Menü

Mein persönlicher Jahresrückblick auf 2016

Die schö­nen, bewe­gen­den Geschich­ten mei­nes Jah­res  schrie­ben ein sehr jun­ger und ein sehr alter Men­sch.

Unser Groß­nef­fe wird bald drei Jah­re alt. Vie­le wer­den sagen: ja, das ist immer die schöns­te Zeit mit klei­nen Kin­dern.  Er hat hat dem Spre­chen ange­fan­gen und macht aufs Töpf­chen. Ja, dar­über kön­nen sich auch Onkel und Tan­te freu­en. Alle Din­ge, die mit sei­ner Wahr­neh­mung der Welt zu tun haben, freu­en uns beson­ders. Kürz­li­ch hat­te ich mei­ner Mut­ter einen Strauß Blu­men mit­ge­bracht, ohne beson­de­ren Anlass.

Ich hat­te den Klei­nen in der Kita abge­holt und er saß auf sei­nem Kin­der­stuhl zwi­schen mei­ner Mut­ter und mir. Erst nach einer gan­zen Wei­le frag­te er plötz­li­ch: «Oma, hast du mor­gen Geburts­tag?» Er schau­te auf den Blu­men­strauß, der etwas abseits auf dem Tisch stand. Ich emp­fand sei­nen Gedan­ken­gang als bemer­kens­wer­te Kom­bi­na­ti­ons­leis­tung. 🙂 Wer weiß schon, was alles in einem so jun­gen Kopf vor geht?

Der hier zu hören­de Künst­ler wird im Febru­ar nächs­ten Jah­res 3 Jah­re alt. Die Auf­nah­me ent­stand in einem unbe­ob­ach­te­ten Moment in der Kita. Der Künst­ler brach­te die Dar­bie­tung ohne Auf­for­de­rung von außen zu Gehör:

2016

Mei­ne Schwie­ger­mut­ter (92) lebt inzwi­schen seit fast 3 Jah­ren bei uns. 2016 war gesund­heit­li­ch kein gutes Jahr für sie. Im Früh­jahr war sie inner­halb weni­ger Wochen ins­ge­samt sechs­mal im Kran­ken­haus. Aus einer anfäng­li­chen Harn­weg­sin­fek­ti­on wur­de eine Nie­ren­be­cken­ent­zün­dung und am Ende eine lebens­be­droh­li­che Atta­cke von anti­bio­ti­ka-resis­ten­ten Clo­s­tri­dien. Die­se Bak­te­ri­en woll­ten nicht wei­chen, sie ver­ur­sa­chen sehr star­ke Durch­fäl­le und konn­ten schließ­li­ch nur mit Hil­fe eines so genann­ten Reser­ve-Anti­bio­ti­kums besiegt wer­den.  Sie hat sich über den Som­mer gut von die­sen Stra­pa­zen erholt. Mit Unter­stüt­zung eines Phy­sio­the­ra­peu­ten gelang es, dass sie mit Geh­hil­fe und unse­rer Unter­stüt­zung inner­halb der Woh­nung täg­li­ch ein paar Run­den dre­hen kann. Ihre Mobi­li­tät ist stark ein­ge­schränkt. Arzt-, Fri­seur-, Cafe­be­su­che und so wei­ter sind nicht mehr mög­li­ch, weil sie die Trep­pe nicht mehr hin­un­ter kommt. So bleibt ihr nur noch unser Bal­kon, um wenigs­tens dort etwas fri­sche Luft zu bekom­men. Jetzt ist Win­ter und die­se dunkle Jah­res­zeit macht es für sie zusätz­li­ch schwer.

Lei­der mus­s­te sie vor weni­gen Wochen erneut ins Kran­ken­haus. Zum Glück dau­er­te die­ser Auf­ent­halt nur eine Woche. Trotz­dem hat sie das erneut stark zurück­ge­wor­fen.

Mei­ne Frau, mein Schwa­ger und ich bewun­dern Mut­ter für ihren Lebens­mut und ihren eiser­nen Wil­len. Auch wenn nicht jeder Tag ein Guter ist, sie lebt gern und das spürt jeder.

Für die mor­gend­li­che Kör­per­pfle­ge haben wir für ein paar Tage in der Woche einen Pfle­ge­dienst enga­giert. Das hilft auf jeden Fall. Außer­dem kommt eine sehr net­te Dame jede Woche ein­mal für zwei Stun­den zu mei­ner Mut­ter. Wäh­rend sich die bei­den unter­hal­ten oder mit­ein­an­der Spie­le spie­len, kön­nen wir zum Ein­kau­fen oder mal ein Eis essen gehen.

Alle ver­ste­hen sich — unaus­ge­spro­chen — wie ein Team, das ziem­li­ch rei­bungs­los zusam­men­ar­bei­tet. Mut­ter betei­ligt sich nach Kräf­ten dar­an. Ich fin­de, wir kön­nen froh dar­über sein, dass wir in Deutsch­land ein Sys­tem nut­zen kön­nen, das sol­che ele­men­ta­ren mensch­li­chen Anfor­de­run­gen zu tra­gen hilft.


Im Janu­ar wur­de mein alter Freund aus Kin­der­ta­gen auch end­li­ch 60 Jah­re alt 🙂 Er lebt seit Jahr­zehn­ten in Köln und lei­der sehen wir uns nur sehr sel­ten, weil wir uns irgend­wann aus den Augen ver­lo­ren haben.  Ich weiß, dass es vie­len ähn­li­ch ergeht. Man­che schaf­fen es ein­fach nicht, ihre Freund­schaf­ten so zu pfle­gen, dass sie ein Leben lang hal­ten. Das ist inso­fern nicht frei von einer gewis­sen Tra­gik, als sich die Ein­stel­lung dazu in den spä­te­ren Lebens­jah­ren wahr­schein­li­ch ver­än­dert. Sie ist anders als die ober­fläch­li­che Sicht wäh­rend der lan­gen Stre­cke des Arbeits­le­bens, die Men­schen ganz ande­re Prio­ri­tä­ten auf­drängt.

Es war eine schö­ne Fei­er, bei der mei­ne Frau, mei­ne Schwes­ter und die Fami­lie mei­nes Freun­des dabei waren. Wir haben uns spä­ter am Abend in ein Zim­mer zurück­ge­zo­gen und haben über alten Fotos gehockt. Die Geschich­ten, die dabei erzählt wur­den, waren so unter­hal­tend, dass wir dar­über ganz die Zeit ver­ga­ßen. Wir kamen erst spät wie­der zu Hau­se an. Mein Schwa­ger hat sich wäh­rend die­ser Stun­den um Mut­ter geküm­mert. Über so lan­ge Zeit hät­ten wir sie nicht mehr allei­ne las­sen kön­nen.


Bald bin ich zwei Jah­re in Ren­te. Ich habe nicht erwar­tet, dass ich so wenig Pro­ble­me mit die­sem neu­en Lebens­ab­schnitt haben wür­de. Lan­ge­wei­le ken­ne ich über­haupt nicht. Und das, obwohl ich stark ans Haus gebun­den bin.

Mei­ne Frau ist noch berufs­tä­tig. Des­halb küm­me­re ich mich um Mut­ter. Soweit es Wet­ter und Zeit erlau­ben, gehe ich zwi­schen­durch mal für eine Stun­de spa­zie­ren und knip­se dabei auch gern wild in der Gegend her­um.

Ich habe mir Anfang des Jah­res Pho­to­shop und Light­room zuge­legt. Seit­dem nut­ze ich das Raw-For­mat und nut­ze die Mög­lich­kei­ten der bei­den «Ado­be-Pro­gramm­bo­li­den».  Da ich mit der Sony Alpha 6000 foto­gra­fie­re habe ich über Tho­mas” schö­ne Web­site vie­le tol­le Tipps bekom­men. Er arbei­te eben­falls gern mit die­ser Kame­ra und nutzt (natür­li­ch) auch Light­room. Es gibt im Web vie­le tol­le Rei­se- und Foto­sei­ten. Aber die von Mela­nie und Tho­mas ist von sehr beson­de­rer Qua­li­tät. Seit eini­ger Zeit sind die bei­den mit einer spe­zi­el­len Foto­sei­te am Start. Die­ser Blog heißt Zoo­gra­fie. Der Name ist Pro­gramm. Alle, die tol­le Tier­fo­tos mögen, soll­ten dort ein­mal vor­bei­sur­fen.


Im Som­mer hei­ra­te­te der Sohn unse­rer bes­ten Freun­de. Es war ein wun­der­schö­nes Fest mit ein­fach allem, was man sich dazu vor­stel­len kann. Schö­nes Wet­ter, eine sehr schö­ne alte Kir­che, vie­le net­te Leu­te, gutes Essen, kal­tes Bier und ein glück­li­ches Braut­paar. 🙂

Nur einer fehl­te. Mein lie­ber alter Freund, der Vater des Bräu­ti­gams, ist bereits im Jah­re 2010 ver­stor­ben. Wir kann­ten uns vom ers­ten Grund­schul­jahr an, haben die glei­che Aus­bil­dung im sel­ben Betrieb gemacht und blie­ben wäh­rend all der vie­len Jah­re eng befreun­det. Wir haben gemein­sa­me Urlau­be ver­bracht. Unse­re Frau­en haben ihrer­seits eine Leh­re zusam­men gemacht und sind eben­falls seit Jahr­zehn­ten Freun­din­nen. Mei­ne Frau und ich haben mit­er­lebt, wie aus einem lie­bens­wer­ten, klei­nen Sohn ein tol­ler Mann gewor­den ist. Nun ist auch er unter der Hau­be.


Mei­ne Frau und ich sind in die­sem Jahr 40 Jah­re ver­hei­ra­tet. Von 1976 bis 2016. Es klingt abge­dro­schen. Aber die Zeit  ist so unglaub­li­ch schnell ver­gan­gen. Wir sind uns bei­de einig, dass wir ein schö­nes, in vie­ler­lei Hin­sicht sogar ein pri­vi­le­gier­tes Leben gehabt haben. Wir sind dank­bar für das was wir haben und haben uns fest vor­ge­nom­men, dass auch so zu sehen, wenn es uns viel­leicht ein­mal nicht mehr so gut gehen soll­te, gesund­heit­li­ch mei­ne ich. Wir sehen am Bei­spiel mei­ner Schwie­ger­mut­ter und auch an dem mei­ner eige­nen Mut­ter, die auch schon 84 Jah­re alt ist, dass der Joa­chim Fuchs­ber­ger zuge­schrie­be­ne Satz: «Alt­wer­den ist nichts für Feig­lin­ge» abso­lut sei­ne Berech­ti­gung hat.

Eine ers­te Hür­de, also die ins Ren­ten­al­ter, habe ich per­sön­li­ch genom­men. Ich füh­le mich aus­ge­spro­chen wohl in die­sem unge­wohn­ten Zustand von Frei­heit und Unab­hän­gig­keit von irgend­wel­chen äuße­ren Ein­flüs­sen. Ich hat­te wäh­rend mei­ner beruf­li­chen Lauf­bahn zwar das Glück, sehr frei arbei­ten zu kön­nen. Aber die unglaub­li­ch zahl­rei­chen Wech­sel mei­ner Vor­ge­setz­ten waren den­no­ch nicht so ohne.

Ich habe immer Zeit, um ande­ren zu hel­fen und wenn ich gefragt wer­de, ob ich die­ses oder jenes machen könn­te, tue ich das und zwar ohne erst ein­mal dar­über zu lamen­tie­ren, dass ich kei­ne Zeit hät­te. Es soll ja Rent­ner geben, bei denen das ganz anders ist. 😆


Eine mei­ner gro­ßen Sor­gen für die nächs­ten Jah­re ist das Risi­ko, dass sich die Spal­tung unse­rer Gesell­schaft wei­ter ver­tieft. Damit mei­ne ich nicht in ers­ter Linie die Spal­tung zwi­schen arm und reich. Ich ver­mu­te, der Tat­be­stand, dass es fast unmög­li­ch zu sein scheint, nor­mal mit­ein­an­der zu dis­ku­tie­ren und den Stand­punkt des jeweils ande­ren anzu­hö­ren, ist weit­aus schlim­mer. «Soci­al Media» ist in mei­nen Augen kein Spie­gel unse­rer Gesell­schaft. Zum Glück geht es — mit Aus­nah­men — im wah­ren Leben eben nicht so zu, wie das bei Twit­ter, Face­book oder ande­ren stän­dig der Fall ist.

Mir fällt immer das Bild einer Auto­bahn ein, auf der — wie auf den ver­schie­de­nen Kanä­len der sozia­len Netz­wer­ke — eben­falls Men­schen unter­wegs sind, die sich rück­sichts­los und bru­tal gegen ande­re ver­hal­ten. Auf der Auto­bahn sind sie, obwohl sie qua­si anonym unter­wegs sind, an Leib und Leben gefähr­det, weil auch sie durch­aus mit ihren Fahr­zeu­gen in töd­li­che Unfäl­le ver­wi­ckelt wer­den könn­ten. Die Daten­au­to­bahn hält sol­che Gefah­ren nicht für sie bereit und mit den Shits­torms müs­sen i.d.R. ande­re leben.

Inzwi­schen wis­sen wir, dass die Auf­he­bung der Anony­mi­tät bzw. die Nen­nung von Klar­na­men nicht zwangs­läu­fig eine mäßi­gen­de Wir­kung auf beson­ders schlim­men Fin­ger hat. Über die Mecha­nis­men des Inter­nets, spe­zi­ell der Sozia­len Netz­wer­ke, erfah­ren wir immer mehr. Wir ver­ste­hen inzwi­schen, wie unse­re Lese­ge­wohn­hei­ten in die Iso­la­ti­on (Echo­kam­mer) oder mei­net­we­gen in die poli­ti­sch Ver­ir­rung füh­ren kön­nen. Die Gewiss­heit, dass wir häu­fig und von durch­aus uner­war­te­ter Stel­le mani­pu­liert und irre­ge­führt wer­den, för­dert unse­re Bereit­schaft Ver­schwö­rungs­theo­ri­en zu fol­gen.

Auch wenn wir uns nicht im enge­ren Sin­ne anonym gegen­über­sit­zen, wir ope­rie­ren den­no­ch aus einer Anony­mi­tät her­aus. Die Men­schen, die wir ange­hen oder von denen wir ange­gan­gen wer­den, sind uns per­sön­li­ch völ­lig unbe­kannt. Fragt ihr euch nicht auch manch­mal, wie ihr die­sen Streit wohl füh­ren wür­det, wenn ihr der Per­son jetzt per­sön­li­ch gegen­über­ste­hen wür­det? Schaut euch die Pro­fi­le eurer Mit­dis­ku­tan­ten ruhig regel­mä­ßig etwas genau­er an. Heu­te stoßt ihr dort viel­leicht auch ein­mal auf einen (mög­li­chen) Soci­al Bot, meis­tens sind es aber Men­schen aus Flei­sch und Blut. Mir ist es schon oft pas­siert, dass mei­ne «Erwar­tun­gen» bestä­tigt wur­den. Die schlech­te Ahnung kam mir bereits, weil mit dem Pro­fil­bild des­je­ni­gen gewis­se Asso­zia­tio­nen zu ver­bin­den waren. Ich fürch­te, dass wei­te­re Dis­kus­sio­nen mit so jeman­dem kei­nen Mehr­wert brin­gen wird. So sehr man sich viel­leicht Mühe gibt. Aber es gibt auch die vie­len ande­ren. Ich bin man­ches Mal bass über­rascht. Huch, ein ganz nor­ma­ler Men­sch, der sei­ne Fami­lie liebt, mit ihr in die Feri­en fährt und so wei­ter. War­um reagiert er in die­ser Fra­ge so hef­tig? Und war­um reagie­re ich so hef­tig auf ihn?

Ich behaup­te: das Inter­net (natür­li­ch vor allem «Soci­al Media») macht den Unter­schied. Obwohl es beschis­sen klingt, wenn ein klei­ner Blog­ger wie ich sowas schreibt: Es gibt, wie man­che sagen, ein­fach viel zu vie­le Dumpf­ba­cken unter uns Nut­zern. Denen wür­de man ver­nünf­ti­ger­wei­se im ech­ten Leben kein Gehör schen­ken. Wer schafft es, die Stim­men von­ein­an­der zu tren­nen und für sich per­sön­li­ch die Bei­trä­ge, Arti­kel und die Kom­men­ta­re zu iden­ti­fi­zie­ren, deren Lek­tü­re sich lohnt und die der eige­nen Mei­nungs­bil­dung zuträg­li­ch sind? Es ist ein har­ter und lan­ger Weg. Ich schät­ze, eine gute Zei­tung und selbst die viel geschol­te­nen öffent­li­ch-recht­li­che Nach­rich­ten könn­ten und soll­ten hier Ori­en­tie­rung und Hil­fe­stel­lun­gen anbie­ten. Lei­der schei­nen die das aller­dings immer noch nicht in die Rea­li­tät umset­zen zu wol­len. Obwohl sie eigent­li­ch wis­sen müss­ten, dass dies ihre eige­ne Über­le­bens­chan­ce wäre.

An sol­chen Punk­ten zeigt es sich, dass Mer­kel Recht gehabt hat, als sie das Inter­net damals als #Neu­land bezeich­net hat. Man­che erin­nern sich sicher, wie sie allein für die­se Bemer­kung ange­gan­gen wur­de.


Wer das jetzt alles gele­sen hat, bei dem­je­ni­gen möch­te ich mich herz­li­ch bedan­ken. Es sind halt eini­ge der Gedan­ken, die mich schon seit lan­ger Zeit sehr beschäf­ti­gen.

Ich wün­sche euch allen ein fro­hes, besinn­li­ches Weih­nachts­fest und alles Gute für das neue Jahr. Hof­fent­li­ch wird es fried­li­cher als das ablau­fen­de.

shop21.jpg
Für mich war das wie­der mal eine grau­en­haf­te Woche in Soci­al Media. Ich mer­ke, wie… 
Kirche Bedburg
Wie­der zeigt Roland Tichy für wen er eigent­li­ch sei­ne Tex­te schreibt. Er weiß wohl gen­au, dass… 

Horst Schulte

Ich blogge seit 2004. Am liebsten schreibe ich über gesellschaftliche und politische Fragen. Aber ab und an gibt es hier auch etwas zum Thema Bloggen, Wordpress und ein paar Fotos.

13 Kommentare auf "Mein persönlicher Jahresrückblick auf 2016"

Benachrichtige mich zu:
avatar
Sortiert nach:   neuste | älteste
Boris
Gast

Ein Blog wie dei­nes und Arti­kel wie eben die­ser hier sind einer der Grün­de, wes­we­gen ich mich ger­ne im World­Wi­de­Web bewe­ge. Dies sage ich im Anschluss an mei­nen letz­ten Kom­men­tar zu dei­nem letz­ten Arti­kel.

«Wer schafft es, die Stim­men von­ein­an­der zu tren­nen und für sich per­sön­li­ch die Bei­trä­ge, Arti­kel und die Kom­men­ta­re zu iden­ti­fi­zie­ren, deren Lek­tü­re sich lohnt und die der eige­nen Mei­nungs­bil­dung zuträg­li­ch sind? Es ist ein har­ter und lan­ger Weg. Ich schät­ze, eine gute Zei­tung und selbst die viel geschol­te­nen öffent­li­ch-recht­li­che Nach­rich­ten könn­ten und soll­ten hier Ori­en­tie­rung und Hil­fe­stel­lun­gen anbie­ten.»

Gen­au das ist es, wor­auf es ankommt: zu dif­fe­ren­zie­ren und klug aus­zu­wäh­len, wo man sich Infor­ma­tio­nen holt. Auch, wel­che Infor­ma­tio­nen man sich über­haupt holt, denn nicht jedes Ereig­nis muss von Inter­es­se sein. Öffent­li­ch-recht­li­che Nach­rich­ten sind für mich auch noch ein wesent­li­cher Anker, pri­vat­recht­li­che dage­gen neh­me ich prak­ti­sch nicht mehr wahr. Und mei­ne Hal­tung zu Face­book und Co. kenn­st du ja, nicht zuletzt aus o.g. Kom­men­tar.

Jeden­falls freue ich mich dar­auf, auch 2017 hier vie­le inter­es­san­te Arti­kel zu lesen (und ich lese sie fast alle!), und ich wer­de wei­ter­hin gele­gent­li­ch kom­men­tie­ren. Auch, weil ich das Gefühl habe, dass du ehr­li­ch gemein­te Kom­men­ta­re sehr schätzt.

Ich wün­sche schö­ne Fei­er­ta­ge, ein erfolg­rei­ches (auch blog­gen­des) Jahr 2017, aber wir haben ja erst den 21.12. … es sind also noch ein paar Tage.

(Und ich hof­fe, end­li­ch selbst wie­der mehr zu foto­gra­fie­ren, denn mein eige­nes Blog ver­waist schon wie­der so lang­sam, was Fotos angeht…)

Hans
Gast

Hal­lo Hor­st,

ich hab dei­nen Arti­kel natür­li­ch und natür­li­ch ger­ne gele­sen. Das Inter­net wäre ohne Blogs, wie Dei­nen, ärmer.

Ich hab übri­gens auch einen Freund, mit dem ich vie­le Jah­re auf­ge­wach­sen bin und erwach­sen wur­de. Irgend­wann trenn­ten sich die Wege aus ber. Grün­den. Seit 4 Jah­ren (oder so) lebt er auch in Köln. Lei­der sehen wir uns den­no­ch kaum.

Als heu­te bei Twit­ter jemand von der AfD schrieb, dass es Mer­kels Tote sei­en (Ber­li­ner Weih­nachts­markt) dach­te ich mir, wie gut es doch manch­mal wäre, sol­chen Zeit­ge­nos­sen da den Mund zu ver­bie­ten. Ein­fach hohl und geschmack­los.

Ich wün­sche Dir, Dei­ner Fami­lie, all Dei­nen Lie­ben und Dei­nen Lesern ein gutes Weih­nachts­fest und ein gutes, gesun­des 2017. Ich freue mich auch auf vie­le wei­te­re Blog­bei­trä­ge von Dir.

LG Hans

Sabienes
Gast

Dan­ke für die­sen schö­nen, per­sön­li­chen und nach­denk­li­chen Jah­res­rück­bli­ck.
Ich wün­sche dir und dei­nen Lie­ben schö­ne Weih­nach­ten und ein gutes neu­es Jahr
Sabie­nes

ClaudiaBerlin
Gast

Lie­ber Hor­st,

dan­ke für die­sen besinn­li­chen Arti­kel und dein uner­müd­li­ches Blog­gen trotz man­chem Gegen­wind. Dein Blog inkl. der «gesit­te­ten» Kom­men­tar­kul­tur möch­te ich nicht mis­sen, auch wenn ich die­ses Jahr ver­dammt wenig zum sel­ber kom­men­tie­ren gekom­men bin!

Toll, wie Ihr das mit dei­ner Mut­ter hin­be­kommt! Und das klei­ne Lied von dem 3-Jäh­ri­gen hat mich sehr berührt. 

Dan­ke auch für dei­ne Emp­feh­lun­gen in Sachen Blog­the­mes, die hab ich durch­aus gesich­tet, — Bin mir aber — eben auch man­gels Zeit — noch nicht im Kla­ren, ob ich so einen «Boli­den» nut­zen will oder nicht doch lie­ber ein Eige­nes erstel­le, zusam­men mit mei­nem Code-Exper­ten. Ich ver­mu­te, das wür­de deut­li­ch schlan­ker und schnel­ler, weil sämt­li­che «Optio­nen» nicht nötig wären.

Und nun wün­sch ich ein fro­hes Fest und einen guten Rut­sch!
Alles Lie­be
Clau­dia

Uwe Gutzeit
Gast
Uwe Gutzeit

Hal­lo Hor­st
Ich lese immer mal wie­der auf Dei­ner Sei­te. Freue mich für Dich das es Dir und dei­ner Frau gut geht. Schön fin­de ich das ihr die Mut­ter zu hau­se betreut. Schön fin­de ich auch wie Du von Dei­nem Nef­fen schwärmst. Das ist das Leben !!!! Ich möch­te Dich gern mal anru­fen und über » Alte Zei­ten » spre­chen. Mein Leben ist ähn­li­ch wie deins. Nur ich bin ich noch voll berufs­tä­tig, habe mitt­ler­wei­le 4 Enkel und das 5. ist unter­wegs .
Ich meld mich mal bei Dir, wenn Du nichts dage­gen hast.
Gruß
Uwe

Thomas
Gast

Hal­lo Hor­st,

wie­so habe ich den Rück­bli­ck von Dir bis­her über­se­hen. Ich les doch son­st alle Dei­ne Bei­trä­ge. Auch die­ser Rück­bli­ck ist wie­der ein Grund das www zu lie­ben und ein Beweis, dass Blogs doch noch per­sön­li­ch sein kön­nen und kei­ne Kom­merz­bu­den sein müs­sen.

Daher lese ich hier bei Dir so ger­ne (und kom­men­tie­re viel zu wenig). Ich bin nicht immer Dei­ner Mei­nung (aber sehr oft). Nur macht das doch die Span­nung im Leben aus, immer einer Mei­nung sein wäre stink­lang­wei­lig.

Daher wün­sche ich Dir, Dei­ner Fami­lie und Dei­nen Lie­ben alles guten­für 2017. Das alle Eure Wün­sche in erfül­lung gehen und vor allem Gesund­heit.

LG Tho­mas

PS: Einen eige­nen Absatz über unse­ren Blog in Dei­nem Jah­res­rück­bli­ck zun­fin­den, hat mich sehr ver­le­gen und dank­bar gemacht. Dan­ke.

trackback

[…] Inspi­ra­ti­on zu der Refle­xi­on und zum Rück­bli­ck auf das Jahr 2016 gaben mir Hor­st von 2bier.de und Tho­mas von reisen-fotografie.de. Dabei bin ich auf eine Blog­pa­ra­de 2016 von Lexas […]

wpDiscuz
Suche