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Wenn der OB der Stadt Duis­burg Men­schen als aso­zi­al bezeich­net, weil sich eini­ge bei einem Poli­zei­ein­satz so ver­hal­ten haben, wird das nie­man­dem gefal­len.

Was aber, wenn sol­che Din­ge immer wie­der und an ver­schie­de­nen Stel­len im Land vor­kom­men und tür­ki­sche Mit­bür­ge­rIn­nen dar­in gewi­ckelt waren? Sol­che Vor­fäl­le häu­fen sich und ja — das belas­tet zusätz­lich das Zusam­men­le­ben zwi­schen uns und den Mus­li­men.

Die Medi­en berich­ten über OB Links Wort­wahl, als sei­en nur sei­ne Wor­te der Skan­dal und nicht das, was von einem Bür­ger aus­ge­gan­gen ist, der sich im Nach­gang als gut inte­griert bezeich­net. Und viel­leicht ist der Mann ja auch gut inte­griert. Wir ken­nen ihn nicht.

Der Ober­bür­ger­meis­ter von Duis­burg zur Poli­zei­ge­walt: „Aso­zi­al bleibt aso­zi­al, egal aus wel­chem Land jemand stammt».

Posted by DAILY SABAH Deutsch on Don­ners­tag, 29. Juni 2017



Das ers­te Video zeigt, wie der Mann sich mit Unter­stüt­zung ande­rer über das Ver­hal­ten der Poli­zis­ten echauf­fiert. Er for­dert sie auf, doch an die­sem Tag (Fei­er­tag) etwas groß­zü­gig zu sein. Die Beam­ten sind damit nicht ein­ver­stan­den und for­dern ihn wie­der­holt auf, sei­nen Wagen weg­zu­fah­ren. Statt­des­sen ver­sucht er ins Haus zu ver­schwin­den. Dar­an hin­dern ihn die Beam­ten. Es wird gegen einen Angrei­fer Trä­nen­gas ein­ge­setzt.

Im zwei­ten Video sieht man, wie die Poli­zis­ten den Mann zu Boden zwin­gen. Ob mit Trit­ten und Schlä­gen vor­ge­gan­gen wur­de, kann man schwer erken­nen, erah­nen viel­leicht.

Der Vor­fall hat das Kli­ma zwi­schen Tür­ken und Deut­schen wei­ter ver­schlech­tert. Soviel ist sicher. Aber den Vor­trag, den die Ver­tre­ter der Tür­ken in Rich­tung des OB gehal­ten haben, hät­ten sie sich viel­leicht schen­ken sol­len. Jeden­falls, wenn ihnen angeb­lich doch so viel an einem ver­nünf­ti­gen Umgang mit­ein­an­der gele­gen ist.

Der Duis­bur­ger SPD-Poli­ti­ker Ercan Idik sieht die Poli­zei in der Pflicht, „kul­tur­sen­si­bler“ zu wer­den. Auch ihm selbst begeg­ne man wegen sei­nes nicht­deut­schen Namens, sei­nes nicht­deut­schen Aus­se­hens oft mit Vor­ur­tei­len. Bei Men­schen mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund ver­fes­ti­ge sich ein nega­ti­ves, repres­si­ves Poli­zei­bild. Dem müs­se man mit Auf­klä­rungs­ar­beit über die Rech­te und Pflich­ten der Poli­zei, aber auch der Bür­ger begeg­nen. | Quel­le

Poli­zis­ten sol­len «kul­tur­sen­si­bler» wer­den? Hal­lo!? Es gibt ein Recht, das für alle gilt. Kapiert?

Nicht die kra­wal­li­gen Tür­ken ste­hen jetzt in der öffent­li­chen Kri­tik, son­dern es wird gegen zwei Poli­zis­ten ermit­telt. Der Ober­bür­ger­meis­ter, der sich im Ton ver­ga­lop­piert hat, wird fron­tal ange­gan­gen.

Wäh­rend­des­sen behaup­tet die tür­ki­sche Fami­lie von den Poli­zis­ten «gede­mü­tigt» wor­den zu sein. Auf die Berich­te der tür­ki­schen Pres­se und teil­wei­se unse­rer Medi­en kön­nen sie sich in der Dar­stel­lung (lei­der) ver­las­sen.

Hier die Wah­re Geschich­te!! weil mein Vater eine Was­ser­pum­pe in unser Haus tra­gen woll­te und vor unse­rem Haus gehal­ten hat hat die Poli­zei ein Straf­zet­tel geschrieben.Der Poli­zist stand­dar­auf das er weg­parkt mein Vater woll­te nicht das die Was­ser­pum­pe mit­ten auf der Stra­ße liegt und woll­te die Was­se­pum­pe rein­pa­cken was auch sein recht ist er wur­de von der Stadt als Ehren­bü­rer ernannt ‚weil er die Pflan­zen auf der stra­ße bewäs­sert und dafür zustän­dig ist .Obwohl die poli­zei wie auf dem video zu sehen ist die per­so­na­li­en von mein vater schon hat und er die Was­ser­pum­pe kurz in den flur stel­len und weg­par­ken will greift ihn die poli­zei an. Als ande­re Per­so­nen die lage beru­hi­gen wol­len sprüht er mit Pfef­fer­spray rum kei­ner wur­de auf dem video hand­greif­lich oder hat Beschimp­fun­gen von sich gegeben.Das sol­len also hel­fer und beschüt­zer sein Die uns am Tat­ort belei­di­gen und angrei­fen wegen sowas wer­den 12 Ein­satz­wa­gen geru­fen?!!

Posted by Murat James Kara on Mon­tag, 26. Juni 2017

Der Poli­zei­ein­satz vom Sonn­tag in Duis­burg-Bruck­hau­sen schlägt immer höhe­re Wel­len. Was als Falsch­par­ker-Kon­trol­le der Poli­zei begann, ent­wi­ckelt sich zum Poli­ti­kum.

Posted by WDR Lokal­zeit aus Duis­burg on Don­ners­tag, 29. Juni 2017

Ati­la Ülger, aus dem Arbeits­kreis Mus­li­me in der SPD, war ges­tern in der Sen­dung und hat sich zu dem umstrit­te­nen Poli­zei­ein­satz vom ver­gan­ge­nen Sonn­tag in Duis­burg-Bruck­hau­sen geäu­ßert.

Posted by WDR Lokal­zeit aus Duis­burg on Frei­tag, 30. Juni 2017


Duis­burg: Poli­zei­ein­satz wird zum Poli­ti­kum — Ruhr­ge­biet — Nach­rich­ten — WDR | Quel­le

Duis­burg: Men­schen­men­ge bedräng­te Poli­zis­ten – Ermitt­lun­gen gegen Poli­zei-Beam­te | Express.de | Quel­le

Duis­burg: Staats­an­walt­schaft ermit­telt gegen Poli­zis­ten wegen Kör­per­ver­let­zung im Amt — WELT | Quel­le

Vide­os zei­gen: So eska­liert Poli­zei­ein­satz in Duis­burg | Nach­rich­ten aus Duis­burg, der Stadt an Rhein und Ruhr | WAZ.de | Quel­le

Groß­ein­satz in Duis­burg: Video­auf­nah­men belas­ten Poli­zei | TURKISHPRESS | Quel­le

Duis­burg: Ver­kehrs­kon­trol­le in Duis­burg eska­liert — 250 Men­schen bedrän­gen Poli­zis­ten — Pro­mis, Kurio­ses, TV — Augs­bur­ger All­ge­mei­ne | Quel­le

jung und alt
Der ein­zi­ge Moment des Tages, an dem ich mich als 63jäh­ri­ger füh­le, ist früh mor­gens,…
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Es ist schön, wenn ich mich mit ande­ren mit­freu­en kann. So vie­le Anläs­se sich zu… 

Dan­ke fürs Tei­len

Horst Schulte

Ich bin Horst Schulte und blogge seit 2004. Am liebsten schreibe ich über gesellschaftliche und politische Fragen. Aber ab und an gibt es hier auch etwas zum Thema Bloggen, Wordpress und ein paar Fotos.

Meine ersten Gehversuche als Blogger machte ich mit den Blogs finger.zeig.net, später mit querblog.de und noch etwas später mit netzexil.de

Dieser Beitrag hat 4 Kommentare
  1. Die Fra­ge ist: Was war zuerst, die Hen­ne oder das Ei?
    Wir ken­nen das The­ma Poli­zei­ge­walt aus Frank­reich oder den USA (gegen Schwar­ze) seit Jah­ren und müs­sen in Deutsch­land auf­pas­sen, nicht auf die­se Schie­ne zu gera­ten.

    Kam zuerst Gewalt von­sei­ten der Poli­zei wegen frem­den­feind­li­cher Res­sen­ti­ments?
    Oder füh­ren Erfah­run­gen von Poli­zei­be­am­ten, die sich mitt­ler­wei­le auch in Deutsch­land 1 x die Woche auf­grund einer ein­fa­chen Ver­kehrs­kon­trol­le plötz­lich von meh­re­ren hun­dert Aus­län­dern umringt sehen und um ihre kör­per­li­che Unver­sehrt­heit fürch­ten müs­sen, zu mehr Gewalt?
    Erfah­run­gen mit ande­ren Kul­tur­krei­sen, die — sagen wir — nicht ganz unser Ver­ständ­nis von Geset­zen und Rechts­staat haben. Die sich furcht­bar schnell in ihrer Ehre gekränkt oder gede­mü­tigt füh­len.

    Ver­set­ze ich mich in die Lage der Poli­zis­ten, wür­de ich letz­te­res beja­hen. Sicher­lich füh­ren vor­ge­nann­te Erfah­run­gen in eini­gen Fäl­len auch zu Unge­duld und erhöh­ter Rup­pig­keit. Schon aus Selbst­schutz.
    Wie sol­len sie also in der Zukunft damit umge­hen? ALLE Falsch­par­ker gewäh­ren las­sen ( zumin­dest an Fei­er­ta­gen 🙂 )? Bei Erken­nen eines nicht-deut­schen Kfz.-Halters abwin­ken mit dem Spruch: «SIE dür­fen natür­lich ste­hen blei­ben»? Man erkennt die Absur­di­tät.

    Gefragt ist unse­re Jus­tiz. Aus Angst vor Ras­sis­mus-Vor­wür­fen darf nicht zu nach­sich­tig geur­teilt wer­den, sonst bekom­men wir Ver­hält­nis­se wie in den fran­zö­si­schen Ban­lieues.

  2. Die sich furcht­bar schnell in ihrer Ehre gekränkt oder gede­mü­tigt füh­len.

    Das mag so sein. Wie soll die Poli­zei damit umge­hen? Es gilt unser Recht. Dass es ein­ge­hal­ten wird ist Auf­ga­be der Poli­zei. Dabei kann es zu zu Poli­zei­ge­walt kom­men. Wahr­schein­lich spie­len manch­mal frem­den­feind­li­che Res­sen­ti­ments eine Rol­le.

    Es ist erkenn­bar, dass unse­re Poli­zis­ten ein zuneh­men­des Pro­blem mit Men­schen aus ande­ren Kul­tur­krei­sen (Mus­li­me) haben. Dass die Reak­tio­nen auf den vor­han­de­nen Ras­sis­mus in unse­rer Gesell­schaft zurück­ge­hen kön­nen, ist nicht von der Hand zu wei­sen. Das darf aber auf gar kei­nen Fall der Grund dafür sein, dass die viel­zi­tier­ten «rechts­frei­en Räu­me» ent­ste­hen. In die­sem Land geht alle Gewalt vom Staat aus. Wenn sich Bür­ger so gegen die Poli­zei stel­len, soll­ten sie dafür betraft und nicht ver­tei­digt wer­den. Das ist vor allem im Hin­blick dar­auf not­wen­dig, dass kei­ne fal­schen Signa­le gesetzt wer­den. Und lei­der ist das zu häu­fig gesche­hen.

    An den Reak­tio­nen auf den Poli­zei­ein­satz (der halb­wegs klar doku­men­tiert ist) kann jeder erken­nen, wie die Ein­stel­lung der Tür­ken ist, die zur Eska­la­ti­on geführt hat. Die deut­sche Poli­zei wird nicht akzep­tiert. Wenn sie, wie in die­sem Fall gesche­hen durch­greift (über die Ver­hält­nis­mä­ßig­keit mag man strei­ten) wird eine Opfer­hal­tung ein­ge­nom­men, die gera­de auch in die­sem Fall uner­träg­lich ist. Sie haben Recht, es ist an der Zeit, dass die Jus­tiz die Din­ge ein für alle mal klar­stellt. Und der Spruch des deutsch-tür­ki­schen Poli­ti­kers, dass die Poli­zei «kul­tur­sen­si­bler» vor­ge­hen sol­le, wird hof­fent­lich nie zur Vor­ga­be. Ich emp­fin­de ihn als uner­hör­te Pro­vo­ka­ti­on. Hier gilt nicht die Scha­ria, son­dern unse­re Geset­ze!

  3. «Dass die Reak­tio­nen auf den vor­han­de­nen Ras­sis­mus in unse­rer Gesell­schaft zurück­ge­hen kön­nen, ist nicht von der Hand zu wei­sen», schrei­ben Sie.
    Hand auf’s Herz: Der in letz­ter Zeit häu­fig erwähn­te «Ras­sis­mus in unse­rer Gesell­schaft», wie oft begeg­net der Ihnen in Ihrem rea­len Leben? Ich mei­ne den ech­ten Ras­sis­mus (Fest­stel­lung einer ande­ren Ras­se und die­se als min­der­wer­tig betrach­ten), nicht den über­dehn­ten Begriff für alles mög­li­che, wie ich ihn heu­te stän­dig hören muß.
    Ich bin ihn suchen gegan­gen. Gefun­den habe ich ver­schwin­dend wenig, im Osten etwas mehr als im Wes­ten. Eine so mini­ma­le Grup­pe, dass ich nicht weiß, war­um wir ihr über­haupt Beach­tung schen­ken. Mein syri­scher Freund steckt gera­de im Umzug von Köln nach Dres­den, weil er die into­le­ran­te Tole­ranz der Köl­ner nicht mehr erträgt und die Men­schen in Dres­den «so auf­rich­tig wir­ken und so hilfs­be­reit sind» (und ein inter­es­san­te­rer Arbeits­platz lockt).

    Ob die Deut­schen so frem­den­freund­lich blei­ben, wie sie jahr­zehn­te­lang waren, dafür lege ich aller­dings nicht mei­ne Hand ins Feu­er. Was wir im Extrem­fall dann erle­ben wer­den, hat aber nichts mit Ras­sis­mus zu tun.

    Das, was vie­le Mit­bür­ger heu­te m. M. n. fälsch­li­cher­wei­se als Ras­sis­mus bezeich­nen wür­den, erle­ben Sie in mehr­fa­cher Potenz bei Tür­ken gegen­über Deut­schen. Ich weiß, wovon ich rede. Die Dis­kri­mi­nie­rung (der Deut­schen) war immer da. In 4 Bezie­hun­gen mit tür­ki­schen Freun­den wur­de mir an einem bestimm­ten Punkt unmiß­ver­ständ­lich klar gemacht, dass eine deut­sche Frau der Fami­lie nicht ins Haus kommt, den Ansprü­chen der Eltern nie­mals genü­gen wür­de. Ich wäre nie auf die Idee gekom­men, dass die­se Art der Dis­kri­mi­nie­rung Ras­sis­mus sei. Nen­nen wür­de ich es… viel­leicht Ableh­nung einer bestimm­ten ande­ren Kul­tur?
    Wir soll­ten an unse­re eige­nen Leu­te nicht ganz so stren­ge Maß­stä­be anle­gen. In ande­ren Natio­nen geht es ganz anders zur Sache als bei den bra­ven Deut­schen.

  4. Die Köl­ner müs­sen halt immer her­hal­ten. Dabei sind sie doch so tole­rant 🙂 Es gibt halt vie­le, die den rhei­ni­schen Froh­sinn auf Dau­er ein­fach nicht ertra­gen. Bro­der gehört übri­gens auch dazu. Was der alles über Köl­ner geschrie­ben hat…
    Wahr­schein­lich ist das, was wir unter Ras­sis­mus ver­ste­hen, wirk­lich nicht so ver­brei­tet. Mei­ne Mes­se­punk­te lie­gen (lei­der) haupt­säch­lich im Inter­net. Und da trifft man ein­fach so vie­le Idio­ten. Was Tür­ken über uns sagen, kann ich über­haupt nicht lei­den. Ob das Ras­sis­mus in dem Sin­ne ist? Jeden­falls schei­nen sie uns nicht zu mögen. Ist es nicht so, dass wir uns das auch irgend­wie ein biss­chen ver­dient haben? 

    Dass wir hier stren­ge Maß­stä­be anle­gen, hat natür­lich mit der NS-Ver­gan­gen­heit zu tun. Wenn ich das schrei­be, als einer, der 53 gebo­ren ist, scheint das ein biss­chen ver­rückt zu sein. Aber in unse­ren Schu­len und in der gan­zen Gesell­schaft ist uns die­se kri­ti­sche Sicht «antrai­niert» wor­den. Ich fin­de das ehr­lich gesagt auch ganz gut so. Meis­tens jeden­falls. Es kann nicht scha­den, wenn man ein­mal mehr nach­denkt als die ande­ren. Wenn Mus­li­me in Deutsch­land Juden angrei­fen, dann soll­te das zum Bei­spiel auf sehr viel mehr kri­ti­sche Reak­tio­nen tref­fen als es das tut.

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