SPD

Martin Schulz erzĂ€hlt doch auch nur đŸ’©Mist! Oder wohl oder doch?

  • Lesezeit: 2 Minuten
Ziffern

Im Internet wird Martin Schulz hart attackiert. Aus den unterschiedlichsten GrĂŒnden.

Dazu gehören unter anderem Daten, mit denen sich gestern der Faktencheck der ARD-Sendung »Hart aber fair« unter anderem beschĂ€ftigt hat.

Ein Tweet, den ich dazu gelesen hatte, ging so:

Ich kann nicht beurteilen, wer in der Sendung das Thema, das nicht auf dem Programmplan stand, ĂŒberhaupt aufgebracht hat. Der Fall Schlecker sollte eigentlich behandelt werden.

Trotzdem: bestĂ€tigt das Ergebnis des Faktenchecks nicht Schulz« Aussage? Heutzutage ist es, noch viel weniger als frĂŒher ™ keine Kleinigkeit, wenn wer bei einem Fehler erwischt wird. Und wenn es sich »nur« um eine falsche Zahl handelt und selbst dann, wenn diese Zahl bestenfalls ein kleiner Teil der Argumentationskette ist.

Es wird aus gleich ein riesiges Theater darum gemacht. WĂ€re es nicht die bloße Zahl, hĂ€tte man die Quelle (Hans-Böckler-Stiftung) als sozialistisch unterwandert bezeichnet, was genauso viel heißt, wie: diese Quelle ist nicht glaubwĂŒrdig. Mit anderen Worten: Es kann nur der Quelle Vertrauen entgegengebracht werden, der man selbst vertraut. In diesem Fall wĂ€re es a) das arbeitgeber- oder b) das arbeitnehmerfreundliche Institut. Suchen wir uns also aus, was »richtig« ist. Oder wir lassen es einfach. Wer hat schon Zeit fĂŒr sowas?

Auszug aus dem Faktencheck von »Hart aber fair«, 6.03.2017:

Zu wesentlich höheren Zahlen kommt das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung. Demnach waren 2015 sogar 39,3 Prozent aller abhĂ€ngig BeschĂ€ftigten in Teilzeit, Leiharbeit oder Minijobs tĂ€tig. Die große Differenz zu den Zahlen des Statistischen Bundesamtes erklĂ€rt das WSI mit der unterschiedlichen Definition von Teilzeitarbeit. WĂ€hrend die Bundesstatistiker lediglich die Arbeitnehmer als TeilzeitkrĂ€fte zĂ€hlen, die auf 20 oder weniger Wochenarbeitsstunden kommen, rechnet das WSI mit den Zahlen der Bundesagentur fĂŒr Arbeit (BA). “Demnach liegt TeilzeitbeschĂ€ftigung dann vor, wenn die regelmĂ€ĂŸige Wochenarbeitszeit eines Arbeitnehmers kĂŒrzer ist als die einer vergleichbaren Vollzeitkraft“, heißt es in der WSI-Datenbank zur atypischen BeschĂ€ftigung.    […]

Richtig ist, dass besonders hĂ€ufig in der Wissenschaft (Hochschulen, wissenschaftliche Einrichtungen etc.) Mitarbeiter befristet beschĂ€ftigt werden. 2014 lag ihr Anteil bei 37 Prozent. Bei Neueinstellungen, deren ArbeitsverhĂ€ltnis befristet wird, liegt der öffentliche Dienst deutlich vor der Privatwirtschaft. Im ersten Halbjahr 2014 erhielten laut IAB knapp 60 Prozent der neu angestellten Arbeitnehmer im ÖD befristete ArbeitsvertrĂ€ge. In der Privatwirtschaft waren es lediglich 40 Prozent. Allerdings war dieser Anteil im öffentlichen Dienst schon einmal wesentlich höher. 2004 waren noch 74,9 Prozent der Neueinstellungen befristet.Quelle: Oben verantwortungslos, unten chancenlos – ist Schlecker heute ĂŒberall? – Faktencheck – Hart aber Fair – Das Erste | LINK

Was bleibt dem normalen TV-Zuschauer oder dem Leser solcher Aussagen noch anderes ĂŒbrig, als stĂ€ndig alles zu hinterfragen?

Die Skepsis wird auf diese Weise immer weiter zunehmen. So wird fröhlich weiter das Vertrauen in all die zerstört, die irgendwas mit Demokratie zu tun haben. Im Grunde brauchen sie dafĂŒr nur Ihren Mund aufzumachen. Schon ist jemand zur Stelle, der »LĂŒge« schreit.

Schon findet sich einer, der es garantiert besser weiß.

Agenda 2010: Arbeitgeber werfen Schulz falsche Angaben vor | ZEIT ONLINE | Quelle

Marionette
Was der tĂŒrkische Außenminister MevlĂŒt Cavusoglu wohl meint, wenn er uns mit Konsequenzen droht? Kommen die mit…
selfie
Facebook muss nach einer aktuellen Gerichtsentscheidung verletzende und verhetzende BeitrĂ€ge nicht löschen.  Ein Mensch, den viele von uns…
Tipp:  Armut bleibt eine Frage der Weltanschauung

Ich freue mich auf Ihren Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.