Nach­dem ich mich schon etwas länger als ihr alle in der Fas­ten­zeit befinde, habe ich mit mein­er Frau in dieser Woche einen Deal gemacht. Der sah vor, dass ich an einem Tag ein wenig (also gewis­ser­maßen unter ihrer Auf­sicht) über die Stränge schla­gen darf.

Ein wenig wohlge­merkt. Mehr Konzil­ianz ist nicht drin, und ich möchte in dieser Angele­gen­heit auch keine Son­der­locke. Ich will endgültig runter mit dem Gewicht.

Während unseres heuti­gen Einkaufs fiel mir unser Gespräch plöt­zlich wieder ein.

Also fing ich an, ich hätte doch eine kleine, eine klitzek­leine “Beloh­nung” ver­di­ent, weil doch… ein paar Kilos weniger u.s.w.

Dabei hat­te ich natür­lich eine ganz konkrete “klitzek­leine Beloh­nung” im Sinn. In einem Gewer­bege­bi­et in Ker­pen gibt es einen kleinen Imbiss namens “Wurst­teufel”.  Wer eine gute Cur­ry­wurst mit leck­eren Frit­ten zu schätzen weiß, der ken­nt das. Davon gibt es einige Imbisse in unser­er Region.

Ich war bass erstaunt, dass meine Frau ein­ver­standen war.

Es hat sich während unser­er lan­gen Ehe bewährt, dass sie sich — wenn ich dazu tendiere schwach zu wer­den — als Hüterin mein­er Diät­diszi­plin geriert. Das ist zwar hart aber fair und vor allem effek­tiv in der Sache. 🙂

Wir nutzen die Anwe­sen­heit in diesem Gewer­bege­bi­et noch schnell eine Besorgung in einem Sport­geschäft zu machen und schlen­derten dann gemütlich herüber zum “Wurst­teufel”. Sie wollte nur eine Cur­ry­wurst ohne Frit­ten, ich das ganze Pro­gramm. Die fün­fundzwanzig Kilo­me­ter, die wir für diese Wurst mit dem Auto zurück­gelegt, soll­ten sich am Ende doch gelohnt haben.

Ich gab unsere Bestel­lung auf.

Dann — der harte Schlag in meine leere Magen­grube. “Lei­der gibt es keine Frit­ten, weil die Frit­teuse lei­der defekt ist.” Gut, dann nur 2 Cur­ry­würstchen. Diese leck­eren, leck­eren Dinger, für die wir extra… “Das mit den Würstchen dauert lei­der noch gut 5 Minuten.”

Ein Blick auf den Rost zeigte mir als sachver­ständi­gem Grillmeis­ter, dass diese zeitliche Ansage nicht ganz hinkom­men würde. Wir standen bere­its ein wenig unter Zeit­druck, schließlich wartete Mut­ter zu Hause auf uns.

Es wurde also nichts aus mein­er Cur­ry­wust mit Frit­ten. Wir sind ganz umson­st nach Ker­pen gefahren. Meine Frau hat mich mit einem leck­eren Aben­dessen getröstet. Das hat­te deut­lich weniger Kalo­rien als Cur­ry­wurst mit Frit­ten.

So warte ich auf eine neue Gele­gen­heit zum Würsten­stand nach Ker­pen zu fahren. Schließlich hat es ja son­st auch immer geklappt. 🙂

 

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