Menü

Oh, gibt es den Web­mas­ter­fri­day bald nicht mehr?

Nach die­sem Som­mer, der uns erst am Ende auch mit dem ent­spre­chen­den Wet­ter beglückt hat, könn­ten die Blog­ge­rIn­nen jetzt end­li­ch wie­der an ihre Tas­ta­tu­ren zurück­keh­ren. Es ist nicht unge­wöhn­li­ch, wenn in den Som­mer­mo­na­ten blog­tech­ni­sch tote Hose ist. Das ist zwi­schen Weih­nach­ten und Neu­jahr nicht anders. Jedes Jahr war das so. Aber die­ses Jahr… 

Aber ja, ins­ge­samt hat sich für Blog­ge­rIn­nen viel ver­än­dert. Dem Anschein nach gibt es immer noch erfolg­rei­che Blogs. Es braucht guten Con­tent — inter­es­san­te Arti­kel halt — die Lese­rIn­nen anspre­chen und das immer wie­der aufs Neue. Bit­te? Das weiß doch jeder? Stimmt. Sor­ry.

Wer schon eine Wei­le bloggt, der weiß dass es so «ein­fach» nicht ist, denn natür­li­ch sind auch Tex­te Geschmacks­sa­che. Wer nicht nett ist und zu kri­ti­sche Tex­te schreibt — sagen wir über gewis­se Ent­wick­lun­gen in Deutsch­land — der hat wenig Freun­de.

Wir haben uns gewis­ser­ma­ßen ein Stück weit ent­frem­det. Das sehe ich etwas zu sehr durch mei­ne eige­ne Bril­le? Ja, das wird der Fall sein. Aber gene­rell ist es doch so, dass schließ­li­ch kaum jemand die/den andere/n kennt. Ich habe nie an einem Blog­ger­tref­fen teil­ge­nom­men. Wahr­schein­li­ch wäre ich auch zu alt für sol­che Ver­an­stal­tun­gen.

Per­sön­li­ch glau­be ich nicht dar­an, dass irgend­wel­che Gemein­hei­ten von Goo­gle dazu geführt haben, dass die gegen­sei­ti­ge Ver­lin­kung qua­si ein­ge­stellt wur­de. Bequem­lich­keit und Neid sind eher die Kate­go­ri­en, die ich da für zustän­dig hal­te. Mar­tin hat das in sei­ner Anmo­de­ra­ti­on des heu­ti­gen The­mas zum (letz­ten?) Web­mas­ter­fri­day anklin­gen las­sen.

Mir hat es über­wie­gend viel Spaß gemacht, am Web­mas­ter­fri­day teil­zu­neh­men. Das lag vor allem dar­an, dass die Anzahl der Kom­men­ta­re auf eini­ge Arti­kel echt gut war — für mei­ne Ver­hält­nis­se.

Es ist scha­de, dass das Pro­jekt nach einer für Inter­net­ver­hält­nis­se so lan­gen Zeit viel­leicht nicht mehr fort­ge­führt wird. Nichts ist halt so bestän­dig, wie die Ver­än­de­rung. Den Satz mag ich zwar nicht, aber so ist es ein­fach. Mei­ne Abnei­gung gegen die­se Rea­li­tät offen­bart, dass ich doch kon­ser­va­ti­ver bin, als ich vie­le Jah­re dach­te.

Tipp:  [Webmasterfriday] Ökoblogger bin ich keiner

Was könn­te man tun, um das Pro­jekt auf die­se Ver­än­de­run­gen ein­zu­stel­len? Um Soci­al­Me­dia kommt kei­ner mehr her­um. Aber die­se tri­via­le Erkennt­nis hilft uns bei die­sem Pro­jekt lei­der auch nicht wei­ter.

Der Vor­schlag von Uwe ist inter­es­sant. Er fin­det, wir soll­ten zum Wochen­en­de ein The­ma erhal­ten, mit dem wir uns dann bis zum nächs­ten Wochen­en­de aus­ein­an­der­set­zen könn­ten. Das könn­te für die­je­ni­gen, die mehr Zeit für sol­che Auf­ga­ben brau­chen, weil sie wegen ihrer Arbeit nur wenig Zeit zum Blog­gen haben, eine sinn­vol­le Maß­nah­me sein. 

Aller­dings gibt es einen Punkt, der in den 3! Blog­bei­trä­gen, die heu­te zum Web­mas­ter­fri­day ver­öf­fent­licht wur­den, aus­ge­las­sen wur­de.

Die The­men, die für Web­mas­ter resp. Blog­ger beson­ders inter­es­sant sind, sind ver­mut­li­ch alle längst im Rah­men unse­res gemein­sa­men Pro­jek­tes abge­ar­bei­tet wor­den, wenn nicht sogar mehr­fach. Es gibt kaum noch The­men — wenn über­haupt — die für unse­re Ver­an­stal­tung ergie­big / inter­es­sant wären. Dafür spricht auch, dass wir Mar­tin zu oft mit der The­men­wahl allein las­sen. Vor­schlä­ge aus Blog­ger­krei­sen sind mei­ner Beob­ach­tung nach, doch eher sel­ten gewe­sen.

Viel­leicht wäre es unter den gege­be­nen Umstän­den wirk­li­ch das bes­te, Mar­tin wür­de das Pro­jekt ein­stel­len. Die Tat­sa­che, dass, wie gesagt, heu­te nur 3 Bei­trä­ge ver­öf­fent­licht wur­den, obwohl die Gret­chen­fra­ge gestellt wur­de, lässt für mei­ne Begrif­fe fast kei­nen ande­ren Schluss zu. 

Scha­de, ich müss­te mich wohl bald dar­an machen, mei­ne Kate­go­rie «Web­mas­ter­fri­day» im Blog auf­lö­sen. Eini­ge die­ser Arti­kel gehö­ren zu denen mit den meis­ten Kom­men­ta­ren. Ich glau­be, ich habe sogar noch unterm Quer­blog eini­ge Bei­trä­ge zum Web­mas­ter­fri­day geschrie­ben. Aber das ist schon so lan­ge her… 

hun­ger
Anfang der 1970er Jah­re habe ich im Ver­lag «2001»  auf der Schil­der­gas­se in Köln mein wohl… 
flu­echt­lin­ge_
Es ist ver­lo­ckend, sich den ein­fa­chen Paro­len man­cher Baut­zen­er oder ihrer Ver­bün­de­ten im Lager der… 

Horst Schulte

Ich blogge seit 2004. Am liebsten schreibe ich über gesellschaftliche und politische Fragen. Aber ab und an gibt es hier auch etwas zum Thema Bloggen, Wordpress und ein paar Fotos.

Meine ersten Gehversuche als Blogger machte ich mit den Blogs finger.zeig.net, später mit querblog.de und noch etwas später mit netzexil.de

Dieser Beitrag hat 7 Kommentare
  1. Sal­ve, Hor­st!

    Ich habe auf ande­ren, betei­lig­ten Sei­ten bereits ange­regt, dass man z.B. — um Googles Auf­merk­sam­keit zu erhei­schen — suk­zes­si­ve (reih­um — unter 10 – 20 «fes­ten Teil­neh­mern») qua­si einen Leit­ar­ti­kel direk­te auf dem Web­mas­ter­fri­day ver­öf­fent­li­chen könn­te…

    So wäre das Pro­blem des «man­geln­den», fri­schen Con­tents beho­ben…

    Des wei­te­ren soll­ten mehr Vor­schlä­ge zu The­men aus den Rei­hen der Nut­zer kom­men — da gebe ich Dir Recht!

    Ich sel­ber sehe den WMF als eine gute Opti­on auch AUSSERHALB der «sozia­len Medi­en», aus denen ich mich nach Deak­ti­vie­rung mei­nes FB-Accounts auch zurück­zu­zie­hen erach­te… (Twit­ter & G+ sind NOCH aktiv…aber die­ses FB-Kin­der­gar­ten-Geschreie tue ich mir wahr­haft nicht mehr an — da ver­ste­he ich auch VOLL Dei­ne Ent­schei­dung!)

    Greetz

    Sabi­ne

    1. Kei­ne schlech­te Idee, um dort für mehr Traf­fic zu sor­gen. Aber dann brau­chen wir mehr Zeit, weil nach der The­men­vor­ga­be zunächst der «Leit­ar­ti­kel» da sein müss­te, um ggf. Inspi­ra­ti­on für die ande­ren sein zu kön­nen. Oder? Dann wäre Uwes Idee mit der Woche Vor­lauf­zeit viel­leicht die rich­ti­ge Lösung. 

      Kei­ne Ahnung, ob wir rund ums Blog­gen über­haupt hin­rei­chend neue The­men gene­rie­ren kön­nen. Mir fehlt da etwas die Vor­stel­lungs­kraft.

      Klein­lau­tes Ein­ge­ständ­nis. Ich habe wie­der einen Account bei Face­book. Schimpf nicht 

  2. Ich weiß defi­ni­tiv von Blog­gern, die sich nach den ers­ten Abstra­fun­gen gewei­gert haben, bei man­chen Blogs zu kom­men­tie­ren oder die­se zu ver­lin­ken. Da wur­de im Ern­st erst mal nach dem PR geguckt und dann kom­men­tiert. Spä­tes­tens seit den Penal­tys sind auch die Blo­grolls ent­gül­tig aus der Mode gekom­men (die von Word­Press eh nicht mehr so offi­zi­el­le unter­stützt wor­den sind)
    LG
    Sabie­nes

    1. Das ist aller­hand. Dem­nach müs­sen wir davon aus­ge­hen, dass Goo­gle Blog­ger nicht lei­den kann. Mein PR ist 0. Mit irgend­ei­nem mei­ner alten Blogs hat­te ich sogar mal PR 4. Wich­tig war mir das zwar schon damals nicht. Aber ver­ges­sen habe ich das halt auch nicht

      In mei­nen Bei­trä­gen ver­lin­ke ich m.E. ganz ordent­li­ch. Wie ande­re Blog­ger das so hand­ha­ben, weiß ich nicht. Aber ob der Rück­gang am Inter­es­se damit wirk­li­ch was zu tun hat? Wahr­schein­li­ch liegt es mehr an den sozia­len Netz­wer­ken. Da kann man heu­te kom­for­ta­bel und blitz­schnell pos­ten und kriegt, wenn man ein biss­chen Glück hat, sogar Kom­men­ta­re.

    2. Es gibt in der Tat SEO-Sei­ten wel­che emp­feh­len, es beson­ders auf Back­links von höhe­ren oder zumin­dest gleich­wer­ti­gen PR-Web­sites abzu­se­hen. So was fin­de ich schlimm und (freund­lich­ge­sagt) unüber­legt.
      Sicher­li­ch stär­ken wir unse­re Blog­welt so nicht. Außer­dem ist der Page­r­ank total über­be­wer­tet. Die letz­te Ver­öf­fent­li­chung war (mei­nes Wis­sens) im Dezem­ber 2013. Des­we­gen ste­hen vie­le, neue­re Blogs jetzt und ewig auf 0. Wer immer noch auf PR schielt, ver­gibt oft gute Back­links von jetzt star­ken Sei­ten. Und auch neue Besu­cher.
      Gro­ßes Mit­leid kann ich bei sol­cher Tak­tik nicht emp­fin­den.
      Gruß Vol­ker

      1. Hal­lo Vol­ker,

        die SEO-Welt ist eine, die mir auf ewig ver­schlos­sen blei­ben wird. Ich ver­hal­te mich dem­entspre­chend «naiv». Im Ern­st, ich mache mir über sol­che spe­zi­el­len Aus­wir­kun­gen gar kei­ne Gedan­ken. Ich wuss­te über­haupt nicht, dass der PR schon seit 2013 nicht mehr aktua­li­siert wor­den ist. 

        Mit denen, die zu sehr nach sol­chen Sachen schie­len, muss man in der Tat Mit­leid emp­fin­den

        Vie­le Grü­ße
        Hor­st

Ich freue mich auf Ihren Kommentar.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.