft wer­den.

Bun­desjus­tizmin­is­ter Heiko Maas hätte sich für eine ganz unab­hängige Stelle zur Behand­lung der The­matik stark machen und diese mit weitre­ichen­den Voll­macht­en ausstat­ten kön­nen. Er bildete stattdessen eine Task­force mit dem Namen “Umgang mit rechtswidri­gen Has­s­botschaften im Inter­net”. Ein Mit­glied dieser Task­force ist eine Stiftung, bei der er offen­bar die notwendi­ge Sachkom­pe­tenz sah, die Entwick­lung entsprechen­der Strate­gien zum Erfolg zu führen. Dass dort Men­schen Ver­ant­wor­tung tra­gen, die offen­sichtlich von vie­len als zu weit linksste­hend ange­se­hen wer­den, brachte nicht nur Maas, son­dern vor allem auch dem Führungsper­son­al der Stiftung mit der deutschen Recht­en viel Ärg­er ein. Und das ist ziem­lich fre­undlich for­muliert. Dass in dieser Stiftung viele andere Per­sön­lichkeit­en engagiert sind, die poli­tisch neu­tral zu verorten wären, inter­essiert die Kri­tik­er nicht.

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Welche Mit­glieder der Bun­desregierung sind über­haupt bei Face­book oder Twit­ter vertreten und wie viele Fol­low­er haben sie?

Heftige Reak­tio­nen bran­de­ten auf, als die Stiftung nach dem vor­läu­fi­gen Ende der von Recht­en geführten Has­skam­pagne vor allem gegen die Chefin der Stiftung, Anet­ta Kahane, mit dem Pro­jekt “No Hate Speech” an die Öffentlichkeit ging.  Die Stiftung arbeit­et seit 1998 gegen Recht­sex­trem­is­mus, Ras­sis­mus und Anti­semitismus. Ich unter­stelle, dass sie für die Kam­pagne gegen Het­ze im Inter­net (egal ob von rechts oder links) über das erforder­liche Know-how ver­fügt.

Die Chefin der Stiftung, Frau Kahane, war acht Jahre lang IM der Stasi. 1982, mit 26 oder 27 Jahren, hat sie die Zusam­me­nar­beit been­det und stellte 1986 einen Aus­reiseantrag.

Ihre Stasi-Ver­gan­gen­heit jedoch bleibt das zen­trale Argu­ment ihrer poli­tis­chen Feinde. Manche gehen weit­er. Frau Kahane ist Jüdin und wurde deshalb mit anti­semi­tis­chen Schmähun­gen bedacht.

Nach meinen Beobach­tun­gen wählen die Geg­n­er der Kam­pagne offen oder mit “sub­tilen Anspielun­gen” Kahanes Stasi-Ver­gan­gen­heit, um das Pro­jekt selb­st zu dif­famieren. Und Heiko Maas natür­lich.

Lei­der wird das auch von Blog­gern über­nom­men, die die The­matik dif­feren­ziert­er bew­erten. Wohl deshalb, weil es so leicht ist, auf diese Art und Weise Men­schen zu diskred­i­tieren. Man muss nur die richti­gen Knöpfe drück­en. Dies ist gewiss auch kein neues Phänomen.

Sie wäre auch grundge­set­zlich ver­boten. Ver­mut­lich deshalb hat sie Heiko Maas pri­vatisiert und in Stiftun­gen wie die Amadeu-Anto­nio-Stiftung aus­ge­lagert. Sie wird wiederum aus dem Etat von Frauen- und Fam­i­lien­min­is­terin Manuela Schwe­sig finanziert – neben Geldern aus den Stiftun­gen des Soft­warekonz­ern SAP und des Freuden­berg-Konz­erns, der Gewinne von Vile­da, vile­da, O-Cedar, Wet­tex, Gala, Marigold und SWASH® in das Maas-Pro­jekt umleit­et.

Mit­tler­weile informieren uns Leser, das sie solche Pro­duk­te nicht mehr kaufen wer­den.
Quelle: Heiko Maas het­zt gegen freie Mei­n­ung: DDR 2.0? — Tichys Ein­blick | LINK

Dass Bun­desmin­is­te­rien Vere­ine wie die “Amadeu Anto­nio Stiftung” mit finanziellen Mit­teln (Seite 19) unter­stützen, geht manchen entsch­ieden zu weit. Tichy beispiel­sweise. Er hat seine Gründe, die er in seinem heuti­gen Artikel für gewisse Leute 100%ig nachvol­lziehbar for­muliert hat. Er set­zt sich halt noch für die Mei­n­ungs­frei­heit ein. Und die ist in Gefahr, sagt nicht nur Tichy.

Tichy weiß genau, für wen er und seine Autoren schreiben. Die Kom­mentare lassen keinen Zweifel übrig.

Der Bun­desmin­is­terin Schwe­sig wurde zulet­zt vorge­hal­ten, Islamis­ten finanziell zu fördern. Obwohl die Förderung nach Prü­fung Mitte let­zten Monats eingestellt wurde, hallen diese Vor­würfe im Inter­net nach.  Die Öffentlichkeit wird nie erfahren, ob die Stre­ichung berechtigt war oder ob die Maß­nahme nur aus dem Grund erfol­gte, weil es diese Form von Protesten gab. Dafür inter­essiert sich let­ztlich außer den direkt Betrof­fe­nen kein­er.

Der Stre­it um die finanzielle Förderung der Antifa läuft schon seit Jahren. Rechte nutzen jede Gele­gen­heit, diese Klam­ot­ten aus der Kiste zu holen. Schwe­sig und Maas wären meines Eracht­ens gut berat­en, diesen ständi­gen Anwür­fen kon­struk­tiv­er zu begeg­nen, als sie dies tun.

Wie wäre es zum Beispiel, wenn sie jede auch nur mögliche Ver­strick­ung poli­tis­ch­er Parteien in die Präven­tion­sar­beit gegen Links und Rechts ver­mei­den wür­den? Wie kön­nte unter diesen Voraus­set­zun­gen die Finanzierung der Vere­ine trotz­dem sichergestellt wer­den? Nur durch pri­vates Geld oder pri­vate Ini­tia­tiv­en? Das The­ma ist jeden­falls eine gesamt­ge­sellschaftliche Auf­gabe. Aber wer ist schon bere­it, sich heutzu­tage für sowas zu engagieren? Schimpfen ist viel ein­fach­er. Und da kann man auch schnell mal überziehen. Nicht wahr?

 

Du darfst!

TIPP:  Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben...

Horst Schulte

2004 bin ich (63) unter die Blogger gegangen. Ich schreibe über alle möglichen Themen. Politik, Medien und Gesellschaft dominieren dabei.

Dieser Beitrag hat 28 Kommentare
  1. Zum Glück hast du nicht auch noch die Behaup­tung der Recht­en aufge­grif­f­en, die Antifa würde für jede Demo gegen Rechts bezahlt. In Zeit­en, in denen Atom­kraftwerks­be­treiber ihr Azu­bis dien­stverpflichtet auf Demon­stra­tio­nen gegen regen­er­a­tive Energien schick­en und seit klar ist das die organ­isierte Rechte ohne mit­tel­bare staatliche Hil­fe seit­ens des Ver­fas­sungss­chutz gar nicht mehr auf die Straße kämen sind solche ohne­hin absur­den Kon­struk­tio­nen näm­lich von der Real­ität über­holt.

    Tichy schreibt nicht nur für eine bes­timmte Klien­tel, indem er dessen Argu­mente nährt macht er sich mit ihr gemein. Er wird das spätestens am eige­nen Leib erfahren, wenn die mal zu weit gehen, und früher oder später wer­den sie das. Und wenn er sich dann — so hoffe ich — nicht als Sprachrohr der Bewe­gung andi­ent, son­dern ihr zu Bedenken gibt, das es all das schon mal gab und nicht so gut endete, spätestens dann erlebt er, was Linke tagtäglich erfahren: gewalt­bere­ite Recht­sex­treme.

    1. Danke für den Kom­men­tar!

      Natür­lich kenne ich auch diese ständig wieder­holte Aus­sage.
      Mich würde inter­essieren, ob es das Pro­dukt sub­jek­tiv­er Wahrnehmung ist, dass so viel mehr rechte Kom­men­tier­er im Inter­net unter­wegs sind. Warum sind neu­trale Kom­mentare von vernün­fti­gen Men­schen so sel­ten zu find­en? Hal­ten sie sich zurück, weil sie die Zweck­losigkeit von Diskus­sio­nen mit diesen Fanatik­ern sehen? Oder liegt es daran, dass die Fil­terblasen so gut funk­tion­ieren, dass die Grup­pen sehr stark getren­nt voneinan­der ihre The­men disku­tieren?

      1. Diskus­sion wird ja meist erst durch Dis­senz mit dem Beitrag angeregt. Ver­schär­fend kommt hinzu, das die Beiträge in Sozialen Medi­en nur pos­i­tiv kom­men­tiert wer­den kön­nen. Was allerd­ings passiert, wenn man auch neg­a­tives Feed­back zulässt, also nicht nur den Dau­men nach oben oder das Herzchen, das kann man etwa im Forum von heise online sehen: Trolympia, © by me 😉

    2. Bish­er kenne ich nur Demos von gen­ervten Anwohn­ern, nach­dem man ihnen Winden­ergiean­la­gen hin­ters Haus geset­zt hat. Daß da bezahlte Azu­bis von Kernkraftwerken mit­laufen ist ja hochin­ter­es­sant. Gibt es dafür belast­bare Quellen?
      Wenn „die organ­isierte Rechte ohne mit­tel­bare staatliche Hil­fe seit­ens des Ver­fas­sungss­chutz gar nicht mehr auf die Straße käme“ frage ich
      warum die Mit­tel im Kampf gegen Rechts ständig steigen:
      — 2011 – 24 Mio €
      — 2015 – 30,5 Mio €
      — 2016 – 50 Mio €
      — 2017 – 100 Mio € — geplant.
      Wenn´s so ist wie Sie schreiben müssten ja seit­ens des Ver­fas­sungss­chutzes ähn­liche Sum­men an die Recht­sex­tremen fließen. Daß kann doch nicht unent­deckt bleiben. Gibt es dafür Hin­weise? Diese kön­nten Sie doch Her­rn Strö­bele steck­en.
      Und zu „was Linke tagtäglich erfahren: gewalt­bere­ite Recht­sex­treme.“ Die gibt es zweifel­los, aber tagtäglich!?
      Was sagen Sie übri­gens zum Schwarzen Block, welch­er regelmäßig bei Demos für Zer­störung und Ver­let­zte sorgt? Was sagen Sie zu den Autoab­fack­lern und Ent­glasern in Berlin? Und was meinen zu Indy­media, der
      Ver­balschlägertruppe(*) der Extremen Linken?
      —————————————————-
      (*) Das Urhe­ber­recht hat der Blog­be­treiber

      1. Um es vor­ab klar zu sagen. Ich stimme zu, dass es auch unter linken Ver­balschlägertrup­pen gibt. Und gegen die bin ich eben­so wie gegen die der anderen Fakultät. Ich hoffe, dass man mir das so abn­immt.

        Übertrei­bun­gen hören mit zum Geschäft. Ins­beson­dere dann, wenn man über das “Nor­mal­maß” hin­aus poli­tisch engagiert ist, passiert einem das. Ich kenne die Analy­sen und Gegen­mei­n­un­gen zu den veröf­fentlicht­en PMK. Ste­fano­lix hat dazu inter­es­sante Recherchen veröf­fentlicht.

        Ich nehme Verän­derun­gen in dieser Gesellschaft wahr, die mir Sor­gen machen. Diese Verän­derun­gen sind von rechter Gewalt (Bran­dan­schläge gegen Asyl­be­wer­ber­heime, die über­wiegend wohl nicht von den Bewohn­ern selb­st began­gen wur­den) und von den ver­balen Auseinan­der­set­zun­gen im Inter­net geprägt. Ich räume ein, dass auch meine Fil­terblase “funk­tion­iert”. Dass sich die Ton­lage so ver­schärft hat, liegt in meinen Augen vor allem daran, dass die Men­schen mit einem Mal als Idioten hingestellt wer­den, weil sie die Stirn haben, anderen zu helfen. Diese Debat­ten sind es vor allem, die mich total in die Enge treiben. In diesem Fall reagiere ich per­sön­lich wohl auch anders, als ich das unter “nor­malen” Umstän­den tun würde. So geht es vie­len anderen wohl auch. Und das hat zu der Polar­isierung geführt, die wir heute bekla­gen.

        Was ist mit den Gemein­den im Osten der Repub­lik, die inzwis­chen von Recht­en beherrscht wer­den (NPD)? Stim­men diese Mel­dun­gen nicht oder gibt es in McPom diese Entwick­lun­gen? Und wie sieht es in Dres­den aus? Mir laufen Schauern übern den Rück­en, wenn ich sehe, was dort und in der Nähe abge­ht. So habe ich mir Deutsch­land nicht vorgestellt. Darüber liege ich übri­gens mit nicht nur mit eini­gen Bekan­nten und Fre­un­den, son­dern auch mit meinem Schwa­ger völ­lig über Kreuz.

        1. Schauer über den Rück­en

          Es freut mich daß wir ein­er Mei­n­ung sind was Rechts- und Link­sex­trem­is­mus und die damit ver­bun­de­nen Straftat­en bet­rifft.

          Horst Schulte :
          Was ist mit den Gemein­den im Osten der Repub­lik, die inzwis­chen von Recht­en beherrscht wer­den (NPD)? Stim­men diese Mel­dun­gen nicht oder gibt es in McPom diese Entwick­lun­gen? Und wie sieht es in Dres­den aus? Mir laufen Schauern übern den Rück­en, wenn ich sehe, was dort und in der Nähe abge­ht.

          Nun, die NPD ist sozusagen der Kol­lat­er­alschaden der Deutschen Widervere­ini­gung. Warum deren Ansagen bei eini­gen Ost­deutschen auf frucht­baren Boden fiel hängt wohl etwas mit der SED-Ver­gan­gen­heit zusam­men.
          Einzig in Meck­Pomm sitzt sie nach den let­zten Wahlen im Land­tag. Und was spielt es für eine Rolle, wenn sie dort oder in der Säch­sis­chen Schweiz einzelne Dör­fer dominiert. Unterm Strich sehe ich in ihr eine mehr als unschöne Sache aber keine Gefahr für unsere Demokratie.
          Was Dres­den anbe­t­rifft : Mir läuft auch ein Schauer über den Rück­en wenn ich sehe was da abge­ht. Um den Hauptbahnhof/Prager Straße hat sich eine offene Dro­gen­szene entwick­elt. Heute in der Lokalzeitung : Massen­schlägerei am Haupt­bahn­hof zwis­chen ca. 20 Nordafrikan­ern, Flaschen­würfe, ein Schw­erver­let­zter durch Messer­stich. Weit­er wird seit ca.2 Jahren gehäuft von Raubüber­fällen im Stadt­ge­bi­et berichtet.
          Das gab es vorher nicht.

          1. Ich nehme an, dass die meis­ten diese Unter­scheid nicht machen und dafür plädieren, dass Gewalt — egal von welch­er Seite — immer gle­ich kri­tisch betra­chtet und ggf. geah­n­det wird.

            Schlimm an der gesamten Entwick­lung finde ich, dass man den Ein­druck haben muss, dass immer mehr Men­schen mit der Demokratie nichts mehr am Hut haben. Kri­tisch oder skep­tisch zu sein, heißt ja noch lange nicht, dass man sie rundweg ablehnen muss. Das Gefühl habe ich lei­der schon seit eini­gen Jahren. Wenn man bes­timmt gesellschaftliche Entwick­lun­gen hinzu­nimmt (Schrumpfen der Mit­telschicht, Rück­gang der Einkom­men, Schlechte Bil­dungschan­cen etc.) kann einem ja nur mul­mig wer­den.

            Was die Krim­i­nal­ität in Dres­den anlangt, so ken­nen wir diese Entwick­lung natür­lich auch hier in Köln. Ich frage mich, warum die Richter so milde mit ihren Strafen sind. Meines Eracht­ens muss härter durchge­grif­f­en wer­den. Aber es passiert ein­fach nicht.

      2. Das ich mich nicht frage, “warum die Mit­tel im Kampf gegen Rechts ständig steigen”, liegt daran, das ich an die Zahlen noch die Entwick­lung der gewalt­bere­it­en Recht­sex­te­men und der dig­i­tal­en Mitläufer anle­gen und meine Schlüsse ziehe, näm­lich: Das die Mit­tel dem­nächst nochmal deut­lich aufge­stockt wer­den müssen.

        Hin­sichtlich der bezahlten Demon­stran­ten bemühen sie bitte eine Such­mas­chine der Wahl unter Hinzuziehung nah liegen­der Such­be­griffe.

        1. Azu­bis wer­den in der Arbeit­szeit bezahlt
          oder Keine Mei­n­ung ist manch­mal auch eine Mei­n­ung
          @Udo,
          irgend­wie ist Ihr Aus­druck i.o. Beitrag man­gel­haft. Aber ich ent­nehme daß „die Mit­tel dem­nächst nochmal deut­lich aufge­stockt wer­den müssen.“ Es ist nicht erkennbar welche Zahlen Sie meinen. Vielle­icht wer­den Sie mal deut­lich­er.
          Ihren Ratschlag mit der Such­mas­chine bin ich gefol­gt; ich habe Google gewählt:
          Im Fol­gen­den zitiere ich nur Tre­f­fer, welche mir rel­e­vant erschienen. Aber ich lasse mich gerne kor­rigieren sollte ich etwas überse­hen haben.
          1.Versuch, Such­be­griffe : Demo bezahlte Azu­bis
          Ergeb­nis :

          http://www.taz.de/!5020381/
          BERLIN taz | 25 Euro Stun­den­lohn für die Teil­nahme an einem antifaschis­tis­chen Protest: Was sich anhört wie eine wilde, rechte Ver­schwörungs­the­o­rie, ist anscheinend bit­ter­er Ernst. Dies geht aus einem inter­nen Organ­i­sa­tion­ss­chreiben eines Vere­ins namens „Antifa e.V.“ her­vor. Darin wird über die Organ­i­sa­tion von nicht weniger als 48 Bussen informiert, die zu den Protesten gegen Pegi­da und Legi­da am 9. Feb­ru­ar 2015 fahren – samt Vergü­tung für alle Mit­fahrer. Auch Frei­bier wird ver­sprochen und Ver­mum­mungs­ma­te­r­i­al („Has­sis“) zum Kauf oder Ver­leih ange­boten.

          Das ist sich­er nicht das was Sie mein­ten. Deshalb
          2.Versuch, Such­be­griffe : demo bezahlte azu­bis von Kernkraftwerken
          Ergeb­nis :

          http://www.morgenweb.de/region/sudhessen-morgen/burstadt/1500-azubis-gehen-auf-die-strasse-1.392176
          1500 Azu­bis gehen auf die Straße
          Archiv-Artikel vom Sam­stag, den 05.09.2009
          Bib­lis. “Wir lassen euch nicht im Regen ste­hen”, rief RWE-Konz­ernchef Dr. Jür­gen Groß­mann den 1500 Auszu­bilden­den bei ihrer Demo in Bib­lis zu. Die jun­gen Leute, die beim Essen­er Energie­un­ternehmen in der Aus­bil­dung sind oder diese ger­ade been­det haben, waren zusam­men mit Kol­le­gen von E.ON und EnBW gestern auf die Straße gegan­gen, um für die Kernen­ergie und das Bib­lis­er Kraftwerk einzutreten.

          Also, die bezahlten Azu­bis demon­stri­erten für etwas und nicht gegen regen­er­a­tive Energie, wie Sie behaupteten. Deshalb
          3.Versuch, Such­be­griffe : demo bezahlte azu­bis von kernkraftwerken gegen regen­er­a­tive Energie
          Ergeb­nis :

          http://www.myheimat.de/themen/atomkraft+biblis.html
          http://www.myheimat.de/marburg/profile/hans-rudolf-koenig-12012.html

          am 06.09.2009
          Tener­if­fa. Es ist unglaublich aber wahr: Am let­zten Fre­itag ließen sich 1500 Azu­bis von RWE für eine bezahlte Demo für den Erhalt des mar­o­den Kernkraftwerks Bib­lis in Hes­sen miss­brauchen. Die zu denken gebende Parole lautete: Kernig in die Zukun­ft! Wahrschein­lich meinte man damit Ver­strahlt in die Zukun­ft! Oder was? Schließlich sagte eines der ver­wirrten Kinder aus Schwaben, es gin­ge ja um seinen Arbeit­splatz. Arbeit­splatz?…

          Ist dieser Kom­men­tar eines Echt­en Mar­burg­er “Dip­pche“ Ihre Quelle? Ich laß mich gerne kor­rigieren.
          Noch was : In Deutsch­land wer­den Azu­bis bezahlt und da die Demo für die Kernen­ergie und das Bib­lis­er Kraftwerk am Fre­itag stat­tfand und offen­sichtlich während der Arbeit­szeit ist der Hin­weis auf die Bezahlung reich­lich schäbig.
          Vielle­icht habe ich die falsche Such­mas­chine und/oder falsche/unvollständige Such­be­griffe benutzt.
          Falls Sie Belege dafür brin­gen, daß
          Udo : Atom­kraftwerks­be­treiber ihr Azu­bis dien­stverpflichtet auf Demon­stra­tio­nen gegen regen­er­a­tive Energien schick­en
          und
          Udo : das die organ­isierte Rechte ohne mit­tel­bare staatliche Hil­fe seit­ens des Ver­fas­sungss­chutz gar nicht mehr auf die Straße kämen
          würde das unser aller Erken­nt­nisse stark erweit­ern. Anson­st ver­bre­it­en Sie Halb­wahrheit­en, polemisch ver­mis­cht mit Unwahrheit­en und eine unbe­wiesene Behaup­tung.
          Vielle­icht haben Sie meine Frage zu Indy­media, zum Schwarzen Block und den Berlin­er Ent­glasern über­lesen.
          Oder haben Sie dazu ein­fach keine Mei­n­ung ?!

  2. Eine Kor­rek­tur zu dem “ekel­haften, boshaften, wider­lichen” Artikel von Roland Tichy, der hier völ­lig sin­nentstel­lend widergegeben wurde:

    Herr Tichy informierte noch ein­mal darüber (obgle­ich eigentlich bekan­nt), dass Zen­sur von­seit­en der Regierung, hier Bun­desmin­is­teri­um der Jus­tiz, nach dem GG ver­boten ist, und dass Herr Mass ver­mut­lich — um nicht selb­st gegen das GG zu ver­stoßen, diese Auf­gabe pri­vatisiert und in die A. A.-Stiftung aus­ge­lagert hat.

    Das heißt, um den von Ihnen einkopierten Absatz aus TE richtig zu ver­ste­hen (so man das Gesetz nicht ken­nt und nicht davon aus­ge­ht, dass Herr Tichy stets weiß, was er schreibt), muß man den davor ste­hen­den Satz eben­falls lesen bzw. einkopieren, denn daran schließt der Gedanke an. Er lautet: “Mei­n­ungs­frei­heit benötigt keine Zen­sur”.

    Und wieder nicht richtig gele­sen, aber den Autor beschimpft.

    1. Nun, ich wüsste nicht, was am Artikel von Tichy nicht zu ver­ste­hen sein soll. Ich habe ihn zitiert und nichts aus dem Zusam­men­hang geris­sen. Wie ich den Absatz ver­ste­he dür­fen Sie get­rost mir über­lassen, wie den anderen Lesern des Blogs. Sie scheinen, wie übri­gens alle anderen Kom­men­ta­toren bei Tichy einen anderen Blick auf diese Dinge zu haben. Kommt es Ihnen nicht selb­st merk­würdig vor, dass dort nur jubel­nde Zus­tim­mung zu lesen ist? Nein?

      Tja, Sie haben Ihre Erk­lärung geliefert, in dem Sie unter­stellen, ich hätte “wieder nicht richtig gele­sen”. Mich deucht, wir hät­ten schon woan­ders die Klinge gekreuzt. Wohl nicht unter Ihrem Klar­na­men. 🙂

  3. An Horst Schulte
    Sie haben das Zitat nicht voll­ständig eingestellt, son­dern den Satz, den ich Ihnen nan­nte, wegge­lassen. Und fol­glich den ersten Satz falsch ver­standen. Ich muß also davon aus­ge­hen, dass Sie dies wissentlich tun, um den Tichy-Blog bei Ihren Lesern zu diskred­i­tieren.
    “Wieder nicht richtig gele­sen” war keine Unter­stel­lung, son­dern bezog sich auf den Artikel von Dushan Weg­n­er über unseren Bun­de­spräsi­den­ten, den Sie falsch inter­pretierten und Her­rn Weg­n­er daraufhin grob beschimpften.
    Er verzichtete aber auf eine Anzeige gegen Sie wegen Belei­di­gung.
    Eben­so unfair und belei­di­gend ver­hal­ten Sie sich hier öffentlich gegenüber Her­rn Tichy.
    An Ihrer Stelle würde ich nicht ganz so arro­gant darüber wegge­hen, die Fak­ten prüfen und mich ggf. eben­so öffentlich entschuldigen.

    1. Ich bin der Mei­n­ung, dass man diesen Blog nicht diskred­i­tieren kann. Es sind doch, wie ich schrieb, dort nur Fre­unde an Bord. Das scheint sie nicht nach­den­klich zu machen.

      Ich werde den Teufel tun und mich bei Men­schen entschuldigen, die so ein­seit­ige Artikel in die Welt blasen. Wis­sen Sie, Tichys Ein­blick ist ein Mei­n­ungs­blog. Das hier ist nichts anderes. Hier schreibe ich meine Mei­n­ung zu solchen Din­gen. Es ist Ihr gutes Recht, dass Sie damit nichts anfan­gen kön­nen. Ich mag wed­er Tichy noch seine anderen Autoren. In den sel­tensten Fällen habe ich dort etwas gele­sen, was in irgen­dein­er Weise erhel­lend gewe­sen wäre. Im Gegen­teil. Dort wer­den rechts-nationale Ressen­ti­ments geschürt und dafür gibt es ein großes Pub­likum. Zumin­d­est das habe ich nicht falsch ver­standen, werte Frau Friedrich (oder sollte ich sagen, Frau Edo­ra?)

      P.S.: Was an ander­er Stelle über diesen Blog gedacht wird, kön­nen Sie diesem Screen­shot ent­nehmen. Aber das ist ja exakt der Vere­in, der Ihnen Ihre ach so wertvolle Mei­n­ungs­frei­heit nehmen möchte. http://i.imgur.com/SWuVGn9.jpg
      Dabei machen die nur das, was früher mal “Wehret den Anfän­gen” tit­uliert wurde.

      Update: 16:00 Uhr Wo Sie ja offen­bar so’n großer Fan dieses Blogs sind, wird Sie dieser Auss­chnitt nicht ganz glück­lich machen. Aber ich würde alles, den ganzen Artikel, aus vollem Herzen unter­schreiben. Die pos­i­tiv­en Aspek­te zu Tichy allerd­ings nun auch wieder nicht.
      —-

      Die in ihrer Selb­st­wahrnehmung nach­den­kliche kon­ser­v­a­tive Seite im Netz ist nicht in der Lage, Argu­mente zu hören, son­dern stem­pelt in blanker, belei­digter Feind­seligkeit jeden anders Argu­men­tieren­den zum Idioten. Das ist auch ein Zeichen, dass die „Aktiv­en und Nach­den­klichen“ die Aufkündi­gung der Regeln des friedlichen Zusam­men­lebens, die sie anderen vor­w­er­fen, selb­st betreiben.Quelle: Sper­rfeuer aus dem Schützen­graben der Nach­den­klichkeit | Über­me­di­en | LINK

      https://www.facebook.com/ruprecht.polenz/posts/1264896683521964

  4. An Horst Schulte
    Natür­lich ist jed­er pri­vate Blog ein Mei­n­ungs­blog. Einen guten Blog erken­nt man aber auch an sein­er Sach­lichkeit, Fair­ness und seinem Wahrheits­ge­halt. Der Rest ist dann Geschmackssache.
    Die Frage ist: Ist es erlaubt, dort Falschaus­sagen in die Welt zu set­zen und Ander­s­denk­ende zu beschimpfen? Antwort: Ja. Sie erin­nern sich: Grundge­setz zur Mei­n­ungs­frei­heit. Allerd­ings nur, solange nie­mand denun­ziert und es dem Ange­sproch­enen zur Ken­nt­nis bringt. Dieser kön­nte dann Anzeige erstat­ten wegen Belei­di­gung, übler Nachrede, Ver­leum­dung oder was unsere Geset­ze hergeben.
    Von mir haben Sie da nichts zu befürcht­en, ich eigne mich nicht zum Denun­zianten. Von all den anderen Denun­zianten-Vere­inen/-Stiftun­gen auch (noch) nicht, denn Sie ste­hen ja auf der “richti­gen” Seite, nicht wahr?
    Anabel Schun­kes Beitrag auf Face­book, der zu ein­er 3-tägi­gen Sperre führte, war erhe­blich weniger böse, als das, was Sie üblicher­weise von sich geben und entsprach außer­dem noch der Wahrheit.
    Ihre Schaden­freude über den Bann kann ich also in kein­ster Weise nachvol­lziehen.

    Üblicher­weise schaue ich mir die Men­schen an, bevor ich auf deren Blog etwas schreibe. Bei Ihnen meine ich erkan­nt zu haben, dass Sie ein­seit­ig, intol­er­ant und unsach­lich sind sowie — wenn jemand es wagt, ander­er Mei­n­ung zu sein — auch gerne mal aus­ras­ten.

    Fra­gen Sie sich ein­mal selb­st, wie Sie empfind­en, wenn ich Ihnen sage, dass Ihre 2 Quellen, die den Tichy-Blog nicht mögen, mich in kein­ster Weise beein­druck­en. Ich kenne bei­de und — mal ehrlich — wer nimmt sowas ernst???
    Wenn ich Ihnen schreibe, dass Sie die “jubel­nde Zus­tim­mung” der Kom­men­ta­toren des Tichy-Blogs zu allem, was die Autoren schreiben, wohl geträumt haben. Dass in meinen Augen dort i. d. R. Men­schen sich äußern, die über eine über­durch­schnit­tlich gute Aus­bil­dung, Lebenser­fahrung und Weit­blick ver­fü­gen. Eine gewisse Sicht der Welt teilen, was ihr gutes Recht ist, find­en Sie nicht? Eigentlich kein Grund, sie ver­bal niederzu­machen.
    Oder ist der wahre Grund Ihres Ärg­ers der, dass man Sie dort nicht mehr kom­men­tieren läßt, eben wegen divers­er ver­baler Aus­fälle?
    Jeden­falls ver­ste­ht kein Men­sch, warum Sie dort immer wieder lesen, wenn Sie doch nur so wenig Erhel­len­des find­en, wie Sie erwäh­n­ten.

    Besor­gen Sie sich Ihr Wis­sen weit­er­hin aus Ihren Quellen, ich aus meinen.
    Auch das sollte für Sie lock­er tolerier­bar sein und nicht wert, sich her­ab­set­zend zu äußern.

    Sie ord­nen Men­schen in lediglich 2 Schubladen ein: links und rechts.
    Die Ersteren sind für Sie offen­sichtlich die Guten, die Zweit­en die Bösen.
    Um Gesamtzusam­men­hänge zu erken­nen und zu ver­ste­hen, braucht es allerd­ings weitaus mehr als diese 2 Kat­e­gorien.

    P. S.:
    Vielle­icht hängt Ihre vorurteils­be­haftete Schreib­weise ja auch damit zusam­men, dass Sie mich wohl von Anfang an mit ein­er Frau Edo­ra ver­wech­sel­ten, die Sie nicht in guter Erin­nerung zu haben scheinen.

    1. Ich nehme es ihnen nicht übel, dass Sie mich unsach­lich und unfair find­en. Dass kann passieren, wenn man in ein­er Sache so grund­sät­zlich unter­schiedlich­er Mei­n­ung ist. Sie kön­nen auch meinen Schreib­stil ablehnen und mich rundweg als Per­son. Das ist alles Ihr gutes Recht. Aber Sie müssen auch mit dem Echo leben, das Sie von mir erhal­ten.

      Sie wer­fen mir vor, ich hätte eine vorurteils­be­haftete Schreib­weise. Das ist deshalb witzig, weil Sie Tichy und seine Autoren in dieser Form vertei­di­gen. Ich kenne wenige Blogs mit solchen Reich­weit­en, die der­art ten­den­z­iös und ein­seit­ig ihre Mei­n­ung platzieren. Dass sich Linke an der Art und Weise diese Leute reiben sollte Ihnen nicht ent­gan­gen sein. Sog­ar Herr Polenz, der u.a. als ehe­ma­liger CDU-Gen­er­alsekretär nicht zu dieser Kat­e­gorie gehört, hat sich entsprechend neg­a­tiv dazu geäußert. Liane Bed­naz, eher links, schrieb schon vor einem Jahr etwas über den Blog und den Blogher­rn, das eher nah an mein­er Hal­tung ist — würde ich jet­zt mal behaupten (http://goo.gl/iYTlWI). Mit weit­eren Beispie­len will ich Sie nicht lang­weilen.

      Wenn ich aus einem Blog zitiere, habe ich damit nach mein­er Auf­fas­sung nicht im Ansatz Denun­zi­a­tion betrieben. Was Sie unter­stellen, hin­sichtlich des Zitates, ist abwegig und für mich über­haupt nicht nachvol­lziehbar. Dass ich Her­rn Tichys Ver­such, die Arbeit von Her­rn Maas zu diskred­i­tieren, kri­tisiere, in dem ich die Art und Weise, in der Tichy schreibt als wider­lich etc. beschreibe, wird ver­mut­lich nicht die Gren­ze über­schre­it­en, auf die Sie anspie­len.

      In den let­zten Tagen habe ich mich viel mit dem The­ma Hate-Speech im Inter­net auseinan­derge­set­zt. Ich weiß nicht, ob Sie über­haupt schon andere Texte gele­sen haben? Ich zwei­fle auch den Sinn dieser Aktion an.

      Ich ste­he also nicht auf irgen­dein­er richti­gen oder falschen Seite, son­dern ich bin ein Blog­ger, der eine vol­lkom­men andere Mei­n­ung hat, als es die Autoren bei Tichy der Fall ist. Dort schreiben Leute für ein rechts-nationales Pub­likum. Sie bedi­enen eine Grund­hal­tung, die ich zutief­st ablehne. Und davon, das zu schreiben, wer­den Sie mich gewiss nicht abbrin­gen.

      Übri­gens, wie diese Leute mit Frau Kahane umge­hen oder Frau Schramm in die Ecke stellen, scheint Sie wenig zu beein­druck­en. Das sind Dif­famierun­gen, die ich nicht drauf habe.

      Abschließend noch was zu Ihrem Vor­wurf bezüglich Tichy. Er schrieb sin­ngemäß, dass Maas vielle­icht den Kampf gegen die Mei­n­ungs­frei­heit aus­ge­lagert hätte, weil er wisse, dass er anson­sten gegen das Grundge­setz ver­stieße. Das kann jed­er nach­le­sen, der den Links, die ich grund­sät­zlich jedem Zitat hinzufüge, fol­gt. Also? Was war daran falsch? Rein gar nichts! Schon Tichys Über­schrift: “Heiko Maas het­zt gegen freie Mei­n­ung: DDR 2.0?” ist eine absolute Sauerei.

  5. An Horst Schulte
    Man kann stun­den­lang Befür­worter und Geg­n­er irgendwelch­er Blogs oder Autoren auflis­ten, in der Sache weit­er­brin­gen wird es uns keinen mm.
    Noch ein Wort — und wirk­lich das let­zte dazu — zu CDU-Polenz.
    Er macht in der let­zten Zeit ver­mehrt durch extreme, real­itäts­fremde Aus­sagen von sich reden. So lehnt z. B. eine Mehrheit der Deutschen seine kür­zlich wieder­holte Forderung nach einem sofor­ti­gen EU-Beitritt der Türkei ab. Die Funk­tion eines Vor­bilds hat er längst ver­loren.

    Von mir abschließend zu Tichys Ein­blick:
    Von dem Blog kann jed­er hal­ten was er will, ste­ht jedem frei.
    Ich bilde mir sowieso meine eigene Mei­n­ung.
    Unter den ver­schiedenar­tig­sten Autoren sind welche, die ich mag und welche, mit denen ich nichts anfan­gen kann. Gle­ich­es gilt für die Artikel und die Kom­men­ta­toren. Eine Pauschalierung der Men­schen dort, die ich übri­gens für vor­wiegend lib­erale, kon­ser­v­a­tive, aus der Mitte kom­mende CDU- und FDP-Wäh­ler halte, ist nicht möglich und kommt mir nicht in den Sinn.

    Ich gebe Ihnen Recht, der Ton in den Social Media ist häu­fig gereizt und aggres­siv. Das finde ich teils ver­ständlich und kann damit leben. Die Gren­ze für mich ist dort, wo direk­te, per­sön­liche Belei­di­gun­gen aus­ge­sprochen wer­den.
    Die monierten in Ihrer Antwort, wie die Leute mit Annet­ta Kahane und Julia Schramm umge­hen. Haben Sie gele­sen, was diese Per­so­n­en so von sich geben? Wer die deutsche Bevölkerung der­art provoziert, muß sich nicht wun­dern, wenn die Men­schen auf die Bar­rikaden gehen.
    Von “Deutsch­land gehört abgeschafft” über “der Osten muß unbe­d­ingt mehr mit Migranten durch­mis­cht wer­den”, und es wird auch schon mal der britis­che Gen­er­al Har­ris bemüht, Deutsch­land erneut zu bom­bardieren.
    Alles für die gute Sache natür­lich.
    Wun­dert es Sie, dass die Deutschen keine Lust darauf haben, sich von einem kleinen Mädel wie Schramm, gescheit­ert in der FDP, gescheit­ert bei den Pirat­en, jet­zt bei DIE LINKE (wo mor­gen?), “Hass” definieren zu lassen???
    Sie spricht von “Kampf” (wie beze­ich­nend) gegen den Nation­al­staat D.
    Ok, bekämpfen wir sie also.

    Ich sehe in den täglichen Stre­it­ereien in den Social M. weniger einen Dis­put zwis­chen “Links” und “Rechts”, son­dern zwis­chen Men­schen, die der gegen­wär­ti­gen Poli­tik kri­tisch gegenüber­ste­hen und denen, die sich aus ver­schiede­nen Grün­den ein­ver­standen erk­lären.
    Was tut die Regierung, um diesen Graben zu beseit­i­gen?
    Alles, um ihn zu ver­tiefen. Instal­liert noch eine Stiftung auf teil­weise Steuerzahlerkosten, die unter dem Vor­wand, gegen “Hass” vorzuge­hen, auch mal kri­tis­che Stim­men stumm­schal­ten läßt.
    Wie wenig Gefühl für die derzeit­ige Stim­mung in der Bevölkerung muß man eigentlich haben?

    Eine Bevölkerungs-Min­der­heit aus Eliten, Poli­tik und Medi­en sagt den Deutschen seit ger­aumer Zeit, wo es langzuge­hen hat. Was wir zu denken, zu sagen haben, wie wir es zu sagen haben (Gen­deris­mus). Anson­sten: Steuern zahlen und Klappe hal­ten.
    Es scheint nun, mit 09/2015 und allem, was fol­gte, haben sie über­zo­gen.
    Viele sind erwacht, schauen genauer hin, stellen Diskrepanzen fest zwis­chen ihrer Real­ität und dem, was an Teil­wahrheit­en von Poli­tik­ern und Medi­en veröf­fentlicht wird, und äußern sich mehr oder weniger angemessen. Und es wer­den immer mehr — da trügt Sie Ihr Gefühl nicht.
    Und mein Gefühl sagt mir, dass sie sich auch nicht mehr ohne Weit­eres beruhi­gen wer­den. Zumin­d­est nicht durch ein “Weit­er so” oder ständi­ge, längst stumpf gewor­dene Beschimp­fun­gen als rechts, recht­sradikal, Ras­sis­ten, Nazis etc. pp.
    Das ist die Bestand­sauf­nahme der gegen­wär­ti­gen Sit­u­a­tion aus mein­er Sicht.
    Noch etwas sagt mir mein Gefühl: Als Tichy-Blog-Lieb­haberin und AfD-Wäh­lerin wird sich meine linke Rev­oluzzer-Seele IMMER auf die Seite der­er stellen, auf die ungerecht eingeprügelt wird.
    Wir haben das 3. Reich über­wun­den, die DDR und wer­den auch diese Fehlen­twick­lun­gen irgend­wann in den Griff bekom­men, wenn wir uns erin­nern: Das Volk ist der Sou­verän.

    1. Das Volk ist der Sou­verän.

      Natür­lich!

      Die Ursachen dafür, dass die Polar­isierung voran­schre­it­et, ist also Ihrer Ansicht nach die Erken­nt­nis und Gewis­sheit, dass die da oben uns in die falsche Rich­tung gelenkt haben? Ich fürchte, es ist kom­pliziert­er. Und dabei spielt das Inter­net die Rolle eines Katalysators, die ich hier schon häu­fig kri­tisiert habe. “Der Hass ist in den Köpfen, nicht im Inter­net”, sagt man. Das wird wohl stim­men. Allerd­ings entkräftet diese Tat­sache nicht das Argu­ment, dass das Inter­net nicht das tolle, demokratiefördernde Ele­ment darstellt, das man sich vor vie­len Jahren ein­mal vorstellte. Das Gegen­teil ist der Fall. Es geht nicht darum, dass Mei­n­un­gen zuge­spitzt wer­den, son­dern natür­lich um die Form ein­er neuen Auseinan­der­set­zung, die von bei­den Seit­en oft has­ser­füllt geführt wird. Und es gibt lei­der Pro­tag­o­nis­ten, die an dieser Schraube nach Kräften drehen. Heute mor­gen lese ich fol­gen­des in mein­er Tageszeitung, dem Köl­ner Stadt-Anzeiger (Leitar­tikel):

      Das ist irre? Zumin­d­est ist es das Cre­do aller, die kein Par­don mehr ken­nen, wenn jemand einen Zusam­men­hang von Flüchtlingss­chutz und Men­schen­würde behauptet; das Cre­do aller auch, die die Zurück­weisung von Hass und Ruf­mord zur “Zen­sur” erk­lären. In diesem Lager — präzis­er: dieser Kampfge­mein­schaft — ste­hen die recht­sradikale Zeitung “Junge Frei­heit” und der Pub­lizist Roland Tichy (“Es ist ein pein­lich­es Netz der Zen­sur, das hier über Deutsch­land gelegt wird und im Zusam­men­spiel mit den Parteien und vie­len Medi­en glänzend funk­tion­iert”), die islam­o­phobe “Achse des Guten” um Hen­ryk M. Broder, Anhänger der recht­sex­tremen “iden­titären Bewe­gung”, der auf die Ver­bre­itung von Ver­schwörungs­the­o­rien spezial­isierte “Kopp — Ver­lag” mit seinem fast schon ulki­gen Chef-Ver­schwörungs­the­o­rien-Ver­bre­it­er, Udo Ulfkotte (“Zen­sur-Repub­lik Deutsch­land. So sollen Bürg­er eingeschüchtert wer­den”), der ras­sis­tis­che Blog “polit­i­cal­ly incor­rect” und was sich son­st noch auf dem Markt intellek­tueller Unredlichkeit und Unanständigkeit tum­melt.”

      Der “Tagesspiegel” hat­te sich erst vor weni­gen Tagen diesem The­ma gewid­met.

      Der Köl­ner Stadt-Anzeiger wird ver­mut­lich den links-ver­sifften Medi­en zugerech­net. Insofern ist dieses Urteil des Jour­nal­is­ten Chris­t­ian Bom­mar­ius ver­mut­lich entsprechend ein­ge­ord­net wer­den — von der AfD und den Recht­en im all­ge­meinen. Soweit sind wir ja längst gekom­men. Wir sind kaum noch bere­it, über Aus­sagen der “Gegen­seite” nachzu­denken. Wir ord­nen diese stattdessen in ein klares Fre­und-Feind-Raster ein und antworten oft genug wutent­bran­nt auf die Punk­te, die uns das Früh­stück ver­dor­ben haben.

      Per­sön­lich finde ich diese Entwick­lung höchst bedauer­lich und für unsere Demokratie gefährlich.

      Kahane hat nie ein Hehl aus ihrer poli­tis­chen Gesin­nung gemacht, eben­so wenig Julia Schramm. Bei­de ste­hen ziem­lich weit links. Die einzig mir bekan­nte kon­tro­verse Aus­sage Kahanes bezüglich der Flüchtlinge und Ost­deutsch­land würde ich nicht auf die Gold­waage leg­en. Frau Schramm ist da von anderem Kaliber. Allerd­ings hat sie in ihrer poli­tis­chen Arbeit (die Sta­tio­nen haben sie aufgezählt), selb­st auch viel “erduldet”. In der aktuellen Kon­tro­verse wer­den ihre “Ver­fehlun­gen” in sozialen Net­zw­erken gesam­melt und hochge­spielt. Die ver­stören­den Tweets, die Frau Schramm allein auf­grund ihrer poli­tis­chen Hal­tung bekam, haben Sie nicht gele­sen? Ich glaube, ich hätte das alles nur schw­er aushal­ten kön­nen. Sie hat sich gewehrt und das in ein­er Art und Weise, die zumin­d­est sehr eigen war. Sie merken. Ich habe immer noch Ver­ständ­nis für sie. Es gehören eigentlich immer bei­de Seit­en zusam­men, bevor man ein eigenes Urteil fällt. Ger­ade im Fall von Frau Schramm, die so stark in den sozialen Medi­en aktiv ist, wird das schwierig. Ein­er­seits ken­nt sie sich in diesem Bere­ich sehr gut aus, ander­er­seits bleibt die Frage, ob sie als Fachref­er­entin für Hate-Speech eine gute Beset­zung ist. Kein Wun­der, dass nicht nur Rechte ins­beson­dere diese Per­son­alie sehr kri­tisch sehen.

      Ich habe mich hin­sichtlich der Hate-Speech-Kam­agne zunächst nicht klar posi­tion­ieren wollen. Inzwis­chen bin auch ich der Mei­n­ung, dass man diese stop­pen sollte. Sie bringt uns kein Stück weit­er bei dem, was m.E. damit beab­sichtigt war. Ich habe dazu in den let­zten Tagen hier ja einiges geschrieben.

      Trau­rig, dass wir uns so auseinan­der divi­dieren lassen.

      1. Bud­delka­s­ten oder
        Wer ist wir und Wer ist man

        Bevor ich noch mal auf diesen Beitrag einge­he, möchte ich auf einen Fakt hin­weisen, welchen heute Dirk Schümer in der WELT aufzeigte, näm­lich daß Mord­videos und Has­s­botschaften des IS auf Englisch im Inter­net unbe­hel­ligt bleiben. Maas hat eine Task­force mit dem Namen «Umgang mit rechtswidri­gen Has­s­botschaften im Inter­net», welche sich mit deutschen Face­book-Ein­trä­gen befasst. Der erbit­terte Stre­it über diese Task­force mutet angesichts der Gewaltvideos des IS und der amtlichen Untätigkeit wie eine Zänkerei im Bud­delka­s­ten an.
        @ Horst Schulte,
        Sie haben sich mit obi­gen Beitrag stark gemacht für die Anto­nio Amadeo Stiftung(AAsT) und eingeschossen auf Tichys Einblick(TE).

        Horst Schulte:
        Bun­desjus­tizmin­is­ter Heiko Maas hätte sich für eine ganz unab­hängige Stelle zur Behand­lung der The­matik stark machen und diese mit weitre­ichen­den Voll­macht­en ausstat­ten kön­nen. Er bildete stattdessen eine Task­force mit dem Namen «Umgang mit rechtswidri­gen Has­s­botschaften im Inter­net». Ein Mit­glied dieser Task­force ist eine Stiftung, bei der er offen­bar die notwendi­ge Sachkom­pe­tenz sah, die Entwick­lung entsprechen­der Strate­gien zum Erfolg zu führen. Dass dort Men­schen Ver­ant­wor­tung tra­gen, die offen­sichtlich von vie­len als zu weit linksste­hend ange­se­hen wer­den, brachte nicht nur Maas, son­dern vor allem auch dem Führungsper­son­al der Stiftung mit der deutschen Recht­en viel Ärg­er ein.

        Her­vorhe­bun­gen von mir.
        Man fragt sich natür­lich welche Voll­macht­en Sie sich noch so vorstellen angesichts der Erfahrun­gen mit dem Bish­eri­gen.
        M.W. wurde vom Führungsper­son­al der Stiftung nur Frau Kahane kri­tisiert, nicht nur wegen ihrer Ver­gan­gen­heit son­dern auch wegen ihrer Kom­pe­tenz in Finan­zan­gele­gen­heit­en, siehe hier und da.

        Horst Schulte: Die Stiftung arbeit­et seit 1998 gegen Recht­sex­trem­is­mus, Ras­sis­mus und Anti­semitismus. Ich unter­stelle, dass sie für die Kam­pagne gegen Het­ze im Inter­net (egal ob von rechts oder links) über das erforder­liche Know-how ver­fügt.

        Das Wort Links kommt auf deren Web­seite nicht vor, obwohl viel zu tun wäre wenn es um den Link­sex­trem­is­mus geht. Die Web­seite Indy­media ist der Stiftung wohl bish­er ent­gan­gen.

        Horst Schulte: Dass in dieser Stiftung viele andere Per­sön­lichkeit­en engagiert sind, die poli­tisch neu­tral zu verorten wären, inter­essiert die Kri­tik­er nicht.

        Das ist irrel­e­vant. Wenn ein Bankdi­rek­tor sich was zu Schulde kom­men lässt nen­nt man den Namen der Bank und kri­tisiert den Direk­tor. Die fre­undliche Dame am Auskun­ftss­chal­ter inter­essiert dann auch nicht. Für die AASt wäre hier Jan Riebe zu nen­nen.
        Diesen Auss­chnitt eines Artikels auf TE

        Roland Tichy :In der DDR war die sprach­liche Norm noch eingeschränk­ter, wie Gaby berichtet:
        Man hat viel gel­ernt aus den alten Akten der Birth­ler Behörde. Ich komme mir vor wie in einem schlecht­en Film. Ich erlebe nun zum zweit­en Mal, wovor ich geflo­hen bin. Ist das nun das Maas* aller Dinge? …
        Mei­n­ungs­frei­heit benötigt keine Zen­sur.“

        Sie wäre auch grundge­set­zlich ver­boten. Ver­mut­lich deshalb hat sie Heiko Maas pri­vatisiert und in Stiftun­gen wie die Amadeu-Anto­nio-Stiftung aus­ge­lagert. Sie wird wiederum aus dem Etat von Frauen- und Fam­i­lien­min­is­terin Manuela Schwe­sig finanziert – neben Geldern …
        Beste­hende Geset­ze reichen – Zen­sur wird pri­vatisiert

        Kom­men­tieren Sie so :

        Horst Schulte:
        Ekel­haft finde ich Tichys boshaften Artikel deshalb, weil sein Inhalt ein­mal mehr so unver­hohlen beifall­heis­chend an das geneigte nation­al-kon­ser­v­a­tive Pub­likum herange­tra­gen wird. Tichy hält Maas vor, die Hate-Speech-Kam­pagne nur deshalb «aus­ge­lagert» zu haben, weil ihm bewusst sei, dass sie gegen das Grundge­setz ver­stößt. Wie wider­lich!

        Nun, aus­ge­lagert hat Maas nicht die Hate-Speech-Kam­pagne, son­dern die Zen­sur.
        Ist das I.M.n. etwa GG-kon­form?!
        Hier leg­en Sie noch eine Schippe drauf :

        Horst Schulte: Schon Tichys Über­schrift: “Heiko Maas het­zt gegen freie Mei­n­ung: DDR 2.0?” ist eine absolute Sauerei

        Her­vorhe­bun­gen von mir.
        Weit­er oben schrieben Sie :

        In früheren Jahren sorgten, gemein­hin als Neti­quette bekan­nte Regeln dafür, dass der Mei­n­ungsaus­tausch, wenn nicht in ein­er sach­lichen, so doch mod­er­at­en Ton­lage geführt wurde. Das klappte nicht immer, aber viele hiel­ten sich an diese Regeln. Früher™ war manch­es eben doch bess­er.
        Diese «Fes­seln» haben wir abgestreift.

        Um mit Polt zu sprechen: „Wer ist wir – ich nicht !“ Und Tichy sich­er auch nicht.

        Horst Schulte: Ich habe mich hin­sichtlich der Hate-Speech-Kam­agne zunächst nicht klar posi­tion­ieren wollen. Inzwis­chen bin auch ich der Mei­n­ung, dass man diese stop­pen sollte.

        Wenn Sie damit die Mass´ Zen­surtruppe meinen : Ein­ver­standen , bloß wer ist „man“ ?!
        Und damit hat sich z.B. meine Frage nach den Voll­macht­en erledigt.
        Aber lassen Sie mal Revue passieren, wer gegen Maas´ Task­force war !!

        1. Mit Tichy und den meis­ten der dort schreiben­den Autoren habe ich ein echt­es Prob­lem. Darauf muss ich hier nicht erneut einge­hen.

          Geschrieben haben auch andere darüber vielle­icht schon viel zu viel. Ich freue mich darüber, dass es auch andere Men­schen gibt — keine Link­sex­trem­is­ten! -, die mit dieser Art von Mei­n­ungs­mache ein Prob­lem haben. Es ist nicht die unter­schiedliche Mei­n­ung, die mich auf­bringt, son­dern die Infamie des Plan, der dahin­ter ste­ht. Es geht dort nicht um Mei­n­ung, son­dern erkennbar darum, rechts-nation­al denk­ende Bürg­erin­nen und Bürg­er zu erre­ichen und poli­tisch zu mobil­isieren. Ich sage nicht, dass es das nicht auch auf der anderen Seite des poli­tis­chen Spek­trums geht. Wahrschein­lich haben Sie auch Recht, wenn Sie diese Form von rechter Mei­n­ungs­mache vom Recht auf freie Mei­n­ungsäußerung abgedeckt sehen.

          Dass Tichy und seine Durch­blick­er sich inzwis­chen als Speer­spitze der Mei­n­ungs­frei­heit gerieren ist für mich schw­er zu ertra­gen.

          Sie sind ein­er Mei­n­ung mit solchen Leuten. Deshalb ste­hen wir auf zwei ver­schiede­nen Seit­en. Wird Ihnen Ihre Mei­n­ung vergällt oder stellt jemand ihr Recht auf freie Mei­n­ungsäußerung infrage?

          Mich beschäfti­gen Zweifel. Diskus­sio­nen mit den Geg­n­ern der Hate-Speech-Kam­pagne mehren diese eben­so wie wie solche mit der anderen Seite.

          Dass die Feinde der Kam­pagne so operieren, dass sie die Ini­tia­toren mit Schmutz und Vor­wür­fen bew­er­fen, ist aus mein­er Sicht — wie bei vie­len anderen The­men — typ­isch.

          Die Stiftung und ihr Auf­trag ist nichts als ein Vehikel, das gegen die links-grün-ver­siffte Gesellschaft in Stel­lung gebracht wurde. Offen­sichtlich mit großem Erfolg.
          ***
          Zu Ihrer Frage: Natür­lich müsste die Regierung die Ini­tia­tive stop­pen. Was woll­ten Sie von mir hören? Wahrschein­lich wird sie genau dies nie tun! Und zwar vllt. aus den gle­ichen Grün­den, weshalb die Feinde der Ini­tia­tive fortwährend den Unfrieden zu schüren und zwar lei­der zum Teil mit exakt den Mit­teln gegen die die Stiftung zu Felde zieht. Soweit sind wir inzwis­chen. Nicht jede geschlif­f­ene For­mulierung ver­mag den Hass zu ver­ber­gen, der die Autoren antreibt.

          Sie behaupten, Tichy habe die “Fes­seln”, von denen ich geschrieben habe, nicht abgestreift. Was heißen soll, er for­muliere so, dass ihm Hate-Speech nicht nachge­sagt wer­den kann. Wenn Tichy schreibt, Maas het­ze gegen die Mei­n­ungs­frei­heit, kann man das als pointierte For­mulierung verniedlichen. Er find­et mit diesem Titel den Zugang zu Leuten, denen unsere Demokratie glatt am Aller­w­ertesten vor­bei geht. Lesen Sie bitte die Kom­mentare, die zum Teil in dieser Hin­sicht ein­deutig sind. Und die Ver­bre­itung der Artikel in den sozialen Medi­en deute ich so, dass seine “Ein­sicht” auf “frucht­baren Boden” fällt.

          Mir gefall­en Ihre Argu­mente nicht, aber die Art und Weise, in der Sie diese vor­tra­gen, hat einen anderen Stil.

          Mir gefällt, dass inzwis­chen auch anderen auf­fällt, was das ist, was Tichy mit seinem Blog macht. Tichys Ein­blick und andere rechts-nationale Pub­lika­tio­nen verder­ben den gesellschaftlichen Diskurs über unsere Prob­leme. Ich bin davon überzeugt, dass es rein gar nichts bringt, wenn wir ver­bal so aufeinan­der ein­prügeln. Deshalb brauchen wir Regeln. Mit unseren gel­tenden Geset­zen kön­nen wir einen Teil der Autoren der unsäglichen Kom­mentare im Inter­net juris­tisch ver­fol­gen. Aber ob das aus­re­icht?

          1. Keine Argu­mente – dafür ad hominem

            @Horst Schulte, zuerst zwei Sachen welche ich nicht ver­stand :

            Horst Schulte:
            Es ist nicht die unter­schiedliche Mei­n­ung, die mich auf­bringt, son­dern die Infamie des Plan, der dahin­ter ste­ht. Es geht dort nicht um Mei­n­ung, son­dern erkennbar darum, rechts-nation­al denk­ende Bürg­erin­nen und Bürg­er zu erre­ichen und poli­tisch zu mobil­isieren.

            Es freut mich, daß Sie nichts gegen unter­schiedliche Mei­n­ung haben, son­dern nur gegen solche welche rechts-nation­al denk­ende Bürg­erin­nen und Bürg­er erre­ichen und poli­tisch mobil­isieren sollen. Das bleibt Ihnen unbenom­men. Aber von welchem Plan reden Sie? Wenn Linke/Sozialisten von einem Plan ihrer poli­tis­chen Geg­n­er reden werde ich als gel­ern­ter DDR-Bürg­er hell­hörig. Die Gle­ich­schal­tung der Medi­en war Partei­dok­trin und so ähn­lich lief die Pro­pa­gan­da in der DDR. Das Ergeb­nis war der „Antifaschis­tis­che Schutzwall“.

            Horst Schulte:
            Dass die Feinde der Kam­pagne so operieren, dass sie die Ini­tia­toren mit Schmutz und Vor­wür­fen bew­er­fen, ist aus mein­er Sicht – wie bei vie­len anderen The­men – typ­isch.
            Die Stiftung und ihr Auf­trag ist nichts als ein Vehikel, das gegen die links-grün-ver­siffte Gesellschaft in Stel­lung gebracht wurde. Offen­sichtlich mit großem Erfolg.

            Die Stiftung, ich nehme an Sie meinen die AASt, wurde doch von Maas in Stel­lung gebracht, logisch daß sie in diesem Zusam­men­hang kri­tisiert wird.
            Sie sind ja inzwis­chen auch gegen Maas´ Zen­surtruppe. Warum eigentlich?
            Noch mal zur Neti­quette.

            Horst Schulte:
            Sie behaupten, Tichy habe die “Fes­seln”, von denen ich geschrieben habe, nicht abgestreift. Was heißen soll, er for­muliere so, dass ihm Hate-Speech nicht nachge­sagt wer­den kann.

            Hier haben Sie mich missver­standen, daß lag aber an mir. An der For­matierung auf Ihrem Blog, den ich optisch sehr ansprechend finde, übe ich noch. Ich wollte her­vorheben, habe aber bold mit strong ver­wech­selt und auch noch falsch geschrieben; das kon­nte nix wer­den.
            Also noch mal, die Her­vorhe­bun­gen sind von mir:

            Horst Schulte:
            Ekel­haft finde ich Tichys boshaften Artikel deshalb, weil sein Inhalt ein­mal mehr so unver­hohlen beifall­heis­chend an das geneigte nation­al-kon­ser­v­a­tive Pub­likum herange­tra­gen wird. Tichy hält Maas vor, die Hate-Speech-Kam­pagne nur deshalb «aus­ge­lagert» zu haben, weil ihm bewusst sei, dass sie gegen das Grundge­setz ver­stößt. Wie wider­lich!

            So urteilen Sie über Tichys Artikel – von Argu­menten keine Spur! Das ist außer­halb der Neti­quette. Bei Tichy find­et man solche Aus­drücke nicht. Das meinte ich mit

            Michael_DD:

            Horst Schulte:
            In früheren Jahren sorgten, gemein­hin als Neti­quette bekan­nte Regeln dafür, dass der Mei­n­ungsaus­tausch, wenn nicht in ein­er sach­lichen, so doch mod­er­at­en Ton­lage geführt wurde. …
            Diese «Fes­seln» haben wir abgestreift.

            </
            Um mit Polt zu sprechen: „Wer ist wir – ich nicht !“ Und Tichy sich­er auch nicht.

            Horst Schulte:
            Wenn Tichy schreibt, Maas het­ze gegen die Mei­n­ungs­frei­heit, kann man das als pointierte For­mulierung verniedlichen. Er find­et mit diesem Titel den Zugang zu Leuten, denen unsere Demokratie glatt am Aller­w­ertesten vor­bei geht. Lesen Sie bitte die Kom­mentare, die zum Teil in dieser Hin­sicht ein­deutig sind.

            Habe ich gemacht auf dem hier inkri­m­inierten TE-Beitrag. Was Kom­mentare von Leuten bet­rifft, „denen unsere Demokratie glatt am Aller­w­ertesten vor­bei geht“, habe ich nichts gefun­den. Vielle­icht habe ich es über­lesen. Sie kön­nen mir ja auf die Sprünge helfen, Ein Beispiel sollte genü­gen.
            Zum Urteil des Jour­nal­is­ten Chris­t­ian Bom­mar­ius :

            Horst Schulte:
            Auseinan­der­set­zung, die von bei­den Seit­en oft has­ser­füllt geführt wird. Und es gibt lei­der Pro­tag­o­nis­ten, die an dieser Schraube nach Kräften drehen. Heute mor­gen lese ich fol­gen­des in mein­er Tageszeitung, dem Köl­ner Stadt-Anzeiger (Leitar­tikel):

            Das ist irre? Zumin­d­est ist es das gemein­same Cre­do aller, die kein Par­don mehr ken­nen, wenn jemand einen Zusam­men­hang von Flüchtlingss­chutz und Men­schen­würde behauptet, aller, die die Zurück­weisung von Hass und Ruf­mord zur „Zen­sur“ erk­lären. In diesem Lager – präzis­er wäre: Kampfge­mein­schaft – ste­hen die recht­sradikale Zeitung „Junge Frei­heit“ und der Pub­lizist Roland Tichy („Es ist ein pein­lich­es (sic!) Netz der Zen­sur, das hier über Deutsch­land gelegt wird und im Zusam­men­spiel mit den Parteien und vie­len Medi­en glänzend funk­tion­iert.“), die islam­o­phobe „Achse des Guten“ um Hen­ryk M. Broder, Anhänger der recht­sex­tremen „iden­titären Bewe­gung“, der auf die Ver­bre­itung von Ver­schwörungs­the­o­rien spezial­isierte Kopp-Ver­lag mit seinem fast schon ulki­gen Chefver­schwörungs­the­o­rien­ver­bre­it­er Udo Ulfkotte ( „Zen­sur-Repub­lik Deutsch­land: So sollen Bürg­er eingeschüchtert wer­den“), der ras­sis­tis­che Blog “ polit­i­cal­ly incor­rect“ und was sich derzeit son­st noch auf dem Markt intellek­tueller Unredlichkeit und trost­los­er Unanständigkeit tum­melt.

            Man kann den Artikel auch in der Frank­furter Rund­schau und in der Berlin­er Zeitung lesen (wenn das kein Netz ist?!). und das Zitat geht so weit­er :

            http://WWW.FR-ONLINE.DE/LEITARTIKEL/VERSCHWOERUNGSTHEORETIKER-ACH-JADIE-MEINUNGSFREIHEIT,29607566,34585494.HTML

            VERSCHWÖRUNGSTHEORETIKER 05. AUGUST 2016
            Ach ja, die Mei­n­ungs­frei­heit
            Von CHRISTIAN BOMMARIUS

            Sie alle wer­fen Maas, der Amadeu-Anto­nio-Stiftung und anderen, denen der Schutz der Men­schen­würde etwas bedeutet, vor, die Repub­lik in eine „Stasi 2.0“ zu ver­wan­deln und mit dem „pein­lichen Netz der Zen­sur“ zu knebeln. …

            Mit anderen Worten : Maas und die AASt haben die Men­schen­würde sozusagen gepachtet, die Gescholte­nen agieren gegen dieselbe und wer­den gle­ich mal als Ver­schwörungs­the­o­retik­er abge­meiert.
            Wenn da an der Schraube nicht kräftig mitge­dreht wird ?!

            Tichys Über­schrift
            Heiko Maas het­zt gegen freie Mei­n­ung: DDR 2.0?
            ist sich­er polemisch, trifft aber m.M.n. nicht mal den Kern der Sache. Maas arbeit­et mit sein­er Truppe gegen die Mei­n­ungs­frei­heit.
            Sie schreiben über „Broder von der Achse der Tollen“ und „Tichy und seine Durch­blick­er“ und brin­gen Let­zteren in Verbindung mit „recht­en Ver­balschlägertrup­ps“(*). Das ist Polemik ad hominem und Let­zteres i.m.A. üble Het­ze !
            ———————
            (*)© Horst Schulte

            1. @Michael_DD: Tichy und seine Autoren erre­ichen Ihre Leser auf unter­schiedlich­stem Niveau. Das bekomme ich nicht zulet­zt hier zu spüren. Sowohl Frau Friedrich als auch Sie machen mir klar, dass ich es bin, der gegen jede Neti­quette ver­stößt und zwar insofern unberechtigt und grund­los, als Herr Tichy solche schlim­men Worte wie ich nie in den Mund nehmen würde. Das ist wahr. Und genau das ist der Grund für meine Wut.

              Sie haben in Abrede gestellt, dass sich die unheil­volle Wirkung in “Tichy Ein­blick”
              nach­weisen ließe. Ich ver­suche mein­er­seits, ein paar Beispiele beizubrin­gen. Bei dem Artikel, um den es hier geht, gab es keinen einzi­gen Kom­men­tar (bis zu einem bes­timmten Zeit­punkt), der auch nur ansatzweise irgen­deine Kri­tik an Tichys Stand­punkt vor­brin­gen würde. So gut hat Tichy also argu­men­tiert? Ist es das, was Sie mir mit Ihrer Kri­tik beib­rin­gen möcht­en?

              Sie stell­ten fest, dass ich von mein­er Posi­tion Pro auf Con­tra No-Hate-Speech-Kam­pagne gewech­selt bin und fra­gen mich: wie eigentlich? Ich sehe, dass die Kri­tik gegen die Stiftung (Maas und Schwe­sig aus anderen Grün­den natür­lich eben­so) über ide­ol­o­gis­che Gren­zen hin­weg geführt wird. Darauf habe ich reagiert.

              Etwas ein­fach­er: Ich habe es mir über­legt, weil ich sehe, dass sehr viele Leute der Anti-Kam­pagne fol­gen. In mein­er Lebens­geschichte hat Mei­n­ung­sun­ter­drück­ung, zumal staatlich­er­seits, keine Rolle gespielt. Glück gehabt. Mein Land ist nicht das, das von Tichy und anderen recht­en Blogs kaputtgeschrieben wird. Ich glaube an Deutsch­land und an seine Insti­tu­tio­nen. Skep­sis ist mir deshalb nicht fremd. Aber ich kann es nicht ausste­hen, wenn Leute alles schlecht machen, woran sie vorher so lange geglaubt haben.

              Die Zeitun­gen, die Sie erwäh­nt haben, gehören zum gle­ichen Köl­ner Ver­lag. Insofern ist es klar, dass der Artikel von Her­rn Bom­mar­ius auch dort erschienen ist. Von einem Netz würde ich deshalb noch nicht reden. Da kom­men andere Größenord­nun­gen infrage — wie zum Rupert Mur­doch oder wei­land Sil­vio Berlus­coni. 🙂

              Der Grund mein­er Abnei­gung zu diesen, wie ich sie nenne, recht­en Blogs (schön, dass Sie meinen Blog zumin­d­est optisch ansprechend find­en. Ich habe viel Zeit in die Gestal­tung investiert 🙂 ) ist eigentlich ein ganz ander­er. Mit der Debat­te über Mei­n­ungs­frei­heit hat das nur indi­rekt etwas zu tun.

              Ich bin Anhänger der Willkom­men­skul­tur und habe als Flüchtling­shelfer in der Stadt geholfen. Mein Bild von den Men­schen, die zu uns gekom­men sind, ist grund­ver­schieden zu dem, was die Anhänger Tichys, Broders oder ander­er rechter Blogs denken. In den Diskus­sio­nen darüber habe ich mir inzwis­chen so viel unglaublich schäbige Kom­mentare “reinziehen” müssen, dass ich inzwis­chen selb­st ver­bal sehr rig­oros gegen Het­z­parolen vorge­he. Tichys Leute sehe ich dabei deshalb so kri­tisch, weil sie auf­grund ihren intellek­tuellen Möglichkeit­en auf sub­tile Weise einen Zugang zu Men­schen find­en. Sie überzeu­gen mit Worten, wozu die, die das Estab­lish­ment repräsen­tieren, schein­bar nicht mehr in der Lage sind. Das ist gewiss nicht die Schuld von “Tichys Ein­blick”. Aber die rechte Com­mu­ni­ty nimmt Broders oder Tichys Texte begierig auf und erken­nt darin die Bestä­ti­gung für ihre has­ser­füll­ten Vorurteile.

              Wahrschein­lich wer­den Sie das alles erneut als arm an Argu­menten aber reich an Urteilen geißeln. Damit muss ich leben. Ich glaube nicht, dass ich mich in mein­er Wort­wahl zügeln werde. Men­schen­feinde haben in meinen Augen klar Ansagen ver­di­ent. Und damit meine ich wed­er Frau Friedrich noch Sie. Sehr wohl aber viele andere, die sich nicht scheuen, ihre Ansicht­en in die Welt zu blasen. Von mir aus kön­nen die das gern tun. Aber ein Echo ste­ht ihnen zu.

            2. Julia Schramm´s Tweets + Broders Denke
              Nee Herr Schulte, ich wollte Ihnen wed­er etwas beib­rin­gen und habe auch nicht „in Abrede gestellt, dass sich die unheil­volle Wirkung in “Tichy Einblick”nachweisen ließe“, was immer das nun wieder bedeuten soll.
              Ich habe Sie lediglich aufge­fordert für Ihre Behaup­tung mit der „…Demokratie glatt am Aller­w­ertesten vor­bei …“ einen Beleg zu brin­gen.
              Ich repetiere:

              Michael_DD:

              Horst Schulte:
              Wenn Tichy schreibt, Maas het­ze gegen die Mei­n­ungs­frei­heit, kann man das als pointierte For­mulierung verniedlichen. Er find­et mit diesem Titel den Zugang zu Leuten, denen unsere Demokratie glatt am Aller­w­ertesten vor­bei geht. Lesen Sie bitte die Kom­mentare, die zum Teil in dieser Hin­sicht ein­deutig sind.

              Habe ich gemacht auf dem hier inkri­m­inierten TE-Beitrag. Was Kom­mentare von Leuten bet­rifft, „denen unsere Demokratie glatt am Aller­w­ertesten vor­bei geht“, habe ich nichts gefun­den. Vielle­icht habe ich es über­lesen. Sie kön­nen mir ja auf die Sprünge helfen, ein Beispiel sollte genü­gen.

              Horst Schulte:
              Mein Land ist nicht das, das von Tichy und anderen recht­en Blogs kaputtgeschrieben wird. … Mein Bild von den Men­schen, die zu uns gekom­men sind, ist grund­ver­schieden zu dem, was die Anhänger Tichys, Broders oder ander­er rechter Blogs denken.

              Wieder so eine Behaup­tung.
              In dem inkri­m­inierten Artikel, welch­er Gegen­stand dieses Ihres Beitrages ist, sorgt sich Tichy um die Mei­n­ungs­frei­heit, er schreibt da nichts kaputt. Aber das hat­ten wir schon.
              Es geht nicht ger­ade ums Kaputtschreiben unseres Lan­des aber was die von Ihnen vertei­digte Julia Schramm bei Twit­ter loslässt ist bemerkenswert. Zumal die junge Dame z.T. von Steuergeldern lebt.
              Wie Broder denkt weiß nur Broder. Daß er so schreibt wie er denkt ist sehr wahrschein­lich. Er lebt von der geschriebe­nen Kri­tik, welche auch manch­mal recht bis­sig ist. Gibt man auf Achgut zum Autor Broder das Such­wort „Flüchtling“ ein erhält man 226 Tre­f­fer. Da müsste doch was zu find­en was Ihre Mei­n­ung zu Broders Denke bestätigt.

            3. Sie glauben jet­zt aber nicht, dass ich Ihnen auch nur einen Kom­men­tar her­aus­picke, um Ihnen eine neue Gele­gen­heit zu geben, Ihr Unver­ständ­nis über meine Sicht der Dinge auszu­drück­en? Ich erkenne in den Kom­mentaren zu Tichys Artikel inhaltlich mehr als Sie. Belassen wir es dabei.

              Mich macht es nach­den­klich, wenn alle Leser des infrage ste­hen­den Artikels die Mei­n­ung des Autors teilen.

              Auf der anderen Seite sollte mich das deshalb nicht über­raschen, weil Tichy sich schon lange und inten­siv am Estab­lish­ment abar­beit­et. Deshalb hat er ja diese große Fange­meinde.

              Bei diesem Grad an selb­stver­stärk­ender Schwarz­malerei, den Tichy und seine Autoren in die Welt pusten, ist es IMHO so, dass für unsere Demokratie nicht gut ist. Mir ist das viel zu ein­seit­ig. Ver­schiedene Aspek­te ein und der­sel­ben Sache wer­den, wie lei­der in vie­len anderen Medi­en auch, nicht behan­delt. Immer geht alles nur in eine Rich­tung. Ja, es herrscht Mei­n­ungs­frei­heit. Aber auch für mich.

              Es geht der Recht­en in diesem Stre­it nicht nur um die Klage über die ein­seit­ige Ein­schränkung der Mei­n­ungs­frei­heit, son­dern um das Nie­der­ma­chen des links-grün-ver­sifften Main­streams. Da kommt man gut voran, habe ich das Gefühl.

              https://1drv.ms/b/s!Ahm4MoRqZRc_mmRe3gexkIirmzwH

              Bitte die Datei herun­ter­laden und mit dem Acro­bat Read­er lesen. Dann sind die URL’s der Kom­mentare sicht­bar. Danke.

            4. Schlam­perei beim Nie­der­ma­chen

              Herr Schulte, nach­dem Sie erst behaupteten,

              Horst Schulte:
              Wenn Tichy schreibt, Maas het­ze gegen die Mei­n­ungs­frei­heit, kann man das als pointierte For­mulierung verniedlichen. Er find­et mit diesem Titel den Zugang zu Leuten, denen unsere Demokratie glatt am Aller­w­ertesten vor­bei geht. Lesen Sie bitte die Kom­mentare, die zum Teil in dieser Hin­sicht ein­deutig sind.

              und nicht in der Lage waren auch nur einen einzi­gen Kom­men­tar dies­bezüglich zu benen­nen, obwohl diesel­ben I.M.n. ein­deutig sind, kom­men Sie jet­zt mit „Nie­der­ma­chen des links-grün-ver­sifften Main­streams“.

              Horst Schulte:
              Es geht der Recht­en in diesem Stre­it nicht nur um die Klage über die ein­seit­ige Ein­schränkung der Mei­n­ungs­frei­heit, son­dern um das Nie­der­ma­chen des links-grün-ver­sifften Main­streams. Da kommt man gut voran, habe ich das Gefühl.

              und brin­gen dazu gle­ich sieben Kom­mentare von TE.
              Na sehen Sie, es geht doch, wenn Sie eine Ihrer These unter­mauern wollen. Lei­der funk­tion­ieren Ihre Quellen nicht und außer­dem haben Sie Name und Datum der Kom­mentare unter­schla­gen, so daß es bei der Fülle der­sel­ben zeitaufwendig wäre alles zu über­prüfen. Ich nehme diese mal als kor­rekt kopiert an. Aber was wollen Sie mit dieser Auswahl sagen?
              Die aus­gewählten Kom­mentare behan­deln ver­schiedene The­men und sind halt Kom­mentare. Aus­drücke wie »Der nicht alpha­betisierte Alte, Vorzeige-Mus­li­ma, gepam­perten Vollinfan­tilen, Kinder­garten­scheiss, Chaos der Pfaf­fen­tochter und Ihrer Lakaien been­den« sind von der Mei­n­ungs­frei­heit gedeckt.
              Oder soll man anhand der u.a. benutzten For­mulierun­gen sich ein Bild machen über die Mach­er des „Nie­der­ma­chen des links-grün-ver­sifften Main­streams“ ?
              Lei­der wird beim Nie­der­ma­chen schlampig gear­beit­et.
              Ich nehme mal den let­zten Kom­men­tar Ihrer Auswahl.

              Schulte : Leser­briefe Tichy
              … Rozh läuft als Bun­destagsvizepräsi­dentin in ein­er Demo hin­ter einem Schild mit der Auf­schrift: “Deutsch­land du Stück Scheiße” her, und gibt an damit, gut Bör­reck
              zuzu­bere­it­en, ken­nt aber das GG nicht richtig!
              Da dürften auch die han­del­nden Per­so­n­en selb­st einen etwas beschränk­ten Hor­i­zont haben!
              Es gibt kein Recht auf Dummheit — Tichys Ein­blick | Quelle

              Das Plakat war eine Parole und kam aus dem Laut­sprecher­wa­gen des Schwarzen Blocks und lautete
              Deutsch­land, du mieses Stück Scheiße“.
              Es gab weit­ere gar nicht net­ten Parolen:

              In dem Demon­stra­tionszug waren nach Medi­en­bericht­en darüber hin­aus Rufe wie „Deutsch­land ver­recke“ und „Nie wieder Deutsch­land“ zu hören. Nach einem Bericht der „Han­nover­sche All­ge­meine Zeitung“ kon­nten Roth und alle anderen die Parolen hören „und liefen doch weit­er mit“. Wenn dies zuträfe, müsste sich eine Bun­destagsvizepräsi­dentin doch wenig­stens hin­ter­her davon dis­tanzieren. Doch bish­er Fehlanzeige.

              Das geht nicht nur gegen unsere Demokratie son­dern prinzip­iell gegen unser Land.
              Aber so was geht Ihnen offen­sichtlich am Arsch vor­bei.

            5. Na sehen Sie, es geht doch, wenn Sie eine Ihrer These unter­mauern wollen. Lei­der funk­tion­ieren Ihre Quellen nicht und außer­dem haben Sie Name und Datum der Kom­mentare unter­schla­gen, so daß es bei der Fülle der­sel­ben zeitaufwendig wäre alles zu über­prüfen.

              Bekla­gen Sie sich bitte dies­bezüglich beim Web­mas­ter des Blogs Tichys Ein­blick. Die haben eine bescheuerte Kom­men­tar­funk­tion. Die Kom­mentare lassen sich näm­lich selb­st bei ein­er Ver­linkung nicht sehen. Pro­bieren Sie es mal aus. Sog­ar, wenn Sie den kom­plet­ten Link in die Adresszeile des Browsers kopieren, funk­tion­iert es nicht. Nicht mein Prob­lem! Das PDF habe ich in ein­er anderen Weise noch ein­mal erzeugt. Nun find­en Sie auch die Links. Weit­erkom­men wer­den Sie aus den besagten Grün­den aber nicht. Soviel zu meinen “schlampi­gen” Recherchen.

              Wirft ein Demokrat einem anderen Demokrat­en vor, er het­ze gegen die Mei­n­ungs­frei­heit, finde ich das nicht ok. Tichys hat genau diesen Vor­wurf gegen Maas erhoben, sog­ar in der Artikelüber­schrift. Sie tun ger­ade so, als ob das nichts wäre.

              Von der Mei­n­ungs­frei­heit ist übri­gens abgedeckt, dass Katho­liken als Kinder­fick­ersek­te denun­ziert wer­den dür­fen. Das ist die aktuelle Recht­sprechung. Ich hätte den, der das gesagt hat, ordentlich verk­nackt.

              Bei Tichys Ein­blick wird häu­fig der links-grün dominierten Main­stream kri­tisiert. Dazu wird der Ein­druck erweckt, als dürfe man seine Mei­n­ung in unserem Land nicht mehr sagen. Schauen Sie selb­st unter dem Begriff Mei­n­ungs­frei­heit nach, was es da alles zu lesen gibt. Mich bringt das auf die Palme, und — ja richtig — ich reagiere darauf mitunter wütend und mit unangemessen­er Wort­wahl. Für mich gilt freie Mei­n­ungsäußerung aber schon auch? Oder?

              Wenn Sie doch Leser, vielle­icht sog­ar ein begeis­tert­er Leser sind, sollte Ihnen das nicht ent­gan­gen sein. Vielle­icht schla­gen Sie sich beim Lesen dieser Absätze auf die Schenkel und stim­men begeis­tert zu? Ich weiß das nicht. Aber ich weiß, dass ich das Scheiße finde. Kom­plette Scheiße.

              Ich schreibe hier keine The­sen. Ich heiße nicht Luther! Ich beschreibe meine Beobach­tun­gen von Artikeln und Kom­mentaren, die offen­bar rechts-nation­al gesin­nte Leser dieses Blogs posten. Dass Ihnen das nicht gefällt, ist offen­sichtlich. Die Mit­tel, die Sie ein­set­zen, um meine Vorge­hensweise lächer­lich zu machen, mögen bei Ihren Gesin­nungsgenossen prächtig ankom­men. Mir gehen Sie, wie sagten Sie so schön, voll am Arsch vor­bei. Ich denke, wir ver­ste­hen uns.

              Die beschriebene und angeprangerte Ver­hal­ten von Roth kenne ich. Es ist von recht­en Blogs der­art pen­e­trant wiederkäut wor­den, dass man qua­si gar nicht drumherum kam. Damit ist ja aus Ihrer Sicht offen­bar glaskar, dass man Roth und andere grüne Poli­tik­erin­nen in dieser Weise verunglimpfen darf.

              Es sind halt Kom­mentare”. Ja — und zwar solche, die von solchen Leuten wie Tichy und Co. provoziert wer­den. Nur für diese Leute wird dort geschrieben. Und sie haben ihren Leser­stamm ja auf prächtige Höhen kat­a­pul­tiert. Es gibt Nach­frage nach diesem Zeug. Das würde ich nie bestre­it­en.

            6. Ulti­ma Ratio ?

              Michael_DD:
              Lei­der funk­tion­ieren Ihre Quellen nicht und außer­dem haben Sie Name und Datum der Kom­mentare unter­schla­gen, so daß es bei der Fülle der­sel­ben zeitaufwendig wäre alles zu über­prüfen.

              Horst Schulte:
              Bekla­gen Sie sich bitte dies­bezüglich beim Web­mas­ter des Blogs Tichys Ein­blick. Die haben eine bescheuerte Kom­men­tar­funk­tion. Die Kom­mentare lassen sich näm­lich selb­st bei ein­er Ver­linkung nicht sehen. Pro­bieren Sie es mal aus. Sog­ar, wenn Sie den kom­plet­ten Link in die Adresszeile des Browsers kopieren, funk­tion­iert es nicht. Nicht mein Prob­lem! Das PDF habe ich in ein­er anderen Weise noch ein­mal erzeugt. Nun find­en Sie auch die Links. Weit­erkom­men wer­den Sie aus den besagten Grün­den aber nicht. Soviel zu meinen “schlampi­gen” Recherchen.
              Mir ging es um Name und Datum der TE-Kom­mentare, zum Auffind­en, welche Sie unter­schla­gen haben. Ich habe kein Prob­lem damit, diese beim Kopieren mitzunehmen; hier ein Beispiel:

              TE:
              6. August 2016 um 19:36 von Mar­tin Grae­ber
              Sehr guter Artikel. … EEG16 finde ich z.B. eine Katas­tro­phe.
              ANTWORTEN
              http://www.rolandtichy.de/tichys-einblick/edekakaiserstengelmann-olg-im-abseits/

              Das Wort Schlam­perei in der Über­schrift bezog sich auf den let­zten TE-Kom­men­tar in Ihrer PDF, bei der auch in der heuti­gen Fas­sung die Links der Quellen nicht funk­tion­ieren. Aber sei´s drum.
              Was Tichys Het­zvor­wurf gegen Maas bet­rifft tue ich nicht so als ob das nichts wäre. Ich schrieb hier vor einiger Zeit dazu

              Michael_DD:
              Tichys Über­schrift Heiko Maas het­zt gegen freie Mei­n­ung: DDR 2.0? ist sich­er polemisch, trifft aber m.M.n. nicht mal den Kern der Sache. Maas arbeit­et mit sein­er Truppe gegen die Mei­n­ungs­frei­heit.

              Horst Schulte:
              Die beschriebene und angeprangerte Ver­hal­ten von Roth kenne ich. Es ist von recht­en Blogs der­art pen­e­trant wiederkäut wor­den, dass man qua­si gar nicht drumherum kam. Damit ist ja aus Ihrer Sicht offen­bar glaskar, dass man Roth und andere grüne Poli­tik­erin­nen in dieser Weise verunglimpfen darf.
              Wenn das „von recht­en Blogs der­art pen­e­trant wiederkäut wor­den“ ist frage ich warum Sie´s noch mal auf­greifen. Ich schrieb auch nur zu Frau Roth, nicht zu anderen grü­nen Poli­tik­erin­nen, gab lediglich eine Quelle wieder und kom­men­tierte :

              Michael_DD:
              Das geht nicht nur gegen unsere Demokratie son­dern prinzip­iell gegen unser Land. Aber so was geht Ihnen offen­sichtlich am Arsch vor­bei.

              Ich darf auch mal wütend wer­den, in dem Falle auf Ihre Sichtweise. Was daran „Roth verunglimpfen“ sein soll wis­sen Sie allein. Ich hätte zu der Sache kein Wort ver­loren wenn sich Roth auch nur ansatzweise für die Sache entschuldigt hätte.
              Hat sie aber nicht.
              Horst Schulte:
              Die Mit­tel, die Sie ein­set­zen, um meine Vorge­hensweise lächer­lich zu machen, mögen bei Ihren Gesin­nungsgenossen prächtig ankom­men. Mir gehen Sie, wie sagten Sie so schön, voll am Arsch vor­bei.
              Wenn meine Mit­tel so einen Ein­druck bei Ihnen erzeugten so war das eine nicht beab­sichtigte Neben­wirkung. Und wenn im let­zten Satz oben alles richtig geschrieben ist, so ist wohl das let­zte Mit­tel Ihrer Wahl die Belei­di­gung.

            7. Hät­ten Sie sich an meine Beschrei­bung (Herun­ter­laden des PDF) gehal­ten, kön­nten Sie die Links sehen und ver­wen­den. Sie funk­tion­ieren! Nur nicht in dem Sinne, dass Sie, wie das in einem nor­malen Blog funk­tion­iert, gle­ich dor­thin sprin­gen kön­nen. Aber gut.

              Fra­gen Sie mich wirk­lich, weshalb ich auf das rechte Genöh­le und Geschimpfe zurück­gekom­men bin? Ich ver­mute, weil das Inter­net trotz aller Ein­griffe in die freie Mei­n­ungsäußerung (natür­lich durch links-grüne Faschis­ten, wie das gern genan­nt wird), fast bloß recht­es Genöh­le und Geschimpfe aus­macht.

              Sollte ich Sie belei­digt haben, bitte ich Sie um Entschuldigung. Das passiert im Eifer des Gefecht­es. Zum Glück nicht nur mir.

  6. Es gibt einen weit­eren Artikel auf diesem Blog, der mich echt auf die Palme bringt. Vor allem sind es die Kom­mentare, die mir fast kör­per­lich Schmerzen machen. Wer so etwas schreibt und beklatscht ist wirk­lich weit genug: https://goo.gl/hFAFjG Ich wieder­hole. Das sind ekel­hafte und wider­liche Texte, die Kom­mentare aber sind oft noch viel schlim­mer.

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