Medien – 2Bier.de https://2bier.de Jetzt mach aber mal nen Punkt Sun, 15 Jan 2017 16:18:08 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.7.1 https://2bier.de/wp-content/uploads/2016/08/cropped-logo0408-65x65.png Medien – 2Bier.de https://2bier.de 32 32 Tichys Einblick: 2. Artikellöschung – diesmal nach Protesten https://2bier.de/tichys-einblick-2-artikelloeschung-diesmal-nach-protesten/ https://2bier.de/tichys-einblick-2-artikelloeschung-diesmal-nach-protesten/#comments_reply Sun, 08 Jan 2017 17:31:44 +0000 https://2bier.de/?p=33961 Die Zeit des Innehaltens ist schon fast vergessen, falls es sie im Internet überhaupt noch gibt. Der laute Streit übers Übliche ebbte zwischen Weihnachten und Neujahr ab. Mein Eindruck mag darauf zurückzuführen sein, dass insgesamt weniger los war. Das war bisher immer so. Die hysterischen…

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Die Zeit des Innehaltens ist schon fast vergessen, falls es sie im Internet überhaupt noch gibt. Der laute Streit übers Übliche ebbte zwischen Weihnachten und Neujahr ab. Mein Eindruck mag darauf zurückzuführen sein, dass insgesamt weniger los war. Das war bisher immer so.

Die hysterischen Blogbeiträge und die Spitzfindigkeiten in den sozialen Netzwerken haben gleich nach dem Attentat von Berlin begonnen, sich aufzuschaukeln. Das war natürlich vorauszusehen. Auch, dass die damit einhergehenden Forderungen an die Politik zum Thema innere Sicherheit an Schärfe zunehmen würden.

Das Stadium der Appelle, nicht zu verallgemeinern, haben wir inzwischen verlassen. Dem kollektiven Schock folgte die Hysterie. Aus ihr wurde Angst, aus Angst noch mehr Hass.

Puffer zwischen den Streithälsen bilden nurmehr Tastatur und Bildschirm.

Was kümmern uns die Appelle von Veranwortungsträgern? Sie sind mit unserem Willen, nicht gegen „die Flüchtlinge“, „die Ausländer“ oder „die Muslime“ zu hetzen, die zu Millionen in Deutschland mit uns zusammenleben, nicht mehr im Einklang. Da überrascht das Umfrageergebnis, dass 73 % der Deutschen sich eher sicher fühlen. Das Sammelbecken der Angsthasen und Wutbürger wurde klar identifiziert.

Nichtsdestotrotz: wir kriegen es immer immer weniger auf Reihe, uns vernünftig und angemessen über die wichtigen Fragen unserer Zeit auseinandersetzen. Die Bedrohung durch den islamistischen Terror inbegriffen. Stattdessen attestieren wir uns gegenseitig sonst etwas.

Jetzt – 3 Jahre nach meinem Austritt – stehe ich vor den Trümmern einer Debattenkultur, die ich selbst mitgeprägt habe und es macht mich traurig. Der Hass, die Verletzungen, all das. Und mir wird klar, dass es vielleicht zu spät ist.Quelle: Julia Schramm – An manchen Tagen schaue ich ins Internet und denke… 8.01.2017 | LINK 


Egal, welchem politischen Standpunkt man haben mag, wir haben uns an diese Art des gegenseitigen Hasses und an die zwangsläufig hieraus resultierenden Verletzungen scheinbar gewöhnt.

Bisher habe ich (63) in meinem Leben nie mehr Ablehnung persönlicher oder politischer Positionen erfahren wie heute. Doch, das ist schlimm. Ich empfinde es so.

Auch bei mir sieht es nicht anders aus. Ich ertappe mich bei Diskussionen, die ich im RL ohnehin nur noch mit wenigen vertrauten Menschen noch führen mag, dass unsere Ansichten, Positionen und Überzeugungen so weit voneinander entfernt liegen wie nur irgendetwas.

Was ist bei Tichys los?

Im Blog „Tichys Einblick“ wurde gestern der Beitrag eines Gastautoren nach Protesten im Internet gelöscht. Der Bloginhaber, Roland Tichy, ist Herausgeber der XING – News. Diese Tatsache machten sich viele zunutze, um Druck gegen TE aufzubauen. Persönlich habe ich den Eindruck, dass die Redaktion von TE anerkennenswerter Weise gleich nach einer Prüfung dieses Artikels die Konsequenzen zog und den Artikel sofort gelöscht hat. Das zweite Mal innerhalb kurzer Zeit. Jener war von Anabel Schunke.

An welche Geschichte mich das ein bisschen erinnert hat, ist klar – oder? Natürlich! 💡


Einer der Stammautoren des Blogs, Alexander Wallasch, erklärte in einem eigenen Beitrag, weshalb Roland Tichy und die Redaktion des Blogs zu dieser Entscheidung kamen.

Ich halte die Maßnahme für richtig und für souverän.

Allerdings verstehe ich nicht, weshalb die Leserbriefe zu diesem Artikel von Wallasch nun speziell aufbereitet wurden bzw. warum man diese offenbar nun für sich selbst sprechen lassen wollte.

Einer der Kommentare geht so:

Michael M. kann der Diskussion mit der von Fritz genannten Klientel durchaus Amüsantes abgewinnen, wenn er befindet, „es macht schon spass, einen gutmenschen allein auf grundlage der logischen widersprüche vorzuführen und die reaktionen zu erleben, vor allem wenn unbeteiligte dabei sind. man benötigt nur eine gewisse menschenkenntnis, damit man weiss bis wohin man gehen kann, ohne aufs maul zu bekommen. aber es macht trotzdem echt spass…“Quelle: „Ich bin auch nur ein Mensch“ – Tichys Einblick | LINK

Michael M. meint bestimmt Leute wie mich. Vielleicht bin ich ihm sogar hier schon „begegnet“?! Ob mein kleiner Blog mit gutmeinenden aber wohl weniger anspruchsvollen Artikeln aber überhaupt ein Ziel einer intellektuell so haushoch überlegenen Person sein könnte? Eher nicht.

Tatsache ist, mir ist es in meiner Zeit als Blogger (seit 2004) oft passiert, dass ich befreundete Blogger mit anderer politischer Einstellung und hier und da Besucher zu Besuch hatte, die mir den Kopf gewaschen haben. Vor allem im Nachhinein habe ich erkannt, dass manche Position der Gegenseite schlüssiger gewesen ist, vielleicht einfach nur richtig. Woviel Einsicht hat der gute Michael M. wahrscheinlich bei solchen Leuten wie mir nicht für möglich gehalten.


Inwieweit man die Beispielkommentare zu dem gelöschten Artikel als kontrovers bezeichnen kann (wie Wallasch sie ankündigt), soll jeder selbst beurteilen. Ich finde, die meisten Kommentare sind – wie gewöhnlich bei TE – aus dem gleichen groben Holz geschnitzt. Sie bekräftigen überwiegend die Inhalte der Autoren der Beiträge. Sie sind die Stichwortgeber der allermeisten Kommentatoren.

Die Originalkommentare zum Artikel (Version aus dem Cache) hat die Redaktion von TE stehen lassen. Sie können diese also auch am Stück lesen und kommen vielleicht diesbezüglich zu anderen Einsichten als ich. Die beiden Top-Kommentare (Anzahl Likes) belegen eher meine Position. Wofür sich der Autor auch artig bedankt (s. Screenshot).

Der folgende Kommentar unter Wallaschs Artikel lässt keine Zweifel daran, worin die wahre Intention für diesen Nachkarte-Artikel liegt:

Bestätigung zu bekommen und schließlich Recht gehabt zu haben. 

Ich weiss nicht Herr Wallasch wohin uns die ach so differenzierte Betrachtung der Leserkommentare diesmal wieder bringen soll. Die meisten der Leser dieses Blogs sind sich nämlich ziemlich einig. Im Übrigen geht es auch wieder einmal nicht um die Wortwahl des Herrn Fritz (merken wir ausserdem hier nicht schon wieder wie die Diskussion abgelenkt werden soll?), sondern im Endeffekt geht es doch darum (und darauf sollte ruhig einmal hingewiesen werden), dass dieser Artikel sagt man sollte das Gespräch mit jenen nicht mehr suchen, die doch aber den Diskurs ohnehin schon beendet haben. Ich meine sogar sie haben ihn nie gesucht.

Es waren nicht die „Neurechten“ die der anderen Seite pauschal jedwedes Recht an der Diskussion abgesprochen haben. Wir waren es nicht die andere pauschal diffamiert, mit Nazibann und Moralkeule belegt in die Ecke gedrängt haben. Wir haben nicht damit angefangen aufgrund unserer moralischen Überlegenheit die tausend Mal mehr wiegt als jedes logische Argument diejenigen zu diffamieren, zu denunzieren, zu verleumden und was weiss ich noch alles, die nicht unserer Meinung sind.Quelle: „Ich bin auch nur ein Mensch“ – Tichys Einblick | LINK

Ich sagte schon – die Kontroverse wird mit harten Bandagen geführt. Seltsam finde ich, dass es immer die Rechten sind, die so sehr auf ihre Meinungsfreiheit pochen und dabei immer so tun als gewähre der Mainstream sie ihnen nicht.

Was für ein Quatsch das ist, sieht man doch, wenn man nur einige Texte bei TE oder der Achse des Guten liest! Die Rechten sind längst so laut geworden, dass sie so unflätige Vorhaltungen gegen ihre Gegner eigentlich nicht nötig hätten.

Wenn ich richtig mitgezählt habe, war das jetzt schon der 2. Artikel innerhalb kurzer Zeit, den sich Tichy genötigt sah, vom Netz zu nehmen. Ich kann meine Freude darüber nicht verhehlen.

Die andere Seite sieht das naturgemäß als Beleg für Behauptung an, dass die Meinungsfreiheit eingeschränkt werde. Mal gucken, wie die neue Legende aussieht, an der sie jetzt wieder stricken!
Von denen, die unsere Meinungsfreiheit ganz hoch halten » 2Bier.de | Quelle

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SOKO Leipzig – Ich wusste gleich, dass Simon Schwarz der „Täter“ war https://2bier.de/soko-leipzig-ich-wusste-gleich-dass-simon-schwarz-der-taeter-war/ https://2bier.de/soko-leipzig-ich-wusste-gleich-dass-simon-schwarz-der-taeter-war/#view_comments Sat, 07 Jan 2017 17:54:56 +0000 https://2bier.de/?p=33956 Die Folge „SOKO Leipzig“ von gestern fand ich wieder mal echt stark. Das ist eine deutsche Krimiserie, die ich unbedingt zu meinen Favoriten zähle. Und das sind nicht so viele. Es gibt Zuschauer, die der Meinung sind, dass das ZDF seinen…

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Die Folge „SOKO Leipzig“ von gestern fand ich wieder mal echt stark. Das ist eine deutsche Krimiserie, die ich unbedingt zu meinen Favoriten zähle. Und das sind nicht so viele.

Es gibt Zuschauer, die der Meinung sind, dass das ZDF seinen „Erziehungsanspruch“ im Hinblick auf unsere Einstellung zu Flüchtlingen in dieser Krimiserie zuletzt zu sehr nachgekommen wäre. Erziehungsunterricht via Krimi gefällt manchen halt überhaupt nicht und das muss ja auch nicht sein!

Aber gestern zählte das nicht. Die Serie ist schauspielerisch prima besetzt und der oder die Drehbuchautoren machen wirklich einen tollen Job.

Über eine Sache muss ich aber meckern. Ich wusste nämlich schon sehr früh, dass nicht der exzellent aufspielende Thomas Heinze der Täter war, sondern der ebenso fantastische Simon Schwarz.

Sein frühzeitiges Erscheinen war der Grund für meine Vermutung. Einen so tollen Schauspieler in dieser (zunächst) vermeintlichen Nebenrolle zu besetzen, musste einfach was bedeuten. Und er sollte schließlich ja auch eine wichtige Rolle spielen.

Simon Schwarz gab den Mörder. Einen raffinierten, skrupellosen Polizisten, der mit Hilfe eines Kollegen versucht hat, den brutalen Mord zu verschleiern und ihn Thomas Heinze, der aufgrund seiner Beziehung zum Opfer als Hauptverdächtiger galt, in die Schuhe zu schieben.

Falls ihr den Krimi, der übrigens 90 Minuten lang war, noch nicht gesehen haben solltet: er ist noch via Mediathek zu sehen. Ihr müsst mir allerdings nachsehen, dass ich euch schon verraten habe, wer der Mörder war. Doof.

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Mein lieber Onkel May https://2bier.de/mein-lieber-onkel-may/ https://2bier.de/mein-lieber-onkel-may/#view_comments Fri, 06 Jan 2017 19:13:30 +0000 https://2bier.de/?p=33948 Die RTL – Produktion der Karl-May-Festspiele hatte doch eigentlich ganz gute Kritiken. Oder habe ich da einen falschen Eindruck gewonnen? Ich meine nicht die Miesepeter in den sozialen Netzwerken. Wie auch immer, mich hat die Neuverfilmung auch nicht wirklich vom…

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Die RTL – Produktion der Karl-May-Festspiele hatte doch eigentlich ganz gute Kritiken. Oder habe ich da einen falschen Eindruck gewonnen?

Ich meine nicht die Miesepeter in den sozialen Netzwerken. Wie auch immer, mich hat die Neuverfilmung auch nicht wirklich vom Hocker gerissen. So ist das halt, wenn eigene Erwartungen mit nostalgischen Erinnerungen zusammenfallen. Das wird selten passen.

Die Kritik, die ich heute in der Online-Ausgabe der NZZ von einem Professor Konrad Paul Liessmann gelesen habe, scheint mir aber dann doch etwas übertrieben zu sein.

Sie klingt eher wie eine Abrechnung mit dem Zeitgeist bzw. jener Generation, für die Karl Mays Vermächtnis eine unpassende Parabel nach der anderen bereitzuhalten scheint.

Nun bin ich vermutlich nicht der richtige, um diese Annahme zu widerlegen. Schließlich habe ich, wie so viele andere meiner Generation, in den 60er Jahren alle Karl-May-Verfilmungen und das eine oder andere seiner Bücher mit absoluter Begeisterung konsumiert.

Der Kritiker findet, Mays Vorlage verstieße gegen hehre Grundsätze des Zeitgeistes. Und der erste laute: „Es darf keine männlichen Helden mehr geben, vor allem keine mit weißer Hautfarbe.“ Das Action – Kino der Amis und nicht nur dort zeigt aber doch ganz andere Botschaften. Oder gilt Liessmanns Aussage nur für den deutschsprachigen Raum oder gar nur für Deutschland? Das Argument kauf ich schon mal nicht.

Aber er holt weiter aus und ergänzt:

Der neue invertierte Rassismus, der alte weisse Männer für alle Übel dieser Welt verantwortlich macht, kann gerade vor einer strahlenden Figur wie Old Shatterhand, der in der Phantasie seines Schöpfers die Überlegenheit des weissen, deutschen und christlichen Mannes zeigen sollte, nicht haltmachen.Quelle: Der neue «Winnetou»: Hilflose Helden – NZZ Meinung: Kolumnen | LINK

Deshalb lese ich eigentlich so ungern Kritiken über Filme, die ich vorhabe, mir anzuschauen. Gedankengänge von Intellektuellen bleiben mir auch in meinem 6. Lebensjahrzehnt oft unverdaulich irgendwo stecken. Mal abgesehen davon ist mir so, als hätte ich Textpassagen mit ähnlicher Aussage nach Trumps-Wahl zum nächsten US-Präsidenten (natürlich in anderen Zusammenhängen) einige Male gelesen. Passt ja irgendwie.

Ich weiß nicht, wie die echten Hardcore-Karl-May-Fans das sehen. Also vor allem die, die alle Bücher auch gelesen haben. Ich meine, die Konstruktionen der Geschichten sind für unsere heutigen Verhältnisse wohl zu schlicht und die meisten Dialoge in der Urform einigermaßen unverdaulich.

Insofern habe ich die Bemühungen der RTL-Leute richtig gefunden, ihnen einen der Zeit angemessenen neuen Duktus zu verpassen.

Liessmanns Verriss finde ich schon etwas ungerecht. Aber ich sage das mit diesen nostalgischen Gefühlen im Hinterkopf. Für mich sind die Geschichten von Karl May und Winnetou und Old Shatterhand, Kara Ben Nemsi und Professor Vitzliputzliun für alle Zeit unkaputtbar. Die lass ich mir nicht nehmen! Nicht von Kritikern und auch nicht von RTL.

Das Genre des Trivialfilms zeigt so, wie die Trivialliteratur vor ihm, die geheimen Sehnsüchte einer Epoche. Am liebsten würde man die Geschichte ungeschehen machen, alles durchstreichen, umbenennen, auslöschen, was es an Ungerechtigkeit, Grausamkeit und Wahn in ihr gegeben hat.

Deshalb müssen alte Texte nicht neu interpretiert, sondern von allem Bösen gesäubert, am besten gleich neu geschrieben werden. Erstaunlich daran ist die Hybris einer Gesellschaft, die sich ihrer eigenen Vergangenheit gegenüber in einer Weise moralisch überlegen dünkt, die gleichermassen komisch wie erschreckend ist.Quelle: Der neue «Winnetou»: Hilflose Helden – NZZ Meinung: Kolumnen | LINK

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Von denen, die unsere Meinungsfreiheit ganz hoch halten https://2bier.de/von-denen-die-unsere-meinungsfreiheit-ganz-hoch-halten/ https://2bier.de/von-denen-die-unsere-meinungsfreiheit-ganz-hoch-halten/#comments_reply Sun, 01 Jan 2017 19:47:53 +0000 https://2bier.de/?p=33915 Es gibt zwei Blogger, die ich in meiner aktiven Bloggerzeit seit 2004 gesperrt habe. Stolz bin ich darauf nicht. Aber wat mutt, dat mutt. Das Recht des Hausherrn. Wer Stunk macht, fliegt. Ich führe so in diesen kleinen Artikel ein,…

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Es gibt zwei Blogger, die ich in meiner aktiven Bloggerzeit seit 2004 gesperrt habe. Stolz bin ich darauf nicht. Aber wat mutt, dat mutt. Das Recht des Hausherrn. Wer Stunk macht, fliegt.

Ich führe so in diesen kleinen Artikel ein, weil ich ihnen die Arbeit abnehmen möchte, erneut über mich abzulästern. Das tun sie nämlich heute noch – für meinen Geschmack sogar etwas zu regelmäßig.

Es ist einer jener Widersprüche, die man als Blogger ertragen muss. Zuerst scheint es unpassend, sich über die Kommentare aufzuregen, die man selbst irgendwo geschrieben hat und die gelöscht wurden. Schließlich hat man es selbst nicht besser gemacht.

Ich muss aber für mich in Anspruch nehmen, mich auch nicht als Hüter der Meinungsfreiheit geriert zu haben.

Die Autoren von „Tichys Einblick“ haben genau das aber voll drauf. Sehr viele Artikel widmeten sich in 2016 den Initiatoren der Hate-Spech-Kampagne. Der Gleichschritt rechtsnationalistischer Blogs mit der „Achse des Guten“ und „Tichys Einblick“ im „Kampf“ gegen Bundesjustizminister Maas und die Chefin der „Amadeu Antonio Stiftung“, Anetta Kahane, ist unübersehbar. Alle gemeinsam verteidigen Deutschland gegen den links-grün-versifften Mainstream. Nichts Neues. Aber die Wirkmächtigkeit der rechten Netzwerke nimmt längst Ausmaße an, die nicht nur erklärte politische Gegner zum Nachdenken bringen könnten.

Ausgerechnet die also, die sich so vehement gegen vermeintliche Einschränkungen der Meinungsfreiheit zur Wehr setzen, greifen dann zu ganz anderen Mitteln, wenn sie selbst betroffen sind.

Massiv unterstützt von der eigenen Anhängerschaft und in einer ganz besonders effektiven Koorperation mit der „Achse des Guten“ von Henryk M. Broder starteten die beiden Blogs eine fulminante Rufmordkampagne gegen Gerald Hensel. Der Sieg über ihn, der in meinen Augen nichts weiter versucht hat, als Werbekunden darauf aufmerksam zu machen, wo deren Werbeanzeigen zur Geltung kommen, wurde laut gefeiert. Sehr laut. Angeblich ging es um existenzbedrohende Verluste von Werbeeinnahmen. Gerald Hensels Aktion wurde als Boykottmaßnahme eines Linken hingestellt. Das haben viele gekauft. Auch Hanfeld von der FAZ. Was mich jetzt nicht so sehr überrascht hat.

Das Thema ist also durch. Die Seite der Unterstützer Hensels war schwach. Die guten Argumente verfingen nicht, weil ja die Meinungsfreiheit in Gefahr geraten war.

Mir hat die Kampagne von Rechts die Augen geöffnet. Eine Erkenntnis lautet: Meinungsfreiheit gilt nicht für politisch Andersdenkende – nur für sie und ihre fanatischen Unterstützer.


Es gibt einige Websites und Blogs auf denen meine Kommentare unbeliebt sind. Welt Online gehört dazu und eben auch „Tichys Einblick.“

An Silvester habe ich noch einmal versucht, den „netten“ Kommentar eines Unterstützers von „Tichys Einblick“ zu kommentieren. Ich bin jetzt wohl endgültig raus. Nachdem meine Kommentare schon gelöscht wurden, bevor „Disqus“ als Kommentarsystem eingesetzt wurde, müsste ich wohl einen neuen Account mit neuer E-Mail-Adresse anlegen, um dort wieder kommentieren zu können. Wenigstens vorübergehend. 🙂 Die Mühe lohnt nicht.

Für „Tichys Einblick“, für viele der LeserInnen dort, bin ich ein Troll. Wie sie mir gelegentlich klar gemacht haben, ein unwichtiger kleiner, dafür wichtigtuerischer Blogger.

Die dort hantierenden Edelfedern, die aus meiner Sicht dank Roland Tichys Blick für erfolgreiche Projekte,  das Klima in der Republik zu vergiften helfen, möchten offensichtlich nicht, dass das eigene Publikum mit linksgrün-versifftem Gedankengut konfrontieren will.

Schließlich soll die Botschaft für das geeignete Publikum nicht verwässert werden:

Tichys Einblick ist das Magazin für alle, die die Nase voll haben vom bevormundenden Mainstream-Journalismus. Roland Tichy Herausgeber Tichys EinblickQuelle: Tichys Einblick | LINK

Irrelevante Meinungsäußerungen wie meine stören. Außerdem:  „Was kümmert es die stolze Eiche, wenn sich eine Wildsau an ihr reibt?“

Meine Kommentare waren nicht substanziell. Sie entsprangen in der Regel einem Moment des Ärgers über die völlig einseitige, übertriebene und immer sehr destruktive Sicht auf die Vorgänge im Land. Widerspruch passt – so meine Feststellung – einfach nicht zur dort gepflegten „Diskussionskultur“.

Ich kann mich kaum daran erinnern, je in einem politischen Blog weniger Widerspruch zu Beiträgen gelesen zu haben als bei „Tichys Einblick“. Allerdings gebe ich zu, dass ich mir die anderen rechten Blogs nur sehr sporadisch „antue“.

Aber man muss wissen: „Tichys Einblick“ soll eine Meinungsseite sein, das steht jedenfalls so im Kopf des Blogs. In Wahrheit stößt man fast ausschließlich auf Kommentare, die die Positionen unterstützen, die die Tichy-Autoren vertreten.


Das sind Kommentare, die genehm sind bzw., die dem Tenor des Artikels entgegenkommen:

 

 

 

 

 

 

 

 

Hier ein paar meiner Kommentare, die gelöscht wurden:

 

 

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Geteilte Standpunkt sind ok, nur abschreiben sollte man sie nicht https://2bier.de/geteilte-standpunkt-sind-ok-nur-abschreiben-sollte-man-sie-nicht/ https://2bier.de/geteilte-standpunkt-sind-ok-nur-abschreiben-sollte-man-sie-nicht/#view_comments Thu, 29 Dec 2016 11:19:36 +0000 https://2bier.de/?p=33874 Als „Gutmensch“ frage ich mich natürlich, wie sich die Menschen mit anderer Herkunft angesichts der Diskussionen fühlen werden, die hier seit gefühlten Ewigkeiten in dieser häßlichen Art und Weise geführt werden. Wir beklagen uns gegenseitig darüber, wie schlimm wir die Entwicklung finden, machen…

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Als „Gutmensch“ frage ich mich natürlich, wie sich die Menschen mit anderer Herkunft angesichts der Diskussionen fühlen werden, die hier seit gefühlten Ewigkeiten in dieser häßlichen Art und Weise geführt werden.

Wir beklagen uns gegenseitig darüber, wie schlimm wir die Entwicklung finden, machen uns jedoch kaum die Mühe,  daran etwas zu ändern. Ich finde es gut und wichtig, dass Migranten ihre Sicht öffentlich machen. Leider geschieht das nicht so häufig wie ich es mir wünschen würde.

Interessant fand ich den Beitrag „Ich kenne das schon! – Was nach dem Berlin-Anschlag für mich als schwarzen Deutschen zu tun ist“, den ich – wie es sich gehört – in den sozialen Netzwerke geteilt habe.


Heute lese ich im Leserforum des Kölner Stadt-Anzeigers unter der Rubrik „Mein Standpunkt“ genau den Artikel, den ich unter anderem Namen, von einem anderen Autor, kurz vor Weihnachten bei Migazin.de gelesen hatte.

In diesem Fall hat ihn der 41 jährige Sohn türkischer Eltern aus Kerpen geschrieben. Er ist Marketing-Manager und Dozent an der FH in Köln und offenbart nachvollziehbare, nur zu verständliche und durchaus bittere Erfahrungen mit unserem Deutschland.

Ich verstehe, dass man solche Erfahrungen und Ansichten teilen kann. Das ist sogar sehr wahrscheinlich. Auch die zugrundeliegende, sehr kritische Haltung zur Entwicklung unserer Gesellschaft gehört mit dazu.

Aber es bleibt falsch einen Text als seinen eigenen auszugeben, der offenbar von einer anderen Person verfasst wurde. Es ist falsch und es schwächt die Wirkung dieses aus meiner Sicht wichtigen Textes.

Den Kölner Stadt-Anzeiger werde ich per Leserbrief um Aufklärung bitten.

Ausschnitt Kölner Stadt-Anzeiger (Klick zum Vergrößern)

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Muslime sollen sich gegen Terror positionieren! Wehe, wenn sie es dann tun. https://2bier.de/muslime-sollen-sich-gegen-terror-positionieren-wehe-wenn-sie-es-dann-tuen/ https://2bier.de/muslime-sollen-sich-gegen-terror-positionieren-wehe-wenn-sie-es-dann-tuen/#comments_reply Mon, 19 Dec 2016 13:27:29 +0000 https://2bier.de/?p=33772 Viele von uns haben schon den Vorwurf an die Muslime gehört, sie engagierten sich zu wenig gegen islamistischen Terror. Dass man es „den Leuten“ vermutlich nie Recht machen kann, zeigt ein Beispiel, auf das ich durch einen Tweet aufmerksam wurde, der…

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Viele von uns haben schon den Vorwurf an die Muslime gehört, sie engagierten sich zu wenig gegen islamistischen Terror.

Dass man es „den Leuten“ vermutlich nie Recht machen kann, zeigt ein Beispiel, auf das ich durch einen Tweet aufmerksam wurde, der von Rechten fleißig geteilt wurde.

Dass es dabei um eine von Millî Görüş organisierte Demonstration gegen das Massaker in Aleppo ging, wurde verschwiegen. Die Überschrift des Videos zeigt,  welche Botschaft diese Bilder auf die mutmaßlich rechtsextremen Autoren transportiert haben:  „Dortmund: Brutalste Machtdemonstration des Islam – Merkels Gäste“, wahlweise auch „Dortmund: Moslems übernehmen die Macht Deutsche schlafen“ oder „Imame und MUFTIS in Dortmund an der Front gestern Abend in der Innenstadt mp4“.

Das passt ja auch irgendwie schon zu den Kampagnen, die von Rechten ohne Unterlass gegen Muslime gefahren werden.

Richtig viel Information bekommt man zum Thema nicht. Ich habe diesen Beitrag gefunden, der Aufschluss über die Hintergründe und die Veranstalter geben. Bei der Dortmunder Polizei habe ich per E-Mail nachgefragt. Schließlich kann es ja sein, dass die im verlinkten Beitrag erwähnte Aussage der Polizei zum friedlichen Ablauf der Demonstration nicht zutrifft. Solche Dinge soll es ja schon gegeben haben. Eine Antwort liegt mir im Moment noch nicht vor.

Stefan Laurin schätze ich seit vielen Jahren. Er ist u.a. Herausgeber der Ruhrbarone und hat am 17.12.2016, also exakt am Tag der Demonstration in Dortmund, einen Beitrag veröffentlicht, der in diesem Zusammenhang auf mich etwas befremdlich wirkt. Hat er von dieser Veranstaltung, die Mitten Revier stattfand, nichts gewusst?

 

Update: Nach der Antwort der Dortmunder Polizei, die ich soeben erhielt (14.20 Uhr), verlief die Demo „ohne Zwischenfälle“. Der Beamte bestätigte, dass auch er noch keine Berichterstattung über die Demonstration habe finden können.

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Gerald Hensel ist nicht mehr bei Scholz & Friends https://2bier.de/gerald-hensel-ist-nicht-mehr-bei-scholz-friends/ https://2bier.de/gerald-hensel-ist-nicht-mehr-bei-scholz-friends/#comments_reply Thu, 15 Dec 2016 12:05:30 +0000 https://2bier.de/?p=33699 „Dem haben wir es mal richtig besorgt, dem Hensel.“ Ich glaube, anspruchsvoller geht es in den Köpfen der Leute nicht zu, die mit Zehntausenden von Hasstweets, Kommentaren, Postings oder Mails zur Jagd auf Hensel geblasen haben. Hensel, der es gewagt hatte, Werbekunden…

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„Dem haben wir es mal richtig besorgt, dem Hensel.“ Ich glaube, anspruchsvoller geht es in den Köpfen der Leute nicht zu, die mit Zehntausenden von Hasstweets, Kommentaren, Postings oder Mails zur Jagd auf Hensel geblasen haben.

Hensel, der es gewagt hatte, Werbekunden darauf hinzuweisen, auf welchen Seiten da für ihre Produkte geworben wird. Für diese Werbekunden könnte es ein erhellendes Erlebnis gewesen sein, auf die Blogs und Websites mal einen genaueren Blick zu werfen, die Hensel auf seiner Liste stehen hatte.

Stern: In der Liste taucht die „Achse des Guten“ nicht auf. In einem langen Text über Ihre Aktion stellen Sie den von Henryk M. Broder betriebenen Blog allerdings in einen Kontext mit „Breitbart“ und „Pi-News“. Warum haben Sie das gemacht?

Hensel: Ganz einfach, weil ich manchmal ein naiver Idealist bin. Ich bin ein Mensch, der eine Idee hatte. Ich habe einen definitiv nicht rechtsicheren Text geschrieben. Dennoch haben sich diese Leute demaskiert und gezeigt, wer sie wirklich sind.Quelle: Gerald Hensel über rechte Hetze und #KeinGeldFürRechts | STERN.de | LINK

 

Die werden zwar heutzutage als „Alternativmedien“ betrachtet und haben einen entsprechenden Verbreitungsgrad. Es sind Blogs und Websites mit rassistischen und menschenverachtenden Texten en mass.

Natürlich zählen Broders Achse und Tichys Einblick nicht dazu, sie standen auch nicht auf Hensels Liste. Allerdings waren sie namentlich in seinen Artikeln zum Thema erwähnt. Und das reichte aus, um eine Kampagne gegen den Mann zu starten, die trotz vieler anderer negativer Erfahrungen, eine neue Dimension erreicht hat.

Broder, Tichy und die anderen haben gekämpft und Hensel vernichtet. Klingt zu dramatisch? Ich empfinde es so.

Im Stern gab Hensel ein Interview, in dem er die Erfahrungen der letzten zwei Wochen zusammengefasst hat.

Jetzt gehen wir zur Tagesordnung über. Ein Linker wurde weggehauen. Vielleicht einer, den Broder als würdigen Repräsentanten seiner losen Sammlung des „Schmock der Woche“ betrachtet.

Amadeu-Antonio-Stiftung: Info-Projekt zur rechten Internet-Szene gestoppt – Politik – Tagesspiegel Mobil | Quelle

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Schade, dass ihr anderer Meinung seid https://2bier.de/schade-dass-ihr-anderer-meinung-seid/ https://2bier.de/schade-dass-ihr-anderer-meinung-seid/#comments_reply Wed, 14 Dec 2016 20:32:09 +0000 https://2bier.de/?p=33693 Gott sei Dank gibt es Autoren, die viel besser schreiben als ich und die deshalb (leider) auch das Pech haben, mehr Kommentare – in diesem Fall recht unfreundliche – zu erhalten. Ich registriere also in aufrichtiger Dankbarkeit, dass es ein paar Leute gibt,…

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Gott sei Dank gibt es Autoren, die viel besser schreiben als ich und die deshalb (leider) auch das Pech haben, mehr Kommentare – in diesem Fall recht unfreundliche – zu erhalten. Ich registriere also in aufrichtiger Dankbarkeit, dass es ein paar Leute gibt, die meine Meinung teilen und die sich für Gerald Hensel und indirekt für Scholz & Friends aus dem Fenster legen.

Ich hatte etwas zu früh aufgegeben und gedacht, dass die Rechten ihre Deutungshoheit, Sicht der Dinge (oder wie sollte man diesen Ultra-Shitstorm der Rechten sonst nennen?) in einem Maße durchgesetzt hätten, dass jeden Widerspruch sinnlos erschienen ließ.

Wir haben uns in dieser Situation als Arbeitgeber hinter Gerald gestellt. Warum? Im Namen der Meinungsfreiheit versuchen die Gegner der Aktion einen unserer Mitarbeiter mundtot zu machen („Schmeißt ihn sofort raus!“). Im vermeintlichen Kampf gegen einen Boykott freier Medien rufen sie selber zu einem Boykott unserer Agentur und unserer Kunden auf. Zur angeblichen Verteidigung der Demokratie verwenden sie Mittel der Einschüchterung, Bedrohung und Beleidigung. Das ist menschenfeindliches und undemokratisches Verhalten. Und dagegen stellen wir uns. Wir machen uns damit aber ausdrücklich nicht zum Absender der kontrovers diskutierten Aktion.Quelle: Scholz & Friends: Jetzt spricht der Chef von Gerald Hensel | W&V | LINK

Es gibt ein paar Stimmen, die gut beschrieben haben, wie das Spiel im Internet inzwischen immer läuft. Während ich wieder mal  zu viel Wissen über den Vorgang vorausgesetzt habe, gingen diese Autoren so vor, dass sie zuerst einmal die Absichten Gerald Hensels beschrieben haben.

Aha, „Deutschland” und das „deutsche Volk“ soll wieder gesagt werden dürfen. Aber mal ehrlich: Wer hat es je verboten? Was wir hier erleben, ist der Versuch, unter der Fahne „Meinungsfreiheit“ rechtspopulistische Themen salonfähig zu machen. Das ist sicher noch nicht Extremismus. Aber wenn dieses Bestreben erst einmal Erfolg hat, was kommt dann? Wo und wie zeigen wir dann, dass wir Deutsche sind? Und was fangen wir damit an? (Dumme Frage: Wieso ist es eigentlich wichtig, deutsch zu sein?) Eine intellektuelle Rechte, die sich „liberal-konservativ“ nennt, möchte angeblich die Demokratie retten, und ist in Wahrheit der Bodenbereiter für eine immer weiter nach rechts rückende bürgerliche Mitte. Warum soll die dann noch die Volksparteien und nicht gleich die AfD wählen?Quelle: „Kein Geld für Rechts“ – Ist die Meinungsfreiheit in Gefahr? | BILANZ | LINK

Gut, im Endeffekt zählt auch das nicht. Argumente passen nur, wenn rechte Gesinnungsgenossen sie vorbringen. Deshalb könnte es ihnen peinlich sein, wenn ausgerechnet sie andauernd einen „Kampf für die Meinungsfreiheit“ führen.  Aber das ist nicht der Fall. Ausgerechnet die Autoren der Websites und Blogs, die die Polarisierung in Deutschland maßgeblich mit bewirkt haben, schwingen sich hier zu Rettern der Demokratie auf. Lächerlich geht es nicht.

Gerald Hensel dagegen, ist ein Aktivist ohne all deren Macht. Er kann Unternehmen nur auf deren Werbe-Partner hinweisen und sagen: „Meint ihr, dass ihr in diesem Umfeld werben wollt?“ Scheinbar wollen das viele der Firmen wirklich nicht. Denn auch die wissen, dass Hassprediger, AfD-Sympathisanten und Weltuntergangs-Herbeischreiber kein Umfeld sind, in dem weltoffene Unternehmen werben wollen und sollen. Diese Firmen ziehen also freiwillig ihre Budgets zurück und setzen diese an besserer Stelle ein. Ohne Zwang, ohne gröhlende Uniformträger, ohne Gewaltmonopol. Einfach aus Einsicht.Quelle: Der politische Werber lebt. | Siegstyle | LINK

Linken wird permanent vorgeworfen von einer Warte moralischer Überlegenheit herunter zu argumentierten. Dabei machen Broder, Maxeiner oder Tichy und die große Masse ihrer Unterstützer genau das.

Mein Weltbild hat die Reaktion auf Herrn Hensels Aktion gefestigt. Dabei galt ich längst als unbelehrbarer, linksversiffter Gutmensch. Meine Devise seither: Wilhelm Busch oder Bert Brecht haben schon gewusst, dass es sich prima damit lebt, wenn der Ruf erst einmal ruiniert ist.

Ich bin nicht bereit, meine Überzeugungen aufzugeben, nur weil in Deutschland Rechte mehr und mehr die Oberhand zu gewinnen scheinen. Mein Ärger über die, die sich von Hensels Aktion so angepisst gefühlt haben, ist schon verdammt viel älter. Ich muss dazu sagen, dass meinen Überzeugungen weniger ideologische, sondern viel mehr menschliche Gründe zugrundeliegen. Es passt den Rechten natürlich besser ins Konzept, dass es in den Diskussion meistens darum geht, welche politische Orientierung jemand zu haben scheint.

Auf mich trifft der Begriff Gutmensch insofern voll und ganz zu. Jedenfalls versuch ich es nach besten Kräften. Nicht nur mit dem Mund oder im Beitrag.

Intelligente, tolerante, kreative und vor allem weltoffene Menschen, die nicht einfach schweigen, wenn um sie herum gerade versucht wird gesellschaftliche Errungenschaften wie Gleichberechtigung, Inklusion oder Toleranz gegenüber sexueller Orientierung wieder zurückzudrehen.Quelle: Der politische Werber lebt. | Siegstyle | LINK

Ich war und bin ein sentimentaler Mensch, einer der vielleicht etwas schnell Mitgefühl entwickelt, sogar mit Leuten, die ich unter normalen Umständen gar nicht leiden kann. Ich bilde mir ein, dass ich aus dieser Haut auch nicht herauskommen würde, wenn ich über bessere intellektuelle Fähigkeiten verfügen würde. Die werden einem heutzutage von jedem Kontrahenten als erstes abgesprochen. Erst danach geht es ans Eingemachte.

All die herz- aber hirnlosen Argumente, die so viele Kommentarschreiber absondern, erzeugen bei mir nur noch Widerwillen und manchmal auch echte Verzweiflung. Wie können sich Menschen so aufführen?

Andere können neue Wege finden, wie Gerald Hensel. Wichtig ist, dass wir uns nicht einschüchtern lassen, weil die Neurechten sehr laut werden können. Und sehr hassvoll. Sie meinen zwar, dass es nur eine Einheitsmeinung gibt und sie keine Stimme hätten, dafür ist ihre Stimme im Netz zum Teil penetrant laut. Sie kapern die Kommetar-Spalten und machen sie zu einer Mono-Kultur ihrer Weltsicht.Quelle: Der politische Werber lebt. | Siegstyle | LINK

Etwas anderes,  als mit meiner Meinung Kopfschütteln zu verursachen, werde ich auf für diesen Text nicht kriegen. Trotzdem habe ich ihn geschrieben. Da ist eine ähnliche Intention wie eben bei Roland Tichy, der tatsächlich in diesem Kontext schrieb: »Das erschreckende an diesem Text ist, dass er geschrieben werden muss. In diesen Tagen gerät die Meinungsfreiheit in Deutschland in Gefahr.  «  Eine Nummer kleiner haben die Rechten es einfach nicht.

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Sieg der freien Meinungsäußerung. Es darf fröhlich weiter gehetzt werden! https://2bier.de/sieg-der-freien-meinungsaeusserung-es-darf-froehlich-weiter-gehetzt-werden/ https://2bier.de/sieg-der-freien-meinungsaeusserung-es-darf-froehlich-weiter-gehetzt-werden/#comments_reply Tue, 13 Dec 2016 14:23:25 +0000 https://2bier.de/?p=33649 Gerhald Hensel, Scholz & Friends, Kahane – sie alle ziehen den Schwanz ein. Broder und „die Demokratie“ und die „freie Meinungsäußerung“ triumphieren. Die Teile jedenfalls, die sich durch Hensels Aktion und Kahanes Agitation wirtschaftlich und moralisch selbstredend zu Unrecht in…

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Gerhald Hensel, Scholz & Friends, Kahane – sie alle ziehen den Schwanz ein. Broder und „die Demokratie“ und die „freie Meinungsäußerung“ triumphieren. Die Teile jedenfalls, die sich durch Hensels Aktion und Kahanes Agitation wirtschaftlich und moralisch selbstredend zu Unrecht in die Enge getrieben fühlten.

Kahanes Stiftung hat heute von ihrer Website „Netz gegen Nazis“ nicht nur den Namen der „Achse des Guten“ entfernt, wie Dirk Maxeiner in seinem Spottartikel verkündet, sondern alle Listen (mit Rankings) über die dort aufgeführten so genannte rechtspopulistische Websites. Darunter die schlimmsten deutschsprachigen Blogs, die ich kenne.

Auf Hensels Liste waren, obwohl ein anderer Eindruck vermittelt wurde, die beiden Blogs „Tichys Einblick“ und „Achse des Guten“ nicht aufgeführt, dafür standen sie gleich auf mehreren Seiten bei „Netz gegen Nazis“. Diese Einträge sind jetzt alle verschwunden.

Maxeiner erklärt seiner Fangemeinde, die für ordentlich Druck im Netz gesorgt hat, genüsslich, dass der Name von Gerhard Hensel als Strategy Manager der Agentur Scholz & Friends seit heute verschwunden sei.

Scholz und Friends tilgen ihren Strategy Director Gerald Hensel von der Website des Unternehmens. Gerald Hensel entfernt die Historie auf seiner persönlichen Facebook-Seite bis 2008. Netz-gegen-nazis.de löscht alle Hinweise auf die Achse des Guten.Quelle: Denunzianten-Gate: Eine Chronik unheimlicher Zufälle – DIE ACHSE DES GUTEN. ACHGUT.COM | LINK

So legt sich langsam der Sturm, weil ein paar Leute ihren Schwanz eingezogen haben. Dieses ist in meinen Augen ein jämmerliche Bild das von der Rechten ab jetzt gepflegt und für reichlich Propaganda eingesetzt werden wird. Vielleicht verschwindet in ihrem Windschatten allerdings auch die von Maas und Schwesig gesponserte „No Hate Speech“ – Kampagne Kahanes. Ich wäre deswegen nicht traurig.

Ich weiß es nicht. Aber vielleicht sind die Initiatoren Hensel und Kahane ja auch einfach nur Besinnung gekommen? Oder Steinhöfel hat sie mit der Drohung einer einstweiligen Verfügung „überredet“. Dem traue ich das zu – auch ganz ohne Mandat. Also sozusagen auf eigene Rechnung.

Auffällig fand ich, wie wenig positive Resonanz die Aktion von Gerhard Hensel erhielt. Kaum ein Blog hat sich damit beschäftigt. Bei Rivva kam das Thema gar nicht vor, was eigentlich schon viel aussagt.

All die Schreihälse, die sich bei jedem Pubs aus dem Fenster legen, haben geschwiegen. Solidarität für Hensels Aktion blieb fast aus.

Einerseits bedaure ich die deutliche Enthaltsamkeit linker Blogger. Ich werte sie andererseits aber auch als Indiz dafür, dass auch politische Gegner der von Hensel und Kahane angesprochenen Blogs und Websites ein Problem damit haben, den „Kampf gegen Rechts“ so zu führen. Ich persönlich empfand Hensels Aktion nicht als Denunziation, sondern als mutigen Versuch, den vielen deutschsprachigen Hetzblogs, die es unter den gelisteten gibt, den Geldhahn abzudrehen. Das Problem war, dass – so sehr ich persönlich die meisten ihrer Artikel auch ablehne – „Tichys Einblick“ und „Die Achse des Guten“ nicht dazu gehören. Die Trennschärfe verschwimmt bei mir im Eifer des Gefechtes leider manchmal.

In der Debatte wurden gern sattsam bekannte Bonmots bemüht, also die „Freiheit des Andersdenkenden“ betreffend und so. Ob wir diese hehre Denke im Zeitalter des Internets noch lange aufrechterhalten können? Ich meine, ohne irgendwann aufzuwachen, und entsetzt festzustellen, dass die Demokratie nicht mehr die Staatsform unseres Landes ist? Wir neigen dazu alles schlecht zu machen, vielleicht schlechter als es in Wirklichkeit ist.

Zum Schluss frage ich, ob Rechte jetzt eigentlich immer noch behaupten werden, dass man in Deutschland nicht alles sagen darf? Das war rhetorisch: Garantiert werden sie das tun. Es gehört zum Konzept.

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Diffamierung oder Aufklärung im positiven Sinn? https://2bier.de/diffamierung-oder-aufklaerung-im-positiven-sinn/ https://2bier.de/diffamierung-oder-aufklaerung-im-positiven-sinn/#view_comments Fri, 09 Dec 2016 17:54:20 +0000 https://2bier.de/?p=33632 Mich amüsiert es auch ein bisschen, wie regelmäßig nach den großen Talkshow im öffentlich-rechtlichen Fernsehen vornehmlich von Rechten Zeter und Mordio geschrieen wird. Immer geht es in die gleiche Richtung. Lügenpresse oder so sind die konstanten und gleichzeitig harmlosen Vorwürfe.…

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Mich amüsiert es auch ein bisschen, wie regelmäßig nach den großen Talkshow im öffentlich-rechtlichen Fernsehen vornehmlich von Rechten Zeter und Mordio geschrieen wird. Immer geht es in die gleiche Richtung. Lügenpresse oder so sind die konstanten und gleichzeitig harmlosen Vorwürfe.

Stets werden die Moderator/innen und linke Teilnehmer beschimpft oder auch schon mal krass beleidigt. Twitter, Facebook, Google und Co. sind Garanten dafür, dass dieses Geplärre Woche für Woche stattfindet. Da fragt man sich doch, wie wenig hell die Kerzen auf diesen Torten leuchten, wenn die Jungs und Mädels sowas zur Motivation brauchen. Es hat Prinzip. „Steter Tropfen höhlt den Stein“, mögen sie sich sagen. Ich fürchte, in den sozialen Netzwerken funktioniert sowas.

Wenn Repräsentanten ihrer Gesinnung anwesend sind, werden diese für ihre Einlassungen gelobt, ja manchmal regelrecht angehimmelt. Das ist so abgefahren blöd. Aber das Prozedere wirft auch einen Schlagschatten auf den aktuellen Stand der Diskussion in Deutschland: Verfahren und gefährlich nenne ich das inzwischen.

In diesen „Meinungsaustausch“ klinken sich meinem Eindruck nach immer seltener Menschen ein, die anderer Meinung sind. Die Rechten beherrschen vielfach die Timelines.

Deshalb wirkt es wahrscheinlich nicht nur auf mich so, als würden die meisten radikale, unempathische und oft sogar menschenfeindliche Ansichten teilen.

Dagegen hilft ab und an mal ein Blick auf Meinungsumfragen. Aber die werden ja auch immer unsicherer. Insbesondere, was so „einschlägige“ Aussagen anlangt. Die, die Merkels Politik für grundfalsch halten, äußern – wie man als Entschuldigung für herbe Abweichungen zum Endergebnis der Institute nicht selten zu hören bekommt – nicht immer ihre tatsächliche Meinung zu den gestellten Fragen.

Man könnte ja als Rechter oder gar als Nazi beschimpft werden und womöglich Nachteile erleiden. Dabei soll das doch längst so sein. Oder warum jammern die Rechten einem ständig die Ohren voll, wie schlimm die Medien mit ihnen umgehen?

Ja, der Schutzmantel der Mächtigen lässt noch ein wenig auf sich warten. Jedenfalls an „andere“ jedenfalls denken solche Leute nicht. Schon gar nicht an Flüchtlinge, die ja auch überhaupt keine sind, wenn man den Rechten glauben soll. Angeblich haben die Angst und sind verunsichert. Aber muss man deshalb seinen Vorteilen freien Lauf lassen? Ist die Firnis unserer Zivilisation tatsächlich inzwischen so ausgedünnt? Ich wollte das lange nicht glauben, langsam glaube ich es aber doch.

Wen ich die Sicht „der anderen“ öffentlich kritisiere, bekomme ich logischerweise die schnelle und auch erwartete Antwort. Ich würde mich besser zurückhalten – sag auch ich. Meiner Gesundheit wäre das zuträglicher, als mich mit Vorwürfen zu konfrontieren, die längst so ausufernd sind, dass sogar ich nachdenklich wäre. Obwohl ich nach Meinung meiner Mitdiskutanten überhaupt nicht über die Intelligenz verfüge, meine Haltung zu reflektieren. Und dabei bin ich doch so uneinsichtig und sogar überzeugt davon, dass ich Recht und die anderen Unrecht haben. Typisch linke Marotten treten da zutage.

Was auch immer –  die nehmen sich das Recht, mich als dumm, lernunfähig und/oder als linksgrün-versifften Gutmenschen zu beschimpfen. Wer mag das schon?

Richtige Diskussionen finden schon länger nicht mehr statt, weil die eine oder andere Position in der Debatte es vorzieht, sie abzubrechen. „Bringt ja doch nix, mit dem zu diskutieren!“. So denke ich auch oft. Sicher, das kann mal passieren. Aber diesen Punkt erreiche ich heute viel schneller als irgendwann in der Vergangenheit. Und ich habe immer gern diskutiert.

Der größte Lump im ganzen Land…

Jetzt hat sich ein Profi der Werbebranche an etwas herangewagt, was er vielleicht (auch aus beruflichen Gründen) besser gelassen hätte. Gerhard Hensel von der Werbeagentur Scholz&Friends warnte in seinem Privatblog Unternehmen davor, bestimmte Blogs und Websites für ihre Werbung zu nutzen. »KEIN GELD FÜR RECHTS. LIEBE KOLLEGEN, LASST UNS BREITBART & CO VOM MEDIA TROPF ABSCHNEIDEN.«

Dabei ging er ziemlich konkret vor. Er nannte Ross und Reiter und veröffentlichte eine Liste mit URL’s von Blogs und Websites, die seiner (und meiner) Meinung nach im kommerziellen Sinn gefährlich für die Firmen sein könnten, die dort Werbung schalten würden. Seiten mit rechtslastigem Inhalt oder solche, die Weltverschwörungstheorien veröffentlichen könnten also dem Image schaden. Wie abwegig.

Die Reaktionen der Jünger der „freien Meinungsäußerung“ jedenfalls – vermutlich die gleichen, die Heiko Maas, Manuela Schwesig (beide SPD), nicht zu vergessen, Frau Kahane von der Amadeu Antonio Stiftung wegen ihrer „Zensur“-Aktivitäten seit Monaten drangsalieren, feinden Hensel nun massiv an.

Wir haben bewusst konservative und auch einfach “gemäßigt” rechtspopulistische Medien (Tichy, Achgut.com) ausgeschlossen. Die hier aufgeführten Medien fallen alle auf durch systematisch fremdenfeindliche, stereotypisierende Nachrichten oder durch Fake-News, die ein bestimmtes Weltbild befeuern. Es obliegt allerdings jedem einzelnen, dies anders zu sehen. Wäre ich Vegetarier, würde ich meinen Lieblings-Tofu-Fabrikanten auch fragen, ob er nicht lieber nicht auf der “Beef” werben würde. Sehen Sie es einfach so.
Quelle: Kein Geld für Rechts. Liebe Kollegen, lasst uns Breitbart & Co vom Media Tropf abschneiden. | LINK

Sie werden dabei nach Kräften von Henryk M. Broder, Achse des Guten, und von Tichys Einblick unterstützt. Sie sind zwar im Artikel ebenfalls erwähnt, aber sie stehen nicht auf der erwähnten Liste.

Die Rache ist mein…

Die in solchen Fällen unausbleibliche Opferprozession zieht mit ganz vielen, die sich zu Unrecht angegriffen fühlen, laut- und „meinungsstark“ unter vollem Einsatz der Diffamierung durch das Internet.

Herr Hensel wird von diesen Freiheitsfanatikern als Denunziant bezeichnet. Zuvorderst von Herrn Broder, der am Rande der Kontroverse eine eigene und eher armselige Rolle bekleidet. Weitere Stellungnahmen zum Vorgehen des Herrn Hensel hat Broder an seine Mitschreiber delegiert. Ihm hat wohl der Stift gezittert. Auch der von mir „hoch verehrte“ Rechtsanwalt J. Steinhöfel hat sich, wie selbstverständlich, mit seinen üblichen Gemeinheiten in die Debatte eingeschaltet. Er arbeitet sich an der Vita von Hensel ab. Ganz im Stil der … Lassen wir das. Herr Hensel hat ihm dazu was „ins Stammbuch“ geschrieben, das mir sehr gut gefallen hat.

Wer weiß schon, wie das im nächsten Herbst ausgehen wird? Ich finde die Vorstellung beängstigend und deprimierend, dass die, die nach eigenem Bekunden einen anderen Staat wollen (manche äußern sogar, dass sie dieses Ziel notfalls mit Gewalt erreichen wollen), sich politisch durchsetzen können.

Manche wollen mir das als Meinungswettstreit bzw. freie Meinungsäußerung verkaufen. Ich hatte mich im Lauf der Debatte zur Initiative der Amadeu Antonio Stiftung dafür ausgesprochen, diese Maßnahmen einzustellen. Ich habe mich heute auf den in Herrn Hensels zur Verfügung gestellter Liste die Websites noch einmal (ich kannte sie fast alle und lese regelmäßig dort) angesehen. Ich gehe weiter als Herr Hensel. Es befinden sich Seiten darunter, die nicht rechtspopulistisch sind, sondern rechtsextrem. Umso mehr unterstütze ich persönlich Herrn Hensels Initiative. Eigentlich sollten wir uns im Land einig darüber sein, dass wir solche Texte (auch im Internet) nicht lesen wollen. Und zwar nicht, weil sie platt und gemein sind, sondern weil die Lügen, die darin verbreitet werden, unsere Gesellschaft mehr und mehr zersetzen.

Unter diesen Blogs und Websites befinden sich PI-News, Michael Mannheimer oder das Contra-Magazin. Und noch viele mehr. Ich finde Hensels Aktion richtig, auch wenn sie von anderen als denunziatorisch diffamiert wird. Und zwar nicht, weil ich mich nicht mit anderen Meinungen auseinandersetzen will, sondern weil ich die Intention der Betreiber und Autoren für unwürdig, vor allem aber für gefährlich für unser Land halte.

Die meisten Leserbriefe zu den Artikeln Hensels sind Angriffe auf ihn. Was dafür sprechen könnte, dass er ganz falsch liegt, sich vergaloppiert hat und sich den Shitstorm verdient hätte. Jedenfalls sind Zustimmungen sind wohl weit unterrepräsentiert. Ich kenne den Mann nicht. Aber ich glaube, er braucht dringend Unterstützung. Also, so seid ihr?

P.S.: Übrigens das „Davai, Davai“ hatte Broder schon aufgegriffen und seinen geneigten Lesern untergejubelt, dass dieses russische „Mach hin“ oder „Schnell, schnell“ im Gulag Verwendung fand. Kein Wunder, es ist Umgangssprache – auch heute noch. Broder und sein Unterstützer Steinhöfel lassen es sich aber nicht nehmen, ihre eigene Lesart zwecks Verstärkung der Anfeindungen gegen Herrn Hensel zu nutzen:

Mit „Davai, davai!“ haben die Wachmannschaften die Gefangenen in den Gulags zur Arbeit getrieben. Hensel, mit fiebrigem Blick seine Mission im Auge, stört das nicht. Er verkauft sich als selbstloser Kämpfer gegen „rechts“. Was immer das in seinem überschaubaren politischen Bewußtsein sein soll.Quelle: Der Cookie-Gauner von Scholz & Friends — Steinhöfel | LINK

 

Update: Zunächst kam es mir so vor, als hätten sich die „Friends“ irgendwie aus dem Staub gemacht. Blogartikel zum konkreten Fall sind Fehlanzeige (?).

Ich finde nach und nach auch Zustimmung für Herrn Hensels Aktion:

Projekt „Schmalbart“ – eine Einladung | Christoph Kappes | Quelle
Wie man Breitbart vom Werbeumsatz abschneidet | W&V | Quelle
Carta — Tichys Boykott-Inszenierung und die Verrohung der Sitten – Carta | Quelle
Keingeldfürrechts | War #KeinGeldFürRechts ein unzulässiger Boykottaufruf? | Quelle
Die Achse des Guten im Kampf gegen das linke Böse | Telepolis | Quelle

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