Nicht ein­mal ein paar Dankesworte von Merkel, so titelt die pol­nis­che Inter­net-Seite wpolityce.pl im Dezem­ber 2016. Dafür waren der pol­nis­che Staat­spräsi­dent und eine hochrangige Vertre­tung der pol­nis­chen Regierung beim Begräb­nis des ersten Opfers am Berlin­er Bre­itschei­d­platz, Lukaz Urban, anwe­send.

Die pol­nis­che Regierungschefin, Bea­ta Szyd­lo, sprach Angela Merkel ihr Beileid aus.

Łukasz Urban zginął jak bohater. Szko­da, że Angela Merkel nie zdobyła się na kil­ka słów wdz­ięcznoś­ci pod adresem pol­skiego kierow­cyQuelle: Łukasz Urban zginął jak bohater. Szko­da, że Angela Merkel nie zdobyła się na kil­ka słów wdz­ięcznoś­ci pod adresem pol­skiego kierow­cy |
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Ich habe das Inter­net durch­sucht, um Vera Lengs­felds Behaup­tung  (hof­fentlich) entkräften zu kön­nen. Doch sie hat Recht.

Merkel hat sich nie bei den Ange­höri­gen von Lukaz Urban, dem pol­nis­chen LKW-Fahrer bedankt, der damals ver­mut­lich durch seinen Mut Schlim­meres ver­hin­dert hat.

Außer­dem hält Lengs­feld Merkel vor, nach dem Atten­tat auf den Alte­naer Bürg­er­meis­ter Dr. Andreas Holl­stein schnell ihr Entset­zen aus­ge­drückt zu haben, während sie im Falle des Atten­tates auf dem Bre­itschei­d­platz bis zum Mit­tag des Fol­ge­tages gebraucht habe, um sich über­haupt zu äußern.

Das stimmt nicht! In bei­den Fällen hat Merkel sich am Vor­mit­tag des Fol­ge­tages geäußert. Jeden­falls habe ich das den Zeitabläufen der Pressemel­dun­gen ent­nom­men.

Der heute vom SPIEGEL veröf­fentlichte “offene Brief” der Ange­höri­gen der Opfer des Anschlages auf dem Bre­itschei­d­platz wirft einen Schat­ten auf Merkels Anteil­nahme mit den Opfern und ihren Ange­höri­gen.

Der Brief wirft defin­i­tiv eine Menge Fra­gen auf, die nach fast einem Jahr unbeant­wortet sind. Dieser Satz ist dabei so etwas wie die Spitze des Eis­berges: “In Bezug auf den Umgang mit uns Hin­terbliebe­nen müssen wir zur Ken­nt­nis nehmen, Frau Bun­deskan­z­lerin, dass Sie uns auch fast ein Jahr nach dem Anschlag wed­er per­sön­lich noch schriftlich kon­doliert haben.”

Fra­gen, die allerd­ings neben der per­sön­lichen auch eine brisante poli­tis­che Dimen­sio­nen haben.

Frau Bun­deskan­z­lerin, der Anschlag am Bre­itschei­d­platz ist auch eine tragis­che Folge der poli­tis­chen Untätigkeit Ihrer Bun­desregierung.Quelle: Anschlag in Berlin: Offen­er Brief an Angela Merkel im Wort­laut — SPIEGEL ONLINE |
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Das ist nachvol­lziehbar und dazu ange­tan, das Ver­trauen in Angela Merkels Amts­führung über das schon beste­hende Maß hin­aus zu erschüt­tern. Auch, wenn an manchen Stellen die Forderun­gen ver­mut­lich von keinem Men­schen zu erfüllen sind. So heißt es im Brief: “Es sollte alles dafür getan wer­den, kün­ftige Anschläge zu ver­hin­dern und zumin­d­est einen angemesse­nen Umgang mit Opfern und Hin­terbliebe­nen, ungeachtet der Nation­al­ität, zu gewährleis­ten. […] Die ein­fache Fortschrei­bung des aktuellen Ver­sagens der Bun­desre­pub­lik ist unver­ant­wortlich.”

Dass der Zeit­punkt der Veröf­fentlichung des “offe­nen Briefes” im Spiegel mit dem Artikel von Lengs­feld iden­tisch ist, ist bes­timmt kein Zufall.

Lengs­feld eröffnet ihren Beitrag mit der Kri­tik, dass Merkel sich im Fall des Atten­tates auf den Alte­naer Bürg­er­meis­ter “schnell geäußert” habe. In meinen Augen zeigt das sehr gut, wie Lengs­feld und andere Autoren des recht­en Lagers die Wirkung bei ihrer Klien­tel kalkuliert nutzen, um die Stim­mung anzuheizen.

Lengs­feld macht das, was die sich per­ma­nent gegen­seit­ig hochschaukel­nden Men­schen­feinde von rechts von ihr erwarten.

Kri­tik wäre ok. Aber sie sollte halb­wegs fair sein bzw. auf objek­tiv­en Sachver­hal­ten beruhen. Frau Merkel nimmt sich manch­mal viel Zeit, um sich zu bes­timmten Vorgän­gen zu äußern. Das ist wahr. Ich per­sön­lich finde das genau richtig!

Wenn ich den Brief der Ange­höri­gen lese, bin ich nicht beson­ders über­rascht (auch deshalb, weil ich die Zwis­chen­berichte gele­sen habe).

Aber darum ging es Lengs­feld nicht. Ihr geht es — wie immer — nur um Stim­mungs­mache gegen den Teil dieser links-grün-ver­sifften Repub­lik. Ich bin überzeugt davon, dass diese Absicht­en immer mehr Men­schen offen­bar wer­den.

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare
  1. Nein Horst,immer mehr Men­schen merken was in unserem Land abgeht.Merkel ist für Deutsch­land immer weniger trag­bar.

    1. Über­lassen wir das doch am besten den demokratis­chen Spiel­regeln, die im Land existieren. Wenn die Poli­tik­er keine neue GroKo hinkriegen und sich auch nicht auf eine Min­der­heit­sregierung ver­ständi­gen, gäbe es wohl Neuwahlen, weil Kenia auch keine Lösung darstellen kön­nte. Über diese drei Optio­nen hin­aus kenne ich keine weit­eren. Danach käme es zu Neuwahlen, die unter den gegebe­nen Umstän­den ver­mut­lich auch keine neuen Kon­stel­la­tio­nen schaf­fen wür­den. Außer — vielle­icht -, dass Merkel bei Neuwahlen vllt nicht mehr antreten würde. Aber das ist nur eine vage Möglichkeit.

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