Arbeitsplatz


Som­mer in der Blog­sphä­re. Der hat sich bis­her nicht von einer all­zu posi­ti­ven Sei­te gezeigt. Die Blog­ger schei­nen trotz­dem Feri­en zu machen.

Jeden­falls ist ver­dammt wenig Betrieb. Oder mir kommt das nur so vor? Jeden­falls war beim letzt­wö­chi­gen Web­mas­ter­fri­day der Andrang nicht eben stark. Mit zwei Blog­gern, die sich betei­ligt haben, dürf­te so was wie ein Tief­punkt erreicht sein — hof­fe ich jeden­falls. Die­se Woche hat das Ergeb­nis noch getoppt. Bis­her hat „nur“ Frank­futt ihren Bei­trag geleis­tet. Scha­de! Ich schrei­be noch etwas. Auch, damit sie nicht so allein ist.

Arbeitsplatzgestaltung – ein kreatives Umfeld

Die­se Woche soll es um die Gestal­tung des Arbeits­plat­zes bzw. spe­zi­ell um Bil­der gehen. All­zu viel kann ich nicht bei­steu­ern. Wäh­rend mei­nes Arbeits­le­bens habe ich die meis­te Zeit hin­durch die Fotos mei­ner Lie­ben auf dem Schreib­tisch ste­hen gehabt. Nur nicht ganz zu Beginn. Ent­we­der, ich hat­te da noch kei­ne Freun­din, oder ich hab mich nicht getraut.  Aber spä­tes­tens seit ich 1976 gehei­ra­tet habe, war das Foto mei­ner Frau auf jedem Schreib­tisch obligatorisch.

Kreative Momente oder was?

Ich erin­ne­re mich, dass ich als Jun­ge bei den Haus­auf­ga­ben oft aus dem Wohn­zim­mer­fens­ter geguckt habe und dabei mei­ne Gedan­ken ziem­lich abge­schweift sind. Die­se Arbeit war mir ver­hasst, weil ich manch­mal Stun­den gebraucht habe. Viel­leicht lag das zum Teil an mei­ner Träumerei?

Vor dem Fens­ter stand einen gro­ßer Hol­lun­der­busch. Der war so stark ver­äs­telt, dass ich in die­ses Gewu­sel die unter­schied­lichs­ten Gebil­de, manch­mal Gesich­ter oder For­men hin­ein­ge­starrt habe. Das wird Zeit gekos­tet haben. Die­se häu­fig vor­kom­men­den Krea­tiv­pha­sen bis heu­te nicht ver­ges­sen 🙂 Fotos waren damals zur Inspi­ra­ti­on gar nicht nötig, um in ande­re Wel­ten zu tau­chen. Bes­ser gear­bei­tet hät­te ich am Ende wahr­schein­lich ohne sie. Dar­über habe ich spä­ter anders gedacht.

Aber das ist ja so lan­ge her. Wäh­rend mei­ner 47jährigen beruf­li­chen Tätig­keit habe ich, wie schon gesagt,  ein schö­nes Foto mei­ner Frau auf mei­nem Schreib­tisch ste­hen gehabt. Die letz­ten fast 10 Jah­re war es eins mit mei­ner Frau und mei­ner Nich­te. Zwei schö­ne Frau­en zum Angeben. 🙂

Arbeitsplatzfotos von mehreren Jahrzehnten

Mei­nen Foto­be­stand habe ich eben durch­ge­ar­bei­tet und ein paar Bil­der von mei­nen ver­schie­de­nen Arbeits­plät­zen gefun­den. Anhand die­ser Fotos könnt ihr euch ein Bild von mei­ner Arbeits­um­ge­bung machen. Die Wän­de waren eher karg gehal­ten. Nur hier und da fand sich mal ein gro­ßes Foto, das die Fir­ma qua­si stan­dard­mä­ßig für die Büros zur Ver­fü­gung stell­te. Ihr kennt das viel­leicht von eurer Firma.

Hier zu Hau­se habe ich zum einen das schon erwähn­te Foto von mei­ner Frau und mei­ner Nich­te in mei­ner unmit­tel­ba­ren Nähe. Und es gibt zwei Clown­bil­der, die ich ganz gern ab und zu anschaue. Das hilft, je nach­dem, was man gera­de wie­der gele­sen hat…

Dar­über hin­aus habe ich dafür gesorgt, dass mein PC, der seit den 1980er Jah­ren mein stän­di­ger Beglei­ter wur­de, eine akzep­ta­ble, etwas auf­ge­hübsch­te, Arbeits­um­ge­bung dar­stell­te. Lei­der blieb für den Blick auf das jewei­li­ge Wall­pa­per aller­dings nicht viel Zeit übrig. Außer­dem war das Mod­ding von Betriebs­sys­te­men schon in den Anfangs­jah­ren der IT nicht all­zu gern gese­hen. Ihr wisst schon, was ich meine :-/

Also hier die klei­ne Gale­rie mei­ner Arbeitsplatzfotos:

Horst Schulte

2004 bin ich (63) unter die Blogger gegangen. Es sind nur wenige Jahre vergangen. Trotzdem bin ich in diesem Geschäft ein alter Hase.

Ich schreibe über gesellschaftliche und politische Themen. Hin und wieder gibt es bei 2bier auch was zum Thema Bloggen und Wordpress zu lesen.

Dieser Beitrag hat 12 Kommentare
  1. Sal­ve, Horst!
    Seit den 80er Jah­ren ver­wen­dest Du den glei­chen PC? 😉

    Um wel­ches Modell han­delt es sich denn? Einen Tur­bo-XT mit 10 MHz?

    Fin­de ich schon geni­al, heut­zu­ta­ge noch mit ~2–8 KB RAM aus­kom­men zu kön­nen und Her­cu­les Monochrom-GraKa…

    Stört Dich das lan­ge Nach­leuch­ten des Moni­tors nicht? Kannst Du bei der Illu­mi­na­ti­on über­haupt schlafen…?

    Ohne Erwar­tung eines Rep­lys ver­blei­be ich 

    mit Greetz

    Sabi­ne

    1. Hi Sabi­ne,

      die gute Nach­richt zuerst. Dein lau­ni­ger Kom­men­tar ist mir natür­lich eine Ant­wort wert 🙂 Wenn es nach mir gegan­gen wäre, hät­te ich heu­te den Schnei­der PC noch mit dem ich in den 80ern ange­fan­gen habe. Aber ohne Inter­net wäre das Leben ja nicht mehr auszuhalten. 

      Née, das lan­ge Nach­leu­ten (?) mei­nes Moni­tors stört mich nicht. In dem Zim­mer schläft mei­ne Schwie­ger­mut­ter. Und das sowas von gut. Sie hat sich noch nie beklagt 🙂

      1. Sal­ve, Horst!
        Wie­so in den 80-igern ohne Inter­net? DFÜ war auch damals (zu Grün­dungs­zei­ten des CCC) mit 300 baud mög­lich (ohne FTZ ;- )… und direkt inter­ak­ti­ve Mail­bo­xen mit meh­re­ren ver­wen­de­ten Ports waren z.B. die WDR-Mail­box und die Elsa-Mail­box (Elsa GmbH – Aachen –> Gra­kas & Modems für die Welt)… mit Con­nect zur Hoch­schu­le (RWTH) konn­te man dann auch schon eini­gen Unsinn über´s Use­Net veranstalten…

        Aller­dings gestal­te­te sich der Con­nect ins Hoch­schul­netz via 300 baud als ein wenig dif­fi­zil-inkom­pa­ti­bel: da müss­te man sich mal eben sel­ber eine Über­tra­gungs­soft­ware schrei­ben, reich­te dann ja auch in Basic.…

        Für jun­ge Leutz heu­te unvor­stell­bar, gell?
        Die denken/sagen: Oma erzählt vom Krieg… und Krieg herrsch­te damals defi­ni­tiv – zwi­schen den User­ge­schlech­tern…: eine gegen alle 😉

        Da bereits damals Non­sens­di­ver­si­fi­ka­tio­nen mein Hob­by sowie mei­ne Spe­zia­li­tät waren, gibt es da ein paar net­te His­tör­chen, die ich mal nach und nach end­ver­wurs­ten wer­de… ich habe z.B. noch Chat-Doku­men­ta­tio­nen aus den 80-igern auf Dis­ket­te, die mir der Elsa-Mail­box-Betrei­ber (spä­te­rer Name: Sola­ris) Dr. Klaus Lang­ner für mei­ne Magis­ter­ar­beit über „Sprach­wan­del durch DFÜ“ Ende des letz­ten Jahr­tau­sends zur Ver­fü­gung gestellt hatte…

        #HACHSCHWELG in „RETRO-ROMANTIK

        In die­sem Retro-Sin­ne ver­blei­be ich 

        mit Greetz

        Sabi­ne

        1. Ein biss­chen Btx ging schon. Und mit Akkus­tik­kopp­ler. Das waren echt Zei­ten 🙂 Elsa ist mir auch noch in Erin­ne­rung. Scha­de, dass die trotz ihrer tol­len Pro­duk­te Plei­te gemacht haben. Es gibt zwar Elsa wie­der. Aber es ist wohl nicht mehr das Glei­che. Nichts ist halt bestän­di­ger als die Ver­än­de­rung. Hast du in Aachen stu­diert? Zwei Vet­tern von mir auch. Die sind aller­dings Inge­nieu­re für Elek­tro­tech­nik. Kei­ne Spe­zia­lis­ten für IT

          Wer heu­te von die­sen Zei­ten erzählt, dem sind ver­wun­der­te Bli­cke sicher. Was sich da alles geän­dert hat, ist ja auch kaum zu glau­ben. Kennst du noch das „Sie haben Post!“? Das war so popu­lär. Heu­te wer­den die meis­ten mit dem Spruch schon nix mehr anzu­fan­gen wissen. 

          Wun­der­bar in so alte Zei­ten abzu­tau­chen. Macht manch­mal aber auch ein bis­serl schwermütig.

          1. SPÄT­nach­trag:
            Das Infor­ma­tik-Stu­di­um steck­te in den 80-ern noch in den Kin­der­schu­hen… damals gab es dann die Kory­phäe Prof. Ame­ling im Stud.gang E-Tech­nik, der „Digi­ta­le Sys­te­me“, „Ein­füh­rung in die Daten­tech­nik“, etc. lehr­te… im E-Te-Stu­di­um waren dann auch „Binär­codes, BCDI-Codes“, For­tran-77, usw. „unter­ge­bracht“ – es steck­te halt noch alles in den Kin­der­schu­hen, auch strukturell…
            Für´s Rechen­zen­trum war Prof. Haupt zustän­dig (For­tran, Pas­cal, etc.) …
            Erstaun­lich war dann die Reak­ti­on im Audi­max (rund 1000 Stu­dis) in einer Vor­le­sung der bei­den Profs, wenn sich dort 1–3 weib­li­che Wesen hin­ein­wag­ten: es wur­de geklatscht, getrom­melt und „Ran­da­le gemacht“, wenn dort von den 997 die feh­len­den 3 weib­li­chen Stu­den­ten auftauchten…

            Ein Chau­vi-Kom­men­tar von Prof. Ame­ling hängt mir noch in den audi­tiven Sinnesorgangen: 

            Aber mei­ne Her­ren Stu­den­ten, Sie müs­sen doch nicht klat­schen, wenn eine Frau den Hör­saal betritt… Sie müs­sen eher klat­schen, wenn eine Frau einen Rech­ner ein­schal­tet: denn dazu muss sie sich doch nur ver­beu­gen und ihn umarmen.…“

          2. Sie haben Post“, erin­nert mich asso­zia­tiv eher an die 90-iger und Bumm-Bumm-Boris´ ver­zwei­fel­te Ver­su­che des Ein­log­gens ins Internet…

            Hm… wie war noch­mal die Mel­dung über Telix unter DOS…? GRÜBEL… da ergreift mich dann die früh­ger­ia­tri­sche Demenz…

      2. Anmer­kung zum (illu­mi­nie­ren­den) Nachleuchten:

        Bern­stein­far­be­ne pseu­do-bio-grü­ne Mono­chrom-Moni­to­re waren mit „kon­ven­tio­nel­ler Nach­leucht­funk­ti­on“ aus­ge­stat­tet, die zugleich eine tem­po­rä­re, visu­el­le Spei­cher­funk­ti­on gestatteten…;-)
        Denn man konn­te mit­tels ver­al­te­ter Röh­ren­tech­nik (funk­tio­nal abhän­gig ~[ƒ]) von ver­bra­te­ner Betriebs­dau­er {ƒi=∑*t} einen tem­po­rär, funk­tio­nal abhän­gi­gen, visu­el­len Spei­cher erlangen…

  2. Bil­der am Arbeits­platz jib­bet nicht – aber Bil­der im Hugo-Zim­mer gibt es:

    - „La Lune ver­te“ – Joan Miro

    - „Dona en la nit“ – Joan Miro

    - etwas „japa­ne­si­sches“, des­sen Titel ich lei­der nicht lesen kann… – es ist das größ­te und schlicht-modern

    Tja, das hätt´ste Herrn Hugo gar nicht zuge­traut, was? Hier ste­hen nicht nur Comps, hier gibt es auch Kunst, grins! :mrgreen:

    1. Hal­lo Herr Hugo,

      schön, hier was von dir zu lesen. Mach das ruhig öfter 🙂 Schö­ne Bil­der hast du an der Wand. Ich glau­be, ein Motiv von Miro habe ich als Druck im Schlaf­zim­mer. Sicher bin ich mir nicht. 🙂 

      Ein biss­chen Zivi­li­sa­ti­on in Mit­ten all der Tech­nik ist schon ange­mes­sen. Es öff­net einem beim blo­ßen Hin­se­hen neue Dimen­sio­nen. Jeden­falls wech vom PC

      VG

  3. Nach­leuch­ten­de Monitore/Displays“ – G.s.D, das es die nicht mehr gibt – dann bräuch­te ich ich Wohn-Hugo-Zim­mer fast kei­ne Lam­pen mehr. Weil da nicht nur ein so´n Moni­tor steht, grins. 😆

    1. Bei dei­ner Aus­stat­tung könn­te das echt Geld für ande­re Licht­quel­len spa­ren. Auch kei­ne schlech­te Idee. 🙂

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