Ob Das Sich Noch Lohnt?

Keine Sorge, ich stimm’ jet­zt nicht das übliche Klagelied des Blog­gers an, der unter zu wenig Beach­tung lei­det. Und mit “lohnt” (siehe Über­schrift) meine ich keines­falls die mon­etäre Seite, die manchen Blog­gern so wichtig ist.

Für die The­men mit denen ich mich hier im Blog befasse, inter­essieren sich nicht viele Leute. Und die paar, die es tun (Danke an dieser Stelle!) wer­den gewiss nicht immer mein­er Mei­n­ung sein. Das ist für mich keine Über­raschung, weil ich das längst gel­ernt habe.

Reich­weite

Inter­es­sant finde ich, wie krass sich die “Bew­er­tung(?)” darstellt, wenn einen Blick auf die Face­book — Reich­weite mein­er Artikel wirft. Meine FB-Seite 2bier hat ger­ade mal 36 Abon­nen­ten und 34 Likes. Die Zahlen gel­ten nicht etwa für einen Artikel, son­dern für die kom­plette Seite 😟.

Dazu muss ich erk­lären, dass ich alle Artikel nicht nur auf dieser FB-Seite, son­dern zusät­zlich auf meinem Pro­fil und in eini­gen anderen Grup­pen poste. Let­zteres mache ich frei nach Schnau­ze, also nicht sys­tem­a­tisch.

Zulet­zt habe ich, eher zufäl­lig, mal ein paar (3) Fotos auf mein­er FB-Seite 2bier gepostet, statt im Pro­fil und zwar ganz ohne Begleit­text. Dieser Artikel hat­te (immer­hin) eine Reich­weite von 47! Alle anderen Artikel kom­men über 17, vielle­icht mal 20 nicht hin­aus. Ich dachte, ver­suche neue Artikel mal nicht im FB-Pro­fil zu posten, son­dern auss­chließlich auf der Face­book-Seite 2bier. Zack, wieder nur eine Reich­weite von 14.

Meine Frau hat also Recht. “Dafür inter­essiert sich eben kein­er”. Jau.

Mein Blog Bedburgisches.de läuft zwar, was die Kom­mentare anlangt, auch nicht toll. Aber, obwohl ich nicht viel poste, ist bei FB das Inter­esse viel größer.

Dort verze­ich­net die Seite inner­halb kurz­er Zeit immer­hin 262 Abon­nen­ten und 259 Likes. Die Reich­weite der einzel­nen Artikel bei Face­book beträgt häu­fig mehrere Hun­dert, manch­mal tausend.

Klar ist, dass es an den The­men liegt.

Übri­gens sind auch die Google-Zahlen hier im Blog ähn­lich ger­ing. RSS-Abon­nen­ten gibt es nicht und über 100 tägliche Zugriffe kön­nen rot im Kalen­der ver­merkt wer­den. Nor­mal sind tägliche Besuch­er in ein­er Größenord­nung von 60–70. Früher ™ waren es zehn­mal so viele.

Wie ich sagte. Ich will kein Mitleid und erst recht keinen Spott. Mir ist klar, dass dies im besten Fall das ist, was man einen Nis­chen­blog nen­nt. Aber je nach The­ma kann auch damit eine wesentlich größere Reich­weite erzielt wer­den.

Ich habe diesen Artikel für die Blog­ger geschrieben, die sich eben­falls abmühen aber trotz­dem auf keinen grü­nen Zweig kom­men. Ich blogge seit 2004 und habe bis heute nicht gel­ernt, wie man “es” richtig macht. Wenn ich meine Blogs mit denen von anderen ver­gle­iche, kommt kein Neid auf, manch­mal sog­ar ein leis­es Bedauern. Nee, so will ichs dann auch nicht machen.


Update

So toll

Dieser Beitrag hat 18 Kommentare
  1. Hal­lo Horst,

    ich habe ger­ade deinen Beitrag gele­sen und mir ging es ganz ähn­lich. ich hat­te lange Zeit eine Back­blog, auf dem ich dur­chaus über 100 Abos hat­te, aber irgend­wie wup­pte er nicht, obwohl ich alles schein­bar richtig gemacht habe.

    Dann habe ich mich vor zwei Wochen entsch­ieden, einen neuen Blog in ein­er Nis­che aufzu­machen, die zwar auch mit Food zu tun hat, aber in ein­er Nis­che liegt. Also habe ich einen Food- und Trav­el­blog rund um Eng­land aufgemacht (www.tea-and-scones.de) — auf deutsch für Deutsche, die Eng­land mögen. Ob du das glaub­st oder nicht. Schon nach den ersten Ein­trä­gen kamen die Rück­mel­dun­gen und ich habe bei einem Beitrag bis jet­zt 80 Kom­mentare in ein­er Gruppe erhal­ten, neue Ideen für weit­ere Artikel, Erwäh­nun­gen von guten Mul­ti­p­lika­toren und eine richtig gute Reich­weite für den Anfang (über 1000 organ­isch).

    Ich habe das gle­iche Mar­ket­ing-Kon­strukt wie son­st ver­wen­det — Word­Press-Seite, Bloglovin-Ein­bindung, Twit­ter (beste­hen­der Kanal), FB-Seite umge­wan­delt und meine Leser darüber informiert, Insta­gram und Pin­ter­est. Und viel kom­men­tieren in anderen Blogs.

    Ich weiß nicht, woran es bei dir liegt: Regelmäßigkeit/ Mehrw­ert für die Leser / zu großes The­men­feld. Ich wün­sche dir trotz­dem, dass du durch­hältst!

    Lieben Gruß, Simone

  2. Die Sicht­barkeit und Reich­weite bei Face­book kann sich­er am The­ma liegen, liegt aber auch daran, wie Face­book deine Mel­dun­gen platziert — du kannst wie wild Beiträge posten und kein­er bekommt sie zu Gesicht, weil FB möchte, dass du sie bewirb­st 🙂 … und das Posten in Blog­ger­grup­pen ist fast sin­n­frei, da die meis­ten nicht dort reinge­hen, um zu lesen (so, wie ich jet­zt ger­ade 😉 ), son­dern max­i­mal, um selb­st ihre Beiträge dort zu pro­moten. Bei ein­er Fre­quenz von 1–2 Beiträ­gen alle 5 Minuten in diesen Grup­pen ist dein FB-Post dann auch ziem­lich schnell wieder in der Versenkung ver­schwun­den, es sei denn, du (oder jemand anderes) kom­men­tierst ihn — dann ist er wieder oben… kurz zumin­d­est.
    Klar, FB ist jet­zt nicht alleinige Traf­fic-Quelle und es ist nicht schön, für nur eine Hand­voll Leser zu schreiben… wichtig ist vor allem, dass es dir Spaß macht 😉 … Was mehr Leser und Traf­fic ange­ht: Hast du schon mal Pin­ter­est als Linkquelle aus­pro­biert? Und: Bringt denn dein Twit­ter-Account mit mehr als 3000 Abon­nen­ten auch kaum Leser?
    Naja, eines bleibt noch zu erwäh­nen — vielle­icht hil­ft es dir ja: Wenn ich die Leserzahlen hätte, die du mit diesem Blog hier erre­ichst, wäre ich “erst­mal” voll zufrieden…
    Viele Grüße aus Berlin
    Chris­t­ian

  3. Hal­lo Horst,

    Gle­ich­es stelle ich bei mir im Blog fest. Ob sich das lohnt? Tja, das weiß man nicht. Ich kann mich ehrlich gesagt nicht beschw­eren. Aber da war schon mal mehr Betrieb bei mir. Ich frage mich derzeit eigentlich nur, ob ich die Face­book Seite behal­ten soll. Aber son­st lohnt sich das Bloggen, weil es mir nach wie vor Spaß macht.

  4. @Simone Orlik:

    Hal­lo Simone, toller Kom­men­tar! Vie­len Dank dafür. Es ist sehr inter­es­sant, was du über deinen neuen Blog geschrieben hast. Ich hat­te ja zu Beginn meines zweit­en Blogs ähn­lich pos­i­tive Ein­drücke. Ich bin nicht dran geblieben und habe es ein wenig schleifen lassen. Hier dürfte es ein­deutig an den sper­ri­gen The­men liegen. Als Poli­tik­blog an sich taugt der Blog nicht und als Gemis­cht­waren­han­del ist er wiederum zu fokussiert. Ich sehe, dass bei ganz bes­timmten The­men viel mehr Inter­esse geweckt wird. Die Krux ist nur, dass diese The­men mich weniger inter­essieren als halt Poli­tik, Gesellschaft und Medi­en. Das Spek­trum ist vielle­icht zu bre­it. Oder die The­men, die ich in den Beiträ­gen behan­dele sind für viele zu sper­rig. Mal abge­se­hen davon, dass ja auch immer die Frage im Raum ste­ht, ob sich die Texte einiger­maßen gut lesen lassen.
    Nochmals vie­len Dank für den inter­es­san­ten Kom­men­tar.

  5. @Chris­t­ian Gerd:

    Hal­lo Chris­t­ian, Wer­bung bei FB mache ich grund­sät­zlich nicht. Ich habe es mal bei meinem zweit­en Blog ver­sucht. Da war der Erfolg über­raschend groß. Bess­er gesagt, ich war über­rascht. Aber das mache ich nicht ständig. Im Grund ist es doch wie du schreib­st. Jed­er soll Spaß haben an dem, was er tex­tet. Son­st macht es keine Freude. Dass die FB — Grup­pen wenig brin­gen ist ein­fach wahr. Ich hat­te es eine Weile ganz aufgegeben. Das war allerd­ings auch blöd, weil ich über mein Pro­fil näm­lich doch die eine oder andere inter­es­sante Diskus­sion führen kon­nte.

    Schade, dass diese nicht in den Blogs stat­tfind­en, son­dern in den sozialen Net­zw­erken. Sämtliche existieren­den Lösun­gen sind in dieser Hin­sicht lei­der nicht zielführend. Mir wäre es am lieb­sten, alle Diskus­sio­nen fän­den hier statt. Wahrschein­lich ist das bei allen Blog­gern der Fall. Ich habe ein Kon­to bei Pin­ter­est, mache aber bish­er gar nichts damit. Hast du gute Erfahrun­gen damit gemacht?

    Via Twit­ter kommt sel­ten was, trotz über 3000 Fol­low­er. Ich denke, dass ich die sozialen Net­zw­erke (Aus­nahme FB) nicht richtig beackere. Aber sich über­all gle­ich here­inzuhän­gen, ist wohl auch zu viel Arbeit. Ich wün­sche dir, dass die Zahlen deines Blogs bald nach oben zeigen. Gewöhn­lich dauert das ja erst ein­mal eine Weile (mein­er Erfahrung nach geht es ab einem Jahr etwas nach oben). Früher ™ wars ein­fach­er 🙂

    Viele Grüße
    Horst

    1. @Horst Schulte:
      H’llo again, … ja, ich gebe dir abso­lut recht, wir soll­ten weg von den Mega-Plat­tfor­men, die von ein­er Minute auf die andere unser Pro­fil abschießen kön­nen, weil es eben in deren Hoheit ist und sie es deshalb ein­fach kön­nen. Unser Ziel sollte immer ein „Hin“ zu unser­er eige­nen Web­site sein. Denn den Inhalt haben wir nur dort unter Kon­trolle – und auch im Back­Up (hof­fentlich 😉 )…
      Ich habe gel­ernt, dass Pin­ter­est viel Traf­fic brin­gen kann, wenn du Pin­ter­est nutzt, wie es ein „Pin­ter­ester“ es nutzen würde (sara/sgkunst hat das ja schon angedeutet – ich gehe noch einen Schritt weit­er: Min­destens 10–15 Pins pro Tag, davon jeden zweit­en Tag einen eige­nen Beitrag run­ter­mis­chen und pin­nen.). Ich bin dazu lei­der zu nach­läs­sig – aber habe mit Pin­ter­est zumin­d­est ein paar Back­links mehr erzeugt, die mein Rank­ing bei Google anheben (Alter­na­tiv­en gibt es bei deren 95% Mark­t­dom­i­nanz ja nicht) – the­o­retisch zumin­d­est. Traf­fic kommt via Pin­ter­est bish­er eher wenig, d.h. 5–10 Aufrufe/Monat.
      Twit­ter ist in etwa so, wie die besagten FB-Grup­pen: Die meis­ten Nutzer posten zwar rein – aber lesen nicht die Posts der anderen. Und wenn mal, dann nur ab und an. Deshalb ergibt es laut divers­er „Twit­ter-Experten“ Sinn, den eige­nen Blog­post dort durch regelmäßig wieder­holte Tweets (z.B. in 2–3 h Abstand) zu pro­moten. Machst du solch einen Tweet dage­gen nur ein­mal, so sieht ihn ver­mut­lich (fast) kein­er dein­er Fol­low­er. Und: Keine Angst – du kannst nie­mand ner­ven, weil ja eh kein­er dauer­haft mitli­est… – falls über­haupt 😉
      Bzgl. „viel Arbeit“ und Social Net­works: Die, die das pro­fes­sionell betreiben, nutzen dafür meist Tools – sowas wie Meet­Edgar o.ä. Damit wird dann auch gepostet, während sie schlafen oder sich vielle­icht den eher schö­nen Din­gen des Lebens wid­men. Mir fehlte da die Inter­ak­tion mit dem Gegenüber, aber ver­mut­lich ist die Ziel­stel­lung der­jeni­gen, die das so machen, eh eine andere… wer weiß(?).
      Viele Grüße
      Chris­t­ian

      1. Hal­lo @Chris­t­ian: Danke für die inter­es­san­ten Hin­weise. Mal sehen, was ich daraus machen kann. Ger­ade den Tipp mit Twit­ter pro­biere ich mal aus. Bei Pin­ter­est weiß ich nicht so richtig. Wenn ich da ein­fach Fotos pinne kön­nte das doch schnell Kon­flik­te mit dem Urhe­ber­recht brin­gen. Wenn ich sehe, was die User da alles an “frem­den” Fotos posten, krieg ich gle­ich ein schlecht­es Gefühl.

        LG Horst

  6. @Hen­ning Uhle:

    Hal­lo Hen­nig, was macht dein Arm? Es läuft ja schon eine Weile wieder gut. 🙂 Das mit dem “Spaß machen” ist das Entschei­dende. Ich finde es toll, dass hier in let­zter Zeit wieder mehr kom­men­tiert wird. Davor fan­den Diskus­sio­nen oft nur bei Face­book statt. Das ist irgend­wie blöd.

    Grüße
    Horst

  7. Hal­lo Horst,

    ich ver­folge deinen Blog schon seit eini­gen Wochen.
    Wir haben auf unserem Blog ein ähn­lich­es Prob­lem wie du.
    Zwar hat­ten wir uns ein Konzept für die The­menge­bi­ete unseres Blogs über­legt, jedoch erlebten wir täglich neues oder beka­men neue Ereignisse mit. Somit auch neue The­menge­bi­ete die uns inter­essierten. Ent­standen ist ein Mix aus ver­schiede­nen The­men.

    Doch ich sehe es auch wie du. Der Blog ist nicht dazu da mich mon­etär zu bere­ich­ern, son­dern geistig. Es macht mir ein­fach Spaß zu schreiben, es macht mir Spaß mich durch´s Schreiben inten­siv­er mit The­men auseinan­derzuset­zen.
    Klar sieht man in den Zahlen vom Blog, von Face­book, Twit­ter oä. auch eine eventuelle Bestä­ti­gung für sein Werken, jedoch ver­suche ich — soweit es geht — diesen Zahlen keinen Wert beizumessen.
    Ich schreibe gerne, ich set­ze mich mit aktuellen Gegeben­heit­en und The­men auseinan­der, ich bin — oh Wun­der — ich.
    Schöne Grüße aus Linz
    Tomi

    1. @Tomi: Hal­lo Tomi, schön, dass du hier mitli­est. Die The­men­wahl ist ein wirk­lich schwieriges Ding. Ich kenne einige Blogs, die eine bunte Mis­chung anbi­eten. Darunter sind auch solche, die schein­bar gute Erfolge vor­weisen kön­nen. Andere wer­den unsere Erfahrun­gen teilen. Nun habt ihr bei­den ja erst im März mit dem Bloggen ange­fan­gen, wenn ich es richtig gese­hen habe. Um über den Erfolg etwas sagen zu kön­nen, muss man etwas Geduld haben. Ich denke, nach einem Jahr lässt sich mehr sagen. Ich habe wieder­holt Blogs, die auch für dama­lige Ver­hält­nisse gar nicht so schlecht liefen, kom­plett eingestellt und sog­ar die Inhalte gelöscht. Das war dumm. Jedes Mal, wenn man neu begin­nt, wird es ein biss­chen schw­er­er.

      Das liegt nach meinen Erfahrun­gen weniger am Schreib­stil oder den Inhal­ten, son­dern vielle­icht eher daran, dass sich die Gewohn­heit­en der Men­schen über die Jahre sehr verän­dert haben. Treue Leser sind wichtig. Wenn man Blogs ein­fach löscht, ver­liert man diese in der Regel. Bei mir war das der Fall. Heute spielt sich viel in den sozialen Net­zw­erken ab. Aber mir ist das offen ges­tanden zu wenig. Ich muss ein­fach bloggen. Manch­mal ist man zufrieden, dann wieder nicht. Mir fehlt eine, wie soll ich es aus­drück­en?, organ­is­che Verbindung zwis­chen den sozialen Net­zw­erken und den Blogs.

      Alles, was ich da bish­er mit­bekom­men und aus­pro­biert habe, waren Ver­suche (Plu­g­ins, Apps), die diese Auf­gabe nicht im Ansatz lösen kon­nten. Alle Kanäle gle­icher­maßen aufmerk­sam zu beack­ern ist unge­mein her­aus­fordernd. Ein­fache Blog­ger wer­den dafür wed­er Zeit noch Lust haben. Ich konzen­triere mich lieber auf meine Beiträge in meinen Blogs. Das macht Spaß und darum geht es uns ja auch schließlich. 🙂
      Viele Grüße nach Linz aus dem lei­der für August etwas zu kühlen Bed­burg.
      Horst

      1. @Horst Schulte:
        Hal­lo Horst,

        das stimmt, wir sind noch sehr junge Blog­ger.
        In unser­er täglichen Arbeit im Mar­ket­ing­bere­ich — wobei sich bei mir noch Logis­tik und IT hinzuge­sellt — haben wir unsere Freude am Schreiben ent­deckt. Da wir gerne über ver­schiedene The­men schreiben, wer­den wir uns etwas über­legen müssen um unsere Kat­e­gorien etwas weniger fokussiert zu gestal­ten.
        Das stimmt, es gibt viele die nur auf Social-Media-Kanälen unter­wegs sind und dort sehr erfol­gre­ich sind. Doch auch uns ist das viel zu wenig. (Raum für Text :-D)
        Ich ver­ste­he dich voll und ganz, wenn du sagst, dass es keine wirk­liche Verbindung zwis­chen Social-Media und dem Bloggen gibt. Wir haben auch kurz über­legt, unsere Texte nur auf Face­book oder Insta­gram zu veröf­fentlichen, jedoch wür­den wir damit alle auss­chließen, welche keinen Account auf diesen Plat­tfor­men haben.
        Vielle­icht wird es in Zukun­ft Entwick­lun­gen geben, mit welch­er wir diese Verbindung bess­er wird.
        Auch bei uns ist das Wet­ter nicht ger­ade rosig…
        Schöne Grüße
        Tomi

        1. @Tomi:
          Hal­lo Tomi,
          ein Blog gibt halt viel mehr Raum. Sich­er, man trifft auch in Social Media mal auf län­gere und wirk­lich gute Texte. Aber das Bloggen bietet mehr Möglichkeit­en. Vielle­icht hat mal jemand unter­sucht, wie lang (kurz), die Sta­tus­meldun­gen und Kom­mentare in den sozialen Net­zw­erken im Schnitt so sind. Ich würde mal behaupten, dass 90 % das Twit­ter-Lim­it von 140 Zeichen kaum über­schre­it­en wer­den. Das ist Vorteil und Nachteil zugle­ich. Vielle­icht ist mit dieser Begren­ztheit die Nei­gung zur Eskala­tion ver­bun­den?
          Es gab in den let­zten Jahren schon Aus­sagen darüber, dass Bloggen rück­läu­fig wäre. Ich sehe das nicht so. Trotz der Vorherrschaft der sozialen Net­zw­erke.

          Hof­fentlich wird es wenig­stens zum Woch­enende wieder was schön­er. 🙂
          LG
          Horst

  8. Hey Horst,

    wie ich sehe, haben sich hier schon einige Mitlei­dende ver­sam­melt 😀
    Früher war bloggen ein­fach­er. Ich blogge “erst” seit 2012 und habe das auch mit­bekom­men. Als ich anf­ing, existierte der Jugend­beruf­swun­sch “Blog­ger” noch nicht. Zu diesem Zeit­punkt began­nen die ersten aus ihrem Erfolg her­aus Geld zu ver­di­enen — das bekam ich aber erst später mit.

    Die Meis­ten began­nen ihren Blog aus Lei­den­schaft und viele Men­schen damit ern­sthaft zu begeis­tern war die Droge. Auch ich spürte diese Droge. Junge, war ich stolz, als ich endlich die 50 Abon­nen­ten­marke bei Blog­ger knack­te ^^ Im Umkehrschluss waren aber auch die Abon­nen­ten ehrlich­er. Ich behaupte, dass fast alle Leser, die es heute gibt entwed­er selb­st Blog­ger, Fir­men oder Bots sind. Wer liest heute noch lange Texte? Es gibt doch Youtube!

    Darum muss man sich auf Sozialen Plat­tfor­men verkaufen. Min­destens ein Foto bei Insta­gram am Tag. Wenig­stens 1 Beitrag pro Woche und ein alter geteil­ter Link auf Face­book. Regelmäßig Blogs besuchen und über­all einen sin­nvollen Kom­men­tar hin­ter­lassen. Täglich min­destens 3 neue Pins auf Pin­ter­est sam­meln, damit andere darauf aufmerk­sam wer­den, dass es mich gibt.

    Ja, das alles bringt etwas — egal welch­es The­ma mein Blog hat. Aber ich frage mich, wer dafür Zeit hat! Wer, wenn er nicht selb­st­ständig damit ist, opfert seine Freizeit dafür, wenn Freund/in oder Fam­i­lie zu Hause sind und auf einen warten? Also ich kann das nicht!

    Und ich frage mich auch immer, wen das inter­essiert was ich da mache. Meine Views und Kom­men­tarsta­tis­tiken sehen ähn­lich trau­rig aus, wie bei dir, weil ich seit 4 Monat­en keine Zeit hat­te. Und dann poste ich eine Erk­lärung und plöt­zlich kom­men Kom­mentare — und das unter einem Beitrag zu dem ich keine Mei­n­un­gen brauche. Es ver­fol­gen mehr Men­schen meinen Blog, als ich denke — auch wenn es nur 20 sind, die immer wieder kom­men, ist es mir das wert. Genau für die mache ich es!

    Und weißt du, was das schönst für mich ist?
    Ich freue mich immer, wenn ich meine Fam­i­lie sehe und dann höre: “Na, Stress? Es ist ja gar nichts los auf deinem Blog.” 😉

    Liebe Grüße > sara

    1. @sara alias sgkun­st:

      Hal­lo Sara,

      pri­ma, dass unser “Schick­sal” doch von eini­gen geteilt wird. 🙂 Wir Blog­ger hal­ten in der Hin­sicht, dass wir uns haupt­säch­lich gegen­seit­ig lesen, zusam­men. Lei­der schlägt sich das beim Sharen oder Kom­men­tieren nicht immer nieder. Das ist eigentlich schade. In anderen Län­dern ist das ange­blich anders (USA z.B.).

      Inwieweit ich auf­grund dieser von dir ver­mut­lich richtig eingeschätzten Lage mein Invest­ment in die sozialen Net­zw­erke ver­stärken sollte. Dabei gehöre ich zu denen, die FB einiger­maßen rege nutzen. Twit­ter und Google+ kom­men zu kurz und mit Pin­ter­est kenne ich mich gar nicht aus. Weil ich hier eher wenig eigene Fotos (Pix­abay) ver­wende, scheint mir die Nutzung von Pin­ter­est nicht sin­nvoll. Aber da mag ich falsch liegen?!

      Die Zeit­frage ist so’n Ding. Ich bin seit 2 Jahren in Rente und hätte viel Zeit. Aber ich kann mich bish­er nicht dazu durchrin­gen, mich mit Social Net­works so auseinan­derzuset­zen, wie Profis das empfehlen.

      Nimm diesen Artikel als Beispiel. Ich habe seit Län­gerem mal wieder was übers Bloggen geblog­gt und ich stufe das Inter­esse aus außergewöhn­lich gut ein. Vorgestern hat­te ich hier 120 Besuch­er, gestern 80. Das ist (siehe oben) ein guter Wert. Also liegt es am Ange­bot mein­er Artikel.

      Ich hat­te Phasen, in denen gar nix passierte. Frust schiebe ich deshalb längst nicht mehr. Ich schreibe für meine Leser/innen aber auch ein biss­chen für mich. Deshalb auch das vielle­icht etwas spezielle The­me­nange­bot. So manch­er mein­er Fre­unde (>60) haben nicht einen Account in Sozialen Net­zw­erken. Sie inter­essiert das nicht. Und die jün­geren Leute spreche ich mit meinen Tex­ten und vielle­icht auch mit mein­er Art zu schreiben nicht an. Mir ist das alles klar. Aber trotz­dem mache ich weit­er. Ich bin so tapfer. 🙂

      LG Horst

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