[Webmasterfriday] Zu Viele Accounts: Schnell Mal Ausprobieren

Wenn ich mei­ne Ent­de­ckungs­rei­se durchs #Neu­land ob plötz­lich auf­kom­men­der Zwei­fel abrupt unter­bre­che, fra­ge ich mich, wer braucht den gan­zen Kram eigentlich?

Und dann, wie zuletzt nach dem Pixelio-Ding, habe ich wie­der einen Anfall bekom­men und Dut­zen­de von Diens­ten mei­ner Mit­glied­schaft beraubt.

Alles fin­det ja ver­hält­nis­mä­ßig anonym statt. Man weiß ja nicht, wel­che Ent­wick­ler man waid­wund kün­digt oder ob es in die­ser Welt über­haupt einen juckt, dass man nicht mehr mit­macht. Nai­ver Gedan­ke, nicht wahr? Nur manch­mal bekommt man nach dem Lösch­vor­gang eine Nach­fra­ge, war­um und wes­halb man sich abge­mel­det hat. Man glaubt zu  wis­sen, dass sol­che Kün­di­gun­gen kei­nem weh tut. Wenn man drü­ber nach­denkt, erweist sich der Gedan­ke als nicht unbe­dingt trag­fä­hig. Aber das ist nicht das Thema.


Mar­tin stellt beim ers­ten Web­mas­ter­fri­day nach den Feri­en die Fra­ge, wie wir Blog­ger mit unse­ren u.U. sehr zahl­rei­chen Accounts für alle mög­li­chen Ser­vices umge­hen. Von den dort nament­lich erwähn­ten Diens­ten habe ich inzwi­schen nur auf einen wie­der ver­zich­tet – Pin­te­rest. Ich nut­ze seit Jah­ren Flickr und Pica­sa, heu­te Goog­le+. Bei Insta­gram habe ich auch noch einen Account, den ich erst vor weni­gen Tagen wie­der­ent­deckt habe. Den brau­che ich per­sön­lich nicht …

Zu viele Accounts

Das kennt jeder und man­cher wird sich viel­leicht auch schon dar­über geär­gert haben. Denn Accounts zu löschen dau­ert meis­tens immer etwas län­ger, als sich irgend­wo neu anzu­mel­den. Mit­un­ter muss man sogar im Inter­net nach Hil­fe suchen, um die Stel­le zu fin­den, an der man den Account end­gül­tig löschen kann.

Ich stel­le mir mit eini­gem zeit­li­chen Abstand schon mal die Fra­ge, war­um ich mich dort über­haupt ange­mel­det habe. Die Sinn­haf­tig­keit mei­ner Akti­on zu ergrün­den viel manch­mal schon des­halb schwer, weil ich den Sinn oder die Funk­ti­on die­ses oder jenes Diens­tes nicht ver­stan­den hat­te. Das ist einer der Nach­tei­le, wenn man kein Eng­lisch kann.

Auf der ande­ren Sei­te habe ich mich aller­dings oft inten­siv mit den Mög­lich­kei­ten die­ser Ange­bo­te aus­ein­an­der­ge­setzt. Und schließ­lich war es häu­fig so, dass ich mit den deutsch­spra­chi­gen Emp­feh­lun­gen der Diens­te auch eini­ges über des­sen Beson­der­hei­ten gelernt habe.

Passwort-Tresor benötigt

Nennt man erst ein­mal eine statt­li­che Samm­lung von Accounts sein Eigen, gelangt man irgend­wann ganz sicher an den Punkt, an dem spe­zi­fi­sche Erin­ne­rungs­fä­hig­kei­ten gefragt sind. Oder gibt es etwa immer noch Leu­te, die für alle Accounts ein ein­zi­ges oder ein mäßig vari­ier­tes Pass­wort nut­zen? Ich hof­fe doch nicht! 🙂

Auch wenn man das Inter­net nicht so exzes­siv nutzt, wird man in den „Alt-Medi­en“ über die im Inter­net lau­ern­den Gefah­ren regel­mä­ßig auf­ge­klärt. Man weiß also um die lau­ern­den Gefahren.

Ein Passwort je Account?!

Für jeden Account ein eige­nes Pass­wort? Und dann gibt es auch noch gewach­se­ne Ansprü­che an die Län­ge und Kom­ple­xi­tät die­ser Kon­struk­te. Wer soll sich das denn mer­ken? Auch für die­se Auf­ga­ben gibt es längst Lösun­gen. Ich per­sön­lich habe mir vor ein paar Jah­ren die Pre­mi­um – Ver­si­on von Last Pass gekauft und bin immer noch zufrie­den damit. Es gibt eini­ge gute Alter­na­ti­ven. Aber auch Last­Pass schafft es, die Pass­wör­ter (hof­fent­lich sicher) auf­zu­he­ben und ich kann die­se platt­form­über­grei­fend (Plug­ins für alle Brow­ser und Apps für iPho­ne, iPad) abrufen.

Da die­se „Tre­so­re“ u.a. auch den Ser­vice anbie­ten, siche­re Pass­wör­ter zu gene­rie­ren, kann ich inzwi­schen behaup­ten, dass (mit weni­gen Aus­nah­men) alle Accounts über eige­ne Pass­wör­ter gesi­chert wurden.

Eini­ge Anbie­ter haben die „Zwei-Wege-Authen­ti­fi­zie­rung“ ein­ge­führt. In man­chen Fäl­len nut­ze ich die­se gern – auch wenn ich das mit­un­ter etwas umständ­lich finde.

Horst Schulte

2004 bin ich (63) unter die Blogger gegangen. Es sind nur wenige Jahre vergangen. Trotzdem bin ich in diesem Geschäft ein alter Hase.

Ich schreibe über gesellschaftliche und politische Themen. Hin und wieder gibt es bei 2bier auch was zum Thema Bloggen und Wordpress zu lesen.

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare
  1. Hal­lo Horst,
    das Pro­blem mit zu vie­len Kon­ten und Pass­wor­ds kennt wohl jeder. Ich den­ke, dass des­halb die Soci­al Log­ins über z. B. Face­book oder Twit­ter so beliebt sind, weil man sich mit bereits vor­han­de­nen Benut­zer­da­ten anmel­den kann. Eigent­lich soll­te es in jedem Kon­to eine Mög­lich­keit geben, sein Kon­to und sei­ne Daten selbst zu löschen, aber hier wird es einem meist schwer gemacht. Da sind die Anbie­ter dann selbst Schuld, wenn es vie­le Pro­fil­l­ei­chen gibt.
    Vie­le Grüße
    Claudia

    1. Hal­lo Claudia,

      das ist ganz sicher der Fall. Nur, mit die­sen „Frei­ga­ben“ habe ich es nicht so. In man­chen Fäl­len las­sen sich die­se Soci­al Log­ins lei­der nicht umge­hen. Ich erin­ne­re mich an die Anfangs­zeit bei Spo­ti­fy. Das ging nur via Facebook. 

      Das Schlim­me ist aus mei­ner Sicht, dass mit die­sen Pro­fil­l­ei­chen auch Daten – unse­re Daten – irgend­wo her­um­wu­seln. 🙂 Ich ent­zie­he in mei­nen Goog­le + Face­book – Accounts auch regel­mä­ßig den Zugriff ande­rer Diens­te. Das macht Sinn. 

      Vie­le Grüße
      H 🙂 rst

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