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Mein Blog ist mir lieb und manchmal auch teuer

Tho­mas Mat­ter­ne, einer der Blog­ger, mit denen ich mich seit Jah­ren ver­bun­den füh­le, schrieb kürz­li­ch in einer schö­nen und teil­wei­se sehr per­sön­li­chen Retro­spek­ti­ve über das Blog­ger­le­ben, wir Blog­ger sei­en von einem beson­de­ren Schlag.

Er stell­te den Ver­gleich mit Face­book-Nut­zern an, von denen ja immer behaup­tet wird, sie wür­den sich see­li­sch ent­blö­ßen. Tho­mas stellt dazu fest: «Aber das ist nix gegen uns, selbst wenn wir ein Tech- oder Polit­blog betrei­ben, jeder Blog­ar­ti­kel erzählt auch jede Men­ge über den Autor.»

***

Ich stim­me ihm zu. Wenn man wei­ter­hin bedenkt, wel­che Rück­schlä­ge wir uns zumu­ten und wie­viel Zeit wir in unse­re Pro­jek­te ste­cken, kann man ins Grü­beln kom­men. Ins­be­son­de­re dann, wenn die Reso­nanz auf die eige­nen Arti­kel über Jah­re sich so gar nicht mit der ande­rer Blogs ver­glei­chen las­sen will. Aber ich will nicht schon wie­der jam­mern. 🙂

Tho­mas” Titel «Ich blog­ge, also bin ich (?)» kam mir bekannt vor. Und tat­säch­li­ch, vor 5 Jah­ren habe ich einen Arti­kel glei­chen Titels geschrie­ben. Der Ten­or bei­der Arti­kel ist ähn­li­ch.

Aller­dings habe ich ver­mut­li­ch im Gegen­satz zu Tho­mas schon eini­ge Arti­kel mit ähn­li­chen Aus­sa­gen ver­öf­fent­licht. Ich glau­be, die Grund­satz­fra­ge, wes­halb man so viel Zeit in die­ses Hob­by inves­tiert und vor allem war­um, beschäf­tigt irgend­wann jede Blog­ge­rin und jeden Blog­ger. Jeden­falls, solan­ge sie oder er lan­ge genug «dabei» ist.

Eini­ge mei­ner Freun­de fin­den es bis heu­te befremd­li­ch, wie viel Zeit ich damit «ver­plem­pe­re» und ver­ste­hen — trotz mei­ner über­schwäng­li­chen Plä­doy­ers fürs Blog­gen bis heu­te den Sinn dahin­ter nicht. In den ers­ten Jah­ren fand auch mei­ne Frau es nicht gut, dass ich so viel Zeit vor dem PC ver­brach­te.

Das hat sich aller­dings inzwi­schen gege­ben. Sie liest inzwi­schen sogar ab und zu mei­ne Arti­kel, bevor ich sie ver­öf­fent­li­che und gibt hier und da Anre­gun­gen zu den Tex­ten. Außer­dem lobt sie mei­ne Tex­te sogar. Dan­ke, Schatz!

Konzeptionsloses Bloggen

Mein Kon­zept als Blog­ger besteht — ich muss es zuge­ben — dar­in, dass es gar kei­nes gibt — und auch nie gege­ben hat. Die Vor­be­rei­tung mei­ner Arti­kel nimmt in der Regel wenig Zeit in Anspruch, das Schrei­ben an sich dafür aller­dings schon eher. Ich schrei­be kei­ne Arti­kel auf Vor­rat. Ich glau­be, ich kann behaup­ten, dass ich dies noch nie gemacht habe. Ich set­ze mich an den Rech­ner und schrei­be dar­auf los.

Gelernt habe ich das

Mein kom­plet­tes Berufs­le­ben hin­durch spiel­ten Ter­min­plä­ne, Pro­jekt­plä­ne und Orga­ni­sa­ti­on eine wich­ti­ge Rol­le. «Suc­cess», «Time Sys­tem» oder spä­ter elek­tro­ni­sche Pen­dants für das Zeit­ma­nage­ment habe ich seit April ad acta gelegt. Sogar Semi­na­re zum The­ma habe ich wäh­rend mei­ner beruf­li­chen Lauf­bahn mehr­fach belegt.

Aller­dings zum Blog­gen habe ich sol­che orga­ni­sa­to­ri­schen Hilfs­mit­tel nie benutzt.

Wenn ich den Zeit ernst­haft bemes­sen woll­te, was ich aus­drück­li­ch nicht tun möch­te, kämen dabei Wer­te her­aus, die von Beginn an ein ver­rückt hohes Niveau hat­ten.

Bei mir läuft es so, dass ich viel lese (auch im Inter­net) und dass mir dabei die The­men zuflie­gen, die ich dann hier im Blog ver­ar­bei­te. Es gibt Aus­nah­men. Aber nor­ma­ler­wei­se läuft es so, dass ich mich sehr oft an ein The­ma «dran­hän­ge», das mich gera­de beson­ders beschäf­tigt. Mei­ne Blog­ar­ti­kel wer­den also inso­fern oft unmit­tel­bar durch das aus­ge­löst, was ich woan­ders gehört oder gele­sen habe — auch in ande­ren Blogs natür­li­ch.

Im Lau­fe der Jah­re habe ich hier im Netz­e­xil eine Men­ge auch an kos­ten­pflich­ti­gen Word­Press-The­mes aus­pro­biert. Bei Pre­mi­um-Plug­ins war ich zurück­hal­ten­der.

Es ist also durch­aus so, dass ich rela­tiv viel Geld für mein Hob­by aus­ge­be. Je Quar­tal wer­den es im Schnitt wohl 1 – 2 The­mes gewe­sen sein.

Kosten

Vor eini­ger Zeit habe ich mal einen Arti­kel ver­öf­fent­licht, in dem ich mich im wei­tes­ten Sin­ne mit den Aus­ga­ben rund ums Inter­net befasst habe. Ich war sei­ner­zeit selbst über­rascht, wie viel Geld dazu zusam­men­kommt.

Aller­dings ken­ne ich Leu­te, die für ihre Hob­bys sehr viel mehr aus­ge­ben (fürs Auto z.B. oder für den Fuß­ball und für ande­re Din­ge, für die ich mich per­sön­li­ch nie inter­es­siert habe).

Das The­ma des heu­ti­gen Web­mas­ter­fri­day lau­tet: «Wie­viel (Zeit) inves­tier­st Du in den Blog?»

Wenn es also nur die Zeit wäre, um die es (in mei­nem Fall) beim Blog­gen geht. 😆 Nun, wie gesagt, das Gan­ze macht mir viel Freu­de. Die­se Freu­de am Blog­gen ist nicht durch­gän­gig, weil es — gera­de im Moment — lei­der The­men gibt, die mir eher gro­ße Sor­gen berei­ten. Aber alles in allem ist Blog­gen eine wun­der­ba­re Beschäf­ti­gung.

Tho­mas hat schon irgend­wie recht, wenn er augen­zwin­kernd durch­bli­cken lässt, dass Blog­ger — jeden­falls man­che — von die­sem «Stoff» irgend­wie nicht mehr los­kom­men.

***

Ich fin­de es übri­gens scha­de, dass beim Web­mas­ter­fri­day die gegen­sei­ti­ge Ver­lin­kung der Bei­trä­ge immer mehr zurück­zu­ge­hen scheint. Des­halb ver­su­che ich es heu­te noch­mal, die bis­he­ri­gen Arti­kel kom­plett, soweit ich sie auf Mar­tins Web­mas­ter­fri­day auf­grei­fen konn­te, hier zu ver­lin­ken.

eds blog

WMF: Wie­viel (Zeit) inves­tier­st Du in den Blog? | Quel­le

Breakpoint

Elf­hun­dert­acht­und­zwan­zig | bre­ak­point | Quel­le

Safferthal.de

Don­ners­tag ist Blog­tag | Quel­le 

Henning Uhle

Web­mas­ter Fri­day — Zeit­ma­nage­ment beim Blog­gen › Hen­ning Uhle | Quel­le

Der Beutelwolfblog

Web­mas­ter-Fri­day: Wie­viel (Zeit) inves­tier­st Du in den Blog? | Der Beu­tel­wolf-Blog | Quel­le

Labellevue.de

Der Blog ist mein Zeit­fres­ser (Web­mas­ter­fri­day) | Quel­le

TmoWizard’s Castle

Web­mas­ter Fri­day: Mei­ne Zeit auf dem Cast­le! « TmoWizard’s Cast­le | Quel­le

Blog about tech

 Web­mas­ter­fri­day: Wie auf­wän­dig ist ein Blog eigent­li­ch? — Blog About Tech | Quel­le 

 

restaurants
https://youtu.be/hem7j0Wj_4E https://youtu.be/GMkmQlfOJDk
medien_1
Für den Fall, dass wer ein gutes Geschäfts­mo­dell sucht. Durch ein Inter­view, das Sascha Pal­len­berg…

Horst Schulte

Ich blogge seit 2004. Am liebsten schreibe ich über gesellschaftliche und politische Fragen. Aber ab und an gibt es hier auch etwas zum Thema Bloggen, Wordpress und ein paar Fotos.

18 Kommentare auf "Mein Blog ist mir lieb und manchmal auch teuer"

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Uwe Gutzeit
Gast
Uwe Gutzeit

Ich lese hin und wie­der dei­ne Bei­trä­ge und fin­de dei­nen Still und dei­ne Welt­of­fen­heit gut. Ja, du hast manch­mal eine Art die nicht immer ankommt, aber da ich dich per­sön­li­ch ken­ne und etwas über den Men­schen Hor­st Schul­te weiß , sehe ich auch das als völ­lig nor­mal an.
Gruß
Uwe Gut­zeit

Hans
Gast

Hal­lo Hor­st,
die Zeit, die ich inves­tie­re, will ich gar nicht ganz gen­au ana­ly­sie­ren. Ich fin­de aber den­no­ch, dass es eine gute Inves­ti­ti­on ist. Denn etwas mit viel Freu­de und Lei­den­schaft zu tun, ist doch das Bes­te, was uns pas­sie­ren kann. Daher sehe ich auch die tat­säch­li­chen Kos­ten rela­tiv, denn im Ver­gleich mit man­ch ande­rem Hob­by, ist das noch güns­tig. Und natür­li­ch sind da auch mal Pha­sen dabei, wo es weni­ger Spaß macht. Das geht dem Modell­bau­er aber auch so.
HG Hans

Sabienes
Gast

Man kann sei­ne Zeit wirk­li­ch schlech­ter, unver­nünf­ti­ger und teu­rer ver­brin­gen, als mit dem Blog­gen. In mei­nem Freun­des­kreis wirkt das aber tat­säch­li­ch auch oft sehr komi­sch, was ich da trei­be. Ich glau­be, dass ist so ein Gene­ra­ti­ons­ding.
LG Sabie­nes

Rainer Safferthal
Gast

Ich fin­de es übri­gens scha­de, dass beim Web­mas­ter­fri­day die gegen­sei­ti­ge Ver­lin­kung der Bei­trä­ge immer mehr zurück­zu­ge­hen scheint.

Da machen doch auch fast immer nur die glei­chen blog­gen­den Schrei­ber­lin­ge mit. Ein selbst­er­nann­ter per­fek­ter SEO hat mal geschrie­ben, dass es sich aus goo­gle-tech­ni­schen Grün­den nicht loh­nen wür­de sich immer und immer wie­der mit den glei­chen zu ver­net­zen.

Ist aber auch bei ande­ren Blog­pa­ra­den so oder auch das dann kaum gegen­sei­tig kom­men­tiert wird. Ich glaub in der Blog­ger­sze­ne sind vie­le nach den Mot­tos «Was­ser pre­di­gen, aber Wein trin­ken» und «Neh­men ist seli­ger ans Geben» unter­wegs. Mitt­ler­wei­le muss man auch stark auf­pas­sen, dass man nicht vom Blog­pa­ra­den-Ver­an­stal­ter abge­zockt wird. Einen Link mus­s­te ich schon auf nofol­low stel­len und der ande­re wird wohl ganz gekickt. Das in gera­de mal 1 — 2 Mona­te.

Dabei könn­ten vie­le Blogs mit mehr Ver­net­zung viel­leicht aus der Bedeu­tungs­lo­sig­keit (den sehr vie­le Blogs in Goo­gle haben) kom­men.

Sebastian
Gast

Es ist aber auch ver­ständ­li­ch, dass es oft die glei­chen Blog­ger sind. Es braucht mei­ner Mei­nung nach nicht uner­heb­li­ch Zeit, sich mit ande­ren «klas­si­sch» zu ver­net­zen. Für vie­le wahr­schein­li­ch zu viel Zeit. Ich muss mich selbst oft anstup­sen, um in ande­ren Blogs zum­kom­men­tie­ren und ggf. mir dadurch auch Anre­gun­gen zu holen.

Timm
Gast

Hal­lo Hor­st,
nur durch Zufall bin ich auf Dei­nen Bei­trag gesto­ßen und bin über­rascht, wel­ches The­ma bespro­chen wird. Nach­dem ich die gan­ze letz­te Woche kaum im Inter­net unter­wegs war, ent­schied ich mich, eine Blog­pa­ra­de zu star­ten, in der es um das Zeit­ma­nage­ment beim blog­gen geht.
Ich arbei­te Voll­zeit, küm­me­re mich um mei­nen 2,5-jährigen Sohn und bin am Ende immer so fer­tig, dass kaum die Zeit und Kraft bleibt, in mei­nem Blog pro­duk­tiv zu sein, ande­re Blogs zu besu­chen und zu kom­men­tie­ren.
Jetzt samm­le ich Ide­en und Tipps, die mich im Pro­jekt «Blog­gen» hel­fen kön­nen.
Hat Mar­tin mei­ne Gedan­ken gele­sen? Schon blöd, da ich davon nichts wuss­te.
Dein Arti­kel passt jeden­falls ganz gut. Darf ich ihn zu mei­ner Blog­pa­ra­de zäh­len und in mei­ner Zusam­men­fas­sung beach­ten?

https://www.netzblogger.net/und-wie-bloggst-du/22924/

Du kann­st ja mei­nen Arti­kel lesen und selbst ent­schei­den. Ich wür­de mich sehr freu­en. 🙂
LG Timm

Timm
Gast

Hal­lo Hor­st, es war nur eine Info-Fra­ge.
Blog­ger soll­ten sich unter­ein­an­der ver­lin­ken, unab­hän­gig, was Goo­gle sagt. Aber halt, geht das? Nein, denn ich könn­te ja «abge­straft» wer­den und dadurch wür­den sich mei­ne Ein­nah­men mit dem Blog sen­ken.
Ob Track­backs, Ping­backs, ich weiß noch, wie vie­le gleich nach «SPAM»! rie­fen.
So ein Quat­sch. Die Leu­te haben es doch selbst in der Hand, was sie frei­schal­ten. Da muss doch nicht der gute Wil­le der meis­ten Blog­ger bestraft wer­den.
Wie auch immer. Die/Deine Ver­lin­kungs­idee ist voll­kom­men kor­rekt. 🙂
LG Timm

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