Was Macht Einen Schönen Arbeitsplatz Aus?

Als ich bei Elma­stu­dio das schö­ne Video von ihrem (noch neu­en) Arbeits­platz in Raglan, Neu­see­land, sah, über­kam mich ein biss­chen fern­weh. Das ist etwas eigen­ar­tig, weil ich von der Umge­bung, in der Ellen und Manu­el seit eini­ger Zeit leben, im Video über­haupt nichts gese­hen habe.

Viel­leicht lags dar­an, dass die Arbeits­um­ge­bung so hell, freund­lich und so schön neu wirkt. Oder viel­leicht war es ein­fach nur der Gedan­ke, dass die bei­den ihren Lebens­mit­tel­punkt kürz­lich nach Neu­see­land ver­legt haben, der mich dar­auf brach­te. Der Phan­ta­sie kann man ruhig mal ihren Lauf lassen.

Ellens Vor­stel­lung ihres Arbeits­plat­zes erin­ner­te mich an eine Blog­pa­ra­de, an der ich vor eini­gen Jah­ren teil­ge­nom­men habe. Es gibt im Inter­net vie­le Tipps zur ergo­no­mi­schen Gestal­tung des Arbeits­plat­zes. Das gilt für zu Hau­se eben­so wie für aus­wär­ti­ge Arbeitsplätze.

Für die dama­li­ge Blog­pa­ra­de haben wir Fotos unse­rer Com­pu­ter­ecken und Arbeits­plät­ze gemacht und ver­bloggt, um den ande­ren eine Vor­stel­lung davon zu geben, wie es bei uns zu Hau­se oder im Büro so aussah.

Vor weni­gen Wochen habe ich mir für mei­nen über­sicht­li­chen, nein, klei­nen Schreib­tisch einen neu­en Moni­tor gekauft. Mei­ne Frau warn­te mich noch im Geschäft davor, die­sen Kavenz­mann von Bild­schirm zu kau­fen: „der passt doch gar nicht auf den Schreib­tisch“. Ähn­lich Dis­kus­sio­nen führ­ten wir auch beim letz­ten TV-Kauf. Den Män­nern unter euch wird das viel­leicht bekannt vor­kom­men. Dimen­sio­nen sind halt nichts ande­res, als der Abstand zum nächs­ten Auto in der viel zu engen Park­lü­cke. Das war gemein. Sorry!

Jeden­falls habe ich den 32″ Bild­schirm von Phi­lips aus­ge­packt und auf­ge­baut und sie­he da. Er steht hier, als wäre er extra für mei­nen klei­nen Schreib­tisch gebaut wor­den. Jeden­falls liest sich alles ganz aus­ge­zeich­net. Die Auf­lö­sung von 2560x1440 nut­ze ich selbstverständlich.

Phi­lips 32″ Bild­schirm, VGA, HDMI, USB, Dis­play­Port, 2560 x 1440, 60 Hz, höhen­ver­stell­bar, Pivot, Multi-View

Ich blog­ge am liebs­ten in mei­ner klei­nen Büro­ecke an mei­nem klei­nen Schreib­tisch. Mein Note­book fas­se ich, seit­dem ich nicht mehr arbei­ten gehe, nicht mehr an. Es ist aber auch in die Jah­re gekom­men und ent­spre­chend zickig. Außer­dem habe ich viel lie­ber mei­nen fes­ten Platz in mei­ner Kuschel­ecke. Dort bin ich für mei­ne Frau und für mei­ne Schwie­ger­mut­ter leicht abruf­bar. 😆 Neben dem PC nut­ze ich mein Smart­pho­ne viel zum Lesen von neu­en Arti­keln und – zum Bei­spiel im Wohn­zim­mer oder auf dem Bal­kon – gern mein Tablet (iPad 4).

Mit Letz­te­rem mag ich aller­dings nicht gern blog­gen. Man kann zwar die inzwi­schen wirk­lich sehr gute Dik­tat­funk­ti­on des iPad nut­zen aber irgend­wie mag ich mich dar­an nicht so recht gewöh­nen. Zudem ist die Nach­be­ar­bei­tung von Arti­keln (Links u.s.w.) nicht wirk­lich gut zu hän­deln.

Wäh­rend mei­ner letz­ten Tätig­keit hat­te ich das Pri­vi­leg an min­des­tens einem Tag der Woche zu Hau­se arbei­ten zu dür­fen. Das nen­nen wir in Deutsch­land „Home­of­fice“. Im Duden steht der Begriff. Ich glau­be, im eng­lisch-spra­chi­gen Raum bezeich­net man die Tätig­keit zu Hau­se anders.

Wäh­rend mei­ner Heim­ar­beit 🙂 habe ich immer an die­sem Schreib­tisch geses­sen. Das war ehr­lich gesagt, die pro­duk­tivs­te Zeit der Woche. Stö­ren­de Mee­tings ent­fie­len und auch die Tele­fon­an­ru­fe hiel­ten sich in Gren­zen. Ich weiß, dass deut­sche Arbeit­ge­ber sich mit dem Ver­trau­en, das sie hier­für ihren Ange­stell­ten ent­ge­gen­brin­gen müss­ten, immer noch etwas schwer tun.

In mei­nem Unter­neh­men war es eine Aus­nah­me, dass ich ein bis zwei­mal zu Hau­se arbei­ten durf­te. Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen wur­de das nicht gestat­tet. Inso­fern gab es über die Jah­re zu mei­nem Pri­vi­leg die eine oder ande­re Dis­kus­si­on. Egal. Ich habe jeden­falls 8 Jah­re lang von die­ser Aus­nah­me­re­gel pro­fi­tiert, und ich glau­be nicht, dass mein Chef irgend­wel­che Kla­gen dazu vor­zu­brin­gen hatte.

Wie auch immer: Ich genie­ße es, nicht mehr den Rest der Woche im Hotel über­nach­ten zu müs­sen und mit all­dem, was die Arbeits­welt für uns bereit­hält, rein gar nichts mehr am Hut zu haben.

In die­sem Sin­ne, Ihnen noch einen schö­nen Tag.

Horst Schulte

2004 bin ich (63) unter die Blogger gegangen. Ich schreibe über alle möglichen Themen. Politik, Medien und Gesellschaft dominieren dabei.

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