Melden Macht Frei!

Da will ich hof­fen, dass der Wahrheits­ge­halt dieser Mel­dung auch entsprechend groß ist.

Wie unver­ant­wortlich wäre es anson­sten, die Öffentlichkeit mit solchen Nachricht­en zu ver­sor­gen? Schließlich nimmt man vie­len Men­schen, die so etwas lesen, eine (let­zte) Hoff­nung.

Ich erin­nere an den Prozess gegen den Apothek­er, der Kreb­smedika­mente gestreckt haben soll, so dass sie zum Teil völ­lig unwirk­sam wur­den.

Wie sich zum Prozess­be­ginn her­auskristallisierte, reichen die von der Staat­san­waltschaft vorgelegten Beweis­mit­tel wahrschein­lich nicht für eine Bestra­fung des Apothek­ers.

Lag das nun daran, dass der Mann sich nichts hat zuschulden kom­men lassen oder am Unver­mö­gen der Ermit­tlungs­be­hör­den? In jedem Fall ist der damit verur­sachte Ver­trauensver­lust immens. Das ist im Grund in die Rei­he der Medi­zin-Skan­dale einzurei­hen, in die auch die Manip­u­la­tio­nen bei Organspenden gehören.

Und dann wun­dert sich die Gesellschaft darüber, dass die Leute nicht mehr bere­it sind, ihre Organe zu spenden.

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare
  1. Eben. In einem kom­merziell aus­gerichteten Medi­zin-Sys­tem, zu dem unseres inzwis­chen verkom­men ist — bzw. in das es geschickt ver­wan­delt wurde, noch dazu zu einem Zweik­lassen­sys­tem, muss man sich wed­er über die Phar­ma- noch über die Organ­ver­w­er­tungsskan­dale wun­dern.

    Prof­it ist alles. Um Patien­ten und deren Gesund­heit geht es längst nicht mehr. Es sei denn, man kann irgen­det­was davon als Ware verkaufen.

    Und Kreb­smedika­mente sind nun ein­mal sehr lukra­tiv, also ist auch der Betrug damit lukra­tiv. Das hat nichts mit “schwarzen Schafen” zu tun, das ist schlicht sys­temim­ma­nent. Ich will da gar keine stu­pide Kap­i­tal­is­muskri­tik for­mulieren, das liegt mir fern. Ich will die Dinge nur sehen, wie sie sind. Mit den Schat­ten­seit­en.

  2. Die Kom­merzial­isierung hat vor allem die FDP unter den bekan­nten Stich­worten betrieben. Diese Klien­tel­partei wurde trotz­dem mit erstaunlichen Stim­menan­teilen gewählt. Die dümm­sten Käl­ber wählen ihre Met­zger sel­ber oder wie Brecht gesagt hat.

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