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Mei­ne Mei­nung: «The Reven­ant — Der Rück­keh­rer»

«The Reven­ant — Der Rück­keh­rer» war für mich der Film über­haupt. Lan­ge hat mich eine Geschich­te nicht mehr so gefes­selt, die fil­mi­sche Auf­be­rei­tung eines Wes­tern-Aben­teu­ers so mit­ge­ris­sen. Die ursprüng­li­che Natur­ge­walt, die von den Bil­dern aus­geht, ist so wuch­tig und so real, dass mich die­ser Film mit Über­län­ge (2 1/2 Stun­den) gepackt hat. Die Außen-Dreh­ar­bei­ten fan­den in Kana­da (Alber­ta) und in Argen­ti­ni­en (Feu­er­land ) statt. Die wah­re Geschich­te spiel­te im 19. Jahr­hun­dert am Mis­sou­ri River.

In der Geschich­te wer­den bei­läu­fig Tei­le des per­sön­li­chen Schick­sals des Trap­per Hugh Glass (Leo­nar­do di Caprio) erzählt. Sei­ne india­ni­sche Frau wird bei einem Über­fall fran­zö­si­scher Sol­da­ten getö­tet. Ich fand die geschicht­li­che Ein­ord­nung etwas schwie­rig, weil die Fran­zo­sen doch zu Beginn des 19. Jahr­hun­derts Loui­sia­na an die Ame­ri­ka­ner ver­kauft hat­ten. Wenn die Geschich­te also um die 1820er Jah­re gespielt hat, hät­te der Über­fall der fran­zö­si­schen Sol­da­ten, der mit dem für Glass tra­gi­schen Ver­lust sei­ner Ehe­frau ende­te, etwa 20 Jah­re zuvor statt­ge­fun­den haben müs­sen. Sein Sohn war zu die­sem Zeit­punkt bereits im fort­ge­schrit­te­nen Kna­ben­al­ter.

Tho­mas Jef­fer­son hat damals für 15 Mio. US$ halb Ame­ri­ka gekauft

Damals ver­dop­pel­te Tho­mas Jef­fer­son das Ter­ri­to­ri­um der USA für einen Schäpp­chen-Kauf­preis von 15 Mio. US$. Die Grö­ße des dama­li­gen US-Gebie­tes ist mit der des heu­ti­gen gleich­na­mi­gen Staa­tes nicht ver­gleich­bar. Es ent­hielt damals neben 15 heu­ti­gen US-Bun­des­staa­ten noch ein paar Rand­ge­bie­te Kana­das.

Nicht nur die Art und Wei­se, wie Glass sei­nen Über­le­bens­kampf führ­te, war total beein­dru­ckend. Auch die Tat­sa­che, dass trotz der gro­ßen Stra­pa­zen und die­ser gewal­ti­gen und men­schen­feind­li­chen Umge­bung, fun­da­men­ta­le mora­li­sche Prin­zi­pi­en auf­recht­erhal­ten und durch­ge­setzt wur­den, hat mich beein­druckt. Auch damals, gab es gute und böse Men­schen. Unter den India­nern, den Sol­da­ten und sogar den Eli­ten.

Tipp:  Der Pakt mit dem Teufel vom Bosporus ist gemeint

Wel­che Kraft und Stär­ke — The Reven­ant

Die Akteu­re zeig­ten eine Stär­ke und Kraft nicht nur in phy­si­scher Hin­sicht. Es wirkt auf mich als Zuschau­er so, dass sie mit einem unfass­ba­ren Über­le­bens­wil­len aus­ge­stat­tet waren. 

Die­ser Film war für 12 Oscars nomi­niert, er wur­de mit drei Oscars und drei Gol­den Glo­bes aus­ge­zeich­net. Dass er nicht auch den Oscar für den bes­ten Film erhal­ten hat, erscheint mit im Ver­gleich zum Gewin­n­er­film «Spot­light» die­ses Jah­res ein wenig unver­ständ­li­ch. Dabei ist auch «Spot­light» selbst­ver­ständ­li­ch eben­falls ein tol­ler Film. 

Der Film war ursprüng­li­ch mit 60 Mil­lio­nen $ bud­ge­tiert. Gekos­tet hat er schließ­li­ch nach Abzug der Steu­er­ver­güns­ti­gun­gen schlap­pe 135 Mil­lio­nen $. Damit steht er in der ers­ten Rei­he der Block­bus­ter.

Kri­ti­ken

Bei «Ama­zon» führt der Film die Best­sel­ler-Lis­te an. Die pro­fes­sio­nel­len Kri­ti­ker urteil­ten nicht so ein­hel­lig posi­tiv, wie ich es erwar­tet hat­te. Die Bewer­tung der User waren über­wie­gend posi­tiv, wenn ich die Ergeb­nis­se im Ver­gleich ver­schie­de­ner Web­sites betrach­te.

In den Ama­zon-Kri­ti­ken waren auch nega­ti­ve Kri­ti­ken zu lesen. Die Begrün­dun­gen waren für mich kaum nach­voll­zieh­bar. Wer die­sen Film bei­spiels­wei­se nach einer Stun­de aus­ge­schal­tet hat, weil er «zu lang­wei­lig» gewe­sen wäre, dem — sag ich mal ein biss­chen ver­ständ­nis­los — ist nicht zu hel­fen. Ein ande­rer Kri­ti­ker befand: «Er ist lang­wei­lig, farb­los und ohne jeg­li­chen Anspruch. Scha­de!!!» Wie unter­schied­li­ch man einen Film aber doch sehen kann. 

flu­echt­lin­ge_
Logi­sch, dass die Rech­ten ein «Pfef­fer­minz­schlag» beka­men, als sie vom Vor­ha­ben des Bamf-Chefs erfuh­ren, gedul­de­ten…
poli­ti­k_1
Weil unse­re Poli­ti­ker wie­der mal ein fehler-/lückenhaftes Gesetz ver­ab­schie­det haben muss­ten Rich­ter vom Bun­des­ar­beits­ge­richt für Klar­heit sor­gen. Die… 

Horst Schulte

Ich blogge seit 2004. Am liebsten schreibe ich über gesellschaftliche und politische Fragen. Aber ab und an gibt es hier auch etwas zum Thema Bloggen, Wordpress und ein paar Fotos.

Meine ersten Gehversuche als Blogger machte ich mit den Blogs finger.zeig.net, später mit querblog.de und noch etwas später mit netzexil.de

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