Medien - 2bier.de https://2bier.de Jetzt mach aber mal 'nen Punkt Wed, 29 Mar 2017 20:34:17 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.7.3 https://2bier.de/wp-content/uploads/2017/02/2beer-65x65.png Medien - 2bier.de https://2bier.de 32 32 Warum wird § 12.1 im deutschen Pressekodex nicht ersatzlos gestrichen? https://2bier.de/warum-wird-%c2%a7-12-1-im-deutschen-pressekodex-nicht-ersatzlos-gestrichen/ https://2bier.de/warum-wird-%c2%a7-12-1-im-deutschen-pressekodex-nicht-ersatzlos-gestrichen/#comments_reply Tue, 28 Mar 2017 14:05:28 +0000 https://2bier.de/?p=35270 Dass es in Deutschland einen Pressekodex gibt ist bekannt. Darin ist ein Paragraph zu finden, der insbesondere in den letzten Jahren zu heftigen Diskussionen führte. Es geht um die Frage, ob in Medienberichten die Zugehörigkeit von Verdächtigen oder Tätern zu religiösen, ethnischen oder…

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Dass es in Deutschland einen Pressekodex gibt ist bekannt. Darin ist ein Paragraph zu finden, der insbesondere in den letzten Jahren zu heftigen Diskussionen führte.

Es geht um die Frage, ob in Medienberichten die Zugehörigkeit von Verdächtigen oder Tätern zu religiösen, ethnischen oder anderen Minderheiten erwähnt werden soll oder nicht.

Über eine lange Zeit hatte ich dazu eine klare Meinung. Ich fand, solche Details dürften der Öffentlichkeit nicht «verraten» werden. Ich teilte also die in unseren Medien offenbar weiterverbreitete Auffassung, die damit zweierlei über sich verrieten:

  1. Man traute «den Bürgerinnen und den Bürgern» nicht zu, sich selbst und ganz ohne Einflussnahme auf die Berichterstattung ein verantwortliches Bild zu machen.
  2. Man hatte demnach nicht verstanden, dass es in diesen Zeiten auch dem dümmsten Internetuser möglich ist, an die im Zeitungs-, Radio- oder TV-Beitrag verschwiegenen Informationen heranzukommen.

Wohin das inzwischen geführt hat, wird inzwischen jeder verstanden haben. Der Deutsche Presserat, also die verantwortliche Instanz für den Pressekodex, scheint aber weiterhin davon überzeugt zu sein, dass die Bevormundung von Lesern, Zuhörer und Zuschauer, weitergehen soll. Und nicht nur das!

Längst ist dieser gut gemeinte aber dumme Paragraph im Pressekodex zu einer politischen Waffe mutiert.

Interessierte politische Gruppen haben es sich zur Aufgabe gemacht, diese Dummheit in bewusste Irreführung umzudeuten. Der weiteren gesellschaftlichen Etablierung des Begriffes «Lügenpresse» wird also Vorschub geleistet. Und zwar ohne Not!

Das Verfahren fördert aus meiner Sicht die Verbreitung von Desinformation. Oft genug ist es so, dass — obwohl die in Berichten vorenthaltenen/verschwiegenen Informationen leicht über einschlägige Internetseiten zu erhalten sind — sehr gezielte, bewusste Lügen über die Nationalität oder die religiöse Zugehörigkeit von Verdächtigen und Tätern verbreitet werden.

Dass es im Web erfolgreiche Projekte gibt, die es sich zum Ziel gemacht haben, solche Lügen aufzudecken, ist ein Phänomen, das vom Deutschen Presserat unberücksichtigt blieb.

Es hat den Anschein, dass diese simplen Argumente die Autoren des Pressekodex nicht zu überzeugen konnten. Deshalb setzen sie lieber weiter auf eine -böse ausgedrückt- Bevormundung des Bürgers.

Wahrscheinlich wundern sie sich später darüber, dass Medien keinen guten Leumund besitzen.

Alte Version

Bisherige Richtlinie 12.1 – Berichterstattung über StraftatenIn der Berichterstattung über Straftaten wird die Zugehörigkeit der Verdächtigen oder Täter zu religiösen, ethnischen oder anderen Minderheiten nur dann erwähnt, wenn für das Verständnis des berichteten Vorgangs ein begründbarer Sachbezug besteht. Besonders ist zu beachten, dass die Erwähnung Vorurteile gegenüber Minderheiten schüren könnte.

Neue Version

Richtlinie 12.1 – Berichterstattung über Straftaten (gültig ab 22.03.2017)In der Berichterstattung über Straftaten ist darauf zu achten, dass die Erwähnung der Zugehörigkeit der Verdächtigen oder Täter zu ethnischen, religiösen oder anderen Minderheiten nicht zu einer diskriminierenden Verallgemeinerung individuellen Fehlverhaltens führt. Die Zugehörigkeit soll in der Regel nicht erwähnt werden, es sei denn, es besteht ein begründetes öffentliches Interesse. Besonders ist zu beachten, dass die Erwähnung Vorurteile gegenüber Minderheiten schüren könnte.

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Joy Denalane, Gleisdreieck — singt Lieder aus der Heimat https://2bier.de/joy-denalane-gleisdreieck-singt-lieder-aus-der-heimat/ https://2bier.de/joy-denalane-gleisdreieck-singt-lieder-aus-der-heimat/#comments_reply Sat, 25 Mar 2017 15:37:53 +0000 https://2bier.de/?p=35256 Häufig kommt es nicht vor, dass ich hier neue Alben empfehle. Das mache ich nur dann, wenn mir persönlich viel an dem jeweiligen Künstler liegt. Oder an der Künstlerin. Heute handelt es sich um Joy Denalane. Sie hat sich Zeit gelassen und Anfang dieses…

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Häufig kommt es nicht vor, dass ich hier neue Alben empfehle. Das mache ich nur dann, wenn mir persönlich viel an dem jeweiligen Künstler liegt. Oder an der Künstlerin. Heute handelt es sich um Joy Denalane. Sie hat sich Zeit gelassen und Anfang dieses Monats endlich ihr neues Album vorgestellt. Das letzte Album «Maureen» stammt aus dem Jahre 2011.

Ab und zu sehe ich mir die damals dazu produzierten schwarz/weiß — Sessions an. Diese Videos empfinde ich sowohl ästhetisch und akustisch als Hochgenuss. Deshalb habe ich für diesen Artikel ein Video aus dieser Serie als Titelvideo genommen.

Joy macht deutschen Soul, der mich immer wieder aufs Neue mitreißt. Schön, dass es diese Musik trotz der nicht sehr zahlreichen deutschsprachigen Könner in diesem Genres seit Jahren auch bei uns gibt.

Gleisdreieck

Joy Denalanes neues Album heißt «Gleisdreieck». Die Texte sind ziemlich persönlich.

Im Stück «Zu Hause» singt sie: «Ich traf heute Freunde, und sie sprachen über mich/ Ich glaub”, sie merkten es nicht/ Und die leisen Satzgewalten und die Worte brachten mich aus meinem Gleichgewicht/ Und Du hast mich immer bewahrt, hast mich vor diesem Blick gewarnt, doch ich merkte es nicht». Ausgrenzungserfahrungen solcher Art machen in diesen Zeiten leider viele Menschen — und nicht nur in Deutschland.

Mein Lieblingsstück «Zwischen den Zeilen» gehört nicht zu denen, die von Kritikern, die dieses Album -soweit ich es gesehen habe- positiv beurteilen, besonders herausgehoben werden. Aber das ist ja meistens der Fall. 🙂

Es ist 17 Jahre her als «Freundeskreis feat. Joy Denalane» mit dem Hit «Mit dir» erstmals in mein Bewusstsein trat. Nach vorübergehender Trennung sind Max Herre und Joy Denalane schon seit dem Jahr 2011 übrigens wieder ein Paar.

Das deutschsprachige Debütalbum «Mamani» habe ich durch einen Tipp meiner Nichte kennen und schätzen gelernt. Das Folgealbum  «Born & Raised» habe ich deshalb nicht so geschätzt, weil es komplett in englischer Sprache aufgenommen wurde. Ich hatte gehofft, Denalane würde die deutschsprachigen Texte beibehalten. Sie hatten offenbar «ein Einsehen» und tat dies im 2011 folgenden Album «Maureen». Dieses Album gibt es in zwei Versionen. Eine in Deutsche, die andere in Englisch. Diese erschien ein Jahr später. Das gibt es auch nicht alle Tage.

Joy Denalanes neues Album «Gleisdreieck» — «Der Ort war ein Lebensvorbereiter» | Quelle

Joy Denalane, neues Album «Gleisdreieck»: Lieder aus der Heimat — SPIEGEL ONLINE | Quelle

«Gleisdreieck» von Joy Denalane – laut.de – Album | Quelle

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Knoppix Version 8 für neue Aufgaben https://2bier.de/knoppix-version-8-fuer-neue-aufgaben/ https://2bier.de/knoppix-version-8-fuer-neue-aufgaben/#view_comments Mon, 20 Mar 2017 17:20:58 +0000 https://2bier.de/?p=35118 Warum sollte ich mich nicht endlich mit Linux anfreunden, wo ich vor Jahren doch so positive Erfahrungen mit der Rettung meiner Windows-Daten via Live-CD Knoppix gemacht hatte. Ein Artikel bei Golem über die ganz neue Version dieses Linux Derivates erinnerte mich an…

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Warum sollte ich mich nicht endlich mit Linux anfreunden, wo ich vor Jahren doch so positive Erfahrungen mit der Rettung meiner Windows-Daten via Live-CD Knoppix gemacht hatte.

Ein Artikel bei Golem über die ganz neue Version dieses Linux Derivates erinnerte mich an die sehr guten Erfahrungen mit «Knoppix» oder sagen wir besser, an eine ganz spezielle gute Erfahrung.

Damals, es war 2007, hätte ich fast einen dieser Systemabstürze hingelegt, von denen sich das damals aktive Windows schwer erholte. Jedenfalls steckte mir diese «Krise» noch eine Weile in den Knochen.

***

Hier die Geschichte:

Kurz vor meinem Urlaub, genauer gesagt 1 Tag vor unserem Abflug, hatte mein PC ein ziemliches Problem. Manchem wird das angesichts des bevorstehenden Urlaubs unverständlich sein: Das Ding musste wieder laufen und zwar noch vor dem Urlaub. Das gehört so. Also packte ich die Kiste zusammen und fuhr zu einem Freund. Wir fanden nach Stunden heraus, dass zwei Dinge unglücklicherweise zusammen kamen. Zum einen war die Grafikkarte hin, weshalb kein Systemstart mehr möglich war. Nicht mal das Bios wurde nach dem Einschalten hochgefahren.

Grafikkarte und Systempartition waren im Eimer

Das war noch relativ easy, obwohl man auch natürlich erst einmal herausfinden muss. Die Ersatzgrafikkarte brachte Licht ins Dunkel.

Leider wars damit nicht getan. Die Systempartition meines Rechners war beschädigt. Alle Reparaturversuche, u.a. mit der Windows-Wiederherstellungskonsole, blieben erfolglos. Keine guten Aussichten. Aber es war ja noch Zeit…

Die Datensicherung musste her. Die hatte ich. Nicht ganz aktuell aber immerhin nur ungefähr 2 Wochen alt. Hätte ich diese mit dem Programm «Drive Backup» von Paragon gemacht, hätte ich jetzt nicht dieses Problem. Aber ich musste ja mal wieder etwas Neues ausprobieren.

Backup — Datensicherung

Paragon Drive Copy 2007 hieß die Alternative. Leider hatte ich mich nicht eingelesen. So hatte ich auf meinem USB-Laufwerk eine komplette Kopie meiner Festplatten, also u.a. auch die der defekten C-Partition, wusste aber (noch) nicht, wie ich die Daten auf die neu formatierte Festplatte kriegen sollte.

Also habe ich die Live-CD mit Knoppix eingelegt und über die sofort funktionierende Internet-Verbindung die neueste Version des Programms downzuloaden. Mit dieser, das wusste ich, konnte man auch NTFS-Partitionen beschreiben. Alles funktionierte reibungslos!

Das Iso-File habe ich dann auf eine CD gebrannt und mit dem neuen Knoppix gebootet. Dann habe ich die Daten einfach 1:1 von der Sicherung auf die neu formatierte C-Partition kopiert. Ich war selbst etwas überrascht, aber es funktionierte ohne Probleme.

System gerettet

So fasst man natürlich auch Vertrauen zu einem System, das einem bisher aufgrund der technischen «Besonderheiten» immer fremd geblieben ist. Natürlich habe ich die Knoppix-Live-CD zu meiner System-Recovery-CD gelegt — für alle Fälle.

Gestern habe ich mir ein immerhin 9,90 Euro teures Spezialheft mit dem Titel: «Linux — Europas großes Magazin für Linux» gekauft. Untertitel:

OpenSuse 10.3

Komplette Distribution (4 GB)

1000 Gratis-Programme

Brillante Optik durch neue KDE4

Installation ohne Risiko!

Testen Sie das beste Linux aller Zeiten

Selbst die Neupartition sollte gefahrlos vonstatten gehen. Ein Bootmanager wird mitgeliefert. Toll! Wieder was für mich. Kein Risiko. Aus der Sicht eines Windows-Nutzers mal was Neues.

Es begann der Start der Installation. Alles ging reibungslos, wie geschmiert. Mein Vertrauen wird nicht enttäuscht.

Ruhe behalten

Doch dann: Mitten im beginnenden Partionierungsvorgang erschien eine Fehlermeldung. Leider, wie es nicht anders zu erwarten war, arg krypisch (wie bei Linux und anderen Systemen 🙂 immer üblich). Dazu in englischer Sprache, obwohl die Installation der deutschen Version gerade ablief. Aber das ist ja auch bei anderen Betriebssystemen oder Programmen keine Ausnahme. Nur ein Abbruch war möglich.

Was war nun mit meinem Windows-System? Mir schwante Böses. Und natürlich: Die Linux-CD hatte ich entfernt. Beim Bootvorgang blieb das System hängen — im üblichen Stil von Windows, nämlich ganz ohne einen Hinweis.

Kein Bluescreen, keine Fehlermeldung. Nur ein schwarzer Bildschirm. System aus. System an. Nix. Prima! Immer gut, wenn Vertrauen belohnt wird, dachte ich.

War ich schon wieder urlaubsreif? Nein, ich behielt die Nerven. Ruckzuck war das System wieder hergestellt.

Aus Gründen, die ich nicht verstanden habe, lief der abgesicherte Modus nämlich, den ich als nächstes ausprobiert habe. Das Windows-System war also unbeschädigt — zumindest im Kern. Ich habe dann noch mal gebootet und die letzte funktionierende Konfiguration ausgewählt. Dann war alles wieder ok. Die CD habe ich weggelegt. Das Sonderheft brauch ich vorerst nicht mehr.

***

Ich blieb trotzdem bei Windows und seit einigen Jahren bei Apple — Systemen. Auf Linux greife ich zurück, wenn ich mal wieder ein Problem haben sollte. Eigentlich ungerecht. Aber das Einarbeiten in dieses System fällt mir immer noch zu schwer. Der Mensch (ich jedenfalls) ist ein Gewohnheitstier.


Hier einige Links zum Thema Knoppix 8

  • In eigener Sache: DELUG-DVD » Linux-Magazin | Quelle
  • Knoppix 8 bringt Hybrid-Image fürs einfache Bespielen von USB-Sticks | heise online | Quelle
  • KNOPPIX Linux Live CD | Quelle

zuerst veröffentlicht bei Netzexil.de

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Keine Lovestory in Sicht https://2bier.de/keine-lovestory-in-sicht/ https://2bier.de/keine-lovestory-in-sicht/#comments_reply Sat, 18 Mar 2017 18:16:38 +0000 https://2bier.de/?p=35018 Aufschlussreich fand ich, dass die Beschreibung des Wechsels in der Führungsetage des Kölner Lebensmittelkonzerns REWE mit 1 1/3 Seiten in der heutigen Ausgabe des Kölner Stadt-Anzeiger alles in allem deutlich mehr Raum erhielt, als die Berichte und Kommentare über Merkels Besuch…

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Aufschlussreich fand ich, dass die Beschreibung des Wechsels in der Führungsetage des Kölner Lebensmittelkonzerns REWE mit 1 1/3 Seiten in der heutigen Ausgabe des Kölner Stadt-Anzeiger alles in allem deutlich mehr Raum erhielt, als die Berichte und Kommentare über Merkels Besuch bei Trump.

Angesichts fehlender Neuigkeiten, die man nach dem ersten Aufeinandertreffen der beiden Politiker vielleicht erwartet hatte, war das keine Überraschung.

So war der Unterhaltungswert dieses Teils der gestrigen «Heute Show» allein deshalb erstaunlich, weil der Besuch dort vergleichsweise breiten Raum eingenommen hat. Die Mimik, die Merkel und Trump während ihres Treffens boten, gab etwas her.

 

 

Ob aus der avisierten «Pilcher-Gesichte» je etwas werden wird? Warten wir es ab, wenn die richtigen Brocken auf den Tisch gelegt werden. Die ständige Wiederholung der trumpschen Forderung nach mehr Geld für die Verteidigung kann hier inzwischen wohl auch kaum noch einer hören.

Diese Lovestory wird es kaum je geben

Verteidigung

Außerdem hat Schäuble in seinem neuen Etatentwurf ja schon entsprechend «vorgearbeitet». Der Verteidigungshaushalt wird für unsere «Schwarze-Null»-Verhältnisse ganz hübsch aufgeblasen. Angesichts der mangelnden Beliebtheit in der Bevölkerung, die aus meiner persönlichen Sicht, auch schon mal verrückte Züge annimmt, darf man gespannt sein, welche Diskussionen an diesem Punkt noch entstehen werden. Schäuble behält schließlich auch für die nächsten Etats die «schwarze Null» als für ihn offenbar wichtigstes Ziel im Auge. Jedenfalls hat er es so angekündigt.

Berufliche Weiterbildung in den USA

Dass Trump von unserem Dualen System gehört hat, das wohl auch von deutschen Firmen in den USA angewendet wird [sic?] fand ich interessant. Vor allem, wenn man bedenkt, dass gegenwärtig in Deutschland an diesem System von manchen herumkritisiert wird.

Mancher wird sich über Trumps Pointe gefreut haben, als er von einer Gemeinsamkeit sprach, die Merkel jedenfalls mit ihm teile. Er geht davon aus, dass nicht nur Merkel, sondern — wie er bis heute steif und fest behauptet — auch er persönlich auf direkte Anweisung Präsident Obamas abgehört worden sei.  Wie wir wissen, hat Trump seine Vorwürfe ihn selbst betreffend bis heute weder bewiesen noch hat er sie zurückgenommen.

Eine Stelle im Bericht des Kölner Stadt-Anzeigers fand ich wichtig.

Investigative Reporter im Gepäck

Merkel hatte «deutsche Reporter» mit nach Washington genommen. Diese stellten «direkte, offene Fragen» und sie wurden danach in vielfältigster Form und in hoher Anzahl über die sozialen Netzwerke geteilt und kommentiert. Auch der Sender CNN nahm diese Fragen auf. Sie wurden in anschließenden Diskussionsrunden zum Besuch behandelt.

Der Stadt-Anzeiger schreibt, es sei in Washington längst kein Usus mehr, dass im Weißen Haus auf harte, unbequeme Fragen offene, sachliche Antworten kämen. Im Bericht wird beschrieben, dass Trump diese Offenheit sichtlich gequält habe.

Mich hat diese Feststellung ein wenig amüsiert. Ich bin kein USA — Kenner. Ich vermute jedoch, dass die Fragen, die deutsche Journalisten bei solchen Gelegenheiten stellen, eher vorsichtig zurückhaltend als direkt und offen sind.

Ich entnehme dieses wiederum aus einzelnen Videos des Journalisten Thilo Jung, der Bundespressekonferenzen dankenswerterweise auch in voller Länge online stellt. Man kann sich dort also über die direkten, offenen Fragen deutscher Journalisten ein eigenes Bild machen. Außer von Herrn Jung und Herrn Dieter Wonka habe ich dort selten kritische Fragen gehört.

Aber gestern war es anders. Die dpa — Journalistin Kristina Dunz stellte einige Fragen, für die sie von deutschen Journalisten regelrecht gefeiert wurde. Angeblich waren USA-Reporter vom Schneid der Kollegin «geschockt».

Der «Auftritt von Frau Dunz findet ab Minute 13:20 Uhr statt. Das Gesicht von Frau Merkel ist dabei beachtenswert.

Lob von US-Kollegen

Ein CNN-Journalist twitterte im Anschluss an die PK folgendes: «Gute Arbeit der deutschen Presse. Ernsthaft». Das «Ernsthaft» lassen wir mal unkommentiert 🙂

Für die «Heute Show» war Frau Dunz jedenfalls auch ein Thema. Am geschilderten Verhalten der us-amerikanischen Journalisten sieht man leider sehr deutlich, wie negativ sich das Land innerhalb so kurzer Zeit unter diesem Präsidenten-Darsteller verändert hat.

Natürlich ist es tröstlich, wenn wenigstens die Richter Trump Einhalt gebieten und auch sein zweites Dekret zur Einreise von Menschen mit islamischem Glauben, das jetzt angeblich keine Rassismus-Spuren mehr enthalten sollte, genau aus diesem Grunde stoppen. Mich amüsiert allein die Vorstellung wie Trump getobt haben dürfte.

International: Merkels «Playboy»-Vorbereitung auf Trump | ZEIT ONLINE | Quelle

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Ein Lied auf Rainer Wendt, den wohl bekanntesten Vertreter des Rechts in Deutschland https://2bier.de/ein-lied-auf-rainer-wendt-den-wohl-bekanntesten-vertreter-des-rechts-in-deutschland/ https://2bier.de/ein-lied-auf-rainer-wendt-den-wohl-bekanntesten-vertreter-des-rechts-in-deutschland/#comments_reply Fri, 17 Mar 2017 12:46:29 +0000 https://2bier.de/?p=34980 Befassen wir uns also, wie Jan Böhmermann anregt, etwas ausführlicher mit Rainer Wendt, dem bekanntesten Polizisten der Bundesrepublik Deutschland. Dieser Mann steht, wie wir alle wissen, für Recht und Ordnung.

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Befassen wir uns also, wie Jan Böhmermann anregt, etwas ausführlicher mit Rainer Wendt, dem bekanntesten Polizisten der Bundesrepublik Deutschland.

Dieser Mann steht, wie wir alle wissen, für Recht und Ordnung.

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Nico Semsrott und die alternativen Fakten https://2bier.de/nico-semsrott-und-die-alternativen-fakten/ https://2bier.de/nico-semsrott-und-die-alternativen-fakten/#view_comments Wed, 15 Mar 2017 19:41:33 +0000 https://2bier.de/?p=34962 Nico Semsrott ist frischgebackener Träger des Deutschen Kleinkunstpreises 2017. Er erhielt ihn in der Sparte «Kleinkunst». Dem Beitrag von 3Sat ist zu entnehmen, wer die Gewinner in den anderen Sparten sind. Ein kurzer Ausschnitt aus Semsrotts Programm hatte die «Heute…

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Nico Semsrott ist frischgebackener Träger des Deutschen Kleinkunstpreises 2017. Er erhielt ihn in der Sparte «Kleinkunst». Dem Beitrag von 3Sat ist zu entnehmen, wer die Gewinner in den anderen Sparten sind.

Ein kurzer Ausschnitt aus Semsrotts Programm hatte die «Heute Show» vergangenen Freitag im Programm. Leider habe ich diese Sendung verpasst, weil wir ein Familienmitglied spätabends unplanmäßig ins Krankenhaus bringen mussten. Sabine hat mich auf den Vortrag aufmerksam gemacht. Ich kannte Semsrott zwar schon, nicht aber sein neues Programm, von dem er einen Teil natürlich auch zur Preisverleihung vorgetragen hat.

Ich finde Semsrotts Vortrag so klasse, dass ich das Video hier veröffentliche. Hoffentlich werden die Klickzahlen nach seinem Auftritt in der «Heute Show» noch ansteigen. Da steckt Potenzial und noch sehr viel mehr Wahrheit drin 🙂 .

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Facebook gewinnt 🤷 erste Instanz im Merkel-Selfie-Verfahren https://2bier.de/facebook-gewinnt-erste-instanz-im-merkel-selfie-verfahren/ https://2bier.de/facebook-gewinnt-erste-instanz-im-merkel-selfie-verfahren/#comments_reply Wed, 08 Mar 2017 14:49:56 +0000 https://2bier.de/?p=34717 Facebook muss nach einer aktuellen Gerichtsentscheidung verletzende und verhetzende Beiträge nicht löschen.  Ein Mensch, den viele von uns per Foto kennen, hat damit ein ziemliches Problem. Adas Modamani wird — so lese ich bei Netzpolitik.org — in Berufung gehen und will einen Schadenersatz erstreiten.…

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Facebook muss nach einer aktuellen Gerichtsentscheidung verletzende und verhetzende Beiträge nicht löschen.  Ein Mensch, den viele von uns per Foto kennen, hat damit ein ziemliches Problem.

Adas Modamani wird — so lese ich bei Netzpolitik.org — in Berufung gehen und will einen Schadenersatz erstreiten. Dafür muss er sich allerdings einen anderen Anwalt suchen, weil der bisherige das Handtuch geworfen hat.

Das Selfie des syrischen Flüchtlings Modamani war von deutschen Menschenfreunden verfälscht und in verhetzender Art und Weise im Netz (als Terrorist oder Verbrecher) vielfach «verwendet» und geteilt worden.

Der junge Mann aus Syrien, der im September 2015 mit Angela Merkel das Selfie angefertigt hatte, wollte auf dem Klageweg erreichen, dass alle verfälschten Fotos von Facebook entfernt werden.

Selfie brachte viel Ärger und Frust

Der Anwalt Adas Modamanis, Chan-Jo Jun, erklärte nach dem Urteil, er wollte den Fall nicht weiter verfolgen, weil der Rechtsstreit ihm und auch seiner Familie sehr an die Substanz gegangen sei.

Facebook muss nach dem Gerichtsurteil des Landgerichts Würzburg deshalb nicht aktiv werden, weil — so der Richter — sich das Soziale Netzwerke die Verleumdungen selbst nicht zu eigen gemacht habe.

Angesichts der zahllosen menschenverachtenden und verhetzenden Beiträge, die wir bei Facebook und anderen Sozialen Netzwerken sehen, dürfte diese Erklärung nicht allen gefallen. Schließlich stellen die Sozialen Netzwerke die Infrastruktur für die Verbreitung der «Kommunikation» bereit — auch wenn sie aus purem Hass besteht. Und nun sollen sie von ihrer Verantwortung befreit sein, die manche — nicht nur Politiker — darin sehen?

«Ich liebe Facebook, ich habe über das Netzwerk eine Wohnung gefunden. Aber ich hasse Facebook auch, weil diese Photoshop-Sache einfach nicht aufhört.«Quelle: Angela-Merkel-Selfie: Facebook muss Hasspostings nicht aktiv suchen — SPIEGEL ONLINE | LINK

Ich frage mich, was dieses Urteil für die Aktivitäten unserer Bundesregierung (Maas) bedeuten wird. Mein letzter Stand ist, dass Justizminister Heiko Maas Facebook mehr an die Kandare nehmen will, damit solche Meldungen (unter anderem auch Fake News genannte) schnell und vollständig vom Netz genommen werden.

Dass es sich bei den geteilten Bildern auf Facebook um klare Rechtsverletzungen handelte, war nicht streitig. Der Knackpunkt war jedoch, ob der Werbekonzern nur die gemeldeten Postings blockieren muss oder generell in Deutschland oder EU-weit zu löschen hat. Zunächst hatte Facebook nur blockiert und nicht aktiv weitere vorhandene Bilder gelöscht.Quelle: Gerichtsurteil: Keine einstweilige Verfügung gegen Facebook im Merkel-Selfie-Fall | netzpolitik.org | LINK

Auf der Basis dieses Gerichtsurteiles wird das also nicht funktionieren. BJM Maas sollte zu seinem Vorhaben nach diesem, für viele ja doch eher niederschmetternden Urteil, bald Stellung nehmen!

Die Regierungskoalition hat das Problem rechtsverletzender Äußerungen in sozialen Netzwerken erkannt. Noch in diesem Monat will sie einen Gesetzentwurf vorlegen, der zumindest die schnelle Reaktion auf Verleumdungen bei einzelnen Usern vorsieht. So sollen die Netzwerke Beschwerdestellen einrichten, die in Deutschland ansässig und täglich erreichbar sind.Quelle: Fake-News-Prozess in Würzburg: Facebook muss Hetz-Beiträge nicht suchen und löschen — heute-Nachrichten | LINK

Für mich hat dieser Satz im Artikel von Constanze Kurz bei Netzpolitik.org einen immer noch seltsamen Zungenschlag:

Unabhängig von der konkreten Entscheidung des Landgerichts heute berührt der Fall grundsätzliche Fragen wie das Outsourcing von Zensur.

Wieso ist es möglich, dass manche Maas und andere diffamieren, weil sie die Verbreitung von Falschmeldungen oder Verleumdungen anderer Menschen verhindern möchten? Warum werden praktische Bemühungen, dem Problem beizukommen, so leicht als Zensur diskreditiert?

Einerseits sehe ich, dass die bisherigen Vorstellungen aus der Politik für Kritik offen waren wie ein Scheunentor. Allein die zahlreichen Beispiele, in denen offizielle «Nachrichten» unserer gebührenfinanzierten TV-Sender im Nachhinein als Fake News identifiziert wurden, erzählen viel über die Problematik dieser Vorhaben.

Aber allein damit, die Quellenkritik der Netznutzer auf ein gutes, jedenfalls besseres Niveau zu bringen, werden wir der negativen Entwicklung im Internet aus meiner Sicht kaum beikommen können.

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Geschmacklose Wahrheit https://2bier.de/geschmacklose-wahrheit/ https://2bier.de/geschmacklose-wahrheit/#view_comments Tue, 07 Feb 2017 13:26:57 +0000 https://2bier.de/?p=34317 Es ist wohl so, dass die meisten National-Konservativen in Deutschland große Sympathie für Donald Trump hegen. Seine Politik passt zu ihren eigenen, rückwärtsgewandten Vorstellungen, die in ihrem sehr groben Zügen so zu beschreiben ist: Grenzen zu, Ausländer raus, raus aus der EU,…

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Es ist wohl so, dass die meisten National-Konservativen in Deutschland große Sympathie für Donald Trump hegen.

Seine Politik passt zu ihren eigenen, rückwärtsgewandten Vorstellungen, die in ihrem sehr groben Zügen so zu beschreiben ist: Grenzen zu, Ausländer raus, raus aus der EU, Protektionismus zugunsten der nationalen Wirtschaft und schon wird alles wieder gut im Nationalstaat.

In dieser Lage kam diesen Kräften das letzte Spiegel — Cover gelegen. Sicher gibt es einige Umfragen, die sich damit befassen.

Typisch Rechts

Ein typisch (rechtes) Ergebnis ist mir bei einer für ihre krasse Haltung bekannten Website untergekommen.

Einen besonderen Sinn für die über Jahrzehnte entwickelten gemeinsamen demokratische Prinzipien oder für Fairness ggü. anderslautenden Positionen, kann man den Autoren dieser Blogs nicht unterstellen. Ich bestreite nicht, dass ich mich mit Letzterem ebenfalls immer schwerer tue. Die Polarisierung unserer Gesellschaft fordert ihren Preis. Interessant, dass das nicht nur hier in Deutschland, sondern anderswo in Europa und in den Vereinigten Staaten auch der Fall ist. Vielleicht sind die Gründe dafür gar nicht so unterschiedlich, wie manche denken.

Rechte Blogs

Rechte Blogs bilden für den virtuellen Raum das Auffangbecken für eine großen Anzahl national-völkisch denkender Deutscher, die mit unserer Demokratie, wie wir sie schätzen und lieben nichts am Hut haben. Mit ihrer einseitigen und oft sehr menschenfeindlichen Propaganda fügen sie unserer Gesellschaft Schaden zu. Gegen solche Leute ist insofern kein Kraut gewachsen, als dass man sie nicht überzeugen kann, denn sie wähnen sich im Besitz der alleinigen Wahrheit. Aber Überzeugungstäter sind auch wir, die wir für ein tolerantes, offenes und freies Deutschland eintreten. Eines, das allen Menschen Achtung und Respekt entgegenbringt, mit denen wir in unserem Land zusammenleben.

Ich habe kein Verständnis für manche Aussagen renommierter konservativer Journalisten und ihren vorgeblich qualitativen Vorbehalten:

Hass-Propaganda

Nein, Herr Wergin, dieses Cover ist Journalismus. Ich halte diese Kritik von Herrn Wergin für merkwürdig, denn, was die Kritiker -warum auch immer- übersehen, ist zunächst einmal die jubilierende Reaktion des IS auf das Trump-Dekret, das den Einreisestopp für Menschen aus 7 vorwiegend muslimisch geprägten Ländern regelt.

Krieg gegen den Terror

Der Krieg gegen den Terror, den die USA 2001 nach den Anschlägen u.a. auf der World Trade Center ausgerufen und geführt haben, hat bewirkt, dass die Zahl der Dschihadisten exponentiell zugenommen hat. Merkwürdig, dass der Zusammenhang von Aktion und Reaktion ebenso wenig eine Rolle spielt wie in den jahrzehntelangen gewaltsamen Auseinandersetzungen und Kriegen zwischen Israelis und Palästinensern.

Ein Zusammenhang zwischen der Zunahme islamistischer Terroranschläge und der seit 2001 vollzogenen besonderen Art der «Kriegsführung», von der die Öffentlichkeit vielleicht nur einen Bruchteil erfahren hat (Drohnenkrieg), ist so naheliegend, so logisch, dass ich mir nicht erklären kann, dass alle Konsequenzen weder zu Einsichten noch zu wirksamer Politik geführt haben.

Mit anderen Worten: Es gibt natürlich einen Zusammenhang zwischen den brutalen Morden des IS und anderer islamistischer Terrorgruppen und der Haltung und Kriegspolitik des Westens.

Diese Spiegel — Cover thematisiert genau diese Zusammenhänge. Trump provoziert weitere islamistische Attentate. 

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Physisch und psychisch gepunktet https://2bier.de/physisch-und-psychisch-gepunktet/ https://2bier.de/physisch-und-psychisch-gepunktet/#comments_reply Thu, 02 Feb 2017 11:09:48 +0000 https://2bier.de/?p=34239 Egal, was dieser rechte Zausel bei TE da wieder erzählt, ich hab mich köstlich amüsiert über die Konstellation des Abends: Thomas Fischer und Reiner Wendt bei Maischberger. Wenn der Kameramann die beiden so fast friedlich nebeneinander hockend einfing, kam mir der (für…

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Egal, was dieser rechte Zausel bei TE da wieder erzählt, ich hab mich köstlich amüsiert über die Konstellation des Abends: Thomas Fischer und Reiner Wendt bei Maischberger.

Wenn der Kameramann die beiden so fast friedlich nebeneinander hockend einfing, kam mir der (für Linke jedenfalls nachvollziehbare) heitere Gedanke, dass der freche Wendt, sollte er sein Maul angesichts dieser starken Sofaüberlegenheit auftun, durch ein kurzes Luftholen des Thomas Fischer ganz plötzlich verschwunden sein würde.

Und was im Studio wohl los gewesen wäre, hätte Fischer einen plötzlichen Seitenwechsel auf der Couch vollzogen? Der Gewerkschaftsfunktionär hätte nie wieder ein Buch geschrieben, über das er, Fischer, sich hätte auslassen können.

Deutschland am Abgrund. Damit der Leser ihm in dieser Diagnose folgt, versucht Wendt, in sieben Kapiteln das Elend Deutschlands auszubreiten. Das geht so: Früher gab es anständige Politiker. Sie hatten Schlosser oder Steinmetz gelernt. Heute sind viele Abgeordnete »Langzeitarbeitslose«, Menschen, vor denen man keinen Respekt haben kann, die »kreischend auf irgendwelchen Bahngleisen sitzen« und anschließend in Talkshows »herumgreinen«, Drogenkonsumenten, Urlaubmacher, Privilegien-Abgreifer.Quelle: Polizist am Abgrund — DIE ZEIT — Blendle | LINK

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Roland Tichy soll Morddrohungen erhalten haben https://2bier.de/roland-tichy-soll-morddrohungen-erhalten-haben/ https://2bier.de/roland-tichy-soll-morddrohungen-erhalten-haben/#view_comments Mon, 09 Jan 2017 15:00:58 +0000 https://2bier.de/?p=33968 Politische Gegnerschaft kann erschreckend weit gehen. Leider erleben wir das voraussichtlich in diesem Wahljahr in noch viel ausgeprägterer Form als bisher schon. Auf eine Unterstellung wie die, die Katharina Nocun heute getweetet hat, wäre ich nicht gekommen: #Xing war ein…

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Politische Gegnerschaft kann erschreckend weit gehen. Leider erleben wir das voraussichtlich in diesem Wahljahr in noch viel ausgeprägterer Form als bisher schon.

Auf eine Unterstellung wie die, die Katharina Nocun heute getweetet hat, wäre ich nicht gekommen:

Man muss von einem Menschen schon sehr schlecht denken, um so abwegige Gedanken zu entwickeln. Dabei bin ich auch nicht gerade zahm, wenn es um Roland Tichys Blog geht.

Ich mag ihn und seinen Blog nicht!

Ja, vielleicht könnte man meine Haltung zu sehr vielen Artikeln bei «Tichys Einblick» fast pathologisch (á la Fritz) nennen.

Nein, jetzt gerade nicht!

Roland Tichys schreibt in seinem heutigen Artikel, dass er seine Position bei XING News aufgegeben und dass er Morddrohungen erhalten habe.

Wenn das stimmt, ist jetzt der Zeitpunkt, sich klar von den Leuten zu distanzieren, die das gemacht haben!

Ich distanziere mich von denen, die in der politischen Auseinandersetzung soweit gehen, Morddrohungen gegen Menschen auszusprechen, die anderer Meinung sind als man selbst.


Es tut mir leid, dass die politische Auseinandersetzung diese Entwicklung genommen hat.

Mit vielem, was bei «Tichys Einblick», auf anderen rechten, rechtspopulistischen oder rechtsradikalen Blogs geschrieben wird, stehe ich permanent auf Kriegsfuß. Meine Leser wissen das.

Ich finde, dass dort das ohnehin zu starke rechtsnationale und rechtsextreme politische Spektrum nicht nur bedient, sondern weiter befeuert wird. Die Art und Weise, in der so ziemlich alle demokratischen Institutionen heruntergemacht werden, ist für mich oft unerträglich.

Zur Lektüre: «Demokratisierung» des Hasses: Masse, Meute, Mob | Quelle

Was die Autoren als berechtigte Kritik an den Regierenden, der parlamentarischen Opposition und an einem Großteil unserer Medien äußern, klingt für mich wie fortwährende Hetze. Ich sehe den destruktiven Charakter in diesen Artikeln. Und der macht mir Angst. Angst, dass unsere Demokratie, die für viele von Tichys Lesern wohl längst keine mehr ist, langsam aber sicher zerstört wird. Ich weiß: vielleicht bin ich im Unrecht und die im Recht. Aber ich kann nun mal nur eine Position einnehmen. Ich habe mich dafür entschieden, dass ich Deutschland — trotz allem — für ein gutes und lebenswertes Land halte. Und ich mag diesen anhaltenden Defätismus nicht, weil er auch nicht ansatzweise irgendeinen konstruktiven Gedanken offenbaren würde.

Ich weiß — auch Leute, die mir politisch näher stehen, sehen in diesen Artikeln nichts anderes als freie Meinungsäußerungen.

Ich war sehr einverstanden mit der starken Kritik an Fritz’s Beitrag bei Tichys Einblick. Aber — dort hat man schnell reagiert und — ich wiederhole das heute noch einmal — es war eine richtige und souveräne Entscheidung. Punkt.


Angesichts der weitreichenden Folgen des Shitstorms gegen Tichys wird sich der Konflikt zwischen Links/grün und Rechts nun noch weiter zuspitzen. Nicht nur durch die Arbeit dieses Mediums, sondern die Reaktion auf diese Dinge kocht im Netz nicht nur für die Dauer eines Shitstorm auf. Soviel ist sicher!

Die Öffentlichkeit darf insofern Tichys Aussage, er wolle sich nach seinem Ausscheiden bei XING News nun verstärkt seinem Blog «Tichys Einblick» widmen, getrost als Drohung verstehen. Ich freue mich nicht darauf.

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