Ob Das Sich Noch lohnt?

Kei­ne Sor­ge, ich stimm‘ jetzt nicht das übli­che Kla­ge­lied des Blog­gers an, der unter zu wenig Beach­tung lei­det. Und mit „lohnt“ (sie­he Über­schrift) mei­ne ich kei­nes­falls die mone­tä­re Sei­te, die man­chen Blog­gern so wich­tig ist.

Für die The­men mit denen ich mich hier im Blog befas­se, inter­es­sie­ren sich nicht vie­le Leu­te. Und die paar, die es tun (Dan­ke an die­ser Stel­le!) wer­den gewiss nicht immer mei­ner Mei­nung sein. Das ist für mich kei­ne Über­ra­schung, weil ich das längst gelernt habe.

Reich­wei­te

Inter­es­sant fin­de ich, wie krass sich die „Bewer­tung(?)“ dar­stellt, wenn einen Blick auf die Face­book – Reich­wei­te mei­ner Arti­kel wirft. Mei­ne FB-Sei­te 2bier hat gera­de mal 36 Abon­nen­ten und 34 Likes. Die Zah­len gel­ten nicht etwa für einen Arti­kel, son­dern für die kom­plet­te Seite 😟.

Dazu muss ich erklä­ren, dass ich alle Arti­kel nicht nur auf die­ser FB-Sei­te, son­dern zusätz­lich auf mei­nem Pro­fil und in eini­gen ande­ren Grup­pen pos­te. Letz­te­res mache ich frei nach Schnau­ze, also nicht systematisch.

Zuletzt habe ich, eher zufäl­lig, mal ein paar (3) Fotos auf mei­ner FB-Sei­te 2bier gepos­tet, statt im Pro­fil und zwar ganz ohne Begleit­text. Die­ser Arti­kel hat­te (immer­hin) eine Reich­wei­te von 47! Alle ande­ren Arti­kel kom­men über 17, viel­leicht mal 20 nicht hin­aus. Ich dach­te, ver­su­che neue Arti­kel mal nicht im FB-Pro­fil zu pos­ten, son­dern aus­schließ­lich auf der Face­book-Sei­te 2bier. Zack, wie­der nur eine Reich­wei­te von 14.

Mei­ne Frau hat also Recht. „Dafür inter­es­siert sich eben kei­ner“. Jau.

Mein Blog Bedburgisches.de läuft zwar, was die Kom­men­ta­re anlangt, auch nicht toll. Aber, obwohl ich nicht viel pos­te, ist bei FB das Inter­es­se viel größer.

Dort ver­zeich­net die Sei­te inner­halb kur­zer Zeit immer­hin 262 Abon­nen­ten und 259 Likes. Die Reich­wei­te der ein­zel­nen Arti­kel bei Face­book beträgt häu­fig meh­re­re Hun­dert, manch­mal tausend.

Klar ist, dass es an den The­men liegt. 

Übri­gens sind auch die Goog­le-Zah­len hier im Blog ähn­lich gering. RSS-Abon­nen­ten gibt es nicht und über 100 täg­li­che Zugrif­fe kön­nen rot im Kalen­der ver­merkt wer­den. Nor­mal sind täg­li­che Besu­cher in einer Grö­ßen­ord­nung von 60–70. Frü­her ™ waren es zehn­mal so viele.

Wie ich sag­te. Ich will kein Mit­leid und erst recht kei­nen Spott. Mir ist klar, dass dies im bes­ten Fall das ist, was man einen Nischen­blog nennt. Aber je nach The­ma kann auch damit eine wesent­lich grö­ße­re Reich­wei­te erzielt werden.

Ich habe die­sen Arti­kel für die Blog­ger geschrie­ben, die sich eben­falls abmü­hen aber trotz­dem auf kei­nen grü­nen Zweig kom­men. Ich blog­ge seit 2004 und habe bis heu­te nicht gelernt, wie man „es“ rich­tig macht. Wenn ich mei­ne Blogs mit denen von ande­ren ver­glei­che, kommt kein Neid auf, manch­mal sogar ein lei­ses Bedau­ern. Née, so will ichs dann auch nicht machen.


Update

So toll

Horst Schulte

2004 bin ich (63) unter die Blogger gegangen. Es sind nur wenige Jahre vergangen. Trotzdem bin ich in diesem Geschäft ein alter Hase.

Ich schreibe über gesellschaftliche und politische Themen. Hin und wieder gibt es bei 2bier auch was zum Thema Bloggen und Wordpress zu lesen.

Dieser Beitrag hat 18 Kommentare
  1. Hal­lo Horst,

    ich habe gera­de dei­nen Bei­trag gele­sen und mir ging es ganz ähn­lich. ich hat­te lan­ge Zeit eine Back­blog, auf dem ich durch­aus über 100 Abos hat­te, aber irgend­wie wupp­te er nicht, obwohl ich alles schein­bar rich­tig gemacht habe. 

    Dann habe ich mich vor zwei Wochen ent­schie­den, einen neu­en Blog in einer Nische auf­zu­ma­chen, die zwar auch mit Food zu tun hat, aber in einer Nische liegt. Also habe ich einen Food- und Tra­vel­blog rund um Eng­land auf­ge­macht (www.tea-and-scones.de) – auf deutsch für Deut­sche, die Eng­land mögen. Ob du das glaubst oder nicht. Schon nach den ers­ten Ein­trä­gen kamen die Rück­mel­dun­gen und ich habe bei einem Bei­trag bis jetzt 80 Kom­men­ta­re in einer Grup­pe erhal­ten, neue Ide­en für wei­te­re Arti­kel, Erwäh­nun­gen von guten Mul­ti­pli­ka­to­ren und eine rich­tig gute Reich­wei­te für den Anfang (über 1000 organisch). 

    Ich habe das glei­che Mar­ke­ting-Kon­strukt wie sonst ver­wen­det – Wor­d­Press-Sei­te, Bloglo­vin-Ein­bin­dung, Twit­ter (bestehen­der Kanal), FB-Sei­te umge­wan­delt und mei­ne Leser dar­über infor­miert, Insta­gram und Pin­te­rest. Und viel kom­men­tie­ren in ande­ren Blogs. 

    Ich weiß nicht, wor­an es bei dir liegt: Regelmäßigkeit/ Mehr­wert für die Leser / zu gro­ßes The­men­feld. Ich wün­sche dir trotz­dem, dass du durchhältst! 

    Lie­ben Gruß, Simone

  2. Die Sicht­bar­keit und Reich­wei­te bei Face­book kann sicher am The­ma lie­gen, liegt aber auch dar­an, wie Face­book dei­ne Mel­dun­gen plat­ziert – du kannst wie wild Bei­trä­ge pos­ten und kei­ner bekommt sie zu Gesicht, weil FB möch­te, dass du sie bewirbst 🙂 … und das Pos­ten in Blog­ger­grup­pen ist fast sinn­frei, da die meis­ten nicht dort rein­ge­hen, um zu lesen (so, wie ich jetzt gera­de 😉 ), son­dern maxi­mal, um selbst ihre Bei­trä­ge dort zu pro­mo­ten. Bei einer Fre­quenz von 1–2 Bei­trä­gen alle 5 Minu­ten in die­sen Grup­pen ist dein FB-Post dann auch ziem­lich schnell wie­der in der Ver­sen­kung ver­schwun­den, es sei denn, du (oder jemand ande­res) kom­men­tierst ihn – dann ist er wie­der oben… kurz zumindest.
    Klar, FB ist jetzt nicht allei­ni­ge Traf­fic-Quel­le und es ist nicht schön, für nur eine Hand­voll Leser zu schrei­ben… wich­tig ist vor allem, dass es dir Spaß macht 😉 … Was mehr Leser und Traf­fic angeht: Hast du schon mal Pin­te­rest als Link­quel­le aus­pro­biert? Und: Bringt denn dein Twit­ter-Account mit mehr als 3000 Abon­nen­ten auch kaum Leser?
    Naja, eines bleibt noch zu erwäh­nen – viel­leicht hilft es dir ja: Wenn ich die Leser­zah­len hät­te, die du mit die­sem Blog hier erreichst, wäre ich „erst­mal“ voll zufrieden…
    Vie­le Grü­ße aus Berlin
    Christian

  3. Hal­lo Horst,

    Glei­ches stel­le ich bei mir im Blog fest. Ob sich das lohnt? Tja, das weiß man nicht. Ich kann mich ehr­lich gesagt nicht beschwe­ren. Aber da war schon mal mehr Betrieb bei mir. Ich fra­ge mich der­zeit eigent­lich nur, ob ich die Face­book Sei­te behal­ten soll. Aber sonst lohnt sich das Blog­gen, weil es mir nach wie vor Spaß macht.

  4. @Simo­ne Orlik:

    Hal­lo Simo­ne, tol­ler Kom­men­tar! Vie­len Dank dafür. Es ist sehr inter­es­sant, was du über dei­nen neu­en Blog geschrie­ben hast. Ich hat­te ja zu Beginn mei­nes zwei­ten Blogs ähn­lich posi­ti­ve Ein­drü­cke. Ich bin nicht dran geblie­ben und habe es ein wenig schlei­fen las­sen. Hier dürf­te es ein­deu­tig an den sper­ri­gen The­men lie­gen. Als Poli­tik­blog an sich taugt der Blog nicht und als Gemischt­wa­ren­han­del ist er wie­der­um zu fokus­siert. Ich sehe, dass bei ganz bestimm­ten The­men viel mehr Inter­es­se geweckt wird. Die Krux ist nur, dass die­se The­men mich weni­ger inter­es­sie­ren als halt Poli­tik, Gesell­schaft und Medi­en. Das Spek­trum ist viel­leicht zu breit. Oder die The­men, die ich in den Bei­trä­gen behan­de­le sind für vie­le zu sper­rig. Mal abge­se­hen davon, dass ja auch immer die Fra­ge im Raum steht, ob sich die Tex­te eini­ger­ma­ßen gut lesen lassen.
    Noch­mals vie­len Dank für den inter­es­san­ten Kommentar.

  5. @Chris­ti­an Gerd:

    Hal­lo Chris­ti­an, Wer­bung bei FB mache ich grund­sätz­lich nicht. Ich habe es mal bei mei­nem zwei­ten Blog ver­sucht. Da war der Erfolg über­ra­schend groß. Bes­ser gesagt, ich war über­rascht. Aber das mache ich nicht stän­dig. Im Grund ist es doch wie du schreibst. Jeder soll Spaß haben an dem, was er tex­tet. Sonst macht es kei­ne Freu­de. Dass die FB – Grup­pen wenig brin­gen ist ein­fach wahr. Ich hat­te es eine Wei­le ganz auf­ge­ge­ben. Das war aller­dings auch blöd, weil ich über mein Pro­fil näm­lich doch die eine oder ande­re inter­es­san­te Dis­kus­si­on füh­ren konnte. 

    Scha­de, dass die­se nicht in den Blogs statt­fin­den, son­dern in den sozia­len Netz­wer­ken. Sämt­li­che exis­tie­ren­den Lösun­gen sind in die­ser Hin­sicht lei­der nicht ziel­füh­rend. Mir wäre es am liebs­ten, alle Dis­kus­sio­nen fän­den hier statt. Wahr­schein­lich ist das bei allen Blog­gern der Fall. Ich habe ein Kon­to bei Pin­te­rest, mache aber bis­her gar nichts damit. Hast du gute Erfah­run­gen damit gemacht? 

    Via Twit­ter kommt sel­ten was, trotz über 3000 Fol­lo­wer. Ich den­ke, dass ich die sozia­len Netz­wer­ke (Aus­nah­me FB) nicht rich­tig beacke­re. Aber sich über­all gleich her­ein­zu­hän­gen, ist wohl auch zu viel Arbeit. Ich wün­sche dir, dass die Zah­len dei­nes Blogs bald nach oben zei­gen. Gewöhn­lich dau­ert das ja erst ein­mal eine Wei­le (mei­ner Erfah­rung nach geht es ab einem Jahr etwas nach oben). Frü­her ™ wars einfacher 🙂 

    Vie­le Grüße
    Horst

    1. @Horst Schul­te:
      H’llo again, … ja, ich gebe dir abso­lut recht, wir soll­ten weg von den Mega-Platt­for­men, die von einer Minu­te auf die ande­re unser Pro­fil abschie­ßen kön­nen, weil es eben in deren Hoheit ist und sie es des­halb ein­fach kön­nen. Unser Ziel soll­te immer ein „Hin“ zu unse­rer eige­nen Web­site sein. Denn den Inhalt haben wir nur dort unter Kon­trol­le – und auch im Back­Up (hof­fent­lich 😉 )…
      Ich habe gelernt, dass Pin­te­rest viel Traf­fic brin­gen kann, wenn du Pin­te­rest nutzt, wie es ein „Pin­te­res­ter“ es nut­zen wür­de (sara/sgkunst hat das ja schon ange­deu­tet – ich gehe noch einen Schritt wei­ter: Min­des­tens 10–15 Pins pro Tag, davon jeden zwei­ten Tag einen eige­nen Bei­trag run­ter­mi­schen und pin­nen.). Ich bin dazu lei­der zu nach­läs­sig – aber habe mit Pin­te­rest zumin­dest ein paar Backlinks mehr erzeugt, die mein Ran­king bei Goog­le anhe­ben (Alter­na­ti­ven gibt es bei deren 95% Markt­do­mi­nanz ja nicht) – theo­re­tisch zumin­dest. Traf­fic kommt via Pin­te­rest bis­her eher wenig, d.h. 5–10 Aufrufe/Monat.
      Twit­ter ist in etwa so, wie die besag­ten FB-Grup­pen: Die meis­ten Nut­zer pos­ten zwar rein – aber lesen nicht die Posts der ande­ren. Und wenn mal, dann nur ab und an. Des­halb ergibt es laut diver­ser „Twit­ter-Exper­ten“ Sinn, den eige­nen Blog­post dort durch regel­mä­ßig wie­der­hol­te Tweets (z.B. in 2–3 h Abstand) zu pro­mo­ten. Machst du solch einen Tweet dage­gen nur ein­mal, so sieht ihn ver­mut­lich (fast) kei­ner dei­ner Fol­lo­wer. Und: Kei­ne Angst – du kannst nie­mand ner­ven, weil ja eh kei­ner dau­er­haft mit­liest… – falls überhaupt 😉
      Bzgl. „viel Arbeit“ und Soci­al Net­works: Die, die das pro­fes­sio­nell betrei­ben, nut­zen dafür meist Tools – sowas wie Mee­tEd­gar o.ä. Damit wird dann auch gepos­tet, wäh­rend sie schla­fen oder sich viel­leicht den eher schö­nen Din­gen des Lebens wid­men. Mir fehl­te da die Inter­ak­ti­on mit dem Gegen­über, aber ver­mut­lich ist die Ziel­stel­lung der­je­ni­gen, die das so machen, eh eine ande­re… wer weiß(?).
      Vie­le Grüße
      Christian

      1. Hal­lo @Chris­ti­an: Dan­ke für die inter­es­san­ten Hin­wei­se. Mal sehen, was ich dar­aus machen kann. Gera­de den Tipp mit Twit­ter pro­bie­re ich mal aus. Bei Pin­te­rest weiß ich nicht so rich­tig. Wenn ich da ein­fach Fotos pin­ne könn­te das doch schnell Kon­flik­te mit dem Urhe­ber­recht brin­gen. Wenn ich sehe, was die User da alles an „frem­den“ Fotos pos­ten, krieg ich gleich ein schlech­tes Gefühl.

        LG Horst

  6. @Hen­ning Uhle:

    Hal­lo Hen­nig, was macht dein Arm? Es läuft ja schon eine Wei­le wie­der gut. 🙂 Das mit dem „Spaß machen“ ist das Ent­schei­den­de. Ich fin­de es toll, dass hier in letz­ter Zeit wie­der mehr kom­men­tiert wird. Davor fan­den Dis­kus­sio­nen oft nur bei Face­book statt. Das ist irgend­wie blöd.

    Grü­ße
    Horst

  7. Hal­lo Horst,

    ich ver­fol­ge dei­nen Blog schon seit eini­gen Wochen.
    Wir haben auf unse­rem Blog ein ähn­li­ches Pro­blem wie du.
    Zwar hat­ten wir uns ein Kon­zept für die The­men­ge­bie­te unse­res Blogs über­legt, jedoch erleb­ten wir täg­lich neu­es oder beka­men neue Ereig­nis­se mit. Somit auch neue The­men­ge­bie­te die uns inter­es­sier­ten. Ent­stan­den ist ein Mix aus ver­schie­de­nen Themen.

    Doch ich sehe es auch wie du. Der Blog ist nicht dazu da mich mone­tär zu berei­chern, son­dern geis­tig. Es macht mir ein­fach Spaß zu schrei­ben, es macht mir Spaß mich durch´s Schrei­ben inten­si­ver mit The­men auseinanderzusetzen.
    Klar sieht man in den Zah­len vom Blog, von Face­book, Twit­ter oä. auch eine even­tu­el­le Bestä­ti­gung für sein Wer­ken, jedoch ver­su­che ich – soweit es geht – die­sen Zah­len kei­nen Wert beizumessen.
    Ich schrei­be ger­ne, ich set­ze mich mit aktu­el­len Gege­ben­hei­ten und The­men aus­ein­an­der, ich bin – oh Wun­der – ich.
    Schö­ne Grü­ße aus Linz
    Tomi

    1. @Tomi: Hal­lo Tomi, schön, dass du hier mit­liest. Die The­men­wahl ist ein wirk­lich schwie­ri­ges Ding. Ich ken­ne eini­ge Blogs, die eine bun­te Mischung anbie­ten. Dar­un­ter sind auch sol­che, die schein­bar gute Erfol­ge vor­wei­sen kön­nen. Ande­re wer­den unse­re Erfah­run­gen tei­len. Nun habt ihr bei­den ja erst im März mit dem Blog­gen ange­fan­gen, wenn ich es rich­tig gese­hen habe. Um über den Erfolg etwas sagen zu kön­nen, muss man etwas Geduld haben. Ich den­ke, nach einem Jahr lässt sich mehr sagen. Ich habe wie­der­holt Blogs, die auch für dama­li­ge Ver­hält­nis­se gar nicht so schlecht lie­fen, kom­plett ein­ge­stellt und sogar die Inhal­te gelöscht. Das war dumm. Jedes Mal, wenn man neu beginnt, wird es ein biss­chen schwerer. 

      Das liegt nach mei­nen Erfah­run­gen weni­ger am Schreib­stil oder den Inhal­ten, son­dern viel­leicht eher dar­an, dass sich die Gewohn­hei­ten der Men­schen über die Jah­re sehr ver­än­dert haben. Treue Leser sind wich­tig. Wenn man Blogs ein­fach löscht, ver­liert man die­se in der Regel. Bei mir war das der Fall. Heu­te spielt sich viel in den sozia­len Netz­wer­ken ab. Aber mir ist das offen gestan­den zu wenig. Ich muss ein­fach blog­gen. Manch­mal ist man zufrie­den, dann wie­der nicht. Mir fehlt eine, wie soll ich es aus­drü­cken?, orga­ni­sche Ver­bin­dung zwi­schen den sozia­len Netz­wer­ken und den Blogs.

      Alles, was ich da bis­her mit­be­kom­men und aus­pro­biert habe, waren Ver­su­che (Plug­ins, Apps), die die­se Auf­ga­be nicht im Ansatz lösen konn­ten. Alle Kanä­le glei­cher­ma­ßen auf­merk­sam zu beackern ist unge­mein her­aus­for­dernd. Ein­fa­che Blog­ger wer­den dafür weder Zeit noch Lust haben. Ich kon­zen­trie­re mich lie­ber auf mei­ne Bei­trä­ge in mei­nen Blogs. Das macht Spaß und dar­um geht es uns ja auch schließlich. 🙂
      Vie­le Grü­ße nach Linz aus dem lei­der für August etwas zu küh­len Bedburg.
      Horst

      1. @Horst Schul­te:
        Hal­lo Horst,

        das stimmt, wir sind noch sehr jun­ge Blogger.
        In unse­rer täg­li­chen Arbeit im Mar­ke­ting­be­reich – wobei sich bei mir noch Logis­tik und IT hin­zu­ge­sellt – haben wir unse­re Freu­de am Schrei­ben ent­deckt. Da wir ger­ne über ver­schie­de­ne The­men schrei­ben, wer­den wir uns etwas über­le­gen müs­sen um unse­re Kate­go­ri­en etwas weni­ger fokus­siert zu gestalten.
        Das stimmt, es gibt vie­le die nur auf Soci­al-Media-Kanä­len unter­wegs sind und dort sehr erfolg­reich sind. Doch auch uns ist das viel zu wenig. (Raum für Text :-D)
        Ich ver­ste­he dich voll und ganz, wenn du sagst, dass es kei­ne wirk­li­che Ver­bin­dung zwi­schen Soci­al-Media und dem Blog­gen gibt. Wir haben auch kurz über­legt, unse­re Tex­te nur auf Face­book oder Insta­gram zu ver­öf­fent­li­chen, jedoch wür­den wir damit alle aus­schlie­ßen, wel­che kei­nen Account auf die­sen Platt­for­men haben.
        Viel­leicht wird es in Zukunft Ent­wick­lun­gen geben, mit wel­cher wir die­se Ver­bin­dung bes­ser wird.
        Auch bei uns ist das Wet­ter nicht gera­de rosig…
        Schö­ne Grüße
        Tomi

        1. @Tomi:
          Hal­lo Tomi,
          ein Blog gibt halt viel mehr Raum. Sicher, man trifft auch in Soci­al Media mal auf län­ge­re und wirk­lich gute Tex­te. Aber das Blog­gen bie­tet mehr Mög­lich­kei­ten. Viel­leicht hat mal jemand unter­sucht, wie lang (kurz), die Sta­tus­mel­dun­gen und Kom­men­ta­re in den sozia­len Netz­wer­ken im Schnitt so sind. Ich wür­de mal behaup­ten, dass 90 % das Twit­ter-Limit von 140 Zei­chen kaum über­schrei­ten wer­den. Das ist Vor­teil und Nach­teil zugleich. Viel­leicht ist mit die­ser Begrenzt­heit die Nei­gung zur Eska­la­ti­on verbunden?
          Es gab in den letz­ten Jah­ren schon Aus­sa­gen dar­über, dass Blog­gen rück­läu­fig wäre. Ich sehe das nicht so. Trotz der Vor­herr­schaft der sozia­len Netzwerke.

          Hof­fent­lich wird es wenigs­tens zum Wochen­en­de wie­der was schöner. 🙂
          LG
          Horst

  8. Hey Horst,

    wie ich sehe, haben sich hier schon eini­ge Mit­lei­den­de versammelt 😀
    Frü­her war blog­gen ein­fa­cher. Ich blog­ge „erst“ seit 2012 und habe das auch mit­be­kom­men. Als ich anfing, exis­tier­te der Jugend­be­rufs­wunsch „Blog­ger“ noch nicht. Zu die­sem Zeit­punkt began­nen die ers­ten aus ihrem Erfolg her­aus Geld zu ver­die­nen – das bekam ich aber erst spä­ter mit. 

    Die Meis­ten began­nen ihren Blog aus Lei­den­schaft und vie­le Men­schen damit ernst­haft zu begeis­tern war die Dro­ge. Auch ich spür­te die­se Dro­ge. Jun­ge, war ich stolz, als ich end­lich die 50 Abon­nen­ten­mar­ke bei Blog­ger knack­te ^^ Im Umkehr­schluss waren aber auch die Abon­nen­ten ehr­li­cher. Ich behaup­te, dass fast alle Leser, die es heu­te gibt ent­we­der selbst Blog­ger, Fir­men oder Bots sind. Wer liest heu­te noch lan­ge Tex­te? Es gibt doch Youtube!

    Dar­um muss man sich auf Sozia­len Platt­for­men ver­kau­fen. Min­des­tens ein Foto bei Insta­gram am Tag. Wenigs­tens 1 Bei­trag pro Woche und ein alter geteil­ter Link auf Face­book. Regel­mä­ßig Blogs besu­chen und über­all einen sinn­vol­len Kom­men­tar hin­ter­las­sen. Täg­lich min­des­tens 3 neue Pins auf Pin­te­rest sam­meln, damit ande­re dar­auf auf­merk­sam wer­den, dass es mich gibt. 

    Ja, das alles bringt etwas – egal wel­ches The­ma mein Blog hat. Aber ich fra­ge mich, wer dafür Zeit hat! Wer, wenn er nicht selbst­stän­dig damit ist, opfert sei­ne Frei­zeit dafür, wenn Freund/in oder Fami­lie zu Hau­se sind und auf einen war­ten? Also ich kann das nicht!

    Und ich fra­ge mich auch immer, wen das inter­es­siert was ich da mache. Mei­ne Views und Kom­men­tar­sta­tis­ti­ken sehen ähn­lich trau­rig aus, wie bei dir, weil ich seit 4 Mona­ten kei­ne Zeit hat­te. Und dann pos­te ich eine Erklä­rung und plötz­lich kom­men Kom­men­ta­re – und das unter einem Bei­trag zu dem ich kei­ne Mei­nun­gen brau­che. Es ver­fol­gen mehr Men­schen mei­nen Blog, als ich den­ke – auch wenn es nur 20 sind, die immer wie­der kom­men, ist es mir das wert. Genau für die mache ich es!

    Und weißt du, was das schönst für mich ist?
    Ich freue mich immer, wenn ich mei­ne Fami­lie sehe und dann höre: „Na, Stress? Es ist ja gar nichts los auf dei­nem Blog.“ 😉 

    Lie­be Grü­ße > sara

    1. @sara ali­as sgkunst:

      Hal­lo Sara,

      pri­ma, dass unser „Schick­sal“ doch von eini­gen geteilt wird. 🙂 Wir Blog­ger hal­ten in der Hin­sicht, dass wir uns haupt­säch­lich gegen­sei­tig lesen, zusam­men. Lei­der schlägt sich das beim Sha­ren oder Kom­men­tie­ren nicht immer nie­der. Das ist eigent­lich scha­de. In ande­ren Län­dern ist das angeb­lich anders (USA z.B.).

      Inwie­weit ich auf­grund die­ser von dir ver­mut­lich rich­tig ein­ge­schätz­ten Lage mein Invest­ment in die sozia­len Netz­wer­ke ver­stär­ken soll­te. Dabei gehö­re ich zu denen, die FB eini­ger­ma­ßen rege nut­zen. Twit­ter und Goog­le+ kom­men zu kurz und mit Pin­te­rest ken­ne ich mich gar nicht aus. Weil ich hier eher wenig eige­ne Fotos (Pixabay) ver­wen­de, scheint mir die Nut­zung von Pin­te­rest nicht sinn­voll. Aber da mag ich falsch liegen?!

      Die Zeit­fra­ge ist so’n Ding. Ich bin seit 2 Jah­ren in Ren­te und hät­te viel Zeit. Aber ich kann mich bis­her nicht dazu durch­rin­gen, mich mit Soci­al Net­works so aus­ein­an­der­zu­set­zen, wie Pro­fis das empfehlen. 

      Nimm die­sen Arti­kel als Bei­spiel. Ich habe seit Län­ge­rem mal wie­der was übers Blog­gen geb­loggt und ich stu­fe das Inter­es­se aus außer­ge­wöhn­lich gut ein. Vor­ges­tern hat­te ich hier 120 Besu­cher, ges­tern 80. Das ist (sie­he oben) ein guter Wert. Also liegt es am Ange­bot mei­ner Artikel. 

      Ich hat­te Pha­sen, in denen gar nix pas­sier­te. Frust schie­be ich des­halb längst nicht mehr. Ich schrei­be für mei­ne Leser/innen aber auch ein biss­chen für mich. Des­halb auch das viel­leicht etwas spe­zi­el­le The­men­an­ge­bot. So man­cher mei­ner Freun­de (>60) haben nicht einen Account in Sozia­len Netz­wer­ken. Sie inter­es­siert das nicht. Und die jün­ge­ren Leu­te spre­che ich mit mei­nen Tex­ten und viel­leicht auch mit mei­ner Art zu schrei­ben nicht an. Mir ist das alles klar. Aber trotz­dem mache ich wei­ter. Ich bin so tapfer. 🙂

      LG Horst

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