Menü
Schreiben 1

Welche Probleme kann deine Zielgruppe für dich lösen?

Ob davor, dabei oder danach: Ich habe mir übers Bloggen schon ganz viele Gedanken gemacht. Aber über eine Zielgruppe, die ich mit diesem Blog erreichen möchte, wirklich noch nie! Ich schwöre.

Die Frage, für wen bzw. für welche Zielgruppe man bloggt, spielt in vielen Artikeln eine bedeutende Rolle. Das gehört für mich in die Kategorie: Selbstreferentielles. Darüber habe ich schon einige kritische Anmerkungen gemacht.

Ich kann nicht sagen, wie viele Beiträge über dieses wichtige Thema ich selbst schon gelesen habe. Es waren nicht wenige. Und trotzdem, meine Haltung zum Thema steht.

Neidisch

Ich beneide erfolgreiche Blogger. Dabei messe ich persönlich den Erfolg wohl eher sehr oberflächlich, nämlich an der Zahl der Kommentare und an den Sharing-Zahlen der Artikel. Das wird vermutlich strittig sein, weil andere Erfolgsindikationen außen vor bleiben. Dazu gehören auch so Dinge wie die Anzahl der Seitenaufrufe oder die Zufriedenheit der LeserInnen,  die Absprungrate oder die Zahl der wiederkehrenden Besucher.

Ich bin sicher, die Cracks haben noch einige andere Punkte auf der Pfanne, die ich entweder nicht aufgeführt oder die ich in meiner Unwissenheit nicht mal kenne. Ich nutze hier Google Analytics, kenne jedoch nur Bruchteile der dort vorhandenen Möglichkeiten. Unter demografischen Merkmalen, Interessen und dergleichen mehr kann ich mir viel vorstellen – aber jedenfalls nicht darauf beim Bloggen in einzugehen oder überhaupt darauf „Rücksicht“ zu nehmen.

Die nicht so dolle Statistik

Damit ihr nicht denkt, ich kokettiere, zeige ich an dieser Stelle einmal den Analytics-Ausdruck des letzten Monats:

Google Analytics

Mir ist bewusst, dass guter Content gefragt ist. Content, der einen Mehrwert bietet und der die LeserInnen dazu bringt, wieder zurückzukommen. Das funktioniert hier in begrenztem Umfang. Es gibt LeserInnen, die seit vielen Jahren treue Besucher meiner Blogs sind bzw. waren, die ich aber gerade im letzten Jahr durch meine oft eher unentspannte Art verloren habe. Zum Teil waren oder sind diese von fingerzeig.net (2004-2006) über den querblog.de (2006-2007) bis zum netzexil.de treue LeserInnen geblieben. Es klingt etwas makaber aber ein paar wenige sind inzwischen verstorben. Auch solche traurigen Erfahrungen gehören leider dazu, wenn man über viele Jahre bloggt.

Ohne Plan

Meine Artikel sind nie anhand einer wie auch immer gearteten Zielgruppenorientierung geschrieben worden. Aber streng genommen ist meine Ansage nicht ganz richtig. Schließlich richten sich meine Artikel an Menschen und nicht an irgendwen. Natürlich schreibe ich für meine Leserinnen und Leser.

Ich blogge über alles mögliche. Dinge, die mich persönlich beschäftigen. Meine Beiträge behandeln in aller Regel Missstände, schlechte Erfahrungen – Ärgernisse verschiedenster Art. Dabei kann es um die Gesellschaft gehen, Politik, Wirtschaft oder gern auch mal die (deutsche) Blogsphäre.

Ich frage mich, warum ich nur darüber schreibe und nicht über das Gegenteil? Aber was zum Teufel ist überhaupt das Gegenteil von Missständen? Ich kenne nicht einmal ein Wort dafür. Verdammt noch mal! Wie will ich unter dieser Voraussetzung überhaupt ein Auge für positive Dinge in unserer Gesellschaft haben? Wahrscheinlich sollte nicht nur ich mich mit dieser Frage beschäftigen. So viel Negatives war nie!

Es wäre allemal wichtiger, als eigene Intentionen fürs Bloggen zu kanalisieren und zielgruppengerecht zu bloggen.

Angesichts der immer noch eher unklaren Informationslage zum blutigen Höhepunkt der Maidan-Proteste von vor einem Jahr kam mir die gestrige Behauptung Poroschenkos etwas seltsam vor. Er gibt den Russen die Schuld an den vielen Toten. "Jetzt ist endgültig klar, dass wir auf dem Maidan vor einem Jahr nicht gegen (Ex-Präsident Viktor) Janukowitsch gekämpft haben.…
Es gibt Blogs, von denen denkt man, die waren schon immer da. Einer von diesen, Zielbar.de, hat heute erst seinen ersten Geburtstag. Das kann ich fast nicht glauben! Die Idee, zum ersten Geburtstag ein eigenes Video zu produzieren und hierin die Autoren zu Wort kommen zu lassen, finde ich ausgezeichnet. Den…

Horst Schulte

Mein Bloggerleben reicht bis ins Jahr 2004 zurück. Da habe ich dieses schöne Hobby für mich entdeckt. Ich bin 63 Jahre alt und lebe in einem kleinen Ort, nicht weit von Köln entfernt. Meine Hauptthemen hier im Blog sind Gesellschaft, Politik und Medien.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Suche