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Keine Lovestory in Sicht

Merkel Und Trump Bei Der Pressekonferenz

Aufschlussreich fand ich, dass die Beschreibung des Wechsels in der Führungsetage des Kölner Lebensmittelkonzerns REWE mit 1 1/3 Seiten in der heutigen Ausgabe des Kölner Stadt-Anzeiger alles in allem deutlich mehr Raum erhielt, als die Berichte und Kommentare über Merkels Besuch bei Trump.

Angesichts fehlender Neuigkeiten, die man nach dem ersten Aufeinandertreffen der beiden Politiker vielleicht erwartet hatte, war das keine Überraschung.

So war der Unterhaltungswert dieses Teils der gestrigen „Heute Show“ allein deshalb erstaunlich, weil der Besuch dort vergleichsweise breiten Raum eingenommen hat. Die Mimik, die Merkel und Trump während ihres Treffens boten, gab etwas her.

 

 

Ob aus der avisierten „Pilcher-Gesichte“ je etwas werden wird? Warten wir es ab, wenn die richtigen Brocken auf den Tisch gelegt werden. Die ständige Wiederholung der trumpschen Forderung nach mehr Geld für die Verteidigung kann hier inzwischen wohl auch kaum noch einer hören.

Verteidigung

Außerdem hat Schäuble in seinem neuen Etatentwurf ja schon entsprechend „vorgearbeitet“. Der Verteidigungshaushalt wird für unsere „Schwarze-Null“-Verhältnisse ganz hübsch aufgeblasen. Angesichts der mangelnden Beliebtheit in der Bevölkerung, die aus meiner persönlichen Sicht, auch schon mal verrückte Züge annimmt, darf man gespannt sein, welche Diskussionen an diesem Punkt noch entstehen werden. Schäuble behält schließlich auch für die nächsten Etats die „schwarze Null“ als für ihn offenbar wichtigstes Ziel im Auge. Jedenfalls hat er es so angekündigt.

Berufliche Weiterbildung in den USA

Dass Trump von unserem Dualen System gehört hat, das wohl auch von deutschen Firmen in den USA angewendet wird [sic?] fand ich interessant. Vor allem, wenn man bedenkt, dass gegenwärtig in Deutschland an diesem System von manchen herumkritisiert wird.

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Mancher wird sich über Trumps Pointe gefreut haben, als er von einer Gemeinsamkeit sprach, die Merkel jedenfalls mit ihm teile. Er geht davon aus, dass nicht nur Merkel, sondern – wie er bis heute steif und fest behauptet – auch er persönlich auf direkte Anweisung Präsident Obamas abgehört worden sei.  Wie wir wissen, hat Trump seine Vorwürfe ihn selbst betreffend bis heute weder bewiesen noch hat er sie zurückgenommen.

Eine Stelle im Bericht des Kölner Stadt-Anzeigers fand ich wichtig.

Investigative Reporter im Gepäck

Merkel hatte „deutsche Reporter“ mit nach Washington genommen. Diese stellten „direkte, offene Fragen“ und sie wurden danach in vielfältigster Form und in hoher Anzahl über die sozialen Netzwerke geteilt und kommentiert. Auch der Sender CNN nahm diese Fragen auf. Sie wurden in anschließenden Diskussionsrunden zum Besuch behandelt.

Der Stadt-Anzeiger schreibt, es sei in Washington längst kein Usus mehr, dass im Weißen Haus auf harte, unbequeme Fragen offene, sachliche Antworten kämen. Im Bericht wird beschrieben, dass Trump diese Offenheit sichtlich gequält habe.

Mich hat diese Feststellung ein wenig amüsiert. Ich bin kein USA – Kenner. Ich vermute jedoch, dass die Fragen, die deutsche Journalisten bei solchen Gelegenheiten stellen, eher vorsichtig zurückhaltend als direkt und offen sind.

Ich entnehme dieses wiederum aus einzelnen Videos des Journalisten Thilo Jung, der Bundespressekonferenzen dankenswerterweise auch in voller Länge online stellt. Man kann sich dort also über die direkten, offenen Fragen deutscher Journalisten ein eigenes Bild machen. Außer von Herrn Jung und Herrn Dieter Wonka habe ich dort selten kritische Fragen gehört.

Aber gestern war es anders. Die dpa – Journalistin Kristina Dunz stellte einige Fragen, für die sie von deutschen Journalisten regelrecht gefeiert wurde. Angeblich waren USA-Reporter vom Schneid der Kollegin „geschockt“.

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Der „Auftritt von Frau Dunz findet ab Minute 13:20 Uhr statt. Das Gesicht von Frau Merkel ist dabei beachtenswert.

Lob von US-Kollegen

Ein CNN-Journalist twitterte im Anschluss an die PK folgendes: „Gute Arbeit der deutschen Presse. Ernsthaft“. Das „Ernsthaft“ lassen wir mal unkommentiert

Für die „Heute Show“ war Frau Dunz jedenfalls auch ein Thema. Am geschilderten Verhalten der us-amerikanischen Journalisten sieht man leider sehr deutlich, wie negativ sich das Land innerhalb so kurzer Zeit unter diesem Präsidenten-Darsteller verändert hat.

Natürlich ist es tröstlich, wenn wenigstens die Richter Trump Einhalt gebieten und auch sein zweites Dekret zur Einreise von Menschen mit islamischem Glauben, das jetzt angeblich keine Rassismus-Spuren mehr enthalten sollte, genau aus diesem Grunde stoppen. Mich amüsiert allein die Vorstellung wie Trump getobt haben dürfte.

International: Merkels „Playboy“-Vorbereitung auf Trump | ZEIT ONLINE | Quelle

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Horst Schulte

Ich blogge seit 2004. Am liebsten schreibe ich über gesellschaftliche und politische Fragen. Aber ab und an gibt es hier auch etwas zum Thema Bloggen, Wordpress und ein paar Fotos.

Meine ersten Gehversuche als Blogger machte ich mit den Blogs finger.zeig.net, später mit querblog.de und noch etwas später mit netzexil.de

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