Wordpress

WordPress – Widgets ⛏ sind flexibler ✏️ als Sie glauben

Über Sidebars und Footer im WordPress – Blog, darf man geteilter Meinung sein. Ich glaube, dass die meisten Blogger/innen gern die Sidebar für ihre Blogs nutzen.

Im Moment bin ich auf dem Trip, es mal wieder ohne beides zu versuchen. Jedenfalls sieht es auf den ersten Blick so aus.

Für das Handling von Widgets gibt es heutzutage nicht nur wunderbare kostenpflichtige und kostenlose Plugins, sogar die Themes selber bieten zur Nutzung und Handhabung definierter Widget-Bereiche sehr schöne und leicht zu bedienende Lösungen. Mein Theme »Total« ermöglicht es zum Beispiel, für jede Kategorie, Seite und Artikel verschiedene Einstellungen zur Darstellung der Widgets vorzunehmen. Das kann entweder in den Kategorieeinstellungen, den Seiteneinstellungen und sogar artikelspezifisch passieren.

Widgetbereich im Blog 2bier

Widgetbereich meines Blogs

Zuerst ein allgemeiner Ratschlag von meiner Seite. Prüfen Sie gründlich, welche Widgets Sie in der/den Sidebars oder im Footer überhaupt einsetzen möchten. Beachtet man die Empfehlungen von Sven Lennartz (Löschkandidaten) bleiben allerdings wirklich nicht mehr viele übrig, die überhaupt infrage kommen. 😈

Performance

Es gibt einige, die sich zwar dort sehr gut machen und die sicher oftmals auch ihre Berechtigung haben. Aber sie zwingen die Blogperformance mitunter doch ziemlich in die Knie. Zu diesen Widgets zähle ich nicht nur Facebook-, Instragram oder Flickr-Widgets, sondern auch andere, die jedes für sich verhältnismäßig viel »nach Hause telefonieren«. Die erforderlichen Queries senken die Performance in manchmal erheblich, selbst wenn ein Cache Plugin genutzt wird. Die Abwägung für oder gegen dieses oder jenes muss jeder Blogger leider halt immer neu treffen.

Thomas Jansen hat in seinem exzellenten Blog-Beitrag »Geschwindigkeit des Blogs optimieren« vom 13. Januar 2017 unter anderem diese Abwägung detailliert angesprochen und entsprechende Empfehlungen gegeben.

Idee

Wie wäre es, wenn Sie zum Beispiel Ihr Flickr- oder Instagram-Widget nur auf den Seiten anzeigen, die zum Beispiel einer etwaigen Blog – Kategorie »Fotos« zugeordnet sind? Beispiel.

In meinem Blog habe ich es allerdings so eingerichtet, dass diese Widgets nur in der Kategorieansicht und nicht auch neben den einzelnen Beiträgen angezeigt werden. Sie sehen das, wenn Sie im Beispiel einfach mal einen Artikel anklicken.

Wenn Sie auch zu allen Einzelbeiträgen diese Widgets angezeigt haben wollen, so können Sie dies mit dem Plugin »Widget-Logic« oder »Dynamic Widgets« realisieren. Welche Einstellungen dafür erforderlich sind, werde später ich in einem kleinen Beispiel erläutern. Generell sei noch angemerkt, dass ich das Plugin »Widget Logic« vorziehe, weil mir die Bedienung über die direkten Einträge ins Widget besser gefällt. Es wurde bisher 300.000 mal installiert. Ich denke, diesem Vertrauensvorschuss darf man folgen.

Widget-Logic und viele andere Plugins für den Umgang mit Widgets

Möchte man den Widgetinhalt zum Beispiel nur für einzelne Artikel und nicht auf der Startseite angezeigt bekommen, so gibt man in die Zeile »Widget Logic«, die nach der Plugin-Installation im unteren Bereich jedes Widgets erscheint, den Befehl is_single() ein. Eine Übersicht der möglichen Eingaben finden Sie hier.

Alternativen zu »Widget Logic« und »Dynamic Widgets« sind »Display Widgets« oder »Widget Options». Insbesondere letzteres sollten Sie sich vielleicht näher ansehen.

Es gibt eine Light- und eine Kaufversion. Ich setze diese in einem anderen Blog ein. Hier verträgt sich dieses Plugin nicht mit den anderen. Das Tolle an »Widget Options« ist, dass es alle nur erdenklichen Funktionen zur Nutzung und Bedienung von Widgets vereint. Mit wenigen Klicks je Bereich beherrscht man alle Widgets im Blog. Es kostet derzeit $24.99.

Aus dem gleichen Haus wie »Widget Options« stammt auch das kürzlich von Thomas Weichselbaumer in seinem Blog Theme Coder vorgestellte Plugin »Widget Areas». Mit diesem ist es möglich, neue Widget-Bereiche zu kreieren, in die man später die gewünschten Widgets platzieren kann.

Thomas hat in einem späteren Beitrag die Möglichkeit beschrieben, solche Areas für Widgets ohne die Hilfe eines Plugins zu realisieren.

Ich habe das hier im Blog im bisher etwas verwaisten Bereich direkt unter meinen Artikeln eingesetzt.

Neben einem Suchfeld habe ich dort die RSS-Feeds, einen kleinen Slider mit meinen beliebtesten Artikeln positioniert.

Normalerweise sind dort die üblichen »Related Posts« platziert. Die habe ich mittels eines anderen Plugins gefälligkeitshalber innerhalb der Artikeltexte dargestellt. Daran sehen Sie: wer lange mit Sidebars, Footern und Widgets gearbeitet hat, kommt ganz ohne die darin üblicherweise untergebrachten »Features« nicht aus 🙂


Nun zum praktischen Teil meines Artikels.

Ich verwende in diesem Fall das oben schon erwähnte Plugin »Widget Logic«.

Sobald es aktiviert wurde, ist im unteren Bereich aller Widgets ein freies Textfeld zu sehen (s. roter Rahmen in der Abbildung) Dieses ist mit Widget Logic beschrieben.

Widget LogicIch setze im Beispiel voraus, dass die Sidebar im Blog präsent ist und dies auch weiterhin bleiben soll.

Ich unterstelle ferner, dass es aktuell bereits Sidebar-Inhalte (Widgets) gibt, die Sie nur dann im Blog anzeigen möchten, wenn sich Ihre Leser/innen nicht auf der Startseite befinden, sondern bereits einen einzelnen Artikel aufgerufen haben. Der Leser befindet sich momentan demnach in der Single-Ansicht eines Artikels.

In das erwähnte freie Textfeld (roter Rahmen), das im betreffenden Widget angezeigt wird, tragen Sie nun  is_single()ein. Danach speichern Sie das Widget.

Ab sofort wird es nur noch in der Einzelansicht jedes Artikels angezeigt.

Möchten Sie das Widget nur auf der Startseite sehen, so ist der Eintrag nicht is_single() sondern is_home().

Die Ausgabe in Abhängigkeit von der ausgewählten Kategorie lässt sich folgendermaßen steuern:

is_single() && in_category(’Politik’)

In diesem Fall wird bei einer Einzelansicht des Artikels, der der Kategorie Politik zugeordnet ist, die Ausgabe des Widgets steuern. Für andere Optionen beachten Sie bitte diesen Hinweis.


Mehr Informationen zum Thema:

  1. 6 Plugins for Conditional Widgets | @thetorquemag | Quelle
  2. Create a custom WordPress sidebar | Quelle
  3. How to Add Different Sidebar Content For Each Page in WordPress | Brad S. Knutson | Quelle
  4. WordPress: Sichtbarkeit von Widgets auf bestimmte Seiten einschränken | Quelle

Horst Schulte

Ich bin Horst Schulte und blogge seit 2004. Am liebsten schreibe ich über gesellschaftliche und politische Fragen. Aber ab und an gibt es hier auch etwas zum Thema Bloggen, Wordpress und ein paar Fotos.

Meine ersten Gehversuche als Blogger machte ich mit den Blogs finger.zeig.net, später mit querblog.de und noch etwas später mit netzexil.de

Dieser Beitrag hat 6 Kommentare
  1. Moin Horst,

    erstmal Danke für das Verlinken.

    Achja, die Sache mit den Widgets. Ich probiere immer wieder mal neue Varianten aus. Besonders meine Startseite hat es in den letzten Wochen mit Widgets gegeben, ohne Widgets, mit vielen, mit reduzierten (aktueller Stand), So ganz ohne habe ich mich selber nicht wohl gefühlt. Ich nutze die Widgets als Leser sehr gerne um mich auf anderen Seiten zurecht zu finden und zu anderen Artikeln zu springen.

    Ganz ohne Widgets sieht es natürlich klasse aus, so wie hier gerade. Keine störenden Elemente, alles auf das Wesentliche reduziert.

    Was richtig und was falsch ist, keine Ahnung. Am Ende ist es wohl Geschmacksache,

    LG Thomas

  2. Hallo Thomas,

    letztlich gibt es für beide Sichtweisen gute Argumente. Ein Blog, der viele Artikel mit verschiedenen Themen im Angebot hat, wird wahrscheinlich auf eine Sidebar schwerer verzichten können als einer, der nur wenige Themen behandelt und nicht so viele Artikel hat.
    Wenn die Leser/innen hauptsächlich dann gucken, wenn es was Neues gibt, dann ist die Sidebar oder ein Footer nicht so wichtig. Wer noch Feeds liest und zu einem neuen Artikel springt, um diesen zu lesen, wird vielleicht nicht unbedingt eine Sidebar erwarten. Aber so richtig weiß man ja nie. 🙂
    Jedenfalls kommt es mir so vor, als hätten die allermeisten Blogs Sidebars und viele auch Footer.

    Die neue Kamera macht noch tollere Bilder als vorher. Abgesehen davon glaube ich, dass sich die Investition für die Jahreskarte im Duisburger Zoo auszahlen wird.

    LG H.

    1. Hi Horst,

      Dein Argument mit den Stammlesern, der hat was. Da ist es in der Tat so, dass man ja nur für den aktuellen Artikel vorbei kommt und nicht großartig verweilen und stöbern will.

      Bei mir kommen aber 80% der Besucher über Google, denen will ich natürlich noch weitere Themen anbieten.

      Die neue Kamera ist ein Träumchen. Vor allem die Möglichkeiten mit der Unschärfe im Vorder- und Hintergrund zu spielen, was der Vollformat-Sensor ermöglicht, begeistern mich bei jeder Fototour neu. Aber meine geliebte alte Sony bleibt im Fotorucksack, ab und zu wird sie weiter zum Einsatz kommen, ich hänge richtig an der Kamera. Das hatte ich so auch noch nicht, eigentlich ist es doch nur ein Stück Technik.

      LG Thomas

      1. Ja, das hatte ich so erwartet. Bei dieser Bedingung ist die Orientierung der Leserschaft schon von großer Bedeutung, glaube ich. Insofern sind die Infos, die den Lesern in Sidebar und Footer zur Verfügung gestellt werden, vielleicht sogar unerlässlich. Bei so kleinen Blogs wie meinen sind die nicht so wichtig.

        Ja, die Technik. Das Thema hatte ich ja gerade vor ein paar Tagen. Kameras wachsen einem auch ans Herz. Autos sind bei mir eine Ausnahme. 🙂
        LG H.

  3. Hallo Horst,

    ich setze die Sidebar und Widgets individuell ein, bin aktuell aber noch in einer Denk-Phase, wie ich das besser machen kann. Je nach Beitrag verzichte ich auch ganz auf die Sidebar. Mein Theme bringt da soweit alles mit. Generell verzichten möchte ich im Moment noch nicht. Ich lese aber hier und da, dass die Themes ohne Seitenleiste tendenziell etwas im Kommen sind. Letztlich ist es Geschmackssache.

    LG Hans

    1. Hallo Hans,
      bei mir ist das ähnlich. Mit oder ohne. Ich schwanke immer ein wenig. Mal tendiere ich mehr zur Sidebar, dann wieder zur Befreiung aller störenden Elemente. Aber wer kann schon beurteilen, ob überhaupt und wodurch Leser sich wirklich gestört fühlen?

      Die Frage, die kaum einer wirklich beantworten können wird, ist ja, ob die Leser/innen von Sidebars oder Footern einen Nutzen haben. Da gibt es die widerstrebenden Argumente. Einerseits lenken Sidebar oder Footer vielleicht vom Lesen eines Beitrages ab, andererseits sind dort weiterführende Informationen zum Thema und zum Blog immer schon gut aufgehoben gewesen. Es bleibt halt Geschmackssache.

      LG H.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.